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Wohnheim für Menschen mit Behinderung: Platz frei in Wennerstorf

Wohnheim Wennerstorf und seine Bewohner | Foto: ein

Wennerstorf. In einer Gemeinschaft leben, möglichst selbstständig und doch mit Unterstützung: Das Wohnheim Wennerstorf bietet 13 Menschen mit Behinderung einen Lebensplatz. Das Wohnheim im traditionellen Heidedorf ist bewusst klein angelegt: Hier fühlen sich alle wie in einer Familie. Jetzt ist ein Wohnplatz frei geworden. „Heimvater“ Finn Schultner steht unter (0 41 65) 99 94 90-01 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!    für Fragen und Beratung zur Verfügung.

Die Heimeltern Svenja Quitschau und Finn Schultner mit ihren Kindern Lotta (7 Jahre) und Ella (11 Wochen) freuen sich schon auf den neuen Bewohner: „Wir sind selbst im vergangenen Jahr eingezogen, nachdem unsere Vorgänger in den Ruhestand gegangen sind. Wir lieben die quirlige Gemeinschaft aus Bewohnern und Pädagogen.“ Das Wohnheim organisiert viele Aktivitäten, von Disko über Ausflüge bis zur Mitarbeit auf Veranstaltungen. Auch Gartenarbeit steht auf dem Plan oder Unterstützung im Haushalt. „Wir wollen vielfältige Alltagserfahrungen ermöglichen“, erläutert Finn Schultner, „denn so lernen die Bewohner immer weiter.“

Ein Mitglied der Gruppe hat gerade einen weiteren Schritt in die Selbstständigkeit gemacht. „Wir sind glücklich, dass einer unserer Bewohner nun in einer Verselbständigungswohngruppe leben kann“, sagt Carina Meyer, die als Kaufmännische Geschäftsführerin des Freilichtmuseums am Kiekeberg in Ehestorf auch das Wohnheim Wennerstorf leitet. „Das ist unser Ziel: Jeden Bewohner zu fördern und Stärken auszubauen. Der eine lernt bei uns die Zahlen bis zehn oder Wäsche waschen. Andere wiederum können irgendwann selbständig wohnen.“

Seit 2009 wohnen 13 Menschen mit Behinderung in dem kleinen Heidedorf Wennerstorf – mit Hasen und Garten und einem eigenen Gemeinschaftsraum für die Freizeit. Tagsüber arbeiten die Bewohner, meist auf dem nahegelegenen Museumsbauernhof Wennerstorf oder in Werkstätten der Lebenshilfe. Nachmittags, abends und am Wochenende werden sie von einem Team aus Pädagogen, Heilerziehungspflegern, FSJlern und Praktikanten betreut. „Wir bilden hier auch junge Menschen aus“, erklärt Finn Schultner. „Das gibt ihnen die Möglichkeit, Arbeitserfahrungen zu sammeln. Und für unsere Bewohner ist der Kontakt mit ihnen ein großer Gewinn.“

Träger des Wohnheims Wennerstorf ist die Stiftung Freilichtmuseum am Kiekeberg in Ehestorf. Sie engagiert sich seit 1987 für die Integration von Menschen mit Behinderung. So arbeiten heute über 30 Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen im Freilichtmuseum am Kiekeberg und im Museumsbauernhof Wennerstorf. Die pädagogische Begleitung am Arbeitsplatz übernimmt die Lebenshilfe Lüneburg-Harburg.

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