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Kommunen diskutierten mit der metronom Eisenbahngesellschaft über einen zukunftsfesten SPNV zwischen Hamburg und Lüneburg

Winsen/Stelle/Hittfeld. Ein zukunftsfester, attraktiver Nahverkehr auf der Schiene für die Bürger ist ihr gemeinsames Ziel: Die Samtgemeinde Bardowick, vertreten durch Bürgermeister Heiner Luhmann, die Gemeinden Seevetal und Stelle, für die der Leiter der Planungsabteilung Fred Patzwaldt, Bürgermeister Robert Isernhagen sowie sein Stellvertreter Uwe Gundlach mit dabei waren, und die Stadt Winsen, repräsentiert durch Bürgermeister André Wiese, sowie der Leiter der Stabstelle Kreisentwicklung/Wirtschaftsförderung beim Landkreis Harburg, Dr. Alexander Stark, trafen sich nun mit Geschäftsführer Dr. Lorenz Kasch und Pressesprecher Björn Pamperin von der metronom Eisenbahngesellschaft, um über die Zukunft des Schienenpersonennahverkehrs (SNPV)auf der Strecke zwischen Lüneburg und Hamburg zu sprechen.

Seit 1989 ist die Zahl der Einpendler nach Hamburg um rund 35 Prozent gestiegen, die Zahl der Auspendler aus Hamburg sogar um 100 Prozent. Insbesondere in den Hauptverkehrszeiten ist die Auslastung hoch. Und der Koalitionsvertrag im Bund sieht eine Verdoppelung der Fahrgastzahlen bis 2030 vor. Im Mittelpunkt steht deshalb die Frage, wie das Angebot kurz- und mittelfristig erweitert werden kann, um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen und somit weiteres Wachstum von Stadt und Umland zu fördern.

„Schon durch andere Projekte zum Beispiel in der Leader-Region „ACHTERN-ELBE-DIEK“ sind die Kommunen eng miteinander verbunden. Auch im SPNV haben wir ähnliche Betrachtungswinkel, da wir an derselben Strecke liegen. Bardowick, Seevetal, Stelle und Winsen sind allesamt wachsende Orte – deshalb muss auch das Wachstum auf der Schiene mithalten und gut geplant werden“, betont Winsens Bürgermeister André Wiese.

Große wegweisende Themen wie das Alpha E-Konzept, der Ausbau rund um den Hamburger Hauptbahnhof sowie der nötige Signal- und Weichenausbau zwischen Lüneburg und Hamburg wurden genauso thematisiert wie die akuten Probleme der Bürgerinnen und Bürger.

Gemeinsames Ziel ist es, so viele Personen wie möglich auf die Schiene zu bekommen. Dazu passt die Planung der Gemeinden, die Zahl der P+R-Stellplätze in Bahnhofsnähe zu erhöhen. „Die Kommunen machen ihre Hausaufgaben.“ So die übereinstimmende Auffassung der Kommunalvertreter. Nun muss der SPNV nachziehen und die Weichen stellen, um nicht nur eine höhere Verlässlichkeit zu gewährleisten, sondern auch die Kapazitäten der wachsenden Metropolregion abzudecken.

„Wir Kommunen wollen das Thema proaktiv begleiten und verbessern und suchen deshalb den Schulterschluss mit der metronom Eisenbahngesellschaft, die durch ihre tagtäglichen Erfahrungen dazu beitragen kann, diese Problematik zu lösen“, betont Heiner Luhmann, Bürgermeister der Samtgemeinde Bardowick.

Dreh- und Angelpunkt eines pünktlichen Schienen-Personennahverkehrs ist eine zukunftsfeste Infrastruktur, da aktuelle Verspätungen insbesondere auf mangelnde Kapazitäten auf den Schienen zurückzuführen sind. Dabei gibt es außer langfristigen Maßnahmen wie erweiterter Gleiskapazitäten für den SPNV oder verlängerter Bahnsteigen im Hamburger Hauptbahnhof auch kurzfristige Stellschrauben, an denen im Sinne einer Optimierung gedreht werden kann.

„Die Stellschrauben für einen stabilen Betrieb und mehr Fahrten liegen oftmals im Detail. So wäre es schon ein Gewinn, wenn unsere metronom-Züge die Gleise zwischen Lüneburg und Harburg flexibler nutzen könnten und nicht so oft durch Warten auf ICE- oder Güterzüge, gestörte Signale oder Bäume im Gleis ausgebremst würden“, führt metronom-Geschäftsführer Lorenz Kasch aus.

Die Gesprächsteilnehmer einigten sich darauf, den Grünschnitt sowie den Ausbau und die Optimierung der Weichen- und Signalanlagen auf ihren jeweiligen Streckenabschnitten voranzutreiben. Der mangelnde Grünschnitt ist oft Ursache für Totalsperrungen bei Sturm, Unwetter und Schneefall. Hier braucht es einen klaren Plan, Prioritäten und einen zeitnahen Freischnitt von DB-eigenem Gelände.

Sofern Flächen im Eigentum der Kommune stehen, sicherten die kommunalen Vertreter zu, sich für schnelle Genehmigungen und eine Vermittlung zwischen Deutscher Bahn und Naturschutzbehörde einzusetzen. Die bedarfsgerechte Ergänzung von Weichen und Signalen soll für reibungslose Zugüberholungen sorgen.

„Wir wollen mit der dafür zuständigen DB Netz AG, aber auch der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen als Aufgabenträger in den Dialog kommen und uns dafür einsetzen, dass unser Streckenabschnitt optimal und ohne lange Wartezeiten genutzt werden kann“, stellte Bürgermeister Wiese die nächsten Schritte in Aussicht.

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