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Der Landkreis Harburg hat eine Plattdeutsch-Koordinatorin

Rosengarten. Das Plattdeutsche hat ab dem 1. April eine hauptamtliche Vertretung: Rike Henties ist die neue Plattdeutsch-Koordinatorin im Landkreis Harburg. Die 31-jährige Muttersprachlerin aus Erbstorf (Landkreis Lüneburg) widmet sich ab sofort in Teilzeit der Förderung des Niederdeutschen. Zu ihrem Start begrüßten sie Landrat Rainer Rempe, Heiner Schönecke als Vorsitzender des Fördervereins des Freilichtmuseums am Kiekeberg, Stiftungsratsvorsitzender Klaus-Wilfried Kienert und Museumsdirektor Stefan Zimmermann. Organisatorisch ist die Stelle im Freilichtmuseum am Kiekeberg in Ehestorf angebunden.

"Ich freue mich auf meine neue Aufgabe", sagt Rike Henties strahlend. Nach Ausbildungen zur Maßschneiderin und Modedesignerin wurde sie Schulbegleiterin. Aus dieser Arbeit kennt sie den Landkreis Harburg sehr gut und ist auch mit vielen Schulen bereits vernetzt. Für Rike Henties ist Niederdeutsch die sprichwörtliche Muttersprache: "Meine Mutter und deren Mutter haben mit uns drei Kindern immer platt geschnackt. Es war uns immer bewusst, dass das etwas Besonderes ist. Viele Unbekannte blieben auf der Straße stehen, um uns einfach zuzuhören."
Allerdings erlebte sie noch bis in die 1990er-Jahre Vorurteile gegen Plattschnacker. Diese will sie nun auch auf professioneller Ebene entkräften: "Ich möchten mich mit vielen Akteuren der Szene vernetzen - daraus entstehen meist die besten Ideen. Und ich möchte zeigen: Die Sprache ist für alle attraktiv - für jedes Alter und auch für Menschen, die sie zurzeit noch nicht oder nicht fließend sprechen", fügt sie mit einem Augenzwinkern auf die Herrenrunde hinzu. Ihr eineinhalbjähriger Sohn Piet jedenfalls kennt die Mama nur "op platt" - und geht mit beiden Sprachen selbstverständlich um.

Als Koordinatorin wird Rike Henties viel im Landkreis Harburg unterwegs sein. "Dat is wichtig, dat een sik sehen laat", sagt sie. Mit der Vernetzungsarbeit hat sie schon vor Stellenantritt begonnen, unter anderem mit einem "Antrittsbesuch" bei ihrem Vorgänger Herbert Timm. Dieser füllte die Position bis zu seinem "Ruhestand" ehrenamtlich aus. Landrat Rainer Rempe betont: "Mit Herbert Timm hatten wir sehr lange einen umsetzungsstarken und sehr engagierten Beauftragten. Für ihn war die Förderung des Plattdeutschen eine Lebensaufgabe. Wir haben ihm viel zu verdanken, das ist mit Geld nicht aufzuwiegen. Im Nachbesetzungsverfahren zeigte sich, dass diese Position so nicht mehr ehrenamtlich zu besetzen ist."
Museumsdirektor Stefan Zimmermann sieht die neu geschaffene Stelle als "Riesenchance für das Plattdeutsche. Es soll nicht nur ein schönes Image haben", sagt der gebürtige Schwabe, "sondern auch normaler Bestandteil des Alltagslebens sein. Das passt sehr gut zum Kiekeberg: Wir verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz, Alltagskultur zu bewahren."
Zwei positive Entscheidungen schufen die Rahmenbedingungen für die Bestellung der ersten hauptamtlichen Plattdeutsch-Koordinatorin im Landkreis Harburg: Der Kreistag sprach sich Ende 2018 mit großer Mehrheit fraktionsübergreifend für die Einrichtung einer hauptamtlichen Stelle aus. Und: Die Personalkosten teilt sich der Landkreis Harburg mit dem Förderverein des Freilichtmuseums am Kiekeberg. Dessen Vorsitzender Heiner Schönecke erklärt: "Wir fördern die Kultur der Region, da gehört das Plattdeutsche zentral dazu. Wir haben im Vorstand gern den Beschluss gefasst, uns finanziell zu beteiligen."
Mit Blick auf die stark ausgeprägte plattdeutsche Szene im Landkreis betont er: "Es gibt so viel Potential, da engagieren sich viele Menschen. Und das wollen wir unterstützen und noch stärker für die jüngeren Menschen erschließen." Bei dem Gedanken sind sich alle Entscheider und Rike Henties einig: "Plattdeutsch gehört zu Niedersachsen. Die Sprache gibt einen schnellen Zugang zu Menschen, ein 'Hier bin ich zuhause'-Gefühl."
Plattdeutsch als Teil des kulturellen Erbes, der nicht verschwinden darf - schließlich war dies ein zentrales Argument, das den Kreistag und auch den Stiftungsrat des Freilichtmuseums am Kiekeberg überzeugte, erläutert Klaus-Wilfried Kienert, Vorsitzender des Stiftungsrats. "Wir finden, es ist es Wert, das Kulturgut zu fördern." Das hat auch der Europarat festgestellt, der das Niederdeutsche in die Europäische Charta für Regional- und Minderheitssprachen aufnahm und sie damit als besonders schützenswert anerkennt.

Stefan Zimmermann erklärt: "Der Landkreis hat das Freilichtmuseum schon vor Jahren mit den zentralen Kulturaufgaben betraut. Als übertragene Aufgaben verwalten wir auch dessen Budget für das Plattdeutsche. Daraus werden zum Beispiel die regelmäßigen Terminhefte oder die plattdeutsche Bibliothek finanziert." So sei es sinnvoll, auch die Stelle der Plattdeutsch-Koordinatorin organisatorisch am Kiekeberg anzubinden. Die Stelle ist zunächst auf zwei Jahre angelegt. Eine Evaluierung wird dann Entscheidungsgrundlage für die Kreistagsmitglieder, die über die Ausrichtung nach 2020 abstimmen.

De Landkreis Horborg hett en Beopdragte för Plattdüütsch
Rike Henties fangt an'n 1. April 2019 an.

Rosengoorn, 29.3.19 - Dat Plattdüütsche hett vun`n April an een hauptamtliche Steed: Rike Henties is de ne'e Plattdüütsch-Koordinatorin in`n Landkreis Horborg. De 31-Johrige ut Arvstörp (Landkreis Lümborg), de Platt as Mudderspraak snackt, kümmert sik nu in Deeltied üm dat Nedderdüütsche. To ehr'n Start hebbt Landrat Rainer Rempe, Heiner Schönecke as Vörsitter vun den Fördervereen för dat Freilichtmuseum am Kiekeberg, de Vörsitter vun'n Stiftungsraat Klaus-Wilfried Kienert un Museumsdirektor Stefan Zimmermann ehr begrööt. Organisatorisch is de Steed an't Freilichtmuseum am Kiekeberg anbunnen.
"Ik frei mi op de ne'e Opgaav", seggt Rike Henties strahlend. Na ehr Utbilden to Maatsniederin un Modedesignerin is se Schoolassistentin worrn. Ut ehr Arbeit kennt se den Landkreis Horborg goot un is ok mit vele Scholen vernett. För Rike Henties is Nedderdüütsch de sprickwöörliche Mudderspraak: "Miene Mudder un miene Oma hebbt mit uns dree Kinner ümmer platt snackt. Dat weer us ümmer kloor, dat dat wat Besünners is. Vele Unbekannte sünd op de Straat stahn bleven, üm us eenfach totohören." Bet in de 1990er Johr hett se Vöroordele gegen Plattsnacker beleevt. Disse will se nu ok op professionelle Ebene entkräften: "Ik will mi mit veele Lüüd ut de Szene tohoopdoon - dor ut entstaht meist de besten Ideen. Un ik will wiesen: De Spraak is för all tohoop attraktiv - för jedet Öller un ok för Minschen, de se to Tied noch nich oder nich fleten snacken doot", fögt se mit en Ogenzwinkern op de Herrenrunn hento. Ehr annerthalfjohrige Söhn Piet jedenfalls kennt de Mama blots "op platt" - un geiht mit beid Spraken üm. Na kloor.
As Koordinatorin warrt Rike Henties veel in`n Landkreis ünnerwegens sien. "Dat is wichtig, dat en sik sehen lött", seggt se. Mit de Vernetzungsarbeit hett se al vör Stellenantritt anfungen, ünner annern mit en "Antrittsbesöök" bi ehrn Vorgänger Herbert Timm. Disse hett de Position bet to sien "Rohstand" ehrenamtlich utfüllt. Landrat Rainer Rempe betont "Mit Herbert Timm hatten wir sehr lange einen umsetzungsstarken und sehr engagierten Beauftragten, für ihn war die Förderung des Plattdeutschen eine Lebensaufgabe. Wir haben ihm viel zu verdanken, das ist mit Geld nicht aufzuwiegen. Im Nachbesetzungsverfahren zeigte sich, dass diese Position so nicht mehr ehrenamtlich zu besetzen ist." Museumsdirektor Stefan Zimmermann süht de ne'e Steed as "Riesenchance für das Plattdeutsche. Es soll nicht nur ein schönes Image haben", seggt de gebürtige Schwabe, "sondern auch normaler Bestandteil des Alltagslebens sein. Das passt sehr gut zum Kiekeberg: Wir verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz, Alltagskultur zu bewahren."
Twee positive Entscheidungen hebbt hulpen de Steed as Plattdüütsch - Koordinatorin in'n Landkreis Horborg intorichten: De Kreisdag hett sik Enn 2018 mit grote Mehrheit fraktionsövergriepend för dat Inrichten vun en hauptamtliche Steed utsproken. Un: De Personalkösten deelt sik de Landkreis mit den Fördervereen vun dat Freilichtmuseum am Kiekeberg. De Vörsitter Heiner Schönecke seggt dorto: "Wi fördern de Kultur vun de Region, do höört dat Plattdüütsche zentral dorto. Wi hebbt in Vörstand gern den Beschluss faat, uns finanziell to beteiligen."

Mit Blick op de starke plattdüütsche Szene in`n Landkreis betont he: "Dat givt so veel Potential, do engagieren sik vele Minschen. Un dat wüllt wi stütten un noch stärker för de jüngeren Minschen ersluten."
Bi den Gedanken sünd sik all Entscheider un Rike Henties enig: "Plattdeutsch gehört zu Niedersachsen. Die Sprache gibt einen schnellen Zugang zu Menschen, ein 'Hier bin ich zuhause'-Gefühl." Plattdüütsch as Deel vun't kulturelle Arv, de nich verswinnen dörv - opletzt is dat en zentralet Argument west, dat den Kreisdag un ok den Stiftungsraat vun dat Freilichtmuseum am Kiekeberg övertüügt hett, verklort Klaus-Wilfried Kienert, Vörsitter vun`n Stiftungsraat. "Wir finden, es ist es wert, das Kulturgut zu fördern." Dat hett ok de Europaraat faststellt, de dat Nedderdüütsche in de "Europäische Charta für Regional - und Minderheitssprachen" opnahmen hett un se dormit as besünners schützenswert acht.
Stefan Zimmermann verklort: "Der Landkreis hat das Freilichtmuseum schon vor Jahren mit den zentralen Kulturaufgaben betraut. Als übertragene Aufgaben verwalten wir auch dessen Budget für das Plattdeutsche. Daraus werden zum Beispiel die regelmäßigen Terminhefte oder die plattdeutsche Bibliothek finanziert." So is dat sinnvull, ok de Steed vun de Plattdüütsch - Koordinatorin organisatorisch an Kiekebarg antobinnen. De Steed is tonächst op twee Johr anleggt. En Evaluierung warrt denn Entscheidungsgrundlaag för de Kreisdagsmitglieder, de över de Utrichtung na 2020 afstimmen doot.

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