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Nachruf

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  • Klaus Peter Konoppa ist tot - Die Familie und die Harburger Schützengilde trauern

    Harburg. Seine Frau Gabriele "Gaby", mit der er mehr als vier Jahrzehnte lang verheiratet war, sein Sohn Marc mit den beiden Enkelkindern sowie die Mitglieder der Deputation, die Knopfsergeanten-Vereinigung und die Mitglieder der Harburger Schützengilde und die Eißendorfer Schützen und mit ihnen zahlreiche Harburger und vor allem Eißendorfer trauern um Klaus Peter Konoppa, der am vergangenen Freitag nach kurzer, schwerer Krebserankung im Alter von 69 Jahren gestorben ist. "Wir haben die traurige Pflicht, Euch über den Tod unseres Ehrenmitgliedes und ehemaligen Königs Klaus Peter Konoppa zu informieren", teilte die Harburer Schützengilde in einer Pressemitteilung mit.

    Klaus Peter Konoppa war fast 50 Jahre lang ein sehr aktives Gildemitglied. Der stets gutgelaunte und sehr umtriebige Harburger aus Überzeugung war im Schützenjahr 1990/91 Gildekönig und 2007/08 Montagskönig. Der wegen seiner Aktivitäten von vielen Schützen und Bürgern Harburgs liebevoll auch "Wiesel" genannte Vollblutschütze war Träger des Goldenen Herzog Otto auf rotem Grund und Ehrenvorsitzender der Knopfserganten-Vereinigung.

    Klaus Peter Konoppa ist am 1. Juli 1947 geboren und trat 1978 in die Gilde und auch die Schützenkompanie ein. Seit 1980 war er Fahnenjunker. Ihm wurde sogar die besondere Ehre zu Teil, Träger des goldenen Herzog Ottos auf rotem Grund zu werden, welcher Fahnenjunkern für besondere Verdienste verliehen wird. Seit 1985 war er Knopfsergeant. Außerdem war er 19 Jahre lang 2. Vorsitzender der Knopfsergeanten-Vereinigung und einer von vier Majoren der Gilde-Vereinigung. Am 31. Mai 2013 war er zum Ehrenvorsitzenden der Vereinigung ernannt worden.

    Klaus Peter Konoppa war auch Mitglied der Gilde-Sportvereinigung und war erst vor wenigen Wochen zum Ehrenmitglied der Harburger Schützengilde ernannt worrden (bib berichtete). Der Verstorbene war auch viele Jahre lang Mitglied des Eißendorfer Schützenvereins und auch dort überaus aktiv. Er war von Beruf Versicherungskaufmann und leitete viele Jahrzehnte lang das LVM-Versicherungsbüro am Beerentalweg in Eißendorf.

    Sein Engagement in seinem Beruf, die Aktivitäten als Schütze und seine Familiie bestimmten das Leben des gelernten Einzelhandelskaufmanns, der sich zum selbstständigen Versicherungskaufmann hochgearbeitet hatte. Bis zu ihrem Tod im Jahr 2015 pflegten Klaus-Peter und Gaby Konoppa ihre schwerstbehinderte Tochter Maren aufopferungsvoll. Kinder liebte der Verstorbene über alles. So unterstützte er den Städtischen Kindergarten für körperbehinderte Kinder, die seine Tochter Maren betreute, und die Schule an der Elfenwiese in Marmstorf viele Jahre lang. Und er organisierte für die Kinder liebevoll die Veranstaltungen der Harburger Schützengillde.

    Mit Klaus Peter Konoppa verlieren die Harburger Schützengilde und die Eißendorfer Schützen eines ihrer treuesten und emsigsten Mitglieder. "Der Verlust schmerzt sehr", sagte Ingo Mönke, der Erste Patron der Gilde. "Wir werden ihn und seinen unermüdlichen Einsatz für die Harburger Schützengilde sehr vermissen und ihm ein ehrendes Andenken bewahren."
    Die Trauerfeier findet am 31. Mai ab 11.30 Uhr in der Kapelle des Neuen Friedhofs Harburg in Marmstorf statt.

  • Nachruf: Langjähriger HTB-Schiedsrichterobmann Dieter Guske gestorben

    Harburg. Trauer beim Harburger Turnerbund und bei den Schiedsrichtern des Hamburger Fußball-Verbands: Nach längerer Krankheit ist der langjährige HTB-Schiedsrichterobmann und Ehrenmitglied Dieter Guske am Montag in seinem 80. Lebensjahr gestorben. Dieter Guske war bereits seit 1981 HTB-Vereinsmitglied. Seine Liebe galt seit jeher der Schiedsrichterei. „Nach seiner Pfeife tanzten“ die Fußballer 61 Jahre lang, denn Schiedsrichter wurde Dieter Guske bereits 1956 - als 18-Jähriger. Da war er nach damaliger Gesetzeslage noch nicht einmal volljährig.

    35 Jahre lang - bis zum vergangenen Jahr - war er ununterbrochen HTB-Schiedsrichter-Obmann und ebenso lange vertrat er auch den Harburger Turnerbund im Bezirksschiedsrichter-Ausschuss. Der stürmische Aufschwung der HTB-Fußball-Abteilung, die mit mehr als 30 Mannschaften am Spielbetrieb teilnimmt, verschaffte ihm besonders im zurückliegenden Jahrzehnt reichlich Arbeit und forderte von ihm jede Woche großes Organisationstalent. Schließlich musste er jedes Jahr etwa 600 Spiele mit Schiedsrichtern besetzen.

    Dass dies in der Vergangenheit nahezu reibungslos verlief, verhalf dem HTB zu großem Ansehen nicht nur bei den Unparteiischen. Das auch, weil Dieter Guske stets die Sichtweise der Fußballer für die schwierige Aufgabe des Schiedsrichters schärfte und so zu einem entspannten Verhältnis zwischen den Spielern und den Schiris beitrug. Zudem verstand er es in den vergangenen Jahrzehnten auch immer wieder, junge Menschen für seine „Zunft der Schwarzkittel“ zu begeistern. So hat er ungezählte junge Harburger Fußballer zu Schiedsrichtern ausbilden lassen, damit der HTB satzungsgemäss für jede am Spielbetrieb teilnehmende Mannschaft einen Schiedsrichter stellen konnte.

    Für seine langjährigen Verdienste wurde Dieter Guske vom Hamburger Fußball-Verband mit der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet. Über seine Verbundenheit zu den Schiedsrichtern hinaus war Dieter Guske als Mitglied der 5. Bundesvereinigung im HTB ein engagierter Förderer der Jugendarbeit. Sein vorbildlicher, jahrzehntelanger Einsatz für "seinen" HTB wurde mit der Goldenen Verdienstnadel und der HTB-Ehrenmitgliedschaft gewürdigt. Viele Harburger kannten den lange Zeit in Meckelfeld wohnenden Guske auch als langjährigen Mitarbeiter der ehemaligen Foto-Abteilung bei Karstadt Harburg.

    Der frühere HTB-Vizepräsident und jetzige Ehren-Vizepräsident Klaus Buchholz: "Mit Dieter Guske haben wir einen Freund verloren und trauern mit seiner Ehefrau Birgit. Das Andenken an diesen außergewöhnlichen Menschen werden wir in Ehren halten."

  • Trauer um Gunter Gabriel - der Harburger Sänger überstand die Operationen nach Treppensturz nicht

    Harburg/Hannover. Seine vielen Fans, seine Kollegen aus der Schlager- und Country-Szene und vor allem auch eine Menge Harburger trauern um den Sänger Gunter Gabriel, der gestern Vormittag im Alter von 75 Jahren nach einem Treppensturz am Vorabend seines 75. Geburtstags am 11. Juni und drei Operationen in einem Krankenhaus in Hannover gestorben ist. Der Sänger, der seit vielen Jahren auf einem Hausboot aus DDR-Produktion im Harburger Hafen lebte, soll am 10. Juni auf einer Steintreppe gestürzt sein. Unmittelbar zuvor war er noch beim Harburger Binnenhafen-Fest aufgetreten. Es sollte sein letzter Auftritt werden.

    Aus dem Management Gabriels hieß es gestern: "Auf einen diagnostizierten dreifachen Bruch des ersten Halswirbels folgten in den vergangenen Tagen drei Operationen in einem Hannoveraner Krankenhaus." Diese Strapazen hat Gabriel, der ohnehin seit längerer Zeit mit Herzproblemen und anderen gesundheitlichen Einschränkungen leben musste, nicht überstanden. "Am Mittwoch Vormittag hat das Herz eines großen Sängers und Musikers aufgehört zu schlagen", heißt es in der Mitteilung.

    Gunter Gabriel erlebte alle Höhe und Tiefen des Showgeschäfts und war alles andere als ein angepasster Typ. Sein Aufstieg begann, nachdem einiges nach der Schulzeit nicht nach Wunsch geklappt hatte. Ins Berufsleben startete er zunächst mit einer Schlosserlehre. Anschließend brach er ein Studium zum Maschinenbau-Ingenieur ab. Sein Herz schlug eigentlich schon von Kindheit an nur für die Musik. 1974 folgte nach fragwürdigen Jobs als DJ, Promoter und Künstlerbetreuer der große Durchbruch im deutschsprachigen Raum. Der damals 32-Jährige feierte plötzlich Erfolge mit Hits wie "Komm unter meine Decke", "Er ist ein Kerl", "Ich werd gesucht in Bremerhaven" und "Hey Boss, ich brauch mehr Geld".

    Auch der Scheidungssong "Hey, Yvonne, warum weint die Mami" wurde 1974 gleich zum Hit. Gabriel begnügte sich aber nicht nur damit, selbst auf der Bühne zu stehen und sich dabei selbst auf der Gitarre zu begleiten. Gelegentlich schrieb er Songs für Musikerkollegen wie beispielsweise Frank Zander und Roland Kaiser. Mit dem Erfolg verdiente er eine Zeitlang viel Geld. Mit Geld sorgsam umgehen indes war nicht seine Sache. Nach dem Motto "Wie gewonnen, so zerronnen" bekam er bald finanzielle Probleme.

    Seine fragwürdigen Investitionen in kanadisches Öl, in Immobilien und viele andere Dinge scheiterten zumeist kläglich, weil der Sänger scheinbar eher schlecht als recht beraten wurde. Nach eigenen Angaben verlor er in kürzester Zeit zehn Millionen Mark. Es folgte der finanzielle Ruin. Zu seinem wechselvollen Leben gehörten aber auch über lange Wegstrecken übermäßiger Alkoholgenuss, Depressionen, gescheiterte Ehen, Prügeleien und gelegentlich auch mal eine Publikumsbeschimpfung: Gunter Gabriel sorgte nicht mehr nur mit der Musik für Schlagzeilen. Aber der Wahl-Harburger, der lange Zeit auch in Berlin gelebt hatte, war auch ein Stehaufmännchen. Vor rund zehn Jahren begann er den Schuldenabbau mit einer guten Idee - mit seinen legendären Wohnzimmerkonzerten vorwiegend im norddeutschen Raum baute er die Schuldenlast kontinuierlich ab.

    Danach ging es mit seiner Karriere wieder bergauf. Große Erfolge feierte Gunter Gabriel als der deutsche Johnny Cash. Mehrere Wochen lang gastierte er mit den Johnny-Cash-Musical in Berlin und Hamburg - von seinen und den Cash-Fans frenetisch bejubelt. Sein Motto: "Der letzte Wagen ist immer ein Kombi". Auch die Redaktion von besser-im-blick schließt sich der Trauer um Gunter Gabriel an. Er war vielleicht nicht in allen Belangen ein Vorbild - aber ein guter Mensch war er auf jeden Fall.

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