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Handball

  • Außenseiterpunkt für TV Fischbek

    Fischbek. Vor gut zwei Wochen hatten die Oberligaherren des TV Fischbek (TVF) gerade erst die SG Wift/Neumünster zu Gast und unterlagen mit 32:41. Am vergangenen Wochenende war nun das Rückspiel. Beim Endstand von 25:25 (11:10) gegen den Tabellenvierten nahm der TVF als Außenseiter einen Punkt mit nach Hause.

    Den ersten Treffer des Spiels erzielte Marek Struß nach knapp zwei Minuten und brachte die Gäste mit 1:0 in Führung. Die Mannschaft von Trainer Roman Judycki hatte nicht nur in diesem Moment die Nase vorn, sondern war in der Startphase die bessere Mannschaft. Wift war bemüht, den Fischbeker Angriff durch die Manndeckung von Haupttorschütze Aleksej Kiselev zu schwächen. In der Tat hatten sie ihn gut im Griff, denn der Fischbeker konnte im gesamten Spiel nur vier Tore erzielen, wobei drei davon Siebenmeter waren.

    Das machte den Fischbekern am vergangenen Samstag aber nichts aus, denn der Druck wurde dann einfach gleichmäßig an andere Stellen verteilt. Wift versuchte zu reagieren und nahm dann zunächst zu Kiselev noch Julian Junack unter Manndeckung. Der TVF fand trotzdem im Angriff sein Ziel und hatte mit Simon Behrens einen sicheren Torhüter im eigenen Kasten. So war es dann die SG, die beim Stand von 2:5 aus eigener Sicht eine Auszeit nahm.

    Fischbek leistete sich dann im Angriff zu viele Ballverluste, sodass die Gastgeber das Spiel zu ihren Gunsten drehen konnten. Nach 20 Minuten tauschte Judycki Behrens im Tor gegen Azeez Oyewusi aus. Der parierte zwar auch alles Mögliche, konnte aber auch nicht verhindern, dass die Überlegenheit von Wift in dem Moment zu tragen kam und den Spieß umdrehte. Als die Anzeigetafel den Stand von 6:8 zu erkennen gab, erzielte die SG vier Tore in Folge und gingen somit in Führung. Beim Stand von 11:10 (den letzten Treffer erzielte Tim Latendorf) gingen beide Mannschaften in die Kabinen.

    Judycki griff in der zweiten Halbzeit auch immer wieder zu der Variante, im Angriff den Torhüter (ab der 40. Minute kam Sven Tobuschat ins Tor) herauszunehmen und durch einen siebten Feldspieler zu ersetzen. Die Bälle gingen zunächst aber vorne zu leicht verloren und so mussten die Fischbeker den einen oder anderen Treffer durch einen Wurf ins leere Tor kassieren. Allerdings leistete Wift sich dabei auch den einen oder anderen Fehler oder aber Tobuschat war schnell genug zurück im Tor und konnte parieren. Insgesamt hatten alle drei Torhüter einen sehr guten Tag erwischt.

    Durch diese Spielvariante kam ein Fischbeker Spieler besonders in den Vordergrund. „Durch den zusätzlichen Spieler hatten wir mehr Platz und den hat Jan-Malte Augustin genutzt“, so Judycki nach dem Spiel. Augustin war in diesem Spiel mit sechs Treffern auch der Haupttorschütze. Wift hielt sich die Fischbeker auf Abstand, jedoch nie mehr als vier Treffer. Der TVF ließ sich nicht fallen und brach auch nicht ein. Bedingt durch die dauerhafte Manndeckung der beiden halben Rückraumspieler musste der TVF viel Kraft über die Außenpositionen und den Kreis einsetzen. Diese Kraft nutzten die Gäste auch zu einem Endspurt. Shohei Sasaki, Augustin und Struß waren es, die mit ihren Treffern letzten Endes den Ausgleich erzielten. 15 Sekunden vor Schluss schien das Pech sich wieder auf die Seite des TVF zu schlagen, denn die Unparteiischen sprachen Wift einen Siebenmeter zu. Mit einer glänzenden Parade wehrte Tobuschat diese Torchance jedoch ab und sicherte somit den Punkt. Mit dem Schlusspfiff hatte der TVF zwar noch einen Freiwurf zugesprochen bekommen, aber Marcel Kahns konnte die gegnerische Mauer nicht zu einem Treffer überwinden.

    Judycki ist mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden und stellt fest:“Man muss sagen, dass die Grundlage während des Spiels vorhanden war und zwar endlich über die vollen 60 Minuten. Die Abwehr stand im Großen und Ganzen sehr gut“. Am kommenden Samstag kommt der Tabellenführer der HSG Ostsee Neustadt/Grömitz in die Arena Süderelbe. Anpfiff ist um 18:30 Uhr. „Auf jeden Fall muss es für uns heißen, trotz Unterlegenheit nicht den Kopf in den Sand zu stecken“ sagt Judycki im Bezug auf die kommende Begegnung. „Sondern wir müssen selbstgewusst auftreten und intelligent nach Lösungen suchen“.

    Tore für den TVF: Jan-Malte Augustin (6), Shohei Sasaki (4), Aleksej Kiselev (4/3), Marek Struß (3), Julian Junack, Marcel Kahns, Tim Latedorf (je 2), Soeren Siemens und Philip Wöhler (je 1)

  • Barmbek war für Fischbek eine Nummer zu hoch

    Fischbek. Am vergangenen Samstag spielten die Oberligahandballer des TV Fischbek (TVF) in der Arena Süderelbe gegen den ungeschlagenen Tabellenführer der HG Hamburg-Barmbek (HGHB). Beim Endstand von 23:34 war es für die Fischbeker fast eine Start-Ziel-Niederlage. Allerdings zeigte die Mannschaft von Trainer Roman Judycki nach 30 Minuten beim Stand von 14:15, dass sie auch gegen Barmbek mithalten kann.

    Die HGHB erzielte durch Henning Mauer das erste Tor des Spiels. Bevor es zu diesem Treffer kam, lief das Spiel jedoch bereits seit mehr als drei Minuten. Keiner der beiden Mannschaften war vorher ein erfolgreicher Abschluss gelungen. Dafür überschlugen sich dann aber die Ereignisse, denn gerade mal zwei Minuten nach Mauers Treffer stand es bereits 3:3. Die HGHB konnte dann zunächst einmal etwas die Nase vorn behalten, aber in der 14. Minute glich Aleksej Kiselev dann wieder zum 7:7 aus. In den folgenden Minuten waren beide Teams zunächst wieder gleichauf. Als es in der 21. Minute 13:10 für die Gäste stand, nahm Judycki eine Auszeit. Kurz darauf wurde Rune Hanisch von der HGHB für zwei Minuten von den Unparteiischen auf die Bank verbannt. Dies nutzte der TVF aus und kam durch die Tore von Marek Struß und Kiselev wieder dicht an die Gäste heran. Nun nahm Barmbeks Trainer Holger Bockelmann eine Auszeit. Trotz neuer Anweisung, die die Trainer ihren Mannschaften geben konnten, kam aber kein großer Trendwechsel, sodass beide Gegner beim Stand von 14:15 in die Kabinen gingen.

    Nach dem Wechsel war dann der Favorit auch die dominierende Mannschaft. Sie setzten sich Schritt für Schritt immer weiter vom TVF ab, die im Angriff zu weniger Torabschlüssen kamen. Die HGHB nutzte diese Fehler aus und strafte sie mit Tempogegenstößen. Judyckis schon mehrfach erfolgreiche Alternative, den Torhüter beim Angriff gegen einen siebten Feldspieler zu ersetzen, zog dieses Mal gar nicht. So fand der Ball mehrfach den Weg in das unbesetzte Tor. In der 41. Minute wurden Kiselev und Struß zeitgleich für zwei Minuten vom Spielfeld verbannt. Die Fischbeker überstanden diese Unterzahl aber mit gerade mal einem Tor, das aus dem der HGHB zugesprochenen Siebenmeter entstanden war. Die Gäste legten danach aber einen ersten entscheidenden Lauf hin. Von 21:18 entfernten sie sich in drei Minuten auf 27:18. In einer ähnlichen Phase taten sie wenige Minuten vor Schluss durch vier Treffer in Folge noch etwas für die Tordifferenz. „Gegen Mannschaften wie dem THW oder Barmbek können wir nicht über längere Strecken oder bis zum Ende mithalten“, so Judycki. „Wir sind im technischen Bereich unterlegen und machen mental in entscheidenden Situationen zu viele Fehler.“

    Am Montag (13. Februar) kommt es wieder in der Arena Süderelbe um 20:30 Uhr zur gleichen Begegnung. Dann geht es um den Einzug in das Pokalhalbfinale. Der Eintritt zu diesem Spiel ist frei. Am kommenden Sonntag (19. Februar) geht es dann zum Auswärtsspiel nach Preetz. Die haben zuletzt gegen die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg wichtige Punkte gelassen. Und nachdem der TuS Esingen am vergangenen Wochenende sein Spiel gewonnen hat, reist der TVF als Vorletzter zu dieser Partie.

    Tore für den TVF: Aleksej Kiselev (10/7), Marek Struß (5), Aron Karschny (4), Marcel Kahns (3) und Julian Junack (1).

  • Der TV Fischbek trauert um Stefan Zielke

    Fischbek. Der TV Fischbek trauert um den Trainer und Schiedsrichter Stefan Zielke, Der 56-jährige war bei einem dramatischen Unfall am Samstagabend ums Leben gekommen und hinterlässt seine Frau und zwei Kinder.

    Nachdem Zielke ein Handballspiel in Buxtehude gepfiffen hatte, befand er sich mit seinem Elektro-Fahrrad auf dem Rückweg nach Fischbek in die Süderelbehalle um dort seine Damenmannschaft zu coachen. Auf diesem Weg, am Bahnübergang in Neu Wulmstorf, ereignete sich der tragische Unfall. Stefan Zielke versuchte, trotz geschlossener Halbschranke und rotem Signal, die Bahnschienen beim Übergang in der Schiffferstraße zu überqueren. Trotz einer Schnellbremsung erfasste ihn die herannahende S-Bahn und verletzte ihn dabei tödlich. Warum er die Signale igonirierte ist noch nicht klar.

    Der TV Fischbek hat ein Spendenkonto bei der Sparkasse Harburg-Buxtehude eingerichtet (TV Fischbek IBAN: DE47 2075 0000 0004 0104 84) und sammelt unter dem Verwendungszweck „Stefan Zielke“ Geld für die Ausbildung von STefan Zielkes Söhnen.

  • Fischbek trumpft nur 30 Minuten auf

    Fischbek/Preetz. Am vergangenen Sonntag mussten die Oberligahandballer des TV Fischbek (TVF) beim Preetzer TSV antreten. Dort unterlagen sie nach einer ungenutzten ersten Halbzeit mit 22:26 (9:17).

    Personell bleibt die Situation für Fischbeks Trainer Roman Judycki weiter eng. Nachdem Marius Kabuse bereits zwei Spieltage zuvor verletzt vom Feld musste und auch für Wochen ausfallen wird, hatte sich Aron Karschny im Pokalspiel gegen die HG Hamburg-Barmbek ebenfalls verletzt und wird auch für länger ausfallen. Tim Latendorf, der sich ebenfalls gegen Barmbek am Rücken verletzt hatte, konnte jedoch spielen.

    Preetz erzielte einen Start-Ziel-Sieg. Der TVF erzielte sein erstes Tor nach fast vier Minuten. Aleksej Kiselev erzielte den 1:2-Anschlusstreffer. Während Fischbek gute Chancen nicht nutzte, was unter anderem am Preetzer Torhüter Jascha Andre Fehlberg lag, waren die Gastgeber im Angriff erfolgreich. Als sie in weniger als 90 Sekunden auf 5:1 davonzogen, nahm Judycki eine Auszeit. Seine Anweisungen fruchteten jedoch nicht ausreichend, sodass Preetz sich bis zu Halbzeit schon auf 17:9 absetzen konnte. „Wir haben in der ersten Halbzeit etwa acht hundertprozentige Chancen gehabt, die wir nicht nutzen konnten“, fasst Judycki die erste Halbzeit zusammen.

    Nach der Pause schien es zunächst so weiterzugehen. Doch nach fünf Minuten fand der TVF ins Spiel. Die Angriffe wurden mutiger und der Ball kam verstärkt ins gegnerische Tor. Das Spiel war nun spiegelverkehrt. Dies zeigte sich deutlich zur Mitte der zweiten Halbzeit, als die Fischbeker durch Kiselev, Tim Latendorf und Robert Mitleider sechs Tore in Folge erzielten. Letzten Endes reichte die Aufholjagd aber nicht aus. „Wir haben in der zweiten Halbzeit effektiver abgeschlossen, sodass der Torhüter keine Chance hatte und waren auch über Tempogegenstöße erfolgreich“, so Judycki. „Aber wer in der Oberliga nur 30 Minuten spielt, wird am Ende des Spiels selten belohnt.“

    Am kommenden Samstag kommt mit der zweiten Mannschaft des VfL Bad Schwartau ein Gegner in die Arena Süderelbe, der von den Abstiegsrängen noch nicht sicher entfernt ist. Beide Mannschaften werden hier alles geben, um die Punkte für sich zu holen.

    Tore für den TVF: Aleksej Kiselev (7/4), Tim Latendorf (6), Marcel Kahns (3), Jan Niclas Kessler, Robert Mitleider (je 2), Tim Beier und Marek Struß (je 1).

  • Fischbeks Oberligahandballer verlieren in der ersten Halbzeit

    Fischbek. Am vergangenen Samstag hatten die Oberligahandballer des TV Fischbek (TVF) mitten in der Rückrunde ihr letztes Hinrundenspiel. Zum ersten Mal in der Saison trafen sie auf die SG Wift Neumünster. Sie verloren dieses Spiel mit 32:41, wobei sie bereits zur Halbzeit mit 16:26 zurücklagen.

    Die Mannschaft von Fischbeks Trainer Roman Judycki ist weiterhin gewillt, den Klassenerhalt zu schaffen. Die Grundvoraussetzungen beim Spiel gegen den Tabellenvierten waren jedoch alles andere als günstig. Gegen den Favoriten der SG musste sie mit Aleksej Kiselev und Marek Struß auf gleich zwei der Top 5 Mannschaftstorschützen verzichten. Tim Latendorf musste nach bereits fünf Minuten verletzt das Spiel unterbrechen. Julian Junack und Marcel Kahns wurden zunächst im Angriff unter Manndeckung gestellt. „Umso wichtiger ist es, in solchen Momenten einen guten Mittelmann zu haben“, so Judycki.

    Somit waren Fischbeks Top 5 quasi ausgeschaltet und die Gäste legten von Beginn an vor. Nach knapp zweieinhalb Minuten lag die SG durch die Treffer von Christian Drecke und Moritz Haß mit 3:0 in Führung. Einen Start-Ziel-Sieg ließ der TVF aber nicht zu, sondern glichen zwischenzeitlich in der siebten Minute zum 4:4 aus. Dann konnte sich Neumünster aber langsam absetzen. Das änderte sich auch nicht durch die Auszeit, die Judycki in der 14. Minute beim Stand von 7:9 nahm. Für die Fischbeker erschwerte sich das Spiel zusätzlich, als in der 25. Minute zunächst Shohei Sasaki eine Zeitstrafe bekam und Soeren Siemens nur eine halbe Minute später. Die doppelte Überzahl nutzten die Gäste dann auch aus. Die Fehler, die Fischbek im Angriff machte, nutzte die SG dann ebenfalls und gingen deshalb mit einer deutlichen 26:16-Führung in die Pause.

    Die zweite Halbzeit lief dann besser für die Gastgeber. Fischbeks Torhüter parierten einige gute Chancen und im Angriff wurden die Spielzüge besser durchgespielt. Erleichternd für den TVF: Latendorf war zum Anpfiff der zweiten Halbzeit wieder fit und konnte einiges für die Mannschaft tun. „Schade war natürlich, dass er sich nach fünf Minuten verletzt hat und erst in der zweiten Halbzeit spielen konnte“, sagt Judycki. „Er hat ein gutes Spiel gemacht.“

    Fischbek machte in den zweiten 30 Minuten etwas an Boden gut. Diese Spielhälfte gewannen sie am Ende mit 16:15. Erkennbar war somit wiederum, dass der TVF auch gegen Mannschaften in der Oberliga mithalten können, die in der Tabelle weiter oben platziert sind. Den enormen Rückstand aus der ersten Halbzeit konnten sie jedoch nicht mehr wieder gutmachen. Bereits am kommenden Samstag (18. März) findet um 18:30 Uhr in der Arena Süderelbe das nächste Heimspiel statt. Dann steht wieder ein bedeutendes Spiel an, denn der TVF kann wichtigen Boden gutmachen. Zu Gast ist dann die SG Hamburg-Nord, die mit sieben Punkten Vorsprung zwei Plätze über den Fischbekern steht.

    Tore für den TVF: Marcel Kahns (7/2), Jan-Malte Augustin, Philip Wöhler (je 5), Julian Junack (4/2), Tim Latendorf (4), Jan Niclas Kessler (3), Shohei Sasaki (2), Robert Mitleider und Soeren Siemens (je 1).

  • Fischbeks Oberligahandballer weiter ohne Punktgewinn

    (Harburg-Fischbek) Am vergangenen Samstag mussten die Oberligahandballer des TV Fischbek (TVF) auswärts zum FC St. Pauli. Nach einem Endspurt in den letzten Minuten unterlagen sie letzten Endes mit 26:29.

    Die ersten sechs Minuten des Spiels zogen sich zäh in die Länge, aber sie verliefen im Sinne des TVF. Durch einen Treffer von Tim Beier gingen die Gäste in der ersten Minute mit 1:0 in Führung. Erst viereinhalb Minuten später erfolgte der zweite Treffer des Spiels durch Tim Latendorf und nach sechs Minuten führten die Fischbeker mit 3:1. Dann kam St. Pauli in Fahrt. Beginnend mit zwei Treffern von Jan-Niklas Rode warfen die Gastgeber vier Tore in Folge und führten ihrerseits nun nach elf Minuten mit 5:3. Robert Mitleider erzielte durch einen Siebenmeter den 4:5-Anschlusstreffer für die Gäste, doch dann war Pauli wieder sicher am Zug. Fischbeks Trainer Roman Judycki nahm daraufhin beim Stand von 7:4 für St. Pauli eine Auszeit.

    Die Fischbeker versuchten, im Spiel zu bleiben. Doch es gab immer wieder Abschlüsse, bei denen sie an Paulis Torhüter scheiterten oder es schlichen sich technische Fehler ein. Nach knapp 26 Minuten führten die Gastgeber durch einen Siebenmetertreffer von Rasmus Gersch recht souverän mit 12:5. Dann jedoch drehte der TVF wieder auf und erzielte drei Tore in Folge. Daraufhin nahm St. Paulis Trainer Lennart Harnischfeger eine Auszeit. Danach tat sich für die letzte Minute bei beiden Mannschaften nichts mehr. Bei einem Stand von 12:8 gingen die Mannschaften in die Kabinen. „Insgesamt war die erste Halbzeit recht akzeptabel", fasst Judycki die ersten 30 Minuten zusammen.

    Nach dem Wiederanpfiff war es erneut Beier, der das erste Tor warf. Eine knappe Minute später erhielt er allerdings eine Zeitstrafe. Die Schiedsrichter hatten aufgrund eines Fouls auch den Gastgebern einen Siebenmeter zugesprochen, den Gersch verwandelte. Das war aber der einzige Treffer, den die Fischbeker in dieser Unterzahl hinnehmen mussten. Ansonsten waren sie durch Tempogegenstöße erfolgreich und bei einem Stand von 14:12 für St. Pauli in der 35. Minute schien das Spiel wieder komplett offen zu sein. Doch es schlich sich erneut der Fehlerteufel bei den Fischbekern ein. Die vergebenen Chancen strafte der Gastgeber konsequent mit Tempogegenstößen. „Die Jungs haben einiges probiert", ergänzt Judycki. „Leider ist einiges in die Hose gegangen".

    St. Pauli entfernte sich über ein 19:15 auf ein 22:16. Judycki nahm erneut eine Auszeit und richtete seine Mannschaft neu aus. Die Anweisungen wirkten, denn die Gastgeber konnten ihren Vorsprung nicht wirklich ausbauen, sondern die Gäste nur auf Distanz halten. Nach 53. Minuten startete der TVF beginnend in Überzahl einen Aufholkampf. Nur noch drei Tore mussten sie kassieren und erzielten im Angriff noch acht Treffer. Letzten Endes mussten sie sich aber mit 26:29 geschlagen geben.

    Derzeit sind die Fischbeker weiterhin das Tabellenschlusslicht. Am kommenden Samstag (17. Dezember) findet dann das letzte Punktspiel des Jahres in der Arena Süderelbe statt. Dort hat Judyckis Mannschaft die Möglichkeit, die Situation zu ändern. Gegner ist dann Mitaufsteiger und Tabellennachbar HT Norderstedt, die zuletzt gegen den Bundesliganachwuchs vom VfL Bad Schwartau verloren haben. Damit trennt beide Mannschaften nur ein Punkt. Wenn um 18:30 Uhr die Begegnung angepfiffen wird, ist für Judycki eines klar: „In diesem Spiel wird der Kopf eine entscheidende Rolle spielen". In der vergangenen Saison gab es in dieser Begegnung ein knappes Unentschieden. Das Spiel anzuschauen, lohnt sich doppelt. Denn bei diesem wichtigen Spiel werden unter den Zuschauern auch Gutscheine der Sponsoren Sahlings Gasthaus, Landhaus Jägerhof und Taverna Achillion verlost.

    Tore für den TVF: Julian Junack (6), Tim Latendorf (5), Robert Mitleider (4/2), Philip Wöhler, Tim Beier (je 3), Jan Niklas Kessler (2), Simon Behrens und Marcel Kahns (je 1).

  • Fischbeks Oberligahandballer: Klassenerhalt gescheitert?

    Fischbek. Am vergangenen Sonntag mussten die Oberligahandballer des TV Fischbek (TVF) zum Mitaufsteiger und Tabellenletzten der HT Norderstedt (HTN). Dieses wichtige 4-Punkte-Spiel verloren sie am Ende mit 30:35.

    Anstatt wie im Hinspiel gegen die HTN souverän zu spielen, gelang der Mannschaft von Trainer Roman Judycki in der ersten Halbzeit nicht der Sprung auf den richtigen Zug. Zwar gingen die Gäste durch den Treffer von Shohei Sasaki mit 1:0 in Führung, aber dann wurde es schwer. Norderstedt begann mit einer offensiven Abwehr, die in der Anfangsphase Fischbeks kompletten Rückraum aus dem Spiel nahm. Wenig später mussten dann nur noch Julian Junack und Haupttorschütze Aleksej Kiselev mit der Manndeckung zurecht kommen. So kam Kiselev auch erst nach gut 20 Minuten zu seinem ersten Treffer.

    Nach fünf Minuten erhielt Marek Struß die erste Zeitstrafe für den TVF in der Begegnung. Insgesamt verteilten die Unparteiischen zehn Zeitstrafen gegen die Gäste, während von der HTN nur Tim Gottschalk, Felix Minners und Henning Scholz jeweils einmal pausieren mussten. Rund zehn Minuten hielten sich beide Teams noch auf Augenhöhe, bevor Norderstedt sich langsam absetzen konnte. Die größten Probleme hatte der TVF mit Scholz, der über die komplette Spieldauer 12 Tore erzielen konnte. Zur Halbzeit lagen die Fischbeker bereits mit 12:19 zurück. HTN hatte somit am vergangenen Sonntag alleine in der ersten Halbzeit so viele Tore erzielt, wie beim Hinspiel über die ganze Spieldistanz.

    „Die beiden Schiedsrichterinnen haben zwar sehr schlecht gepfiffen, aber wer solch eine Leistung abliefert, ist klar selber Schuld“, so Judycki. „Wir waren völlig kopflos, in den ersten 15 Minuten komplett ohne Torwart und insbesondere ideenlos.“ Dem Verlauf der letzten Spiele entsprechend drehte der TVF in der zweiten Halbzeit auf. Sie kämpften sich an Norderstedt heran und trafen selbst in Unterzahl das gegnerische Tor. Beim Stand von 21:23 aus Sicht der Fischbeker war das Spiel quasi schon wieder offen. „Dann haben die Schiedsrichterinnen ein paar dicke Fehler gegen uns gepfiffen“, sagt Judycki. Damit kam ein Bruch in das Spiel vom TVF und Norderstedt seinerseits nutzte die Schiedsrichterentscheidungen zu seinen Gunsten. Innerhalb von zehn Minuten nach diesem Bruch hatten die Gastgeber sieben Tore mehr auf ihrem Konto, während Fischbek nur drei Erfolge erzielen konnte. Am Ende reichte Fischbeks Kraftakt nicht mehr aus, sodass beim Stand von 35:30 beide Punkte in Norderstedt blieben.

    Anstatt Boden auf die sicheren Plätze gut zu machen, hat der TVF gerade in diesem Spiel Federn gelassen. Erschwerend kommt hinzu, dass Tabellennachbar VfL Bad Schwartau 2 sein Spiel gegen den MTV Herzhorn gewonnen hat. Somit fehlt ein weiterer Punkt zum rettenden Ufer. Judyckis Aussage nach dieser Niederlage ist klar: „In diesem Spiel hat sich bestätigt, was ich schon mehrfach gesagt habe: Um in dieser Liga bestehen zu können, muss man 60 Minuten konstant spielen. Der Zug ist leider abgefahren und jetzt ist die Zeit gekommen, den Kopf frei zu machen und Spaß am Handball zu haben. Es gibt noch viele Punkte zu vergeben und ich hoffe für die Mannschaft, dass sie sich mit Würde aus der Oberliga verabschieden wird.“

    Fischbek fehlen aktuell sechs Punkte zum Klassenerhalt. Auf dem rettenden Platz steht derzeit der Preetzer TSV. Dem TVF stehen jetzt noch acht Spiele zur Verfügung, um das Ruder doch noch herumzureißen. Die nächsten Punkte werden am kommenden Samstag (11. März, 18:30 Uhr) in der Arena Süderelbe vergeben. Dann wird das letzte Spiel aus der Hinrunde nachgeholt. Zum ersten Mal in dieser Saison trifft der TVF dann auf die SG Wift Neumünster. Die stehen aktuell auf einem guten vierten Tabellenplatz.

    Tore für den TVF: Aleksej Kiselev (6/1), Julian Junack, Marcel Kahns, Jan Niclas Kessler (je 5), Marek Struß (3), Tim Latendorf, Philip Wöhler (je 2), Robert Mitleider und Shohei Sasaki (je 1).

  • Gegen den Abstieg: Celtic Cowboys unterstützen die Handballer des TV Fischbek

    Fischbek. Es geht um alles im vorletzten Heimspiel der Handballer des TV Fischbek (TVF) am Samstag, 22. April 2017. Es geht gegen den drohenden Abstieg aus der Oberliga. Um 18:30 Uhr müssen sie in der Arena Süderelbe gegen den FC St. Pauli ran. Das Hinspiel hatten die 1. Herren des TVF knapp verloren – dieses Mal soll es ein Sieg werden. Um den Klassenerhalt zu schaffen brauchen die Jungs von Trainer Roman Judycki drei Siege in den letzten drei Spielen.

    Damit das gelingt, bekommen die Handballer musikalische Unterstützung: Um 17:30 Uhr werden die Celtic Cowboys in die Arena kommen, um dem TVF im Abstiegskampf beizustehen. Und das nicht nur mit bekannten Liedern der Band, sondern mit einem extra für den TVF geschriebenen Song, der am Samstag vorgestellt wird. Der Kontakt zwischen Band und Verein kam durch Jens Kabuse zustande, Sportdirektor, selbst Handballer und Fan der Celtic Cowboys.

    Wenn der Song ankommt, dann wird er vielleicht die neue Hymne der Handballer – und wenn alles gut läuft, auch in der nächsten Saison in der Oberliga bei Heimspielen gespielt werden.

  • Handball: Fischbek gibt die rote Laterne ab

    (Harburg-Fischbek) Neun Spiele mussten die Oberligahandballer des TV Fischbek (TVF) warten. Am vergangenen Samstag holten sie nun im letzten Spiel des Jahres zu Hause den ersten Sieg der laufenden Saison. Sie besiegten den Mitaufsteiger der HT Norderstedt mit 25:19 und gaben somit die rote Laterne der Tabelle an die Gäste ab.

    Dieses für beide Mannschaften wichtige Spiel mussten die Fischbeker ohne Trainer Roman Judycki absolvieren, der aus gesundheitlichen Gründen nicht dabei sein konnte. Deshalb trat der TVF das Spiel unter der Leitung von Co-Trainer Marius Kabuse an und schaffte fast einen Start-Ziel-Sieg. Nach dem ersten Treffer von Marek Struß konnte Rick Adrian Walder für die Gäste zum 1:1 ausgleichen. Danach waren Struß und Aleksej Kiselev noch mal erfolgreich. Allerdings war es dann schon die achte Minute, als es 3:1 stand.

    Nachdem Jakob Taulin den 2:3-Anschlusstreffer erzielt hatte, wollte der TVF die Gäste durch einen schnellen Wiederanpfiff überrumpeln und schnell weiter vorlegen. Dies ging jedoch schief, Norderstedt fing den Ball ab und warf seinerseits im Gegenzug das Tor zum 3:3. Das war das letzte Mal, dass die Gäste von den Toren her mit den Fischbekern auf Augenhöhe waren. Danach setzte sich der TVF langsam aber sicher von den Gästen ab. In der 21. Minute wollte Norderstedts Trainer Florian Korte beim Stand von 8:5 seine Mannschaft neu ausrichten und nahm eine Auszeit. Dies zeigte nur eine geringe Auswirkung, denn es verhinderte nur, dass der Abstand nicht größer wurde, sondern bei zwei bis drei Toren bliebt. Kabuse hingegen sah sich nicht dazu veranlasst, seine Mannschaft neu anzuweisen und ließ sie weiterspielen. Bei einem Stand von 13:10 für den TV Fischbek, bei dem durchaus noch alles möglich sein konnte, gingen beide Teams in die Kabinen.

    Mit dem Halbzeitpfiff hatte Soeren Siemens noch eine Zeitstrafe erhalten, sodass die Fischbeker in Unterzahl beginnen mussten. Das nutzten die Gäste aus und verkürzten durch Felix Minners und Tom Pfeffer auf 12:13. Dann jedoch zog der TVF an und distanzierte sich immer mehr von Norderstedt. Die Fischbeker waren achtsam in der Abwehr und machten auch laufende Tempogegenstöße zunichte. Damit brachten sie die Gäste zum Verzweifeln, die daraufhin immer mehr Fehler machten. „Wir haben in diesem Spiel ganz klar den Fokus im defensiven Bereich gelegt, wodurch wir auch weniger Risiko ins Spiel nach vorne eingegangen sind", so Kabuse. Ergänzend auf die in den letzten Minuten vergebenen Chancen sagt er: „Das hatte sicher zur Folge, dass weniger Tore gefallen sind." Dass Fischbek nicht noch mehr für die Tordifferenz tun konnte, verdankten die Norderstedter auch ihren Torhütern. Letzten Endes holten die Fischbeker sich verdient den ersten Sieg der Saison und gaben damit den letzten Tabellenplatz an Norderstedt ab.

    Nach der Weihnachtspause steht erneut ein Heimspiel an. Am 14. Januar muss der TVF dann erneut alles an Leistung abrufen, was geht. Um 18:30 Uhr beginnt das Spiel gegen die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg, die derzeit auf dem achten Tabellenplatz stehen. „Das wird wie jedes Spiel ein ganz schweres Spiel", meint Kabuse. „Man sieht insbesondere an den letzten Ergebnissen, dass man die Mannschaft schlagen kann. Für uns ist es sehr wichtig, den Auftrieb vom Sieg gegen Norderstedt mitzunehmen und positiv nach vorne zu schauen."

    Tore für den TVF: Aleksej Kiselev (8/2), Tim Latendorf, Marek Struß (je 4), Soeren Siemens (3), Marcel Kahns, Robert Mitleider (je 2), Jan Niclas Kessler und Azeez Oyewusi (je 1).

  • Handball: Verhängnisvolle Niederlage für den TV Fischbek

    Fischbek. Es war eine der noch aussichtsreichsten Möglichkeiten, sicher Punkte einzufahren. Am vergangenen Samstag spielten die Oberligahandballer des TV Fischbek (TVF) gegen die SG Hamburg-Nord. In dieser Begegnung mussten sie eine 24:33-Niederlage einstecken.

    Die SG war vor dem Spiel mit sieben Punkten Vorsprung nur zwei Plätzer höher in der Tabelle. Doch die Leistung der Fischbeker reichte nicht aus, um einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt zu machen. Die ersten zwanzig Minuten lieferten sich beide Teams das zu erwartende spannende Duell um den Kampf der Punkte. So brachte Tim Latendorf die Gastgeber zunächst in Führung, doch Luis Krumm drehte mit zwei Toren hintereinander das Spiel zu Gunsten der SG.

    Beide Mannschaften waren gleichauf und Fischbek konnte aus dem 5:6-Rückstand eine 8:6-Führung herausspielen. Bis zu dem Zeitpunkt (18. Minute) hatte es zwischen beiden Mannschaften noch keinen Abstand von zwei Toren gegeben. Dann jedoch kam der Bruch ins Fischbeker Spiel. Es schlichen sich Fehler ein, sodass es weniger Torerfolge gab. Die Gäste straften zwar auch einige Fehler, aber noch lange nicht so konsequent, wie höher stehende Mannschaften. Trotz allem stand es zur Halbzeit 10:14 aus fischbeker Sicht.

    Die SG startete mit einer Drei-Tore-Serie in die zweite Halbzeit, bevor Aleksej Kiselev die Serie durch einen Siebenmeter unterbrechen konnte. Ansonsten lief die zweite Halbzeit zunächst so weiter, wie sie ersten 30 Minuten geendet hatten. Erst nachdem Fischbeks Trainer Roman Judycki in der 40. Minute eine Auszeit nahm, fanden die Gastgeber wieder zurück in ihre Spur. Marek Struß erzielte in 30 Sekunden zwei Treffer und Latendorf setzte noch einen oben drauf. Somit verkürzte der TVF auf 16:22. Letzten Endes reichte aber die Aufholjagd nicht mehr und beim Endstand von 24:33 gingen die beiden wichtigen Punkte an die Gäste. „Dass die Mannschaft gegen Nord so gespielt hat, kann an der Tagesform liegen oder aber Nord liegt uns anscheinend nicht“, so Judycki nach dem Spiel. „Abgesehen davon war diese Leistung selbstverständlich alles andere als zufriedenstellend. Wir waren zu harmlos in Überzahl, zu ideenlos und haben zu viele dumme technische Fehler in Situationen gemacht, die eigentlich klar sind.“

    Rechnerisch ist der Klassenerhalt für den TVF noch drin. Dies würde jedoch voraussetzen, dass Tabellennachbar Preetzer TSV so gut wie keine Punkte mehr einfängt und Fischbek (12.) nach Möglichkeit alles gewinnt. Das Restprogramm des TVF ist aber alles andere als einfach. Am kommenden Samstag findet das Rückspiel bei der SG Wift Neumünster (4.) statt. Anschließend heißen die Gegner noch HSG Ostsee Neustadt/Grömitz (1.), TSV Hürup (7.), FC St. Pauli (5.), HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg (8.) und TuS Esingen (13.). Unabhängig davon, ob die nächste Saison auch noch in der Oberliga gespielt wird oder wieder in der Hamburg-Liga, ist bereits jetzt schon klar, dass Judycki den TVF am Ende der Saison verlässt. Neuer Trainer wird dann Martin Hug, der bis Ende letzten Jahres noch Trainer bei der SG Hamburg-Nord war.

    Tore für den TVF: Tim Latendorf (5), Robert Mitleider (4), Aleksej Kiselev (4/2), Jan-Malte Augustin, Marek Struß (je 3), Philip Wöhler (2), Marcel Kahns, Jan Niclas Kessler und Soeren Siemens (je 1).

  • Handball: „Wir müssen längeren Atem zeigen“

    Fischbek. Am vergangenen Samstag mussten die Oberligahandballer des TV Fischbek (TVF) sich bei der zweiten Mannschaft des THW Kiel deutlich geschlagen geben. Sie unterlagen dem Bundesliganachwuchs mit 21:34, wobei es zur Halbzeit bei einem Stand von nur 13:14 fast schon nach einer Sensation roch.

    Trainer Roman Judycki musste auf Jan-Malte Augustin, Tim Beier, Marius Kabuse und Aron Karschny verzichten. Vor allem Kabuse wird der Mannschaft länger nicht zur Verfügung stehen, da er sich im vorigen Spiel gegen den MTV Herzhorn einen doppelten Bänderriss zugezogen hatte. Die Fischbeker hatten den Anwurf und konnten ihn durch Julian Junack auch erfolgreich abschließen. Ihr Abwehrblock stand und gab die Chance zum Tempogegenstoß, den Shohei Sasaki jedoch vergab. Kiel brauchte fast zweieinhalb Minuten, bis sie das erste Mal den Ball in das Fischbeker Tor bringen konnten. Sie erzielten dann auch den Treffer zum 2:1, aber der TVF steckte nicht auf. Im Gegenteil: durch die Tore von Marcel Kahns, Julian Junack und Marek Struß waren die Gäste auf einmal wieder die führende Mannschaft. Kiel war zu dieser Zeit nicht so stark, wie es die aktuelle Platzierung der beiden Teams es hätte vermuten lassen können.

    Fischbek behielt die Oberhand und Kiel konnte nur versuchen, immer gleichauf zu ziehen. „Die ersten 15 Minuten waren wir sehr konzentriert und haben wenig Tempogegenstöße zugelassen“, sagte Judycki. „Und das ist die stärkste Waffe der Kieler.“So hatten sich die Fischbeker mehrfach einen Vorsprung von drei Toren erspielen können. In der 17. Minute jedoch hatte Kiel dann durch den Treffer von Julius Noack erstmals wieder die Nase vorn und blieb auch im Vorteil. Der TVF hielt aber nachwievor mit. Kahns erzielte dann das letzte Tor vor dem Halbzeitpfiff und erreichte damit den 13:14 Anschluss. „Das Spiel verlief in der ersten Halbzeit auf Augenhöhe“, fasste Judycki die erste Halbzeit zusammen.

    Nach dem Wiederanpfiff waren die Gäste überhaupt nicht mehr wiederzuerkennen und Kiel machte den großen Tabellenabstand zu den Fischbekern deutlich. Im Angriff gelang dem TVF fast gar nichts mehr. „Wir wollten nach der Pause zu schnell abschließen bzw. den entsprechenden Pass spielen und wurden dafür gleich bestraft“, so Judycki. Innerhalb einer Viertelstunde brachte seine Mannschaft nur dreimal das Runde ins Eckige. Kiel dagegen schloss souverän an und führte entsprechend mit 27:16. In der letzten Viertelstunde hielt der TVF dann zwar nochmal etwas stärker gegen, aber letzten Endes war das Spiel dann schon gelaufen gewesen und es konnte nur noch etwas für die Kosmetik getan werden.

    Fischbek hat nun zwei Hammerspiele vor sich. Am kommenden Samstag (11. Februar) wird um 18:30 Uhr das nächste Ligaspiel in der Arena Süderelbe angepfiffen. Nur zwei Tage später steht ebenfalls in der Arena um 20:30 Uhr das Pokalviertelfinale an. Beide Male ist der Gegner der bisher ungeschlagene Tabellenführer der HG Hamburg-Barmbek. „Wir sind schon in der Lage, mit den Besten mitzuhalten“, weiß Judycki. „Wir müssen allerdings längeren Atem zeigen.“ Eine knappe Niederlage gegen Herzhorn und eine grandiose erste Halbzeit gegen Kiel haben dies zuletzt gezeigt. Wie weit der Atem zu den kommenden Spielen reicht, werden die Zuschauer dann sehen.

    Tore für den TVF: Aleksej Kiselev (8/4), Julian Junack (4), Marcel Kahns, Tim Latendorf (je 3), Marek Struß (2) und Shohei Sasaki (1)

  • Handballer des TVF drei Spiele in Folge ungeschlagen

    Fischbek. Im letzten Punktspiel des vergangenen Jahres holten die Oberligahandballer des TV Fischbek (TVF) zwei wichtige Punkte gegen Mitaufsteiger HT Norderstedt. Am vergangenen Donnerstag siegten sie im Pokalachtelfinale gegen den TH Quickborn und zuletzt holten sie am vergangenen Samstag in der Arena Süderelbe einen Punkt. Das Spiel gegen die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg endete 25:25.

    Es war kein einfaches Spiel für die Fischbeker. Trainer Roman Judycki musste in dieser Begegnung mit Tim Beier, Tim Latendorf, Robert Mitleider, Azeez Oyewusi und Philip Wöhler gleich auf mehrere Spieler verzichten. Im Bezug auf die im Mittelfeld platzierte Mannschaft der HSG sagte Judycki nach dem Spiel: „Fakt ist, dass die Mannschaft spielerisch eine Ecke besser als Mannschaften ist, gegen die wir verloren haben. Und das macht Mut und Lust auf mehr."

    Nachdem der TVF zunächst in Rückstand geraten war, brachte Marcel Kahns die Gastgeber in der 6. Minute mit 3:2 zum ersten Mal in Führung. Fischbek war sicherer und konsequenter im Angriff als die HSG und setzte sich über ein 6:4 auf ein 8:5 ab. Dann legten die Gäste einen Drei-Tore-Lauf hin und Judycki nahm beim 8:8 eine Auszeit. Der Erfolg blieb aber zunächst aus, denn die HSG legte zwei weitere Tore in Folge hin, ohne dass Fischbek eins erzielen konnte. Durch Tore von Aleksej Kiselev, Marcel Kahns und Julian Junack zog der TVF jedoch wieder gleich. Es gab eine spannende Endphase der ersten Halbzeit, in der zuletzt Kiselev noch den Ausgleichtreffer zum 13:13 erzielte.

    Nach der Zeitstrafe für Jan Niclas Kessler knapp zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff, mussten die Fischbeker in Unterzahl in die zweite Halbzeit. Nachdem er wieder zur Mannschaft hinzustoßen konnte, blieb es nicht lange bei der Vollzähligkeit auf der Platte. Bereits zu Beginn der 32. Spielminute wurde Kahns für zwei Minuten von den Unparteiischen auf die Bank verbannt. Hinzu kam, dass nur 90 Sekunden später Marius Kabuse aufgrund eines Fouls mit der roten Karte das Spiel beenden musste.

    Fischbek steckte zu keiner Zeit auf. Allerdings waren sie in der zweiten Halbzeit mehr in der Rolle des Jägers. Die HSG legte die meiste Zeit vor und die Gastgeber zogen nach. Zwar hatten sie das Spiel in der 42. Minute noch einmal so gedreht, dass sie mit 19:17 auf einmal den Zwei-Tore-Vorsprung hatten, doch dann zog die HSG wieder vorbei. Dreieinhalb Minuten vor Schluss führten die Gäste mit 25:23. Reiner Pohl-Thur, Trainer der HSG, wollte die beiden Punkte mit aus Fischbek nehmen und nahm eine Auszeit. Die Chance nutzte natürlich auch Judycki und hatte dabei die bessere Hand. Zwar vergab Marek Struß einen Siebenmeter, aber Kessler erzielte eine gute Minute vor Abpfiff den Anschlusstreffer. Die Spannung war hoch in der Arena und eine halbe Minute vor Abpfiff reichte Judycki noch ein letztes Mal die grüne Karte bei den Kampfrichtern ein. Den wichtigen Ausgleichtreffer zum 25:25 erzielte Kahns zehn Sekunden vor Schluss.

    „Ich bin zufrieden mit dem Spiel", so Judycki. „Für uns geht es ab sofort nur noch darum zu punkten." Am kommenden Samstag hat der TVF eine gute Chance, die Serie fortzusetzen und sollte dies auch tun. Dann müssen die Fischbeker zum TuS Esingen. Bei der Partie, die um 17 Uhr in der Klaus-Groth-Straße (Tornesch) angepfiffen wird, handelt es sich um ein Abstiegsduell. Esingen dürfte auch alles für einen Sieg tun. Denn nachdem sie am vergangenen Sonntag mit 23:28 gegen HT Norderstedt verloren haben, haben Fischbek, Norderstedt und Esingen jeweils vier Punkte.

    Tore für den TVF: Aleksej Kiselev (6), Julian Junack, Marcel Kahns (je 5), Aron Karschny, Jan Niclas Kessler (je 3), Marek Struß (2/1) und Shohei Sasaki (1).

  • Heute Abend steigt der Handball-Pokalkrimi Buxtehuder SV gegen SGH Rosengarten-Buchholz

    (Buchholz) Der Countdown läuft und die Spannung steigt: Heute, am Mittwoch, 11. Januar (Spielbeginn 19:30 Uhr), kommt es in der Buxtehuder Sporthalle Nord in der Kurt-Schumacher-Straße gleich zu Jahresbeginn zu einem der spektakulärsten Begegnungen im deutschen Damen-Handball. Die Auslosung im DHB-Pokal ergab die Partie des Erstligisten und derzeitigen Tabellenvierten Buxtehuder SV gegen das Zweitliga-Spitzenteam SGH Rosengarten-Buchholz - ein echter Handballknüller zwischen den beiden befreundeten Kooperationspartnern.

    Dirk Leun, Trainer des favorisierten BSV-Teams, will seine Mannschaft, die vor zwei Jahren den DHB-Pokal gewann, unbedingt wieder ins Final Four der Top-Teams führen: "Das ist ausgesprochen wichtig für uns. Deshalb wäre es sträflich leichtsinnig, unseren Gegner im Derby auch nur annähernd zu unterschätzen. Das Team der Luchse hat nichts zu verlieren und kann deshalb hier in Buxtehude befreit aufspielen. Die Mannschaft von Trainer Steffen Birkner wird sicher alles geben, um unserem Team das Leben so schwer wie möglich zu machen."

    BSV-Trainer Dirk Leun weiter: „Wir werden uns auf dieses Spiel genauso akribisch vorbereiten wie auf alle anderen. Wir sind nur noch einen Schritt vom Final Four entfernt und wir werden alles dafür tun, um in die Endrunde einzuziehen. Schließlich ist das eins unserer Saisonziele. Meine Mannschaft ist professionell genug, um Freundschaften für 60 Minuten ruhen zu lassen und sich voll auf diese Aufgabe zu fokussieren."

    Die Konstellation des Viertelfinals BSV - Luchse ist eine ganz besondere. Viele Fans beider Vereine können "live" dabei sein und dieses Nachbarschaftsduell hautnah erleben. Bei diesem direkten Aufeinandertreffen der Kooperationspartner spielen junge Spielerinnen aus dem BSV-Juniorenteam aus der 3. Liga vor vollem Haus. Lisa Borutta, Zelhia Puls und Natalie Axmann sind übrigens mit Zweitspielrecht für die Luchse (2. Liga) ausgestattet.

    Zu Saisonbeginn hat es einige gegenseitige Wechsel gegeben: Lisa Prior und Isabell Kaiser kamen nach zwei Jahren Rosengarten-Buchholz zurück nach Buxtehude. Im Gegenzug wechselten mit Evelyn Schulz, Paula Prior, Lynn Schneider und Laura Schultze gleich vier Spielerinnen zu den Luchsen. Mit Melissa Luschnat und Leonie Limberg stehen zwei weitere ehemalige BSV-Spielerinnen im Kader der Luchse.

  • TV Fischbek bleibt in der Erfolgsspur

    Fischbek.Die Oberligahandballer des TV Fischbek (TVF) haben am vergangenen Sonntag einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. Beim Abstiegskonkurrenten vom TuS Esingen holten sie mit dem 29:23-Auswärtssieg zwei Punkte.

    Der Start für die Mannschaft von Trainer Roman Judycki war nicht ganz optimal. Esingen hatte Anwurf und erzielte nach einer halben Minute das erste Tor des Spiels durch Lennart Haas. Dann dauerte es gut eineinhalb Minuten, bevor Aleksej Kiselev durch einen Siebenmeter den Ausgleichstreffer für die Gäste erzielen konnte. Während der TVF im Angriff zunächst nicht konsequent genug war, nutze Esingen seine Chancen besser und setzte sich über ein 3:1 auf ein 7:4 ab.

    Aber das reichte nicht. Denn nach knapp 15 Minuten zogen die Fischbeker durch drei Tore in Folge von Julian Junack, Aleksej Kiselev und Marek Struß gleich. Nun stand bei ihnen auch der Mittelblock und ließ Angeriffe der Gastgeber scheitern. Der Zug der Esinger war ins Stottern geraten und sie konnten für den Rest der ersten Halbzeit nur noch jeweils ein Tor vorlegen. Fischbek glich aber immer gleich wieder aus und so brachte Struß dann zehn Sekunden vor dem Halbzeitpfiff mit seinem Treffer zum 12:11 die Gäste das erste Mal in Führung. „Meine Mannschaft hat in der ersten Halbzeit im Großen und Ganzen nicht schlecht gespielt", so Judycki. „Das Problem war nur der Abschluss. Besonders beim Tempogegenstoß haben wir uns kurz vor dem entscheidenden Pass schwer getan und Fehler gemacht."

    Mit dem Schwung aus der Endphase der ersten Halbzeit und einem Tor Vorsprung hatte der TVF bei eigenem Anwurf das günstigere Blatt auf seiner Seite. Der Angriff konnte zwar nicht zu Ende geführt werden, weil Aron Karschny gefoult wurde, aber Kiselev verwandelte erneut den zugesprochenen Siebenmeter. Fischbek geriet in die Position des Gejagten. Esingen gelang das auch. Allerdings nur noch zwei Minuten, in denen Max-Lennart Albrecht und Haas für Esingen zum 13:13 ausglichen.

    Ab der 34. Minute war es dann in erster Linie das Spiel der Fischbeker, zumal die Gastgeber ihr Spiel in Überzahl auch nicht gut genug ausnutzen konnten. Entweder warfen sie mit einem Spieler mehr kein Tor oder aber fingen sich noch eins ein. Fischbek setzte sich Schritt für Schritt vom Abstiegskonkurrenten: 16:13, 20:16 und 22:17. Esingen konnte am Ende nur Schlimmeres verhindern und musste sich letzten Endes mit 23:29 Judyckis Team geschlagen geben. „Die taktischen Maßnahmen liefen in der zweiten Hälfte des Spiels deutlich besser und wir konnten uns absetzen", fasst Judycki die zweite Halbzeit zusammen und ergänzt: „Wir hatten ausreichend Chancen, das Spiel mit zehn oder mehr Toren zu gewinnen. Letztendlich sind wir aber an dem starken Torwart gescheitert."

    Esingen und HT Norderstedt bleiben nach den Niederlagen am Wochenende mit vier Punkten am Tabellenende. Der TVF konnte durch diesen Sieg zwei Punkte auf dem Habenkonto verbuchen und hat sich mit nun sechs Punkten von den anderen beiden Mannschaften getrennt. Am kommenden Samstag (28. Januar) hat der TVF um 18:30 Uhr wieder ein Heimspiel. Zu Gast in der Arena Süderelbe ist dann der MTV Herzhorn. Die sind derzeit auf dem sechsten Tabellenplatz. „Ich bin sicher, dass wir Herzhorn zu Hause schlagen werden, wenn wir unsere Leistungen abrufen", ist Judycki überzeugt. Wie die Fischbeker in eigener Halle gegen diesen Gegner zurechtkommen, wird man sehen. Die letzte Tendenz der Herzhorner sieht nicht so gut aus. Zwar wurde das letzte Spiel gegen die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg knapp mit einem Tor gewonnen, aber die fünf Spiele davor gingen alle verloren. Der TVF hingegen ist jetzt seit vier Spielen ungeschlagen.

    Tore für den TVF: Aleksej Kiselev (7/6), Tim Latendorf (6), Marek Struß (5), Julian Junack, Marcel Kahns (je 3), Marius Kabuse, Philip Wöhler (je 2) und Lars Schwertner (1).

  • TV Fischbek: Handball-Ligaspiel gegen VfL Bad Schwartau fällt aus

    Fischbek. Das für heute Samstag, 25. Februar 2017, für 18:30 Uhr angesetzte Oberligahandballspiel zwischen dem TV Fischbek und dem VfL Bad Schwartau fällt aus. Zum ersten Mal in der Geschichte der Oberliga tritt die zweite Mannschaft des VfL Bad Schwartau ein Spiel nicht an, da die Mannschaft personell nicht ausreichend besetzt ist. Somit gehen automatisch zwei Punkte auf das Konto des TV Fischbek. Fischbeks Team-Manager Jens Kabuse sagt hierzu: "Wir bedauern, dass Bad Schwartau ohne die Spieler der ersten Mannschaft nicht antreten kann. Aber wir sind uns sicher, dass wir auch so dieses Mal hoch gewonnen hätten".

  • TVF ärgert Tabellenführer mit reduziertem Rückraum

    Fischbek. Am vergangenen Samstag trafen die Oberligahandballer des TV Fischbek (TVF) auf den Tabellenführer der HSG Ostsee Neustadt/Grömitz. Dabei unterlagen sie in eigener Halle am Ende mit 27:34 (11:13).

    Das hatten sich die haushohen Favoriten wohl einfacher vorgestellt: Als Tabellenführer zum Tabellenzwölften nach Fischbek reisen, die an dem Tag nur drei Rückraumspieler zur Verfügung hatten, und im Vorbeigehen die Punkte mit nach Hause nehmen. Doch da hatte der TVF etwas dagegen. Zwar konnte Coach Roman Judycki aus unterschiedlichen Gründen nur auf Julian Junack, Tim Latendorf und Soeren Siemens als echte Rückraumspieler zurückgreifen, trotzdem zeigte seine Mannschaft ein gutes Spiel. Die Gäste gingen zwar durch den Treffer von Kim Colin Reiter, der zuvor noch einen Siebenmeter vergeben hatte, mit 1:0 in Führung, aber von einem Start-Ziel-Sieg waren sie doch ein ganzes Stück entfernt.

    Beide Mannschaften waren gleichauf. Nach vier Minuten stand es 2:2 und dann verschafften sich die Gäste ein kleines Polster und setzte sich auf 2:4 ab. Dann erhielt Marek Struß die erste Zeitstrafe des Spiels. Wer der Meinung war, dass die HSG sich nun einen deutlicheren Vorsprung erspielen würde, hatte sich geirrt. Im Gegenteil: Der TVF überstand die Unterzahl ohne Gegentor und drehte dann den Spieß sogar noch um und gingen mit 6:4 in Führung. Da entschied sich HSG-Trainer Jan Wienholz, eine Auszeit zu nehmen.

    Der TVF wurde durch die Unparteiischen in der ersten Halbzeit dann aber mehrfach aus der Bahn geworfen, indem vier Zeitstrafen verteilt wurden. Über die volle Spieldistanz hatten die Gastgeber im Bezug darauf das deutlich größere Nachsehen: Sieben Mal wurde ein Spieler auf die Bank geschickt, während die Gäste nur zweimal in Unterzahl spielen mussten. So konnten die Fischbeker zwar weiterhin behaupten, mussten den Vorsprung jedoch einbüßen. Nach gut 21 Minuten ging die HSG erstmals wieder in Führung. Mit einem knappen Stand von 11:13 begaben sich beide Teams in die Kabinen.

    Auch in der zweiten Halbzeit war zunächst kein großer Unterschied zu sehen. Judycki war mit der Spielvariante des siebten Feldspielers teilweise erfolgreich, oftmals ging aber auch etwas schief. Die HSG konnte jedoch auch mehrere Chancen mit dem Wurf auf das leere Tor nicht nutzen. Sie versuchtet ihrerseits selber auch, sich mit dieser Spielart einen Vorteil zu verschaffen und auch bei ihnen lief nicht alles rund. So konnte sich Fischbeks Torhüter Azeez Oyewusi dann auch mit einem Treffer in die Torschützenliste eintragen.

    Nach der 40. Minute setzten sich die Gäste dann aber langsam ab. "Am Ende waren die Jungs einfach platt", so Judycki. "An dem Tag keine Möglichkeiten zum variieren zu haben, war dafür entscheidend, warum es am Ende ein Sieben-Tore-Rückstand war." Es freute ihn auch, wieder über eine längere Strecke gute Leistungen von seinem Team zu sehen. "Insbesondere Tim Latendorf und Jan-Malte Augustin waren gut an dem Tag", ergänzt er. Am kommenden Samstag muss der TVF zum Tabellensechsten TSV Hürup.

    Tore für den TVF: Jan-Malte Augustin, Tim Latendorf (je 7), Julian Junack (6/2), Soeren Siemens (3), Shohei Sasaki (2) Azeez Oyewusi und Marek Struß (je 1).

  • TVF kassiert unglückliche Niederlage

    Fischbek. Es sollten die nächsten zwei Punkte werden, am bitteren Ende wurde es aber kein einziger. Das erste Rückrundenspiel gegen den MTV Herzhorn verloren die Oberligahandballer des TV Fischbek (TVF) ganz knapp mit 25:26.

    Optimaler hätten die Bedingungen des vergangenen Spieltages kaum sein können. Zwar siegte Abstiegskonkurrent TuS Esingen gegen die SG Hamburg-Nord, aber dadurch blieben die Hamburger auch noch in Griffweite der Fischbeker. Preetz unterlag beim TSV Hürup und konnte somit auch keinen Sprung weg vom TVF machen. Die Fischbeker mussten zwar aus gesundheitlichen Gründen auf Trainer Roman Judycki verzichten. Trotz allem hatten sie aber zuletzt eine positive Serie hingelegt, wogegen Herzhorn aus sechs Spielen nur zwei Punkte holen konnte.

    Nach dem Unentschieden zum Saisonstart bei Herzhorn, sollten nun am Samstag in der Arena die nächhsten beiden Punkte eingefahren werden. Und der Wille zum Sieg war da. Marcel Kahns brachte den TVF mit seinem Treffer in die 1:0-Führung. Beide Mannschaften waren gleich auf und wussten, dass in diesem Spiel alles möglich war. So zog Herzhorn auch immer wieder nach, wenn Fischbek ein Tor vorlegte. Nach knapp zehn Minuten verlief die Partie dann erstmal zu Gunsten der Fischbeker. Beim Stand von 3:3 verschafften sie sich durch die Tore von Shohei Sasaki, Aron Karschny und Marek Struß mit 6:3 ein kleines Polster. Dann jedoch drehte Herzhorn den Spieß um und als der TVF nach 20 Minuten auf einmal mit 7:8 hinten lag, nahm Co-Trainer Marius Kabuse eine Auszeit.

    Nun waren beide Mannschaften wieder auf Augenhöhe. Die Fischbeker jedoch standen in der Abwehr kompakt genug, sodass Herzhorn keinen Weg finden konnte und die Unparteiischen mehrfach Zeitspiel anzeigten. Schließlich war es Tim Latendorf, der wenige Sekunden vor dem Halbzeitpfiff für den TVF den Ausgleichstreffer zum 13:13 erzielte.

    Die zweite Halbzeit blieb der reinste Krimi. Zunächst hatten die Fischbeker die Nase immer vorn und Herzhorn musste hinterherziehen. Ab der 40. Minute drehte sich das Blatt dann zumindest in der Form, dass die Gäste ein bis zwei Tore vorlegten, der TVF aber immer wieder aufholte. Die Spannung in der Arena stieg mit jeder Minute und fand ihren Höhepunkt dann in den letzten fünf Minuten. Kiselev hatte für den Gastgeber den 23:24-Anschlusstreffer erzielt, als Iven Pfeifers vom MTV für seine Abwehraktion eine Zeitstrafe erhielt.

    Fischbek war dementsprechend im Vorteil, konnte die Überzahlsituation aber nicht ausnutzen. Stattdessen wurde Herzhorn ein Siebenmeter zugesprochen, den Theo Boltzen auch erfolgreich verwandelte. In der 58. Minute wurde dann Tim Beier für zwei Minuten auf die Fischbeker Bank verbannt. Eine halbe Minute später verkürzte Marcel Kahns auf 24:25. Herzhorn wollte schnell den Abstand wieder vergrößern und bekam in der 59. Minute erneut einen Strafwurf zugesprochen. Dieses Mal scheiterte Boltzen jedoch an Fischbeks Torhüter Simon Behrens. 45 Sekunden vor Schluss glich Kiselev zum 25:25 aus und Herzhorns Trainer Manfred Kuhnke nahm 30 Sekunden vor Spielende eine Auszeit. Beim anschließend ausgeführten Angriff konnte seine Mannschaft dann zwar kein Tor erzielen, dafür erhielt Jan Niclas Kessler eine Zeitstrafe. Beim anschließend ausgeführten Angriff erhielt Tim Beier wenige Sekunden vor dem Abfiff die rote Karte. Dies entschieden die Schiedsrichter nach einer kurzen Beratung. Sie hatten darin ein taktisches Foul gesehen, den Fischbeker bestraft und zum Siebenmeterstrich gezeigt. Die Fans waren von dieser Entscheidung alles andere als begeistert und es waren „Schieber! Schieber!“-Rufe zu hören.

    Die Entscheidung der Schiedsrichter stand und Birger Dittmer brachte nach seinem Treffer die Gäste wieder in Führung. Kabuse reichte umgehend die grüne Karte ein, um noch einen letzten schnellen Spielzug angeben zu können. Letzten Endes reichten die zwei Sekunden aber nicht mehr aus und der TVF musste sich somit bitter geschlagen geben. Am kommenden Samstag geht es nun zum THW Kiel 2, wo die Fischbeker weiterhin als Drittletzter antreten müssen. Zu diesem Spiel greift die Mannschaft wieder auf einen Bus zurück. Wer mitfahren möchte, kann sich ab sofort bei Jens Kabuse (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) dafür anmelden. Abfahrt ist um 14:30 Uhr an der Arena Süderelbe.

  • TVF verliert mit Minikader

    Fischbek/Hürup. Am vergangenen Samstag unterlagen die Oberligahandballer des TV Fischbek (TVF) mit einem Kader von nur neun Feldspielern und einem Torhüter beim TSV Hürup mit 28:35 (13:17). Damit bleibt nur noch eine Minimalchance auf den Klassenerhalt. Der TVF müsste die letzten drei Spiele alle gewinnen und TuS Esingen und die zweite Mannschaft des VfL Bad Schwartau alle verlieren.

    Vielleicht wäre mehr für die Fischbeker drin gewesen, wenn sie mit größerem Kader zum Spiel gefahren wären. Denn auch der TSV war personell geschwächt und wurde durch Spieler der eigenen A-Jugend gestärkt. Zusätzlich hatten die Gastgeber gerade mal zwei Tage vorher noch das Punktspiel gegen den Tabellenführer der HG Hamburg-Barmbek.

    So musste der TVF das Beste aus der aktuellen Lage machen und ging durch einen Treffer von Aleksej Kiselev auch zunächst mit 1:0 in Führung. Ove Jensen, der mit seinen zwölf Toren mit Abstand der erfolgreichste Schütze war, glich die einzige Führung der Gäste dann aber aus. Eine Viertelstunde hielten die Fischbeker noch gut mit, hätten aber bei besseren Chancenauswertung besser dastehen können.

    Die Verstärkung durch Spieler der A-Jugend, die in dieser Partie einiges für den TSV beitragen konnten, brachte den Gastgeber langsam auf leichten Abstand. Von der Anzahl der Spieler waren sie zwar nur zwei Spieler mehr, aber das gab Trainer Christian Lutter die besseren Erholungsmöglichkeiten für sein Team. Zur Halbzeit hatte der TSV beim Stand von 17:13 schon ein kleines Polster.

    Geprägt war das Spiel vor allem in der zweiten Halbzeit von der Variante eines siebten Feldspielers. Beide Mannschaften setzten diese Spielart ein, wobei Fischbek jedoch mehr versuchte, auf diese Art und Weise zum Erfolg zu kommen. Im weiteren Verlauf der zweiten Halbzeit musste sich der TVF aber den schwindenden Kräften geschlagen geben, sodass sich auch technische Fehler ins Spiel einschlichen.

    Am 22. April findet um 18:30 Uhr das vorletzte Saisonheimspiel statt. Gegner ist dann der FC St. Pauli, der auf dem 6. Tabellenplatz steht. Zu diesem Spiel erwartet der TVF aber auch noch musikalische Gäste. Die Celtic Cowboys werden nicht einfach nur ihre Lieder spielen. Sie präsentieren dann auch ein eigens für den TV Fischbek komponiertes Lied.

    Tore für den TVF: Aleksej Kiselev (11/4), Jan-Malte Augustin (6), Robert Mitleider (4), Tim Latendorf, Marek Struß (je 3) und Marcel Kahns (1).

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