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Religion

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  • „BeAchte mich!“ - Gespräche mit schwerkranken und sterbenden Menschen

    Elstorf. Wie spricht man mit dem Nachbarn, der Freundin oder dem Kollegen, wenn sie schwerkrank sind oder sterben? Was sagt man, wenn einem die Worte fehlen? Wie geht man miteinander um, dass es hilfreich und wohltuend ist? Antworten dazu versucht Pastorin Anne Rieck bei einem Gesprächsabend in Elstorf zu geben: Am Mittwoch, 17. Januar, ab 19.30 Uhr im Gemeindehaus der Elstorfer Nikolaikirchen-Gemeinde in der Lindenstraße 11.

    Im Rahmen von 90 Minuten will die Gruppe über diese Fragen sprechen und mithilfe von zwei Fallbeispielen versuchen, verschiedene Gesprächsmöglichkeiten zu finden und auszuprobieren. Pastorin Anne Rieck ist Beauftragte für Hospiz- und Palliativseelsorge im Kirchenkreis Hittfeld. Die Teilnahme ist kostenlos und auf zwölf Teilnehmer begrenzt. Bei großer Nachfrage wird es einen zweiten Termin geben.

    Es wird um eine Anmeldung gebeten, telefonisch unter Telefon 0 41 08/59 82 20 oder per mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

     

  • 20*C+M+B*18 - Harburger Sternsinger segnen das Rathaus

    Harburg. Der Geruch von Weihrauch lag in der Luft und nun steht die Segensbitte mit Kreide auf der Eingangstür des Sitzungssaales der Bezirksversammlung: „20*C+M+B*18", also „Christus mansionem benedicat" („Christus segne dieses Haus"). Angebracht hat ihn die 10-jährige Abigail. Bleibt zu hoffen, dass der Segen bei den Entscheidungen der Bezirksversammlung positiven Einfluss hat und die Gedanken der Abgeordneten erleuchtet. Insbesondere bei der anstehenden Wahl eines neuen Bezirksamtsleiters.

    Die 10-jährige Abigail schreibt den Segensspruch an die Tür der Bezirksversammlung. | Foto: Niels Kreller
    Die 10-jährige Abigail schreibt den Segensspruch an die Tür der Bezirksversammlung. | Foto: Niels Kreller

    Zusammen mit dem Rechtsdezernenten Dierk Trispel begrüßte die Vorsitzende der Bezirksversammlung Birgit Rajski die Sternsinger der katholischen Pfarrgemeinde St. Maria – St. Joseph im Harburger Rathaus. Schon rund 100 Besuche hatten die fleißigen Sänger zu diesem Zeitpunkt schon hinter sich. Und einige, wie bei der Harburger Schützengilde am Freitag im Privathotel Lindter liegen noch vor ihnen.

    Dabei haben sie Spenden für das Kindermissionswerk gesammelt. In diesem Jahr ist das Motto "Gemeinsam gegen Kinderarbeit – In Indien und weltweit". „152 Millionen Kinder weltweit müssen arbeiten – mehr als die Hälfte von ihnen sogar unter gefährlichen und ausbeuterischen Bedingungen“, so das Kindermissionswerk.

    Rund 30 Kinder von drei bis 13 Jahren haben sich in diesem Jahr an der Aktion beteiligt. Weniger als die Jahre zuvor und die Tendenz ist schon seit längerem fallend. Nachwuchs wird also dringend gesuchr

  • Ausstellung „Jesus besänftigt den Sturm“ in der Bücherhalle

    Harburg. Am 17. März beginnt in der Bücherhalle Harburg die Ausstellung „Jesus besänftigt den Sturm“. Bis zum 20. April werden 19 Fotographien gezeigt, das Ergebnis eines religionspädagogischen Fotoprojektes in der KiTa Bugenhagen. Zu sehen sind Szenen und Kulissen, die 4 - 6jährige Kinder unter Anleitung der Theaterpädagogin Annetta Meißner-Jarasch aus Knöpfen, Stoffen und Holzbausteinen zu der biblischen Geschichte der Sturmstillung gestaltet haben.

    Die Geschichte soll Mut machen, auch in stürmischen Zeiten Vertrauen zu behalten. „Vertrauen in sich, in Andere und in Gott haben zu können, das wollen religionspädagogische Projekte wie dieses den Kindern in evangelischen Kitas vermitteln.“

    In Vorbereitung auf die Foto-Gestaltung haben die Kinder sich mit dem Thema: „Was bedeutet es für mich, zu vertrauen“ beschäftigt. Sie haben im Rollenspiel die biblische Geschichte von Jesus und seinen Freunde kennengelernt und nachgespielt. in spielpädagogischen Übungen konnten sie erfahren und reflektieren, wie es sich anfühlt z.B. unter einem stürmischen Tuch zu liegen und sicher zu sein, dass dieses von den Mitspielern so animiert wird, dass es einem nicht unangenehm zu nahe kommt oder ängstigt.

  • Hiobsbotschaft: Alle drei katholischen Schulen südlich der Elbe von Schließung bedroht

    Harburg/Neugraben. „Lasset die Kinder zu mir kommen“, so steht es im Matthäus-Evangelium in Kapitel 19, Vers 14. In Harburg wird das in Zukunft nicht mehr so sein – zumindest dann, wenn die Kinder auf eine katholische Schule gehen wollen. Denn das Erzbistum Hamburg hat am Freitag bekannt gegeben, dass in Harburg und Neugraben alle drei von der katholischen Kirche betriebenen Schulen schließen sollen – wegen hoher Schulden des Erzbistums.

    Für das Niels-Stensen-Gymnasium in der Alten Feuerwache in der Hastedtstraße ist das Aus beschlossen. | Foto: Homepage NSG
    Für das Niels-Stensen-Gymnasium in der Alten Feuerwache in der Hastedtstraße ist das Aus beschlossen. | Foto: Homepage NSG

    Fest steht das Aus für das Niels-Stensen-Gymnasiums in der Hastedtstraße. Von der Schließung bedroht sind auch die Katholische Schule Harburg und die Katholische Schule Neugraben. Hier steht das Erzbistum noch in Verhandlungen mit der Stadt um Zuwendungen. Erst am Donnerstagabend wurden die Schulen von dieser Entscheidung informiert. Schock und Trauer sitzen nicht nur bei den Lehrern, Schülern, Eltern und den Kirchengemeinden St.Maria-St.Joseph in Harburg und Heilig Kreuz in Neugraben tief. Auch viele Harburger zeigen sich entsetzt. „Ich bin tief entsetzt über diese Vorgehensweise des EB! Diese Schule ist so toll!“, schreibt zum Beispiel Holger Adler auf der facebook-Seite des Niels-Stensen-Gymnasiums. Auch deutliche Kritik an der Entscheidung, die auf einer Studie der Unternehmensberatung Ernst&Young basiert, wird laut: „Man kann weder eine kirchliche Einrichtung noch eine Schule wie ein Wirtschaftsunternehmen betrachten. Genau das ist hier aber passiert! Die armen Schüler, die jetzt vor der Unsicherheit stehen, wie es weitergeht!“, meint Eva Winkler auf facebook zur Schließung.

    Harburger Politiker fordern Umdenken

    Auch Politiker melden sich zu Wort. Die Harburgerin und Hamburger Sozialsenatorin Dr. Melanie Leonhard (SPD) fordert das Erzbistum auf, seine Entscheidung zu überdenken. „Das enttäuscht mich. Es steht in keinem Verhältnis zur Gemeindearbeit vor Ort und den sehr guten Leistungen der betroffenen Schulen. Ich fordere das Erzbistum auf, mit den betroffenen Kollegien und Familien sowie der Stadt in einen Dialog zu treten, um Wege zu finden, mindestens einen Grundschulstandort und eine Perspektive für eine weiterführende Schule zu erhalten“, sagt sie in einem Statement. Die Harburger CDU-Abgeordnete in der Bürgerschaft Birgit Stöver sieht eine Mitschuld bei der Stadt Hamburg. Diese habe durch jahrelange mangelnde Finanzierung den „Kahlschlag“ mitverursacht. „Ich erwarte, dass von diesem Kahlschlag in der Harburger Schullandschaft schleunigst wieder Abstand genommen wird“, so Stöver.

    Entscheidung hat massive Auswirkungen auf Gemeindearbeit

    "Das hat massive Auswirkungen auf die Gemeindearbeit", so Diakon Lutz Neugebauer. | Foto: Niels Kreller

    Die Tragweite der Schließungen ist aber noch viel größer. „Das wird auch massive Auswirkungen auf die Gemeindearbeit haben. Ein großer Teil der Ehrenamtlichen in der Kinder- und Jugendarbeit und in der Musik sind Lehrer, Schüler oder deren Eltern“, erläutert Lutz Neugebauer, Diakon der Gemeinde St.Maria-St-Joseph. Mit dem Wegfall der Schulen werde auch die Kommunikation schwieriger. Betroffen seien dadurch beispielsweise auch die Sternsinger, die noch vor kurzem durch Harburg gezogen sind, um den Segensspruch an die Häuser zu schreiben und für das Kindermissionswerk zu sammeln. Aktuell kommt viel Arbeit auf die Kirchengemeinden zu. „Wir müssen uns jetzt erst einmal um die Lehrer und Schüler kümmern, die von dieser Entscheidung betroffen sind und pastorale Trauerarbeit leisten, um das zu bewältigen“, so Neugebauer.

    Samstag Protestaktion gegen die Schließung

    Protest ist am Samstag, 20. Januar, geplant: Um 18 Uhr findet die Vorabendmesse im Mariendom statt und anschließend gibt es eine Versammlung auf dem Domplatz. Dort sollen 13 weiße und acht rote Kerzen angezündet werden – „Ein Licht für die Katholischen Schulen“.

  • Peter Heppner kommt nach Heimfeld

    Heimfeld. Am Samstag, 24. Juni 2017, lädt die St. Petrus Gemeinde in der Haakestraße in Heimfeld zu „St. Petrus unplugged“ ein. Von 14 bis 18 Uhr gibt es auf dem Gelände der Gemeinde Live-Musik und viel zu erleben.

    Einen besonderen Gast können die Besucher dabei erleben: Peter Heppner, der nicht nur Echo-Preisträger und die Stimme des Synthi-Pop-Duos Wolfsheim ist, sondern auch in Heimfeld in der Nachbarschaft lebt. Viele Jahre hatte er auch sein Studio hier, in einer alten Bäckerei in der Wattenbergstraße. Heppner war schon beim ersten „St. Petrus unplugged“ mit dabei und wird am Samstag wird sowohl solo als auch zusammen mit den Chören von St. Petrus auftreten.

    Das besondere bei allen Künstlern, die am Samstag auftreten, ist, dass sie alle aus Heimfeld kommen. „Die Idee dahinter ist, dass man die Künstler am nächsten Morgen beim Bäcker treffen kann“, sagt Christine Wolter vom Orga-Komitee. So zum Beispiel Kai Lüdemann. Der Bassist ist in Harburg durch die Bands „BörnOut“ und „Die geilen Partyvirtuosen“.

    Mit dem Festival möchte die Gemeinde aber nicht nur zeigen, dass man in Heimfeld feiern und singen kann. Denn der Standort wurde vom Kirchenkreis als nicht förderungswürdig eingestuft und ist in Gefahr, von der Kirche aufgegeben zu werden. „Wir wollen abwenden, dass dieser Standort geschlossen wird“, so Wolter. Bei dem Prozess werde nicht inhaltlich gewertet sondern nur nach Zahlen. Und vielleicht kommt ja die Pröbstin des Kirchenkreises Carolyn Decke am Wochenende vorbei, um sich davon selbst zu überzeugen.

  • Schulschließungen: Fährt das „Unternehmen Erzbistum Hamburg“ an die Wand?

    Harburg. „Wenn das Erzbistum eine GmbH wäre, dann müssten wir Insolvenz anmelden!“ So schilderte Ansgar Thim, Generalvikar des Erzbistums Hamburg, auf der Sondersitzung des Ausschusses für Soziales, Bildung und Integration der Bezirksversammlung am Dienstagabend im Rieckhof die Lage. Es sind der Pensionsfonds der verbeamteten Lehrer und die nötigen Investitionen in marode Schulgebäude, die zum Beschluss der Schließung von bis zu acht katholischen Schulen geführt hätten. Bei der Übernahme des bis dato eigenständigen Schulverbandes in das Erzbistum habe man nicht gewusst, wie viel an Investitionen wirklich getätigt werden müsse. Grundlage für die schnelle Entscheidung ist ein Gutachten der Unternehmensberatung Ernst&Young. Wenn man jetzt nicht sofort handle, seien vielleicht nicht acht sondern mehr Schulen, die in einem Jahr geschlossen werden müssten.

    Kirche sucht nach Investoren ohne Gegenleistung

    Generalvikar Ansgar Thim versuchte sich im Rieckhof mit Rechtfertigungen. | Foto: Niels Kreller
    Generalvikar Ansgar Thim versuchte sich im Rieckhof mit Rechtfertigungen. | Foto: Niels Kreller

    In Harburg trifft es nach dem Willen des Erzbistums auf jeden Fall das Niels Stensen Gymnasium in Harburg (NSG). Für die Katholischen Schulen Harburg und Neugraben gibt es ein Moratorium - die Schließung soll verhindert werden. Dafür sucht das Erzbistum nun Investoren, die fehlenden Millionen für benötigte Investitionen tragen – allerdings möchte die Kirche die Trägerschaft behalten. Man stehe aber, erklärte Thim auf Nachfrage des CDU-Abgeordneten Uwe Schneider, mit der am vergangenen Freitag gegründeten Schulgenossenschaft in Kontakt. Auch müsse man in der Bischofskonferenz diskutieren, ob reichere Bistümer sich solidarisch an der Finanzierung beteiligen.

    Vor rund 150 Besuchern und Bezirkspolitikern musste Thim zugeben, dass man im Erzbistum seit rund 20 Jahren von der Schieflage wisse. Eine Maßnahme zur Sanierung sei das Anheben des Schulgeldes. „Sozialverträglich“, wie Dr. Anne Hutmacher, Referatsleiterin Schulaufsicht des Erzbistums erklärte. Denn im Moment zahle im Durchschnitt jeder Schüler einer katholischen Schule 48 Euro im Monat. Gedeckelt sei der nach Einkommen gestaffelte Betrag bei 100 Euro – bis zu 200 Euro im Monat sind in Hamburg möglich. Alle drei Harburger Schulen liegen in ihrem Schnitt unter dem Landesdurchschnitt von 48 Euro.

    Schulschließungen erst der Anfang?

    Ob auch andere Gebäude des Erzbistums von Schließung oder Verkauf bedroht seien, wollte Sebahattin Arras, Abgeordneter der Linken wissen - schließlich ginge es in dem der Sitzung zugrunde liegenden Antrag der GroKo auch um diese Frage. Bei der Antwort Thims ging ein ungläubiges Raunen durch die Reihen. Denn die Kirche habe, so Thim, gar keinen genauen Überblick über Gebäude und Grundstücke, die der Kirche gehören. Den werde es aber geben, versprach er, konnte aber schon kundtun, dass es zwar keine Schließung von Kitas geben würde, Gemeindehäuser aber wohl schon.

    „Sie haben keine Struktur“

    Die Harburger waren über solch dargelegte Schlampigkeit im Umgang mit Lehrern, Schülern, Eltern und Gemeinden empört. „Sie haben ein Wirtschaftsgebaren an den Tag gelegt, das man hier sonst nur vom HSV kennt“, wetterte Thomas Schlamp, Vater zweier Schüler des NSG. Er habe keine wirklichen Argumente gehört, so Henning Reh. Es komme immer nur „Das Invest lohnt sich nicht, weil sich das Invest nicht lohnt.“ Jaques Coste, Schulsprecher des NSG, stellte Thim und Hutmacher ein vernichtendes Zeugnis aus. „Wenn ich Ihr Lehrer wäre und Sie mir diesen Aufsatz abgegeben hätten, hätte ich Logik daneben geschrieben. Sie haben keine Struktur“, stellte er sachlich fest. Mehrfach wurde auch – unter Beifall – vor einer Austrittswelle gewarnt.

    Meine Meinung: Die Schäfchen müssen mehr Wölfe werden

    Kommentar. Das Erzbistum Hamburg sieht sich offenbar als Unternehmen. Deshalb hat es auch eine Unternehmensberatung beauftragt, sich mit der (hausgemachten) Finanzmisere zu befassen. Und deshalb befindet sich dieser Artikel bei uns auch in der Rubrik „Wirtschaft“.

    Die Unternehmensberater von Ernst&Young haben betriebswirtschaftliche Empfehlungen abgegeben. Denn nichts anderes sind die angekündigten Schulschließungen. „Gesundschrumpfen“ nennt man das. Dabei werden die unrentabelsten Teile des Konzerns abgewickelt. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, dass alle drei Harburger Schulen unterdurchschnittliche Schulgeldeinnahmen zu verzeichnen haben.

    Die hausgemachte und seit Jahren bekannte wirtschaftliche Schieflage (Auch Generalvikar Thim gab am Dienstag zu, seit Jahren davon gewusst zu haben) wird auf dem Rücken von Lehrern, Schülern, Eltern und den Gemeinden ausgetragen – und keiner der Verantwortlichen ist bereit, persönliche Konsequenzen zu ziehen. Stattdessen erklären sie den Leidtragenden, wie schlimm auch sie das alles finden.

    Thim&Co können froh sein, dass das Erzbistum keine GmbH ist. Denn wenn es das wäre, dann wäre es nicht nur insolvent, sondern einige stünden wohl auch wegen Insolvenzverschleppung vor Gericht. So aber ist das Schlimmste, was passieren kann, dass das Erzbistum aufgelöst und an Rom geht. Aber vielleicht wissen sie dort wenigstens, wie viele Gebäude und Grundstücke die Kirche hat.

    Vielleicht hat der vehemente Protest die Kirchenoberen überrascht. Aber anscheinend noch nicht so weit in die Bredouille versetzt, persönlich für ihr Versagen gradezustehen. Aber welcher „Investor“ wird diesen Leuten noch Geld anvertrauen wollen? Da braucht es wohl noch etwas mehr Druck der „Schäfchen“ auf ihre „Hirten“. Ein bisschen mehr Wolf im Schafspelz täte da gut.

  • Sternsinger segnen das Harburger Rathaus

    (Harburg) Nun steht die Segensbitte mit Kreide auf dem Türbalken der Eingangstür des Sitzungssaales der Bezirksversammlung: „20*C+M+B*17" „Christus mansionem benedicat" = „Christus segne dieses Haus"). Angebracht hatte ihn gestern die 9-jährige Eleanora. Bleibt zu hoffen, dass der Segen bei den Entscheidungen der Bezirksversammlung positiven Einfluss hat und die Gedanken der Abgeordneten erleuchtet. Und da doppelt besser hält, brachte Jan (ebenfalls 99 gleich noch am Rathauseingang das Zweichen an.

    Zusammen mit dem stellvertretenden Vorsitzenden der Bezirksversammlung Robert Timmann, hatte Bezirksamtsleiter Thomas Völsch die Sternsinger der katholischen Pfarrgemeinde St. Maria – St. Joseph im Harburger Rathaus begrüßt. Schon rund 100 Besuche hatten die fleissigen Sänger zu diesem Zeitpunkt schon hinter sich.

    Dabei haben sie Spenden für das Kindermissionswerk gesammelt. In diesem Jahr ist das Motto "Gemeinsam für Gottes Schöpfung – In Kenia und weltweit". Geholfen werden soll Familien, die vom Klimawandel hart getroffen sind und zum Beispiel unter der aus der vom Klimawandel hervorgerufenen Dürre leiden.

    Mit dabei war natürlich auch das Kamel, das mittlerweile eine Art Kultstatus genießt. Nun hat es auch einen richtigen Namen. Hedwig heisst der zweihöckrige Gefährte der Harburger Sternsinger. In diesem Jahr durften Laura und Emily die beiden Höcker sein.

  • Sternsinger-Empfang auch im Winsener Rathaus

    Winsen. Kürzlich haben 25 Kinder als Sternsinger auch das Winsener Rathaus besucht. Bürgermeister André Wiese begrüßte sie und die erwachsenen Begleitpersonen in der Bürgerhalle. Die Jungen und Mädchen trugen einige Lieder vor und brachten den christlichen Segen für das Jahr. Sie sammelten darüber hinaus Geld für das Kindermissionswerk, das damit fast 2.200 Projekte in mehr als 110 Ländern der Welt für Kinder in Not unterstützt.

    Rund um den 6. Januar sind bundesweit die Sternsinger unterwegs gewesen. „Gemeinsam gegen Kinderarbeit in Indien und weltweit!“ heißt das Leitwort der aktuellen Aktion. In der ganzen Welt arbeiten etwa 168 Millionen Kinder und Jugendliche; allein in Indien sind es 60 Millionen. Die weitaus meisten tun das keinesdalls freiwillig. Viele werden ausgebeutet und missbraucht. Mit dieser Situation und den Lebensbedingungen der betroffenen Kinder und Jugendlichen werden alle Sternsinger in Vorbereitung auf ihren Einsatz für die gute Sache vertraut gemacht.

    Holger Winkler von der katholischen Kirchengemeinde Guter Hirt in Winsen erläuterte als Organisator diese und andere Einzelheiten und Hintergründe des Sternsingens in Winsen und Umgebung, das als ökumenische Aktion verschiedener Kirchengemeinden durchgeführt wird. Er kennzeichnete auch eine Rathauswand mit den 3 Buchstaben „CMB“, die für die lateinischen Worte „Christus Mansionem Benedicat“ (Christus segne dieses Haus) stehen.

    Bürgermeister Wiese bedankte sich bei den Sternsingern, ihren erwachsenen Begleitern und allen Unterstützern für das vorbildliche Engagement.

  • Von Bendestorf nach Deutsch Evern - Neue Aufgaben für Jan Kreuch

    Hittfeld/Bendestorf. „Das Beste am Kirchenkreis Hittfeld war, dass wir uns hier kennengelernt haben“, sagen Delia und Jan Kreuch schmunzelnd. Die beiden sind seit vier Jahren ein Paar und haben sich bei der gemeinsamen Arbeit für Jugendliche im Kirchenkreis Hittfeld kennengelernt. Delia Kreuch (31) ist Diakonin für Kinder und Jugendliche in der Nachbarschaft Handeloh, Heidenau und Tostedt. Dr. Jan Kreuch (38) ist Pastor in Bendestorf. Gemeinsam mit Tochter Mathea (2) und Golden-Retriever-Hündin Maja wechseln sie zum 1. Februar nach Deutsch Evern bei Lüneburg. Jan Kreuch wird am Sonntag, 21. Januar, im Gottesdienst ab 10.30 Uhr in Bendestorf verabschiedet. Delia Kreuch wird auch am Sonntag, 21. Januar, in der Tostedter Johanneskirche im Rahmen des Jugendgottesdienstes „13 plus“ ab 18 Uhr verabschiedet.

    Pastor Jan Kreuch kam im August 2013 nach Bendestorf. Mit einer halben Stelle war er Gemeindepastor, mit der anderen Hälfte Schulpastor am Gymnasium Hittfeld. Warum wechseln Sie nach Lüneburg? „Die Schulpastoren-Stelle war immer eine befristete Stelle und daher für uns als Familie nicht sicher. Außerdem leben meine Eltern in Lüneburg, die uns als Babysitter unterstützen können“, sagt Kreuch. Zu 80 Prozent wird er als Gemeindepastor in der Martinus-Gemeinde Deutsch-Evern arbeiten, mit zwanzig Prozent ist er für das Altenheim „Alte Stadtgärnterei“ in Kaltenmoor in Lüneburg zuständig.

    Jan Kreuch war gern Pastor in Bendestorf: „In der Gemeinde leben viele nette, sympathische Menschen, die durchaus progressiv eingestellt sind. Dadurch konnte ich viel ausprobieren, den Gottesdienst in Punkten verändern und einen Abendgottesdienst einführen. Im Gesprächskreis diskutierten wir mit unterschiedlichen Menschen über Glaubensthemen. Auch die Arbeit im Kirchenvorstand war sehr gut“, sagt Jan Kreuch.

    Delia Kreuch hat ihre Diakonenstelle in der Nachbarschaft Handeloh, Heidenau, Tostedt erst feststecken müssen, vorher gab es diese gemeindeübergreifende Stelle nicht. „Wir haben in der Zeit viel auf den Weg gebracht. Es gibt nun in jeder Gemeinde Angebote für Jugendliche, renovierte Jugendräume oder ganz neue Räume wie den Bauwagen in Heidenau.“

    Die Gemeinden zeigten sich allen Ideen immer sehr offen gegenüber, dadurch war vieles möglich. „Wir Diakone sehen uns im Kirchenkreis Hittfeld laut Konzept als „Ermöglicher“. Deswegen war mir immer eine Stärkung des Ehrenamts der Jugendlichen sehr wichtig, damit sie auch ohne mich selbstständig und eigenverantwortlich handeln können.“ Nach Ende ihrer Elternzeit will sie als Diakonin oder Sozialpädagogin in Lüneburg arbeiten.

    „Meine Diakonen-Kollegen sind ein tolles Team, mit dem ich gern gearbeitet habe“, sagt Delia Kreuch. Das sieht auch Jan Kreuch so: „Das Arbeiten im Kirchenkreis Hittfeld hat mit vielen guten Kollegen viel Spaß gemacht. Gut ist auch das Konzept der Nachbarschaften. Es gibt dadurch in jeder Gemeinde Ansprechpartner für Jugendliche. Wir treffen uns mit Pastoren, Diakonen und Hauptamtlichen aus den Nachbarschaften des ganzen Kirchenkreises einmal im Monat zur Fachkonferenz, das ist ein wirklicher Vorteil und das gibt es nicht in jedem Kirchenkreis“, sagt Jan Kreuch.

    Die Vakanzvertretung in Bendestorf übernimmt Pastorin Dorothea Blaffert aus Klecken. Für Delia Kreuch übernimmt Diakonin Friederike Wunsch weitestgehend die Aufgaben in der Nachbarschaft Handeloh, Heidenau, Tostedt.

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