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Freilichtmuseum am Kiekeberg

  • "Konzert am Herd" im Hof Meyn im Freilichtmuseum am Kiekeberg

    Ehestorf. Lieder über einen Piratenkoch, gespielt auf Küchengeräten - die Musiker Herr Zaches und Herr Zinnober führen beim Familienkonzert am Sonntag, 2. Juli, ab 11.15 Uhr, ein besonderes "Konzert am Herd" auf. Das Mitmachprogramm im Freilichtmuseum am Kiekeberg in Ehestorf ist für Kinder ab vier Jahren geeignet. Der Vorverkauf läuft ab sofort im Freilichtmuseum am Kiekeberg. Der Eintritt zum Konzert inklusive Museum kostet für Kinder 1 Euro, Erwachsene zahlen 13 Euro. Die traditionsreiche Reihe humorvoller und kindgerechter Konzerte wird von der Sparkasse Harburg-Buxtehude unterstützt: Seit 1995 unterstützt sie die Vermittlung klassischer Musik am Kiekeberg und macht mit ihrem finanziellen Beitrag Konzerte von viel beachteten Musikern möglich.

    Am 2. Juli verwandeln Michael Zachcial und Ralf Siebenand als Herr Zaches und Herr Zinnober allerlei Küchengeräte zu Musikinstrumenten. Außerdem kommen auch Gitarre, Klavier und Saxofon zum Einsatz. In ihrem Mitmachprogramm besingen die Musiker verrückte Kochgeschichten und einen verliebten Piratenkoch, dessen Essen schärfer ist als das Schwert seines Kapitäns. Michael Zachcial aus Bremen ist seit vielen Jahren als Musiker tätig und erhielt zahlreiche Preise. Ralf Siebenand aus Osnabrück steht seit mehr als 20 Jahren auf den Bühnen Europas. Für ihre Programme als Zaches und Zinnober wurden sie mehrmals mit der Auszeichnung "Kindertheater des Monats" in NRW ausgezeichnet.

    Die Familienkonzerte sind eine Besonderheit: Sie verbinden klassische Musik mit Schauspiel und kindgerechten Erzählungen. So schaffen sie einen direkten Kontakt zu Kindern ab vier Jahren und ihren Eltern. Die Familienkonzerte finden bereit seit 22 Jahren im Freilichtmuseum am Kiekeberg statt. Von Beginn an hat Musikerin Hendrika Koster van Reijn die künstlerische Leitung inne, schreibt kindgerechte Musikstücke speziell für das Freilichtmuseum am Kiekeberg und verpflichtet hochkarätige Musiker aus ganz Deutschland.

    Die Familienkonzerte werden außer von der Sparkasse Harburg-Buxtehude vom Hotel Lindtner in Harburg unterstützt. Weitere Konzerte in der Reihe: Sonntag, 3. September, 11.15 Uhr "Lieder und Tanzmusik rund ums norddeutsche Dorfleben" im Freilichtmuseum am Kiekeberg, Sonntag, 10. Dezember, 11.15 und 15 Uhr "Hund, Krähe und Käse gehen in die Welt" im Freilichtmuseum am Kiekeberg, im Tanzsaal.

    Vorverkauf im Freilichtmuseum am Kiekeberg, Kartenreservierung: Telefonische Kartenreservierung im Freilichtmuseum am Kiekeberg unter Telefon 0 40/79 01 76-25
    Reservierte Karten müssen spätestens eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn abgeholt werden.

  • Alles rund ums Brot am Kiekeberg

    Ehestorf. Brot – eines der ältesten handwerklich hergestellten Lebensmittel des Menschen. Hunderte verschiedene Sorten gibt es allein in Deutschland. Am Sonntag, 5. März 2017, dreht sich im Freilichtmuseum am Kiekeberg von 10 bis 18 Uhr alles um das Grundnahrungsmittel Nr. 1.

    Mit dabei ist das Team der Nationalmannschaft der deutschen Bäckermeister. das sein Können zeigt. Bei der Brotsprechstunde steht ein Bäcker mit Tipps und Tricks rund um eigene Backerzeugnisse zur Verfügung. In einer großen Brotschau erklärt ein Brotprüfer, was ein gutes Brot ausmacht. Außerdem ist Daniel Probst, einer von Deutschlands ersten Brot-Sommeliers, vor Ort, verkostet verschiedene Brotsorten und gibt hilfreiche Tipps.

    In der Lehrküche des Agrariums testen Kinder moderne Elektroöfen, am offenen Feuer backen sie leckeres Stockbrot. Währenddessen geben die Museumsbäcker Tipps zu Sauerteig und Co. Sauerteig in Bioland-Qualität können die Besucher direkt in der Museumsbäckerei erstehen. Händler bieten ihre Ware feil: Aufstriche, Marmeladen sowie Brotmesser oder -körbe.

    Kuchen und warmes Essen aus Brot wie Brotsuppe, Brottorte und mehr gibt es im Museumsgasthof, im Rösterei-Café "Koffietied" sowie an zahlreichen Ständen.

  • Anfassen und Mitmachen: Frühjahrsferien im Freilichtmuseum am Kiekeberg

    Ehestorf. Im Freilichtmuseum am Kiekeberg in Ehestorf erleben junge Besucher ab vier Jahren ein frühlingshaftes Mitmachangebot. Von Dienstag bis Freitag, 18. bis 21. April, basteln, nähen und malen Kinder in kostenfreien und offenen Angeboten. Das Ferienprogramm findet jeweils von 11 bis 16 Uhr statt. Der Museumseintritt ist für Besucher unter 18 Jahren frei, für Erwachsene beträgt er neun Euro.

    Mitmachen, anfassen und gestalten - in den Frühjahrsferien am Kiekeberg dreht sich alles rund um Kreativität. Gemeinsam mit den Museumspädagogen basteln Kinder Dekoratives, Praktisches oder tolle Ostergeschenke für die Familie.

    Am Mittwoch, 19. April, entstehen mit Hilfe von Kleber und Schere wiederbeschreibbare Tafel-Schilder. Mit Pinseln und bunten Farben geht es am Donnerstag, 20. April, zur Sache: Junge Maler verzieren Teller, Gläser und weiteres Geschirr. Am Freitag, 21. April, schwingen Kinder die Nadel und nähen flauschige Filzsäckchen. Die Frühjahrsferienangebote sind kostenfrei. Familien können ohne Anmeldung vorbeikommen.

    Während die Kinder malen und basteln, erkunden die Erwachsenen das Freilichtmuseum: Auf dem Museumsgelände laden mehr als 40 historische Gebäude und Gärten zum Frühlingsspaziergang ein. In den Häusern und Ställen leben Pferde, Schweine und Schafe alter Nutztierrassen und in den Museumsgärten sprießt das erste Grün. Die Kindheit der 1950er- bis 1980er-Jahre präsentiert die Dauerausstellung Spielwelten. In der interaktiven Ausstellungswelt Agrarium entdecken Besucher Traktoren, historische Landtechnik sowie Wissenswertes rund um Ernährung gestern, heute und morgen.

    Eine deftige Stärkung bietet der Museumsgasthof "Stoof Mudders Kroog" mit traditioneller norddeutscher Küche. Hausgemachten Kuchen und frisch gerösteten Kaffee genießen große und kleine Besucher im Rösterei-Café Koffietied.

  • Chromblitzende Fahrzeuge − Oldtimertreffen am Freilichtmuseum am Kiekeberg

    Ehestorf. Im Freilichtmuseum am Kiekeberg in Ehestorf stehen am Sonntag, 14. Mai, Fahrzeugklassiker der Baujahre 1950 bis 1979 im Mittelpunkt. Ein Programm mit Live-Musik, Tanztee und sogar eine Modenschau entführt die Besucher auf eine Zeitreise in die 1950er- Jahre. Der Eintritt für Erwachsene beträgt 9 Euro, für Besucher unter 18 Jahren ist er frei.

    Stolze Sammler präsentieren ihre auf Hochglanz polierten Fahrzeuge. VW-Käfer, Isettas, aber auch amerikanische Modelle blitzen zwischen den blühenden Gärten und historischen Häusern des Freilichtmuseums – ein Augenschmaus für Oldtimerfreunde. Kinder und Erwachsene können die ausgefallenen Gefährte bestaunen - von den rollenden Zeugen der Wirtschaftswunderjahre bis zu den Modellen der wilden 70er-Jahre. Vom Motorroller und Pkw, über historische Busse, bis hin zum Lkw ist alles dabei. Besitzer eines historischen Autos können sich bis 11. Mai unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! anmelden, für Oldtimer-Clubs werden zusammenhängende Stellplätze reserviert.

    Das Freilichtmuseum entführt die Besucher mit allen Sinnen in die 1950er-Jahre: Daisy‘s Tanztee und Modenschau sollen die Besucher mit Livemusik aus den 1950er Jahren in ausgelassene Stimmung versetzen. Punkte, Petticoat und Pomadentolle erleben die Besucher im Ambiente der Dauerausstellung „Spielwelten“. Hier zeigt das Jugend-Rot-Kreuz Winsen die Modenschau "Mit Schick und Charme".

    Der Museumsverein „Die Goldenen Fünfziger Jahre e. V.“ organisiert einen großen Markt mit Sammlerstücken aus der Zeit des Wirtschaftswunders wie Lampen, Geschirr, Dekoartikel oder Retro-Mode, Accessoires oder Schallplatten. Beim Radiodoktor des Bremer Rundfunkmuseums erhalten Besitzer eines beschädigten, historischen (Auto-) Radios Expertenrat und Hilfe bei der Fehlersuche. Für Kinder gibt es ein buntes Mitmachprogramm. Im Agrarium stöbern Autoliebhaber auf dem Markt rund um rollende Sammlerstücke: Ausgesuchte Anbieter bieten Modellautos und Eisenbahnen an.

    Besucher erkunden eine kleine Ausstellung zu Heinkel-Tourist, dem meistgekauften Motor-Roller im Deutschland der 1950er- und 1960er-Jahre. Die Künstlerin Gabi Hampe präsentiert unter dem Motto „Rock 'n' Roll meets Digital Art“ großformatige Fotokunst.

    Die 1950er-Jahre sind den Deutschen als die Zeit des Wirtschaftswunders im Gedächtnis geblieben. Sie brachten damit auch den Durchbruch zur Massenmotorisierung. Für heutige Verhältnisse wirkt der Kraftfahrzeugbesatz allerdings bescheiden: Im Jahr 1950 fuhren rund 2 Millionen Fahrzeuge auf bundesdeutschen Straßen. Bis 1964 hatte sich diese Zahl immerhin auf gut 11 Millionen erhöht.

  • Claudia Sander ist das 12.000. Mitglied am Kiekeberg

    Ehestorf. Freiwilliges Engagement macht Kultur möglich: Das zeigt der Förderverein des Freilichtmuseums am Kiekeberg in Ehestorf. Er ist einer der größten deutschen Museumsvereine. Jetzt begrüßte er sein 12.000. Mitglied: Claudia Sander aus Finkenwerder. Zum Gratulieren kam der Präsident des niedersächsischen Landtags, Bernd Busemann, ins Freilichtmuseum am Kiekeberg: "Willkommen auf niedersächsischem Boden", begrüßte er das Ehepaar Claudia Sander und Mustapha Mustapha mit ihren Söhnen Jakob (drei Jahre) und Junis (acht Wochen).

    Bernd Busemann betonte: "Das Freilichtmuseum am Kiekeberg und sein Förderverein sind bedeutend. Die rasante Entwicklung des Vereins zeigt, dass die Philosophie richtig ist: Hier zeigen sie, wie die Landtechnik und die Zubereitung von Nahrungsmitteln bescheiden begonnen haben. Hier sehen Besucher auch ein frisch geborenes Kaltblut und mit der Königsberger Straße bald Dörfer wie aus den 1950er-Jahren." Das Konzept des Museums gehe auf, das zeige auch der Förderverein.

    Dieser, im Jahr 1989 gegründet, wuchs zu einer starken Stütze des Museums heran. Er finanziert heute die Restaurierung von historischen Objekten oder den Ausbau professioneller Magazine. Er betreibt die Museumsbäckerei, die Läden sowie den Museumsbauernhof Wennerstorf und kümmert sich um die 320 Ehrenamtlichen am Kiekeberg. Der Förderverein hat sich zu einem kleinen Unternehmen entwickelt: "1,2 Millionen Euro setzen wir im Jahr um", bilanziert Heiner Schönecke, der Vorsitzende des Fördervereins.

    Dabei läuft die Verwaltung fast vollständig ehrenamtlich. "Die Gewinne fließen direkt in die regionale Kulturarbeit." Diese Unterstützung ist nur durch die vielen Mitglieder möglich: Sie zahlen einen Mitgliedsbeitrag von 45 Euro (70 Euro für Paare) und nutzen den Kiekeberg auch gern für private Feiern, Kindergeburtstage und dem Kauf von Geschenken im Museumsladen. Museumsdirektor Prof. Dr. Rolf Wiese: "Viele Familien kommen zu uns und bleiben dem Kiekeberg dann lebenslang verbunden. Daher haben wir auch Mitglieder in Zypern und den USA."

    So kam auch Familie Sander/Mustapha zum Kiekeberg: Der Großvater Helmut Sander war im vergangenen Jahr mehrfach mit Enkel Jakob im Freilichtmuseum. "In anderen Museen können Besucher weniger anfassen und direkt erleben. Mein Enkel ist begeistert von den Mitmach-Angeboten", sagt Helmut Sander, der früher große Hamburger Museen führte. Den damals zweijährigen Jakob beeindruckten die Besuche mit dem Großvater nachhaltig. "Er forderte den Ausflug zum 'Kikiberg' vehement ein, so dass wir sehr oft hier waren", erzählt Jubiläumsmitglied Claudia Sander. Ihre Eltern nahmen das zum Anlass und schenkten der jungen Familie eine Mitgliedschaft. "Wir verbringen hier viele schöne Stunden als Familie zusammen", ergänzt Ehemann Mustapha Mustapha, der 2009 aus Syrien zum Studium nach Deutschland kam.

    Fördervereinsmitglieder genießen viele Vorteile in Freilichtmuseum am Kiekeberg: Sie erhalten das ganze Jahr hindurch freien Eintritt in das Freilichtmuseum und seine Außenstellen - den Museumsbauernhof in Wennerstorf, das Feuerwehrmuseum Marxen und das Mühlenmuseum Moisburg. Die Mitglieder werden zu Ausstellungseröffnungen, Vorträgen und Sonderführungen eingeladen. Sie werden exklusiv über Veranstaltungstermine und aktuelle Projekte informiert. Einmal im Jahr bedankt sich das Museum besonders bei allen Mitgliedern: Beim Fördervereinsfest dürfen sie sich zurücklehnen und bewirten lassen. 2017 findet das Fest am 15. September statt.

  • Das Beste aus Milch: Käsemarkt am Kiekeberg in Ehestorf

    Ehestorf. Handgefertigten Käse aus Kuh-, Ziegen- und Schafsmilch bietet der Käsemarkt am Sonntag, 21. Mai, im Freilichtmuseum am Kiekeberg in Ehestorf. Rund 50 Aussteller, darunter die besten Käser Norddeutschlands, präsentieren ihre Produkte in er Zeit von von 10 bis 18 Uhr. Außer aromatischen Milcherzeugnissen zum Probieren entdecken die Besucher Spezialitäten wie Fleisch, Öle, Weine, Säfte und Chutneys. Der Eintritt kostet für Erwachsene 9 Euro, für Besucher unter 18 Jahren ist er frei.

    Ein Höhepunkt für Feinschmecker: Lebensmittelproduzenten aus der Region stellen beim Käsemarkt am Kiekeberg ihre handgefertigten Produkte vor. Freunde des guten Geschmacks können die vielfältigen Erzeugnisse, wie zum Beispiel Ziegeneis, direkt verkosten und die Hersteller stehen für Auskünfte zur Verfügung. Den Mittelpunkt des Marktes bilden Käsespezialitäten aus Kuh-, Ziegen- und Schafsmilch. Ein vielfältiges Aktionsprogramm ergänzt die Verkaufs- und Probierstände. So können die Besucher beispielsweise Käse in der Käseschule selbst herstellen. Kinder erwartet ein vielfältiges Bastelprogramm, bei dem Kuhmasken und Mäusegirlanden entstehen.

    Der Käsemarkt findet auch diesmal wieder in Zusammenarbeit mit Slow Food Hamburg statt. So finden sich unter den Austellern Hersteller, die ausschließlich Produkte anbieten, die den Kriterien von Slow Food entsprechen. Die internationale Organisation setzt sich für eine nachhaltige Lebensmittelproduktion und Geschmacksbildung ein. In der "KinderKäseStraße" von Slow Food entdecken kleine Feinschmecker die verschiedenen Käsesorten und können diese probieren.

  • Das Freilichtmuseum am Kiekeberg in Ehestorf zieht eine positive Jahresbilanz für 2016

    Ehestorf. Das Freilichtmuseum am Kiekeberg in Ehestorf hat auch im Jahr 2016 erfolgreich gewirtschaftet: Der Jahresabschluss des operativen Geschäfts liegt mit 23.000 Euro im Plus. Auch das Stiftungskapital hat sich positiv entwickelt und ist auf fast zwei Millionen Euro angewachsen. Das Stiftungskapital ist der Grundstock des Museums – es bleibt dauerhaft erhalten, seine Erträge fließen in die tägliche Arbeit ein. Die Kaufmännische Geschäftsführerin Carina Meyer berichtete über das positive Ergebnis während der Stiftungsratssitzung. Das Museum erzielt schon seit Stiftungsgründung im Jahr 2003 jedes Jahr eine positive Jahresbilanz.

    „Wir sind stolz auf dieses tolle Ergebnis. Es unterstreicht die gute Arbeit im Museum ebenso wie unseren Besucherrekord. 2016 haben über 242.000 Besucher das Freilichtmuseum am Kiekeberg und seine Außenstellen besucht“, sagt Klaus-Wilfried Kienert, der seit Anfang 2017 Stiftungsratsvorsitzender der Stiftung Freilichtmuseum am Kiekeberg ist. Der Zahnmediziner übernahm das Amt von Heike Meyer und ist bereits seit 2003 ehrenamtliches Mitglied des Stiftungsrates des Freilichtmuseums.

    Um 13 Prozent stiegen die Besuchszahlen im Verhältnis zum Vorjahr. Die starke Besucherresonanz und das vielfältige Angebot zeigen sich in den Wirtschaftszahlen: Über Eintrittsgelder und die umfangreichen Vermittlungsprogramme erwirtschaftete das Museum 830.000 Euro. Das sind gut 100.000 Euro mehr als im Jahr 2015. Vom Landkreis Harburg erhält die Stiftung laut Zukunftsvertrag einen jährlichen Zuschuss von knapp zwei Millionen Euro. Die Einnahmen durch Projektförderungen und Spenden lagen im Jahr 2016 bei 187.000 Euro. Mit Erträgen von insgesamt 3.233.000 Euro deckt das Museum unter anderem die Personalkosten für die rund 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Betriebskosten sowie die umfangreichen Instandhaltungskosten für die historischen Gebäude.

    Auch das Stiftungskapital entwickelt sich weiter sehr erfreulich. „Diese stabile finanzielle Basis des Freilichtmuseums am Kiekeberg gewährleistet, dass die Geschichte der Region auch langfristig bewahrt und vermittelt werden kann. Deshalb freuen wir uns besonders über einen weiteren Zuwachs des Stiftungskapitals um 343.000 Euro auf insgesamt rund 1.927.000 Euro“, erklärt Carina Meyer. Viele große und kleine Beträge von Privatpersonen, Unternehmen und Vereinen fließen direkt ins Stiftungskapital. Außerdem unterstützt der Landkreis Harburg auch den Aufbau des Stiftungskapitals: Der Landkreis verdoppelt aufgrund des Zukunftsvertrags die vom Museum eingeworbene Summe bis zu einer Obergrenze von 150.000 Euro. Weiterhin beteiligt sich der mittlerweile 12.000 Mitglieder umfassende Förderverein beim langfristigen Aufbau des Vermögensstocks der Stiftung.

    Mit seinen Dauer- und Wechselausstellungen und vielfältigen Aktionstagen befindet sich das Freilichtmuseum am Kiekeberg im ständigen Wandel und bietet einem breiten Publikum immer wieder Neues. So eröffnete kürzlich die neue Sonderausstellung „Aufgeblüht! Norddeutsche Gartenkultur“. Bis zum 15. Oktober zeigt sie, wie sich die Gartenkultur von klassischen Nutzgärten bis zum heutigen Trendthema veränderte. Außerdem steht in Zukunft ein großes Bauprojekt an: die Königsberger Straße. Sie zeigt eine Häusergruppe mit Gebäuden aus den Jahren 1945 bis 1980. Das Gesamtkostenvolumen des Bauvorhabens beträgt mehr als sechs Millionen Euro. Zu den Förderern gehören der Bund, das Land Niedersachsen und die Metropolregion Hamburg.

    Das Freilichtmuseum am Kiekeberg wurde 1953 von der Hansestadt Hamburg auf niedersächsischem Boden gegründet. Am 1. Mai 1987 kaufte der Landkreis Harburg „sein“ Freilichtmuseum. Im Jahr 2003 wurde die Stiftung Freilichtmuseum am Kiekeberg gegründet. Das Museum ist weiterhin die zentrale Kulturinstitution des Landkreises.

    Das Freilichtmuseum und seine Außenstellen Museumsbauernhof Wennerstorf, Mühlenmuseum Moisburg, Feuerwehrmuseum Marxen und Ziegelei Rusch verzeichneten 2016 zusammen 242.450 Besuche. Das sind 27.850 Besuche mehr als im vorherigen Jahr. Besuchsrekorde gab es im Freilichtmuseum am Kiekeberg (220.000) und im Mühlenmuseum Moisburg (5.350).

  • Dem G-20-Gipfel entkommen - das Freilichtmuseum ist auch in turbulenten Zeiten eine Oase der Entspannung

    Ehestorf.Am Freitag und Sonnabend, 7. und 8. Juli, diskutieren führende Politiker über Finanz- und Wirtschaftsfragen auf dem G20-Gipfel in Hamburg. Wer der Aufregung entgehen möchte, kann im Freilichtmuseum am Kiekeberg in Ehestorf in die ruhigeren Zeiten vergangener Tage eintauchen. Das Freilichtmuseum ist Freitag von 9 bis 17 Uhr und Sonnabend von 10 bis 18 Uhr geöffnet und uneingeschränkt mit dem Auto und den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Erwachsene zahlen 9 Euro, für Kinder bis 18 Jahren ist der Eintritt frei.

    Während des G-20-Gipfels bietet das Freilichtmuseum am Kiekeberg außer seinen über 40 historischen Gebäuden und seiner aktuellen Sonderausstellung "Aufgeblüht! Norddeutsche Gartenkultur" zwei besondere Angebote:Gartenfreunde erleben am Sonnabend und Sonntag, 8. und 9. Juli, jeweils ab 11 Uhr eine Botanik-Safari mit Jürgen Feder. Im Rahmen der Sonderausstellung "Aufgeblüht! Norddeutsche Gartenkultur" unternimmt der Extrembotaniker eine spannende Exkursion durch unsere Pflanzenwelt. Die Führung dauert etwa dreieinhalb Stunden mit Pause und kostet 25 Euro pro Person. Die Teilnehmerzahl ist auf 30 Personen beschränkt. Anmeldung telefonisch unter Telefon (0 40) 79 01 76-25 oder per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

    Vom 4. Juli bis zum 13. August lädt das Freilichtmuseum in Ehestorf zudem täglich von 10 bis 18 Uhr zum Sommerspaß ein: Besucher ab vier Jahren kochen, basteln, werken und experimentieren an abwechslungsreichen Mitmach-Stationen auf dem gesamten Museumsgelände. Am 7. Juli lernen Besucher beim Themenfreitag "Volle Kraft voraus!" etwas über die Antriebskräfte in der Landwirtschaft. Außerdem wird bei einer Führung in einer Ausstellung im Agrarium erklärt, wie sich die Ernährung im Laufe des Jahrhunderts entwickelte. Kinder können im Mitmach-Programm Kekse in Trecker- oder Tierform ausstechen. Weitere Informationen unter: www.kiekeberg-museum.de

  • Es ist wieder Schlachtfest im Freilichtmuseum am Kiekeberg

    Rosengarten-Ehestorf. Grützwurst, Wellfleisch und Grillwurst vom Bunten Bentheimer Schwein können Kenner am Sonntag, 29. Januar, genießen. Von 11 bis 16 Uhr feiert das Freilichtmuseum am Kiekeberg - wie in jedem Jahr - das traditionelle Schlachtfest. Besucher können dem Schlachter über die Schulter schauen und erleben die fachgerechte Verarbeitung des Fleisches. Beim Schlachtfest am Kiekeberg steht die traditionelle Zubereitung von Fleischspezialitäten im Mittelpunkt. Im Meynschen Hof zerlegt der erfahrene Hausschlachter fachgerecht ein Buntes Bentheimer Schwein und verarbeitet dieses zu Wurst.

    Interessierte erleben die verschiedenen Arbeitsschritte und erfahren alles rund um die Qualität und Verwendungsmöglichkeiten der einzelnen Fleischteile. Die Besucher können rote und weiße Grützwurst, Wellfleisch und Grillwurst frisch vor Ort verkosten. Wer mag, kann zudem Dosen- oder Mettwurst kaufen. Als fleischlose Alternative oder Ergänzung stehen gedämpfte Kartoffeln mit Kräuterquark bereit. Für den kleinen Hunger eignen sich Schmalzbrote, Kaffee und Kuchen.

    Bei einem winterlichen Rundgang über das Museumsgelände können große und kleine Besucher auch die Darsteller der Gelebten Geschichte erleben. Sie zeigen die typischen Arbeiten, die im Winter vor 200 Jahren auf einem Hof anfielen: Bei den Frauen waren das meist Spinnen oder das Weben von Flachs und Wolle, Männer versorgten zumeist das Vieh oder reparierten verschiedene Gerätschaften.

    Durch die hohe Schlachtausbeute hielt die Landbevölkerung Schweine bis in das 20. Jahrhundert hinein als die wichtigsten Schlachttiere. Das Fleisch wurde gepökelt, geräuchert oder in Sauer eingelegt. Nur an wenigen Tagen im Jahr wurde es frisch genossen wie bei den Hausschlachtungen im Winter. Waren die anstrengenden Arbeiten beendet, fand oft ein Schlachtfest, plattdeutsch "de Slachtköst", statt.

    Im Freilichtmuseum am Kiekeberg in Ehestorf werden bereits seit Jahrzehnten Bunte Bentheimer Schweine gehalten. Die robuste Rasse ist jedoch vom Aussterben bedroht. Vereine und private Züchter engagieren sich deshalb für den Erhalt der schwarz-weißen Tiere. Am Kiekeberg leben die Schweine artgerecht in dem rund 300 Jahre alten Schweinestall eines Heidebauernhofes. Hier können sie selbst wählen, ob sie im Stall bleiben oder hinaus ins Freie wollen, wo sie sich sonnen und suhlen können. Darüber hinaus werden sie, im Gegensatz zu den Schweinen aus Massentierhaltung, älter als ein Jahr alt. Erwachsene zahlen 9 Euro, unter 18 Jahren ist der Eintritt frei.

    Schlachtfest im Freilichtmuseum am Kiekeberg
    Sonntag, 29. Januar 2017, 11-16 Uhr
    EIntritt: 9,- Euro

  • Familienkonzerte am Kiekeberg starten: Konzert "Krach mit Bach!"

    Ehestorf. Im Freilichtmuseum am Kiekeberg in Ehestorf beginnt die Saison der Familienkonzerte am Sonntag, 11. Juni, um 11.15 Uhr mit dem Musiktheaterstück "Krach mit Bach!". Die musikalische Zeitreise ist für Kinder ab vier Jahren geeignet, der Vorverkauf läuft ab sofort im Freilichtmuseum am Kiekeberg. Der Eintritt zum Konzert inklusive Museum kostet für Kinder 1 Euro, Erwachsene zahlen 13 Euro. Die traditionsreiche Reihe humorvoller und kindgerechter Konzerte wird von der Sparkasse Harburg-Buxtehude unterstützt: Seit 1995 fördert sie die Vermittlung klassischer Musik am Kiekeberg und macht mit ihrem finanziellen Beitrag Konzerte von viel beachteten Musikern möglich.

    Am 11. Juni kann sich das Publikum auf ein lustiges Musiktheaterstück freuen. Die beiden berühmten Komponisten Georg Friedrich Händel und Johann Sebastian Bach hängen als Bilder im Musikzimmer des kleinen Schlossmuseums. Allabendlich um Mitternacht steigen sie aus ihren Bilderrahmen und jedes Mal fangen sie dann einen großen Streit an: Wer von den beiden war der bessere Komponist? Eines Abends werden sie von der Museumsführerin Constanze überrascht. Sie versucht die beiden mit Hilfe der Zuschauer zu versöhnen.

    Es spielen und singen die Musiker des Ensemble PRISMA: Melanie Spitau (Sopran), Ralph Töpsch (Flöte), Bernhard Wesenick (Fagott) und Jenny Meyer (Harfe). Das Ensemble ging aus der Jungen Deutschen Philharmonie hervor. Inzwischen kommen seine Musiker aus allen Teilen Deutschlands. Sie sind bei verschiedenen namhaften Orchestern oder Hochschulen tätig. So zum Beispiel am Nationaltheater Mannheim, dem Staatstheater Hannover und dem Staatstheater am Gärtnerplatz München. Die Rollen der beiden Komponisten spielen Jörg Schade und Carl-Herbert Braun.

    Die Familienkonzerte sind eine Besonderheit: Sie verbinden klassische Musik mit Schauspiel und kindgerechten Erzählungen. So schaffen sie einen direkten Kontakt zu Kindern ab vier Jahren und ihren Eltern. Die Familienkonzerte finden seit 22 Jahren im Freilichtmuseum am Kiekeberg statt. Von Beginn an hat Musikerin Hendrika Koster van Reijn die künstlerische Leitung inne, schreibt kindgerechte Musikstücke speziell für das Freilichtmuseum am Kiekeberg und verpflichtet hochkarätige Musiker aus ganz Deutschland.

    Die Familienkonzerte werden unterstützt von der Sparkasse Harburg-Buxtehude und dem Hotel Lindtner in Harburg-Heimfeld.
    Weitere Konzerte in der Reihe: Sonntag, 2. Juli, 11.15 Uhr "Konzert am Herd" im Freilichtmuseum am Kiekeberg,
    Sonntag, 3. September, 11.15 Uhr "Lieder und Tanzmusik rund ums norddeutsche Dorfleben" im Freilichtmuseum am Kiekeberg,
    Sonntag, 10. Dezember, 11.15 und 15 Uhr "Hund, Krähe und Käse gehen in die Welt" im Freilichtmuseum am Kiekeberg, im Historischen Tanzsaal.

    Vorverkauf im Freilichtmuseum am Kiekeberg. Kartenreservierung: Telefonische Kartenreservierung im Freilichtmuseum am Kiekeberg unter Telefon (0 40) 79 01 76-25. Reservierte Karten müssen spätestens eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn abgeholt werden.

  • Freilichtmuseum am Kiekeberg sucht Ehrenamtliche für den Museumsladen

    Ehestorf. Stöbern und in Erinnerungen schwelgen - der Museumsladen im Freilichtmuseum am Kiekeberg in Ehestorf ist ein besonderer Genuss. Im schönen Jugendstil-Ambiente bietet das Team aus Haupt- und Ehrenamtlichen ein vielfältiges Sortiment aus hochwertigen Lebensmitteln, nostalgischen Dingen um Küche, Haus und Werkstatt, Gartenliteratur, Kosmetika und traditionelles Spielzeug. Mit ihrem Einsatz unterstützen die freiwilligen Helfer die kulturelle Arbeit des Museums in der Region. Zur Verstärkung des Laden-Teams sucht das Museum weitere ehrenamtliche Helfer.

    Beratung und Service für Museumsbesucher steht bei den Mitarbeitern im Laden an erster Stelle. "Wir arbeiten hier seit Jahren gern", sagen Ruth Müller und Gisela Köhlbrandt. Es sind die freundlichen Begegnungen mit den Besuchern und das schöne und sorgfältig ausgewählte Sortiment, die die ehrenamtlichen Damen begeistern. "Wir arbeiten jeden Mittwoch hier und sind mit den anderen Laden-Mitarbeiterinnen eine gute Gemeinschaft. Es ist ein tolles Miteinander von Haupt- und Ehrenamtlichen."

    Besucherkontakt und Service stehen für das Freilichtmuseum an erster Stelle. "Unsere Besucher lieben es, dass wir einen persönlichen Kontakt mit ihnen pflegen", sagt Carina Meyer, Kaufmännische Geschäftsführerin im Freilichtmuseum am Kiekeberg. "Menschen, die schöne Dinge lieben und Lust auf den Verkauf und das Gespräch mit unseren Besuchern haben, sind bei uns im Museumsladen genau richtig."

    Ehrenamtliche Arbeit bringt Spaß, ist eine sinnvolle Betätigung und bietet sozialen Austausch. Am Kiekeberg können Freiwillige ihren Interessen nachgehen - und dabei die Kulturarbeit unterstützen. 320 freiwillige Mitarbeiter sind es zurzeit - eine aktive Gemeinschaft und eine große Hilfe für die Museumsmitarbeiter. Ob bei Kinderprogrammen, im Archiv oder beim Kuchenverkauf. Auch Interessierte mit Spezialkenntnissen sind gern gesehen: Schon jetzt sind ein Uhrmacher und eine Schneiderin im Team. Es findet sich für jeden ein passendes Gebiet.

    Die Ehrenamtlichen im Freilichtmuseum arbeiten mit den Hauptamtlichen Hand in Hand. Sebastian Baier, Ansprechpartner für das Ehrenamt, organisiert Fortbildungen, Treffen und Exkursionen nur für Ehrenamtliche und kümmert sich um deren Einsätze. Einige Ehrenamtliche engagieren sich wöchentlich, andere zu bestimmten Veranstaltungen oder nur einige Male im Jahr für spezielle Aufträge. Sebastian Baier: "Melden Sie sich gern bei uns, wir finden für jeden das Richtige!"
    Interessierte erreichen Sebastian Baier unter Telefon (0 40) 79 01 76-86 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

    Weitere Informationen unter www.foerderverein-kiekeberg.de

  • Frische Bratwurst vom Bunten Bentheimer am Kiekeberg

    Ehestorf. Grützwurst, Wellfleisch und Grillwurst vom Bunten Bentheimer Schwein haben am vergangenen Sonntag wieder mehrere tausend Besucher zum Freilichtmuseum am Kiekeberg in Ehestorf gelockt - zum traditionellen Schlachtfest. Besucher aller Altersgruppen von Kita-Besuchern über Schüler, Berufstätige, Hausfrauen und Senioren haben dabei dem inzwischen 80-jährigen Harburger Schlachter Fritz Kreft und seinem Gehilfen, dem 19-jährigen Schlachter-Auszubildenden im dritten Lehrjahr Till Harms aus Neuwiedenthal über die Schultern geschaut.

    Der Andrang war wie erwartet riesig. | Foto: Wolfgang Gnädig Harburg, Buchholz, Seevetal, Maschen, Hittfeld, Jesteburg, Tostedt, Hollenstedt, Moisburg, Winsen, Buxtehude, Hamburg, Events, Nightlife, Termine, Party, Konzert, Foto, Fotos, Pics, Zeitung, Magazin, Tipps, Artikel,
    Der Andrang war wie erwartet riesig. | Foto: Wolfgang Gnädig

    Gewissermaßen hautnah erlebten die interessierten Zuschauer die fachgerechte Verarbeitung des Fleisches und durften dabei auch mal probeweise aus der Hand von Schlachter-Senior Kreft testen, wie gut eine erstklassige Bratwurst mit nur besten Zutaten schmeckt, bevor sie in den Darm kommt und danach gebrüht wird. Er verwendete für die Fleischmasse nur Salz und eine Gewürzmischung aus Thüringen und verzichtete ausdrücklich auf Geschmacksverstärker, Stabilisatoren und Emulgatoren.

    Beim Schlachtfest am Kiekeberg stand einmal mehr die traditionelle Zubereitung von Fleischspezialitäten im Mittelpunkt. Dabei verriet der bei den Besuchern außerordentliche beliebte Fritz Kreft seinen Zuschauern auch so manchen Trick wie das Fleischklopfen mit dem Handrücken. Im Meynschen Hof zerlegte der erfahrene Hausschlachter mit Till Harms als Assistenten fachgerecht ein Buntes Bentheimer Schwein und verarbeitete es zu leckerer Bratwurst.

    Der Andrang war wie erwartet riesig: Die interessierten Besucher aus Harburg Stadt und Land, aber auch von weither verfolgten die verschiedenen Arbeitsschritte und erfuhren alles rund um die Qualität und Verwendungsmöglichkeiten der einzelnen Fleischteile. Die Besucher machten auch reichlich davon Gebrauch, rote und weiße Grützwurst, Wellfleisch und Grillwurst mit und ohne Sauerkraut oder Wennerstorfer Grünkohl frisch vor Ort zu verkosten. Auf dem Vorplatz haben viele Museumsbesucher auch Schlachtbrühe genossen. Kenner nahmen auch Dosen- oder Mettwurst mit nach Haus. Als fleischlose Alternative oder Ergänzung standen gedämpfte Kartoffeln mit Kräuterquark bereit. Für den kleinen Hunger gab es Schmalzbrote, Kaffee und Kuchen.

    Bei einem Rundgang bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und später bei leichtem Nieselregen machten zahlreiche große und kleine Besucher Spaziergänge über das Museumsgelände und besuchten auch die Darsteller der Gelebten Geschichte. Diese zeigten die typischen Arbeiten, die im Winter vor rund zwei Jahrhunderten auf den Höfen so anfielen: Bei den Frauen waren das meist Spinnen oder das Weben von Flachs und Wolle, Männer versorgten zumeist das Vieh oder reparierten verschiedene Gerätschaften.

    Durch die hohe Schlachtausbeute hielt die Landbevölkerung Schweine bis in das 20. Jahrhundert hinein als die wichtigsten Schlachttiere. Das Fleisch wurde gepökelt, geräuchert oder in Sauer eingelegt. Nur an wenigen Tagen im Jahr wurde es frisch genossen wie bei den Hausschlachtungen im Winter. Waren die anstrengenden Arbeiten beendet, fand oft ein Schlachtfest, plattdeutsch "de Slachtköst", statt.

    Im Freilichtmuseum am Kiekeberg in Ehestorf werden bereits seit Jahrzehnten Bunte Bentheimer Schweine gehalten. Die robuste Rasse ist jedoch vom Aussterben bedroht. Vereine und private Züchter engagieren sich deshalb für den Erhalt der schwarz-weißen Tiere. Am Kiekeberg leben die Schweine artgerecht in dem rund 300 Jahre alten Schweinestall eines Heidebauernhofs.

  • Klaus-Wilfried Kienert neuer Vorsitzender für die Stiftung Freilichtmuseum am Kiekeberg

    Ehestorf. Personenwechsel im Stiftungsrat der Stiftung Freilichtmuseum am Kiekeberg: Klaus-Wilfried Kienert, von Beruf Zahnarzt und SPD-Bürgermeister in Vahrendorf, ist als Nachfolger der langjährigen Vorsitzenden Heike Meyer neuer Stiftungsratsvorsitzender. Von Anfang an wirkte Heike Meyer als CDU-Kreistagsmitglied als Stiftungsratsvorsitzende. Mit dem Ausscheiden aus dem Kreistag gab sie ihre Funktion im Stiftungsrat auf. "Wir danken Heike Meyer ausdrücklich für die positive, engagierte Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren", sagte Museumschef Prof. Dr. Rolf Wiese. Mit ihr zusammen wurden auch Brigitte Somfleth, Dr. Monika Dicke und Udo Heitmann verabschiedet.

    "Wir begrüßen heute besonders unseren neuen Vorsitzenden Klaus-Wilfried Kienert. Er bringt sich bereits seit der Stiftungsgründung aktiv als Mitglied im Stiftungsrat ein. Carina Meyer und ich freuen uns, in Zukunft noch enger mit ihm zusammenzuarbeiten." Nach der Kommunalwahl Ende 2016 waren jetzt 18 Mitglieder zur konstituierenden Sitzung zusammengetreten. Sie werden in den kommenden fünf Jahren die Aktivitäten des Freilichtmuseums am Kiekeberg und seiner Außenstellen als Aufsichtsgremium mitgestalten.

    Der Stiftungsrat des Freilichtmuseum am Kiekeberg in Ehestorf setzt sich aus Politikern der im Kreistag des Landkreises Harburg vertretenden Parteien, Vertretern der Wirtschaft sowie Museumsmitarbeitern, fördernden Organisationen und der Gemeinde Rosengarten zusammen. "Das ist eine Besonderheit bei einer Stiftung", sagt Carina Meyer, Kaufmännische Geschäftsführerin der Stiftung. "Wir sind vor 14 Jahren von der Trägerschaft des Landkreises in die einer bürgerlichen Stiftung übergegangen. Unser Auftrag ist gleich geblieben: Die Kultur und die Geschichte des Landkreises zu bewahren und vermitteln. Das gelingt uns auch mit einer ausgewogenen Besetzung unseres wichtigsten Gremiums."

    Die Doppelspitze des Museums aus Carina Meyer und Museumsdirektor Prof. Rolf Wiese ist als Stiftungsvorstand im Stiftungsrat vertreten und vertritt die Museen in der täglichen Arbeit. Seit 2003 arbeitet das Freilichtmuseum mit seinen Außenstellen in der Rechtsform einer Stiftung bürgerlichen Rechts. Der Stiftungsrat der Stiftung Freilichtmuseum am Kiekeberg berät über alle strategischen Entscheidungen in den Museen und über die Verwendung der Haushaltsmittel. "Wir haben sehr gute Erfahrungen in der Zusammenarbeit gemacht", erklärt Carina Meyer.

    "Unseren Ratsmitgliedern liegt die Geschichte und Kultur der Region am Herzen. So bringen sie sich engagiert ein, vernetzen uns in die Parteien, den Kreistag und die Region, diskutieren neue Ideen und finden gemeinsam die besten Lösungen. Diese zukunftsorientierte Vorgehensweise bringt zum Beispiel das bundesweit bekannte Agrarium oder auch die Königsberger Straße in Neu Wulmstorf hervor."

    Außer den großen Vorzeigeprojekten zeichnet sich die Stiftung Freilichtmuseum am Kiekeberg auch durch bodenständige Haushaltsdisziplin aus: Seit ihrer Gründung ist jeder Haushaltsabschluss positiv gewesen. "Die Besonderheit des Stiftungsrates wird insbesondere deutlich, wenn man berücksichtigt, dass sich alle Mitglieder ehrenamtlich engagieren", resümiert Rolf Wiese. "Sie bringen sich hier mit all ihren Kompetenzen und mit viel Zeit zum Wohle der Region ein. Daher gilt ihnen unser ausdrücklicher Dank - wir freuen uns auf eine produktive Zeit."

    Die aktuellen Mitglieder des Stiftungsrats der Stiftung Freilichtmuseum am Kiekeberg: Manfred Cohrs, Peter Dederke, Heike Duisberg-Schleier, Melanie Hardt, Sybille Kahnenbley, Klaus-Wilfried Kienert (Vorsitzender), Malte Jörn Krafft, Torsten Lange, Maximilian Leroux, Heinz Lüers, Carina Meyer, Harald Ottmar, Rainer Rempe, Bodo Rick, Roselies Schnack, Heiner Schönecke, Dirk Seidler, Prof. Dr. Rolf Wiese.

  • Landleben früher: Feuer und Licht am Kiekeberg

    Ehestorf. Welche Rolle spielten Licht und Wärme für das Leben der Menschen vor der Verbreitung der Elektrizität? Dieser Frage geht das Freilichtmuseum am Kiekeberg am Samstag, 18. Februar 2017, in der Zeit von 15 bis 20 Uhr nach. Dabei sorgt eine stimmungsvolle Beleuchtung mit Petroleumlampen, Kerzen und Krüselleuchten für eine besondere Atmosphäre. Ideal also auch für einen winterlichen Spaziergang auf dem Museumsgelände in den Abendstunden.

    Feuer und Licht – früher war es nicht einfach, Haus und Hof zu beleuchten und warm zu halten. Das zeigen die Darsteller der Gelebten Geschichte 1804 im Heidehof. Die Besucher erfahren dort, wie der Alltag an einem winterlichen Abend vor mehr als 200 Jahren aussah. Dabei werden verschiedene Leuchtmethoden gezeigt wie den Kien, ein harzdurchtränktes Stück Holz und den Krüsel, eine Hängelampe aus Blech. Wer Fragen hat, soll diese den Akteuren stellen.

    Währenddessen brennen im 100 Jahre jüngeren Fischerhaus Petroleumlampe und Glühbirne. Die Darsteller der Gelebten Geschichte 1904 zeigen in authentisch rekonstruierter Kleidung, wie die alltäglichen land- und hauswirtschaftlichen Tätigkeiten bei damaligen Lichtverhältnissen möglich waren. So können die Besucher durch den unmittelbaren Vergleich dreier Jahrhunderte erleben und erfahren, welche große Bedeutung die technischen Entwicklungen für die Landbevölkerung hatten.

    Die Gelebte Geschichte führt das Leben in der Lüneburger Heide vor 200 und 100 Jahren vor – mit Mägden, Knechten, dem Buur und seiner Frau, den strengen Hierarchien und dem harten Alltag. Zuschauen, Fragen stellen und über die Schulter schauen ist ausdrücklich erwünscht. Der Eintritt kostet 9 Euro.

  • Landleben, Handwerk, Technik - Historische Erlebnis-Wochenenden am Kiekeberg

    Ehestorf. Drechseln, Schmieden, Weben, Kaffeerösten - das informative Schauprogramm "Landleben, Handwerk, Technik" zeigt traditionelles Handwerk im Freilichtmuseum am Kiekeberg in Ehestorf in Aktion. An insgesamt elf Wochenenden von April bis Oktober entdecken Besucher bis zu sechs Vorführungen am Tag. Am Sonnabend und Sonntag, 8. und 9. April, von jeweils 10 bis 18 Uhr, startet die Reihe unter anderem mit Uhrmacherhandwerk, Weben und Kaffeerösten. Der Eintritt beträgt 9 Euro, für Besucher unter 18 Jahren ist er frei.

    Bei "Landleben, Handwerk, Technik" erwartet die Besucher ein abwechslungsreiches Programm. Verschiedene Aktionen rund um das traditionelle Landleben und seine historischen Handwerkstechniken finden auf dem Gelände des Freilichtmuseums statt. In den historischen Gebäuden erleben Besucher unter anderem das Schmiedehandwerk, Kochen der Nachkriegszeit und Backen im alten Lehmbackofen. Im Agrarium schauen sie bei der traditionellen Eisherstellung zu oder probieren Rezepte von erfahrenen Landfrauen. Für Technikfreunde setzen sich die historischen Landmaschinen und Traktoren in Bewegung.

    Der Museumsgasthof "Stoof Mudders Kroog" sorgt mit traditioneller norddeutscher Küche und regionalen Gerichten für das leibliche Wohl der Gäste. Frisch gebrühten Kaffee und selbstgebackenen Kuchen finden Besucher im Rösterei-Café "Koffietied".

    Weitere Termine "Landleben, Handwerk, Technik", jeweils von 10 bis 18 Uhr: Sonnabend/Sonntag, 6./7. Mai, 10./11. Juni, 17./18. Juni, 1./2. Juli, 22./23. Juli, 2./3. September, 16./17. September, 7./8. Oktober, 14./15. Oktober und 21./22. Oktober.

  • Mit Pflanzen färben - Begleitprogramm zur Sonderausstellung im Freilichtmuseum am Kiekeberg

    Ehestorf. T-Shirts färben mit Farben direkt aus der Natur -­ mit Färberpflanzen ist das möglich. Sie besitzen färbende Stoffe und werden zum Beispiel zum Einfärben von Textilien, Lacken oder Farben verwendet. Am Wochenende, 1. und 2. Juli, erfahren Besucher des Freilichtmuseums am Kiekeberg in Ehestorf, wie die nützlichen Stauden angebaut und verwendet werden. Die Gartenberatung ist Teil des umfangreichen Begleitprogramms zur neuen Sonderausstellung "Aufgeblüht! Norddeutsche Gartenkultur". Die Ausstellung ist bis zum 15. Oktober im Freilichtmuseum am Kiekeberg zu sehen.

    Am ersten Juliwochenende ist Sven Baetge, Doktorand an der Technischen Universität Hamburg (TUHH) am Institut für Umwelttechnik und Energiewirtschaft, im Freilichtmuseum zu Gast. Im Rahmen seiner Doktorarbeit hat Sven Baetge Färberpflanzen im Lüneburger Landgarten des Freilichtmuseums angepflanzt und Farbstoffe aus ihnen gewonnen. Am Gartenhaus hinter dem Eingang erklärt der Experte den Besuchern die nützlichen Pflanzen wie Schöngesicht, Tagetes und Färberdistel.­ Fragen sind ausdrücklich erwünscht. Museumsbesucher bestaunen die getrockneten Pflanzenteile und gewinnen selbst mit einem Mörser bunte Farbstoffe aus ihnen. Interessierte können einen Blick auf die Extraktionsanlage werfen: Die Maschine trennt im Labor die Farbstoffe aus den getrockneten Pflanzenteilen. Ein Film veranschaulicht, wie die Gewächse richtig angebaut und verarbeitet werden: Nach der Ernte werden die farbträchtigen Pflanzenteile zerkleinert und getrocknet. Der Farbstoff wird dann in Wasser oder Alkohol gelöst.

    Pflanzenfarben können vielseitig verwendet werden: In der Lebensmittelindustrie nutzt man sie beispielsweise, um Eidotter gelber zu färben. Die Farbstoffe stammen direkt aus der Natur. Deshalb sind sie umweltschonender als synthetische Farbstoffe auf Erdölbasis. Die Sonderausstellung "Aufgeblüht! Norddeutsche Gartenkultur" vermittelt die kulturgeschichtliche Entwicklung des Gartens ­ vom klassischen Bauerngarten bis zu heutigen Erscheinungsformen. Außer historischen Arbeitsgeräten und Fotos sind auch die historischen Gärten des Freilichtmuseums Teil der Ausstellung. Die Besucher sehen den Pflanzen im Laufe einer Gartensaison beim Wachsen und Reifen zu.

  • Nachwuchs bei den Bunten Bentheimer Schweinen im Freilichtmuseum am Kiekeberg

    Ehestorf. Bunter Nachwuchs im Freilichtmuseum am Kiekeberg in Ehestorf: Vor wenigen Tagen erblickten 15 Ferkel der seltenen Rasse der Bunten Bentheimer Schweine das Licht der Welt. Neugierig erkunden die kleinen Ferkel jetzt ihre Umgebung. Sie erwarten die Besucher zu den Öffnungszeiten des Freilichtmuseums - dienstags bis freitags von 9 bis 17 Uhr sowie sonnabends und sonntags von 10 bis 18 Uhr. Für Erwachsene beträgt der Eintritt 9 Euro, für Besucher unter 18 Jahren ist er frei.

    Das Freilichtmuseum am Kiekeberg züchtet die gefährdete Rasse der Bunten Bentheimer Schweine bereits seit 1988. Die Geburt der Ferkel im Freilichtmuseum leistet einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung dieser einzigartigen Tiere. Seit Mitte des 19. Jahrhundert ist das Bunte Bentheimer Schwein ein beliebtes Nutztier, doch in den 1950er-Jahren wurde es von leistungsstärkeren Rassen verdrängt. Heute ist das Bentheimer Schwein vom Aussterben bedroht. Um die historische Rasse zu erhalten, schlossen sich einige Züchter - darunter auch das Freilichtmuseum am Kiekeberg - im "Verein zur Erhaltung des Bentheimer Schweins" zusammen.

    Besonders bei den kleinen Museumsbesuchern sind die Bunten Bentheimer Schweine sehr beliebt. Sie tragen ihren Namen aufgrund der unregelmäßigen dunklen Flecken und sind außerdem sehr stressresistent. Im historischen Schweinestall werden die Schweine artgerecht gehalten, da sie selbst entscheiden können, ob sie sich draußen im Matsch suhlen wollen oder lieber drinnen im Stall ihre Zeit verbringen.

    Auch weitere bedrohte Haustierrassen haben im Freilichtmuseum ihr Zuhause: das Schleswiger Kaltblut, das deutsche Schwarzbunte Niederungsrind, das Bentheimer Landschaf sowie das Ramelsloher Huhn.

  • Norddeutschlands größter Pflanzenmarkt am Kiekeberg in Ehestorf

    Ehestorf. Am Wochenende 22. und 23. April findet im Freilichtmuseum am Kiekeberg in Ehestorf wieder Norddeutschlands größter Pflanzenmarkt statt. Mehr als 130 ausgewählte Aussteller aus dem In- und Ausland präsentieren an den beiden Tagen ihr vielfältiges Angebot. Der Pflanzenmarkt ist seit 20 Jahren ein Pflichttermin für Pflanzenliebhaber aus ganz Deutschland und dem nahen Ausland. Der Eintritt zum Pflanzenmarkt kostet 9 Euro, für Besucher unter 18 Jahren ist er frei.

    In frühlingshafter Atmosphäre zeigen internationale Züchter und Vermehrer ihre große Auswahl an historischen und seltenen Pflanzen. "Es ist uns ein Anliegen, besondere Aussteller mit ungewöhnlichen Sorten und Raritäten im Angebot für unseren Markt zu gewinnen", erklärt Matthias Schuh, Museums- und NDR-Fernsehgärtner. Denn das Besondere am Pflanzenmarkt sind die Gärtner: Es sind Pflanzenproduzenten vertreten, die wahre Experten auf ihrem Gebiet sind.

    Das Sortiment reicht von Stauden und Gehölzen über Kübel- und Wasserpflanzen bis hin zu vielfältigen Kräutern und Gemüsepflanzen. Auch Blühendes wie Rosen, Chrysanthemen, Fuchsien oder Orchideen ist an den Marktständen erhältlich. Der Pflanzenmarkt am Kiekeberg ist bekannt für seine hohe Qualität und Vielfalt. Spezielle Züchtungen und Raritäten für den heimischen Balkon oder Garten sollen die Pflanzenliebhaber begeistern.

    Besucher können sich von den Ausstellern und an den Infoständen der Gesellschaft der Staudenfreunde e. V. beraten lassen: Fragen über Düngung oder Bepflanzung oder auch Tipps für Einsteiger beantworten die Experten fachkundig. Für die kleinen Pflanzenfreunde bieten die Museumspädagogen ein buntes Bastelprogramm.

    Außer der großen Auswahl an Stauden, Blumenzwiebeln und Saatgut können Besucher auch durch das Angebot an Dekorativem stöbern. Schönes Kunsthandwerk wie Gartenkeramik, Schmiedeeisernes und Gartenwerkzeuge ergänzen das botanische Angebot. An den Eingängen des Freilichtmuseums stehen Pflanzenparkplätze bereit, die das Stöbern und den Transport zum Auto erleichtern.

    Für eine Stärkung sorgen Kuchen aus der Museumsbäckerei, norddeutsche Köstlichkeiten vom Museumsgasthof "Stoof Mudders Kroog" und Kaffeespezialitäten im Rösterei-Café "Koffietied".

  • Osterlämmchen im Freilichtmuseum am Kiekeberg

    Ehestorf. Das hat ja bestens geklappt: Pünktlich zum bevorstehenden Osterfest freut sich das Freilichtmuseum am Kiekeberg in Ehestorf über Nachwuchs bei den Bentheimer Landschafen. Die sechs kleinen Schäfchen sind zwar noch etwas wackelig auf den Beinen, aber erkunden schon munter den Stall und die gelegentlich sonnige Weide. Die Besucher können die neugeborenen Lämmer zu den Öffnungszeiten des Freilichtmuseums am Kiekeberg besuchen - dienstags bis freitags in der Zeit von 9 bis 17 Uhr sowie am Sonnabend und Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Erwachsene zahlen 9 Euro Eintritt, Besucher unter 18 Jahren haben freien Eintritt.

    Mit der Geburt der Lämmer leistet das Freilichtmuseum am Kiekeberg einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der gefährdeten Nutztierrasse der Bentheimer Landschafe. Mitte der 1950er-Jahre weideten im Emsland und an der Weser mehrere Zehntausend von ihnen. In den Jahren des Wirtschaftswunders waren dann in der Landwirtschaft aber leistungsstärkere Rassen gefragt, sodass die historische Rasse heute vom Aussterben bedroht ist.

    Gute Widerstandsfähigkeit und Anspruchslosigkeit beim Futter zeichnen das Bentheimer Landschaf als Nutztier aus. Dank seiner harten Klauen kann es weite Strecken zurücklegen und ist gut für die Hütehaltung in Moor- und Heidegebieten geeignet. Rund vier Kilo reinweiße Wolle liefert das Schaf bei der Schur. Am Kiekeberg verbringen die Landschafe ihr Leben in artgerechter Haltung. Sie können selbst wählen, ob sie im Stall bleiben oder hinaus ins Freie wollen, wo sie ausreichend Platz zum Sonnen und Grasen haben.

    Rund um Hase, Huhn und Ei dreht sich alles beim Ostervergnügen am Kiekeberg. Am Ostersonntag und Ostermontag, dem 16. und 17. April, von 10 bis 18 Uhr, ist der Osterhase im Freilichtmuseum zu Gast und hat allerlei Überraschungen im Gepäck. Die kleinen Besucher suchen Ostereier oder basteln Osterdekoration, während die großen beim Frühschoppen mit Live-Musik das Osterfest genießen.

  • Riesen-Unterstützung durch Sparkasse und Sparkassenstiftung für Kiekeberg-Projekt "Königsberger Straße"

    Ehestorf. Die Finanzierung steht zu 99,99 Prozent, die Umsetzung des Projekts kann beginnen. Das kündigte Prof. Dr. Rolf Wiese, Direktor des Freilichtmuseums am Kiekeberg in Ehestorf, gemeinsam mit Vertretern der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und Heinz Lüers, Vorstand der Sparkasse Harburg-Buxtehude, nach deren gemeinsamen Sitzung an. Das Projekt heißt „Königsberger Straße - Heimat der jungen Bundesrepublik“ und hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Entwicklung einer ländlich geprägten Region von der Nachkriegszeit bis in die 80er-Jahre darzustellen.

    Hierfür haben die Sparkassenstiftung und die Sparkasse Harburg-Buxtehude jeweils 100.000 Euro zur Verfügung gestellt. Auch die Bundesregierung zeigte sich spendabel und machte 3,8 Millionen locker. Weitere sechs größere und kleinere Sponsoren machten es möglich, dass die notwendigen 6,3 Millionen beinahe komplett vorhanden sind.

    Während der nächsten sechs Jahre entstehen auf einer Fläche hinter der Schnapsbrennerei im Freilichtmuseum am Kiekeberg eine Ladenzeile mit einem Friseurladen und einer Zahnarztpraxis, ebenso wie eine Tankstelle und eine Polizeistation. Schmuckstück der Ausstellung soll ein komplettes Haus aus dieser Zeit werden, das per Tieflader in das Museum in Ehestorf transportiert wird, sowie ein „Quelle-Fertighaus“.

    Wiese erinnert daran, dass nach der deutschen Kapitulation am 8. Mai 1945 etwa 18,5 Millionen Menschen als Flüchtlinge in Europa unterwegs waren. Hamburg lag in Trümmern und bot keinen Wohnraum. Die englischen Besatzer hatten für die Stadt eine Zuzugsspere erlassen. Die Folge: Die Flüchtlinge zogen an Hamburg vorbei und ließen sich im heutigen Landkreis Harburg nieder. Die Briten hatten jedoch Vorsorge getroffen. Vielen der 30.000 Vertriebenen und Flüchtlinge, die im Landkreis strandeten, wurden, sofern sie nicht bei Einheimischen einquartiert wurden, 1000 Quadratmeter Grund und Boden zugesprochen, um sich eine neue Existenz aufzubauen.
    Hab und Gut brachten die Flüchtlinge - zumeist Frauen, Kinder und Alte, denn die jungen Männer waren entweder im Krieg gefallen oder in Gefangenschaft – nicht mit, dafür aber zahlreiche Erinnerungen und Brauchtum. In den Siedlungen, die sie bauten, entschieden sie sich für Straßennamen, die in ihrer Heimat geläufig waren: Königsberger-, Breslauer-, Kolberger- oder Stettiner Straße sind Straßen, die in Orten des Landkreises - wie beispielsweise in Neu Wulmstorf - noch heute diese Namen tragen.
    „Die Ausgangssituation war beinahe unlösbar“, berichtete Wiese weiter, „denn die Einheimischen fühlten sich überrannt und die Flüchtlinge wiederum hatten wenig Verständnis für deren größtenteils ablehnende Haltung.“ Mit 124.397 Bewohnern verdoppelte der Landkreis Harburg damals seine Bevölkerung binnen weniger Monate. Noch heute kann man feststellen: 50 Prozent der Landkreisbewohner sind keine „Ureinwohner!“
    Es war nicht leicht, das Konzept für diese Ausstellung zu erarbeiten, berichtete Wiese weiter, denn man hatte keinen Spezialisten für Nachkriegsgeschichte. Für die Projektleitung wurden die Architektin Theda Boerma-Pahl und der Volkskundler Alexander Eggert gewonnen.
    Die Entwicklung nach 1945 hätte auch einen anderen Verlauf nehmen können, so Wiese, denn Meckelfeld war dazu auserkoren, ein so genannter Entwicklungsort zu werden. Deshalb entstand dort eines der ersten Einkaufszentren überhaupt. Eine überdimensionale „Südstadt“ als „Trabantenstadt“ mit 80.000 Bewohnern war ebenfalls geplant. Aber sie wurde nie gebaut.
    Entstehen soll aber nun diese museale „Königsberger Straße.“ Das Projekt bestätige die Erkenntnis, dass Gegenwart sich über Geschichte erklärt, sagte Heinz Lüers, und der Umstand, dass die Finanzierung stehe, sei „alles andere als selbstverständlich.“ Thomas Mang, Vorsitzender des Vorstands der Sparkassenstiftung, erläuterte den Grund dafür: „Wir fördern Projekte nur, wenn uns die Ideen, das Gesamtkonzept und die Strukturen überzeugen.“ Das habe die „Königsberger Straße“ wohl getan.
    „Das ist wie Weihnachten und Ostern an einem Tag,“ fasste Heiner Schönecke (CDU) aus Schwiederstorf, langjähriges Mitglied des Landtags in Hannover und Vorsitzender des Fördervereins des Freilichtmuseums am Kiekeberg, die Ist-Situation zusammen, dessen Aufgabe es ist, 72 Jahre nach Kriegsende „einen bisher unbeleuchteten Teil der jüngsten deutschen Geschichte lokalhistorisch zu erfassen.“

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