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Buchvorstellung

Buchvorstellung

  • Karoxbostel. Der bekannte Autor und humorvolle Naturschützer Heinrich Benjes alias Hein Botterbloom stellt sein neues Buch „Kuckucksstuhl und Katzenkäse“ in der Wassermühle Karoxbostel vor. Am Freitag, 17. August, wird der Vater der nach ihm benannten Benjeshecke ab 19 Uhr an der Wassermühle in Karoxbostel Döntjes und Geschichten auf Platt- und Hochdeutsch zum Besten geben.

    Heinrich Benjes ist – wie er selbst sagt – „erst Träumer, dann Gärtner, später Lehrer und Märchenerzähler geworden“. 1994 hat der ehemalige Schulleiter aus Hellwege (Landkreis Rotenburg/Wümme) die „Holunderschule“ gegründet, einen Arbeitskreis, der sich der natürlichen Gestaltung von Schulhöfen, Spielplätzen und Kindergärten angenommen hat. „Das Schlimmste, was unseren Kindern passieren kann, ist, dass sie in eine Welt kommen, die schon fertig ist, wo man nur noch kaputtmachen kann“, sagt der 82-jährige Benjes.

    Gemeinsam mit seinen Mitstreitern von der „Holunderschule“ und ungezählten Freiwilligen hat Heinrich Benjes auf mehr als 1000 Schulhöfen und Spielplätzen in Deutschland, Belgien und Luxemburg Grau in Grün und Langeweile in Lebendigkeit verwandelt. „Nach Norm gebaute Spielgeräte auf betongrauen, rechtwinkligen Pausenhöfen und trostlosen Spielplätzen werden den Urbedürfnissen von Kindern nicht gerecht“, betont der pensionierte Schulleiter, den Freunde und Bekannte nur „Hein“ nennen.

    Sein Fazit: „Nur im Kontakt mit der Natur und im freien Spiel mit anderen entfalten Kinder ihre seelischen, körperlichen und geistigen Potenziale.“ Werde das Gelände kindgerecht, das heißt naturnah, angelegt, sinke die Aggression deutlich. „Die Schule wird schlagartig ruhiger“, weiß der erfahrene Pädagoge, der für sein Engagement bereits 1996 mit dem Niedersächsischen Umweltpreis ausgezeichnet wurde.

    Dass er selbst in dörflicher Umgebung aufgewachsen ist, hält er für entscheidend: „Was man als Kind erlebt hat, das gilt für das ganze Leben.“ Als Junge habe er die Natur mit allen Sinnen erleben dürfen: „Wir haben am Bach gespielt, Fische und Frösche gefangen, Höhlen gebaut und selbstverständlich sind wir auch in hohe Bäume geklettert.

    Das Risiko beim Klettern sei viel geringer als die meisten Eltern heute denken. Tatsächlich erwachse daraus Sicherheit, denn die Kinder trainieren ihre Muskeln und ihren Gleichgewichtssinn und lernen schnell, welcher Ast ihr Gewicht trägt. Heinrich Benjes: „Das Gelände der Wassermühle in Karoxbostel hat mich gleich an meine wunderbare Jugend erinnert. Das ist ein Ort zum zum Wohlfühlen.“ Unter seinem Namen und unter dem Pseudonym Hein Botterbloom publiziert der Hellweger Erzählungen in hoch- und
    plattdeutsch.

    Plattdeutsch ist seine Leidenschaft: „Ich bin mit Plattdeutsch groß geworden. Das ist meine eigentliche Muttersprache“, sagt er. An der Wassermühle will der weise und humorvolle Unterhalter sein umfangreiches Repertoire voll ausschöpfen. „Das wird mit Sicherheit ein ebenso lustiger wie interessanter Abend“, garantiert die Vorsitzende des
    Vereins Wassermühle Karoxbostel, Emily Weede.


  • Harburg. Den Dichter Ernst Schulze (1789 -1817) kennt heute wohl kaum noch jemand. Sein Werk, ausschließlich Lyrik, wurde jedoch zu seiner Zeit in hohen und vielfältigen Auflagen gedruckt, übersetzt und vertont. Im 20. Jahrhundert wurde er rasch wieder vergessen und in den einschlägigen Publikationen zur Literaturgeschichte findet man ihn auch nicht. Zum 200. Todestag Ernst Schulzes erschienen nun die Tagebücher und Briefe des einst populären Dichters im Wallstein Verlag völlig neu und zeigen ihn als einen glänzenden, geistreichen und unterhaltsamen Schriftsteller. Die Herausgeber, Oskar Ansull und Joachim Kersten, korrigieren damit das Bild eines allzu empfindsamen Poeten, den Arno Schmidt einmal einen „jungen Wohlklang" nannte, der er durchaus war, aber auch viel mehr als das.

    Im Rahmen einer Buchvorstellung und Lesung lädt der Museums- und Heimatverein Harburg Stadt und Land e.V. nun ein, den Dichter neu zu entdecken. Oskar Ansull und Joachim Kersten zeigen den Dichter am Donnerstag, 7. September, ab 19 Uhr bei einer Soirèe in der Helms Lounge am Museumsplatz 2 in Harburg in einem neuen Licht. Der Eintritt ist frei.

  • Harburg. Die Stiftung Buchkunst kürt jedes Jahr die schönsten und innovativsten Bücher. In dem Wettbewerb „Die schönsten deutschen Bücher“wählten zwei Expertenjurys in einem aufwändigen Verfahren aus rund 730 eingesandten Titeln die 25 schönsten. Die Prämierten sind vorbildlich in Gestaltung, Konzeption sowie Verarbeitung und sie zeigen wichtige Trends und Strömungen des Buchmarkts auf. Das Stadtmuseum Harburg/Helms-Museum gehört mit seiner Publikation „Der Harburger Binnenhafen“ dazu.

    Das Stadtmuseum Harburg/Helms-Museum und das Bezirksamt Harburg haben in der Publikation „Der Harburger Binnenhafen“ mehr als 30 Stationen zusammengestellt, die mittels anschaulicher und informativer Kurzportraits einen spannenden Blick auf 500 Jahre Harburger Hafengeschichte ermöglichen. Der kleine Begleiter auf dem Rundgang durch das Hafengebiet ist kompakt und lässt sich bequem in die Tasche stecken. Er erzählt die einzigartige Geschichte des Harburger Hafens und bietet die Möglichkeit, einen spannenden Gang durch einen fast „vergessenen Stadtteil“ zu unternehmen. Das Buch, das im Herbst 2016 erschienen ist, war nach kurzer Zeit an den Verkaufsstellen schon vergriffen und musste noch einmal in einer weiteren Auflage produziert werden.

    Für den Erfolg zeichnen gleich mehrere Akteure verantwortlich: Die beiden Herausgeber und Mitarbeiter des Stadtmuseums Harburg/Helms-Museum, Dr. Michael Merkel und Kay-Peter Suchowa, sowie die Gestalter des Buches, Lynn Grevenitz und Henning Tietz (Kulturkonsulat GbR, Hamburg). „Die Schriftmischung hat großen Anteil an der passenden Hafenatmosphäre. Als Auszeichnungschrift sind schmale, untersetzte Versalien in gleichbleibender Strichstärke gewählt. Das passt so schön, weil im Zeilenbild die tiefliegenden Querstriche einen Horizont markieren, über den sich die oblongen Schäfte der Lettern wie Masten erheben“, begründet die Jury ihre Entscheidung.

    Eine weitere Jury wählt aus den prämierten 25 schönsten Büchern nochmals einen einzigen Titel, der den mit 10.000 Euro dotierten „Preis der Stiftung Buchkunst“ erhält. Dieser wird im Herbst auf einer großen Preisverleihung im Rahmen der Frankfurter Buchmesse bekannt gegeben. Im Anschluss werden die prämierten Titel in Bibliotheken und auf Buchmessen im In- und Ausland sowie im Buchhandel präsentiert.

    Hintergrund-Informationen zum Buch Der Harburger Binnenhafen - Ein Spiegel Harburger Stadtgeschichte:

    Der Harburger Hafen war Jahrhunderte lang der Impulsgeber und Motor für die Entwicklung der Region. Aktuell steht dem Harburger Binnenhafen ein erneuter tiefgreifender Strukturwandel bevor, in dessen Folge sein Gesicht wieder grundlegend verändert wird. Höchste Zeit also, dass das Gebiet im Fokus der Harburger Geschichtsforschung steht und einen ganz besonderen Stellenwert bekommt. In der vorliegenden reich bebilderten Publikation haben die Autoren wichtige, neue Quellen erschlossen und bisher unveröffentlichtes Bild- und Kartenmaterial zugänglich gemacht. Kompakt und im handlichen Format wird die Entwicklung des Harburger Hafens von den Anfängen bis heute zu einer spannenden Zeitreise. Das Buch ist ein Gemeinschaftsprojekt, an dem viele engagierte Kulturfreunde Harburgs mitgewirkt haben und es ergänzt die schon 2015 erschienene gleichnamige Smartphone-App aufs Beste. Die App kann kostenlos im Store mit dem Stichwort „Binnenhafen“ heruntergeladen werden. Das Buch (ISBN: 978-3-931429-29-4) ist für 5 Euro im Museumsshop des Stadtmuseums Harburg/Helms-Museum erhältlich.

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