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Kultur

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  • Harburg. Am Donnerstag, 2. Februar 2017, feiert das neue Stück "Ritter, Dene, Voss" am Harburger Theater Premiere.

    Die ältere Schwester (Dene), eine Schauspielerin, hat alles aufs Gewissenhafteste durchgeplant. Das Essen ist vorbereitet, der Tisch gedeckt wie eh und je, es liegt ausreichend Papier bereit, damit der Bruder seine philosophischen Abhandlungen diktieren kann. Die jüngere Schwester (Ritter), ebenfalls Schauspielerin, liebt ihren Bruder über die Maßen. Sie ahnt: Dieses Mittagessen kann nur in einer Katastrophe enden.

    Thomas Bernhard hat mit „Ritter, Dene, Voss“, geschrieben für die Schauspieler Ilse Ritter, Kirsten Dene und Gert Voss, ein Kammerspiel verbotener Wünsche und scharfzüngigen Humors geschaffen. Virtuos hat er das Geschehen in einem Auf und Ab der Emotionen arrangiert: Verzweiflung geht in Verführung über, vermeintliche Ordnung in Wahnsinn. Eine Bernhardsche Untergangskomödie par excellence.

    In dieser Inszenierung sehen die Zuschauer in der Rolle des Voss Ludwig Markus Boysen, der an den Hamburger Kammerspielen mit u.a. „Mahler – Der Teufel tanzt mit mir“ und „Rot“ große Erfolge feiern konnte. Die beiden Schwestern werden von Imogen Kogge und Ulli Maier gespielt. Diese drei Schauspieler liefern sich einen wunderbaren, psychologischen Schlagabtausch à la Thomas Bernhard.

     Aufführungen

    Do, 02.02., 20 Uhr
    Fr 03.02, 20Uhr
    Sa 04.02., 20Uhr
    So 05.02., 15 Uhr
    Mi 08.02., 20 Uhr

  • Harburg. Am Samstag wurde der dritte Jugendkulturpreis der Harburger Bezirksversammlung im Stellwerk im Harburger Bahnhof verliehen zur Auszeichnung der künstlerischen Arbeiten von Kindern und Jugendlichen im Bezirk Harburg verliehen. Die Jugendlichen in den Altersgruppen von 6 bis 12 Jahren sowie 13 bis 18 Jahren waren aufgerufen, sich mit dem Thema Freundschaft zu künstlerisch auseinanderzusetzen– sowohl im Allgemeinen als auch mit Blick auf Social Media. Für ihre Arbeiten konnten sie dabei sowohl traditionelle Mittel wie Pinsel und Papier als auch elektronische Medien nutzen.

    Der Preis ist mit je 500 Euro für jede Altersgruppe dotiert und kann auf eine oder mehrere Arbeiten verteilt werden. Insgesamt haben sich mehr als 80 Kinder und Jugendliche mit 33 eingereichten Einzel- und Gruppenarbeiten beteiligt.

    Bei den 6 bis 12-jährigen kürte die Jury die Mini-Comic „Der traurige Steve" von Sam Dorndorf und Samuel Kodyo aus der Kunstgruppe Schwarzenberg zum Gewinner. Bei den Älteren war es der Song "Wie sieht es aus bei euch" der Produktionsschule.

    Ein Ehrenpreis wurde an die Schülerinnen und Schüler der Erstaufnahmeeinrichtung des DRK „Neuland 1" (Stammschule Maretstraße) für ein integratives Nikolausprojekt (Video und Collage) in der Tagespflege „Hamel" vergeben.

    Preisträgerinnen und Preisträger der Altersgruppe 6 – 12 Jahre:
    1. Mini-Comic „Der traurige Steve" von Sam Dorndorf und Samuel Kodyo (Kunstgruppe Schwarzenberg)
    2. Tonfiguren, Titel BFF (best friends forever) von Havin Yesar (FEG)
    3. Fotografische Bildergeschichten zu Freundschaft 2.0 (Klasse 7a Heisenberg Gymnasium)
    3. Malrausch Gruppe Kunstatelier „Freundschaft 2.0"
    4. Styrene-Druck „Moktor und Santino" von Moctar Toure (Schule Maretstraße G8)
    4. Styrene-Druck „Taha und Denis" von Halil Taha Sahin (Schule Maretstraße G8)

    Preisträgerinnen und Preisträger der Altersgruppe 13 – 18 Jahre
    1. Selbstgeschriebener Song „Wie sieht es aus bei euch?" (Produktionsschule)
    2. Gefilmte Interviews zu Freundschaft „Wir im Netzt" (Berufsbildungsbereich Elbewerkstätten, Nymphenweg)
    3. Leporello der Freundschaft von Larischa Burfeind
    4. Tinte auf Pappe Titel „Freundschaft 2.0" von Mia Philine Hartmann

  • Harburg Stadt & Land. In diesem Jahr steht der "Tag des offenen Denkmals" unter dem Motto "Macht und Pracht". Vom 8. bis 10. September sind in Harburg Stadt und Land viele Denkmäler geöffnet, teilweise auch mit einem extra Programm für den Tag.

    „Dieser Denkmaltag bietet die Gelegenheit, viele offene Denkmäler zu erkunden, die typische Hintergründe Hamburger Repräsentationsarchitektur verkörpern: Kaufmännisches Selbstbewusstsein, hanseatische Noblesse, Großzügigkeit und wirtschaftliche Potenz“, so Irina v. Jagow von der Stiftung Denkmalpflege Hamburg und Andreas Kellner (Denkmalpfleger der Freien und Hansestadt Hamburg) im Vorwort zur diesjährigen Hamburger Broschüre. „Vielfältig sind die architektonischen, städtebaulichen und gärtnerischen Ausdruckformen staatlicher Autorität, militärischer Macht, kirchlicher Würde, bürgerlichen Stolzes oder gesellschaftlicher Anerkennung. Jeder Ort und jede Zeit haben hierzu ihre eigenen Antworten entwickelt. Das Motto bietet auch Raum, Denkmäler zu zeigen und zu vermitteln, die ganz bewusst auf große Gesten verzichten“, so die beiden weiter.

    In Harburg gibt es zum Tag des Denkmals bieten die KulturWerkstatt Harburg zum Beispiel am Sonntag die Möglichkeit an, mit einem Barkassen-Shuttle zwischen Sandtorhöft/Kehrwiederspitze und dem Harburger Binnenhafen zu fahren oder auch den bekannten Portalkran am Lotsekai zu erkunden. Ein Besuch lohnt sich auch im Speicher am Kaufhauskanal, gleich um die Ecke in der Blohmstraße. Im ältesten Großspeicher Hamburgs gibt es am Sonntag Führungen. Ein Highlight ist in jedem Jahr die Windmühle Johanna im Wilhelmsburg. Dort können die Besucher sich die alte Mühlentechnik vorführen lassen und leckeres Brot und Mehl kaufen. Alle Aktionen in Hamburg mit ausführlicher sind hier zu finden.

    Im Landkreis Harburg lockt die Kunststätte Bossard in Jesteburg: Auf einem ca. 3 ha großen Heidegrundstück, mitten im Wald gelegen, von Johann Michael Bossard und seine Frau Jutta Bossard-Krull verwirklicht. Eine Stätte, an der die verschiedenen Künste Architektur, Bildhauerei, Malerei, Kunstgewerbe und Gartenkunst zu einer Einheit verschmelzen. In der Wassermühle Karoxbostel wird Korn zu Schrot gemahlen, die Sägerei sägt Stämme zu Brettern und im Lehmbackofen wird Brot gebacken. Alle Aktionen und ausführliche Beschreibungen aus dem Landkreis Harburg hier.

  • Harburg. Kultur, Laterne und Shoppen – am Sonntag, 4. November, findet der Harburger Kulturtag zusammen mit dem großen Laternenumzug ud dem verkaufsoffenen Sonntag statt (mehr dazu hier: Hamburgs größer Laternenumzug, Feuerwerk und Ladenöffnung.

    Zum einen können die Besucher von 12 bis 20 Uhr an fast 20 Orten Kunst und Kultur genießen. Mit dabei sind zum Beispiel das Archäologische Museum Hamburg – Stadtmuseum Harburg (AMH) mit seiner neuen Ausstellung „Margiana - Ein Königreich der Bronzezeit in Turkmenistan“ (Mehr dazu hier: Margiana: Sensationelle Ausstellung über eine neu entdeckte bronzezeitliche Hochkultur). Auch die Sammlung Falkenberg ist mit der Schau „As If“ von Ralf Ziervogel mit dabei. Ebenso die Fischhalle, die Technische Universität Hamburg-Harburg, 3falt in der Trinitatiskirche, der Kunstverein Harburger Bahnhof oder das Alles wird schön in Heimfeld.

    Es ist der nunmehr 15. Harburger Kulturtag, der von Prof. Dr. Rainer-Marias Weiss, Direktor des AMH, zusammen mit der damaligen Harburger Tageszeitung Harburger Anzeigen und Nachrichten ins Leben gerufen wurde. „Wir hoffen, dass es zusammen mit der Ladenöffnung ganz neue Impulse für den Kulturtag geben wird“, so Weiss. Allerdings: durch die Verlegung von Samstag auf Sonntag haben zwei altgediente Kulturtagsteilnehmer abgesagt: das Musikforum Trinitatis, da der Kulturtag am Sonntag nicht vereinbar mit dem Gottesdienst sei und die Bücherhalle, in deren Räumen gerade die Anne Frank Wanderausstellung „Lasst mich ich selbst sein“ zu sehen ist.

    Der Eintritt für den Harburger Kulturtag kostet einmalig 3 Euro und die „Eintrittskarte“, der Kulturtag-Pin, ist in den Ausstellungen vor Ort zu erhalten. Das ganze Programm ist hier: www.kulturtag-harburg.netsamurai.de/das-komplette-programm.

     

  • Harburg. Der Comic – seine Ursprünge liegen einige tausend Jahre in der Vergangenheit, seine moderne Form als Form der Unterhaltung entstand im 19 Jahrhundert. Anfänglich standen viele (Literatur-)Wissenschaftler den Comics kritisch gegenüber. Die Sprache verarme durch die vielfach unvollständigen Sätze und die Nutzung der Umgangssprache – so ihr Befund. Glücklicherweise hielt dies Zeichner und Leser nicht von den Comics ab und heute erfreuen sie sich nicht nur weiterhin großer Beliebtheit, sondern sind auch anerkannte Kunst. In der Kult-Serie „The Big Bang Theory“ gibt es sogar einen Ort, ein Paradies, für Comicfans: Stuarts Comicbuchladen, wo Sheldon, Leonard, Howard und Raj regelmäßig zu finden sind.

    Einen solchen Ort gibt es auch in Harburg: Den Comicladen von „Racing“-Rainer Ukat in der Neuen Straße. Dort betreibt der Comicliebhaber seit 2013 einen Shop für Comicliebhaber und –interessierten. Hier findet man sie: Die Superhelden aus den DC und Marvel Universen wie Batman, Superman, Spiderman, Die Fantastischen Vier, Hulk, Captain America, die X-Men, Green Lantern, aber auch viele Mangas und Graphic Novels.

    2018 10 11 comic kultur tag1Anlässlich seines fünfjährigen Bestehens folgt nun der nächste Schritt: Am 13. Oktober 2018 veranstaltet Ukat den ersten Harburger Comic Kultur Tag, eine Messe in der gegenüber seines Ladens liegenden ehemaligen Dreifaltigkeitskirche. „Die Bemühungen um die Neunutzung der ehemaligen Dreifaltigkeitskirche als Projekt ´3falt –Kunst, Kultur und Kreativität` gegenüber meines Comic-Ladens bieten da eine optimale Chance, da ich schon länger nach temporär zu nutzenden größeren Räumen suche und den Standort Harburg selbstredend bevorzugen würde. Und mein fünfjähriges Bestehen ist ein guter Aufhänger obendrein“, so Rainer Ukat.

    An diesem Tag werden von 10 bis 18 Uhr namenhafte Comiczeichner vor Ort sein, denen man bei der Arbeit zuschauen kann, die Hefte signieren werden und denen man bestimmt auch die ein oder andere Frage stellen kann. Dazu wird auf der Bühne live gezeichnet und es gibt interessante Vorträge zu hören. Der Eintritt soll beim Auftakt eher symbolischer Natur sein und nur einen Euro betragen. Dafür kann man sich aber sogar noch ein Gratis-Comic mitnehmen.

    Comiczeichner vor Ort:
    10:00 - 12:00 Kristina Gehrmann (Eisland, Der Dschungel)
    11:30 - 13:30 Arne Jysch (Wave and Smile, Der nasse Fisch)
    13:00 - 15:00 Daniel Haas (Solange ich Atme)
    14:30 - 16:30 Timo Wuerz (Ghost Realm, Black Metal..)

  • Harburg. Genau zwei Monate nach seinem Debüt in der Hamburger Elbphilharmonie gastiert mit Florian Heinisch ein ganz Großer am Klavier im Speicher am Kaufhauskanal. Mit seinem reinen Beethoven-Programm wirft er den Blick voraus auf das Beethoven-Jahr 2020, das nächstes Jahr rund um den Globus gefeiert wird.

    Florian Heinisch gilt als einer der vielversprechendsten jungen Pianisten Deutschlands: „Unglaubliches Potenzial“, „grandios und technisch brillant“ (Hamburger Abendblatt), „Unvergesslicher Abend“ (Süddeutsche Zeitung), „hochvirtuos und beeindruckend“ (Lübecker Nachrichten) war über seine Konzerte in der Presse zu lesen.

    Für sein Konzertdebüt im Speicher hat der junge Pianist, der für seine außergewöhnlichen Programmkonstellationen bekannt ist, kurz vor dem Jubiläums-Jahr ein reines Beethoven-Programm zusammengestellt. „Beethovens faszinierende Tonsprache ist nach wie vor sehr modern und aktuell - eine Sprache, die von allen Menschen verstanden wird.“

    Speicher-Manager Henry C. Brinker betont, dass der Bechstein-Flügel und die hervorragende Akustik des Konzertsaals im alten Dachwerk diese Musik besonders gut zur Geltung kommen lassen: „Das Temperament Beethovens, aber auch seine Fähigkeit, die dynamische Amplitude bis in die letzten Klangfeinheiten auszukosten, ist an diesem Abend auch für Laien erlebbar.“

    Der Eintritt für Kinder ist frei.

    Klaviersonate Nr. 9, op.14 Nr. 1
    Sechs Variationen über
    „Nel cor piu non mi sento“ WoO 70 Bagatellen op. 126
    Andante Favori WoO 57
    Klaviersonate Nr. 29 op. 106 (Hammerklavier)

    Biografisches

    Florian Heinisch, 1990 in Bachs Geburtsstadt Eisenach zur Welt gekommen, begann im Alter von fünf Jahren mit dem Klavierunterricht. Sein außergewöhnliches Talent hat der junge Pianist von seiner Großmutter Barbara Heinisch, die – damals eine Seltenheit – als Organistin tätig war.
    Florian Heinisch gilt als einer der vielversprechendsten jungen Pianisten Deutschlands: „Unglaubliches Potenzial“, „grandios und technisch brillant“ (Hamburger Abendblatt), „Unvergesslicher Abend“ (Süddeutsche Zeitung), „hochvirtuos und beeindruckend“ (Lübecker Nachrichten) war über seine Konzerte in der Presse zu lesen.
    Florian Heinisch konzipiert mit Vorliebe außergewöhnliche Konzertprogramme aus Werken des „klassischen Repertoires“ und Neuer Musik. Sein umfassendes Verständnis für Werke zeitgenössischer Komponisten vertiefte er 2005 bis 2009 durch Kompositionsunterricht bei Johannes Schlecht. Gern arbeitet Florian Heinisch eng mit den jeweiligen Komponisten bei der Entstehung ihrer Werke zusammen. So widmete ihm beispielsweise Sidney Corbett das Stück „Postscript“ auf seiner gleichnamigen CD. Diese intensive Zusammenarbeit beeinflusst nachhaltig die Interpretation traditioneller Werke: Aus der Sicht von Florian Heinisch gleicht das Klavierspiel eher einer Improvisation als der reinen Wiedergabe eines Notentextes, entgegen einer häufig verkürzten Art der Wahrnehmung gibt es für ihn keine absolute Interpretationswahrheit. Seine Herangehensweise bezieht sich auf die Perspektive des Komponisten.
    Große Aufmerksamkeit erspielte sich Florian Heinisch mit dem „Ungespielten Konzert“ (Konzept: Moritz von Bredow) in Gedenken an den „Wunderpianisten“ (Die Zeit) Karlrobert Kreiten, der 1943 vor seinem Konzert in Heidelberg von der Gestapo verhaftet und anschließend ermordet wurde. Das anspruchsvolle Programm mit Werken von Bach/Busoni, Mozart, Chopin, Beethoven und Liszt wird zukünftig auch europaweit aufgeführt, denn es ist Heinisch ein Anliegen, als Künstler gesellschaftliche Verantwortung wahrzunehmen. Zudem gastierte er 2016 mit dem irakischen Cellisten Karim Wasfi in der Deutschen Botschaft in Bagdad.
    Florian Heinisch ist Preisträger hochrangiger Wettbewerbe, u.a. des Internationalen Grotrian-Steinweg-Wettbewerbs Braunschweig und des Kleinen Schumann-Wettbewerbs sowie des Bachwettbewerbs Köthen. Er erhielt 2006 und 2009 ein Förderstipendium zur Unterstützung hochbegabter Kinder und Jugendlicher im Freistaat Thüringen und ist zurzeit Stipendiat bei der internationalen Stiftung The Keyboard Charitable Trust London und bei der Claussen-Simon-Stiftung Hamburg.
    Von 2010 bis 2014 studierte Florian Heinisch Klavier an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig bei Dietmar Nawroth und Gerald Fauth, anschließend bei Sontraud Speidel in Karlsruhe, wo er sein Studium mit dem Konzertexamen abgeschlossen hat. Meisterkurse bei renommierten Pianisten ergänzen seine Studien. Beeindruckt von seiner außergewöhnlichen Improvisationsfähigkeit studierte er auf dessen Einladung ein Jahr beim New Yorker Jazzpianisten Richard Beirach.
    Florian Heinisch wohnt seit kurzem in der Musikstadt Hamburg. Im Februar 2019 gab er sein Debütkonzert in der Elbphilharmonie.

     

  • Harburg. Der Lions-Club Hamburg-Harburger Altstadt führt am Dienstag, 27. Februar, sein nun bereits 9. Benefizkonzert mit dem Hamburger Ärzteorchester im Helmssaal des Harburger Helms-Museums durch. Das Konzert beginnt um 20 Uhr. Der Erlös aus dieser Veranstaltung kommt bedürftigen Kinder und deren Familien in Harburg zugute.

    Dabei legen der Lions-Club größten Wert darauf, dass diese Hilfe sehr direkt und ohne jede bürokratische Einschränkung erfolgt. Ermöglicht wird dies durch die selbstlos und mit viel Freude spielenden Musiker des Hamburger Ärzteorchesters und eine großzügige Anzahl von Spendern aus der Harburger Unternehmerschaft. Vor allem aber sind es die Konzertbesucher, die durch ihr Kommen das soziale Anliegen entscheidend unterstützen.

    Thilo Jaques, der Dirigent des Orchesters, hat auch dieses Mal ein attraktives Programm zusammengestellt. Es beginnt mit der Tondichtung Pau und Syrix (Opus 49) von Carl Nielsen, danach Les Nuits d'dete (Sommernächte) Lieder für Gesang und Orchester nach Gedichten von Theophile Gaultier (Opus 7), Villanelle-Le spectre de la rose - Sur les lagunes (lamento) - Absence - Au cimetiere (Clair de Lune) - L'ile inconnue, Solistin: Julia Barthe, Johannes Brahms, Sinfonie Nr. 2 D-Dur (Opus 73) in 4 Sätzen.

    Die Solistin Julia Barthe ist 1965 geboren, spielte früher in Orchestern Klavier und Violine, um sich danach dem Gesang zu widmen.Schon während ihres Gesangstudiums übernahm Julia Barthe Hauptrollen in einer Reihe von szenischen Produktionen. Schon bald aber galt ihre Vorliebe dem Lied- und Oratorienbereich. Seit vielen Jahren beschäftigt sie sich mit dem Liedgut des 19. und 20. Jahrhunderts. In den Hamburger Hauptkirchen und auch im norddeutschen Raum tritt Julia Barthe regelmäßig auf. Aber auch im europäischen Ausland ist sie bekannt. Mit ihrer Stimme berührt sie ihre Zuhörer auf besondere Weise mit Klarheit und Wärme.
    Karten für das Konzert sind zum Preis von 19,50 Euro im Vorverkauf an der Theaterkasse im Harburger Phoenix- Center, bei B&K an der Buxtehuder Straße und direkt im Harburger Helms-Museum erhältlich.

  • Harburg. Am 17. April erwartet die Besucher des Speichers am Kaufhauskanal in der Harburger Blohmstraße ein besonderer Leckerbissen: Als Gast begrüßt Speicher-Geschäftsführer Henry C. Brinker an diesem Abend Gast den Hamburger Schauspieler Bernhard Weber, der die Gedichte und Balladen des Franzosen François Villon aus dem 15. Jahrhundert den Werken von US-Autor Charles Bukowski rund 500 Jahre später gegenüber stellen. Ein besonderer, musikalisch begleiteter und nicht jugendfreier Abend, wie der Speicher ankündigt.

    Denn Villons Sprache war nicht die der upper class, sondern – und das zum ersten Male in der Geschichte der Literatur – die der Gauner und der Gasse, voll von Liebe und Hass, Armut und Tod, Laster und Ausschweifungen. Bekannt wurde Villon auch durch Klaus Kinski, der mit verruchter Stimme und wild stöhnend bekannte: „Ich bin so wild nach Deinem Erdbeermund.“

    Sein „Nachfolger“ ist Bukowski, der „Dirty Old Man“. Irgendwo zwischen der sinnlichen Zärtlichkeit eines Tramps und der überquellenden 2019 04 11 speicher1Wollust eines Don Juan, erzählt er von Säufern, Huren und vom Leben in der Randzone der Gesellschaft.

    Bernhard Weber und sein Sohn, der Gitarrist Matthias Weber, spiegeln die farbigen Facetten der beiden Dichtergrößen kongenial wider.

    Ein besonderes Schmankerl: Der Harburger Künstler Mentor "Toro" Ejupi, der vor Kurzem mit „in eXcess“ eine Ausstellung zu Charles Bukowski im Marktkauf Center hatte (besser-im-blick berichtete: In eXcess – Toro widmet sich dem Leben des Schriftstellers Charles Bukowski) gestaltet mit seinen Werken zu Bukowski das Bühnenbild für diesen Abend. Ich schätze seine Intelligenz und sein Talent sehr hoch“, so Toro, der sich im Vorwege intensiv mit dem US-Autor beschäftigt hatte. Als wiederkehrendes Motiv hat er sich die Figur eines Mannes mit Flasche ausgedacht, den „Old Man“, nach einem Buchtitel Bukowskis. Diesen Old Man, mit einer (Wein-? Bier-?)Flasche bewaffnet, findet der Betrachter in den Gemälden als Beobachter der jeweiligen Szenerie wieder. Charles Bukowski, so, wie er lebte: Als Bohemien, mit Alkoholexzessen und Frauengeschichten.

    Der Eintrittspreis beträgt 20 Euro an der Abendkasse, Tickets gibt es auch an allen Vorverkaufsstellen und bei Eventim.de. Los geht es um 20 Uhr.

  • Harburg. Am 9. November jährt sich die Reichspogromnacht. Am 9. November 1938 brannten die Nazis im gesamten Gebiet des Deutschen Reiches Synagogen und jüdische Einrichtungen nieder, drangsalierten Menschen jüdischen Glaubens, ermordeten und verhafteten sie. In Harburg geschah dies einen Tag später, am 10. November: Die Leichenhalle auf dem Jüdischen Friedhof auf dem Schwarzenberg ging in hellen Flammen auf, die Tür der Harburger Synagoge in der Eißendorfer Straße wurde gewaltsam aufgebrochen. Am nächsten Tag stand in der Harburger Tageszeitung, dass sich eine empörte Volksmenge spontan zusammengefunden hätte, um ihrer berechtigten Entrüstung über den feigen Anschlag eines Juden auf einen Mitarbeiter der deutschen Botschaft in Paris drastischen Ausdruck zu verleihen.

    Damit dies nie wieder geschehe, veranstaltet die Initiative Gedenken in Harburg seit vielen Jahren rund um den 10. November die Harburger Gedenktage, eine Reihe mit Veranstaltungen. Um aufzuklären, um zu erinnern.

    „Erinnern für die Zukunft“ ist in diesem Jahr das Motto. Und damit dieses Motto weit trägt, hat die Initiative die Gedenktage auf neue, breite Füße gestellt. „In den letzten Jahren gab es ein bestimmtes Thema und die Initiative hat alles allein gestaltet. Das schloss andere aus, die in diesem Bereich auch aktiv sind. Deshalb haben wir in diesem Jahr kein spezielles Thema gesetzt“, erklärt Klaus Barnick von der Initiative Gedenken in Harburg das neue Konzept.

    Das ganze Jahr über hat sich die Initiative um Partner gekümmert. Und das war von Erfolg gekrönt. So sind zum Beispiel das Alexander von Humboldt-Gymnasium und das Friedrich-Ebert-Gymnasium mit dabei, das Regionale Bildungs- und Beratungszentrum Harburg, der Verein welt*RAUM aus der Sauerkrautfabrik, die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes / Bund der AntifaschistInnen (VVN/BdA), die Bücherhalle, die Geschichtswerkstätten aus Harburg und Wilhelmsburg, die Kulturwerkstatt und einige mehr.

    Und es ist ein vielfältiges Programm, das in diesem Jahr auf die Beine gestellt wurde. Eine zentrale Veranstaltung bleibt dabei das Gedenken am 10. November. Um 17 Uhr ist Auftakt am Jüdischen Friedhof auf dem Schwarzenberg. Von dort geht es im Schweigemarsch in die Eißendorfer Straße / Ecke Knoopstraße. Dort steht das Portal der zerstörten Synagoge.

    Spannend dürfte die Veranstaltung zur Wehrmachtsausstellung am 23. November (18:30 Uhr im Friedrich-Ebert-Gymnasium) werden. Dort ist Hannes Heer vor Ort, um über die Auseinandersetzung rund um die eindrucksvolle Ausstellung zu berichten und mit den Gästen zu diskutieren. Viele Konservative und Rechtsextreme hatten die Ausstellung, die die Gräuel der Wehrmacht auf ihrem Vernichtungsfeldzug im Osten aufarbeitete, als „Nestbeschmutzung“ diffamiert, Fälschungsvorwürfe wurde erhoben, um die Ausstellung unglaubwürdig zu machen.

    Einen Tag vorher, am 22. November, lädt der Verein welt*RAUM zu einem brisanten Abend in die Sauerkrautfabrik ein. Unter dem Titel „Nazis aufs Maul – und dann?“ wollen die Veranstalter Wege der Intervention gegenüber Rechtsextremen aufzeigen und diskutieren. Was ist richtig- Outing, gesellschaftliche Ausgrenzung und Einschüchterungen? Hierzu wird ein Harburger Aussteiger aus der Neonaziszene von seinen Erfahrungen berichten

    Das ganze Programm der Gedenktage 2017 sind hier als PDF auf der Webpage der Initiative zu finden.Das ganze Programm der Gedenktage 2017 sind hier als PDF auf der Webpage der Initiative zu finden.

  • Harburg. Am 9. November jährte sich die Reichspogromnacht. Am 9. November 1938, vor 80 Jahren, brannten die Nazis im gesamten Gebiet des Deutschen Reiches Synagogen und jüdische Einrichtungen nieder, drangsalierten Menschen jüdischen Glaubens, ermordeten und verhafteten sie. In Harburg geschah dies einen Tag später, am 10. November: Die Leichenhalle auf dem Jüdischen Friedhof auf dem Schwarzenberg ging in hellen Flammen auf, die Tür der Harburger Synagoge in der Eißendorfer Straße wurde gewaltsam aufgebrochen. Am nächsten Tag stand in der Harburger Tageszeitung, dass sich eine empörte Volksmenge spontan zusammengefunden hätte, um ihrer berechtigten Entrüstung über den feigen Anschlag eines Juden auf einen Mitarbeiter der deutschen Botschaft in Paris drastischen Ausdruck zu verleihen.

    Damit dies nie wieder geschehe, veranstaltet die Initiative Gedenken in Harburg seit vielen Jahren am Samstag, 10. November zusammen mit der Bezirksversammlung Harburg eine öffentliche Gedenkkundgebung anlässlich des Jahrestages. Um aufzuklären, um zu erinnern.

    Um 17 Uhr geht es am jüdischen Friedhof auf dem Schwarzenberg los. Von dort geht es zum Synagogenmahnmal Knoopstraße/Ecke Eißendorfer Straße. Als RdnerInnen werden Klaus Barnick (Initiative Gedenken in Harburg), Birgit Rajski (Vors. Harburger Bezirksversammlung), Anne Arnholz (Pastorin der St. Pauluskirche Harburg) und Sophie Fredenhagen (Bezirksamtsleiterin Harburg) sprechen.

    Es gibt noch weitere Veranstaltung der Harburger Gedenktage, die jährlich rund um diesen Gedenktag stattfinden: Das ganze Programm der Gedenktage 2018 ist auf der Webpage der Initiative zu finden.

  • Harburg. Der Gitarrist und Singer/Songwriter David Beckingham, Mitbegründer der erfolgreichen kanadischen Indie Band HEY OCEAN! kommt nach einer Solo-Tour im vergangenen Jahr nun mit seinem Duo-Partner Michael Rosen für eine Reihe von exklusiven Konzerten zurück nach Europa und gastiert am Donnerstag, 18. Januar, im Harburger Kulturcafé Komm du in der Buxtehuder Straße 13. Im Gepäck hat er sein frisch veröffentlichtes Folk-Pop Album "Just When The Light".

    Am Freitag, 19. Januar, hält das südamerikanische Lebensgefühl Einzug im 'Komm du', wenn das Duo "Agua e Vinho" mit Gitarre und Balalaika ab 20 Uhr das Publikum verzaubern will. Die Balalaika in den Händen von Alexander Paperny beweist, dass sich dieses Instrument nicht nur in Russland, sondern auch in Lateinamerika bei Tango- und Samba-Rhythmen wohlfühlt. Zusammen mit dem Gitarristen Angel García Arnés widmet sich Paperny der brasilianisch-argentinischen Musik. Die Besucher dürfen sich auf exotische Musik und wilde Klänge mit dem Duo "Agua e Vinho" freuen.

    Noch bis April 2018 spielt sich die Puppenspielerin Maya Raue mit ihren selbst geschriebenen Geschichten rund um den Straßenhund Kollin Kläff in die Herzen ihrer Zuschauer im 'Komm du'. Am Samstag, 20. Januar, ab 12 und ab 15 Uhr lädt sie ein zu zwei weiteren Abenteuern mit Kollin und seinen Freunden. Gespielt werden die Geschichten "Kollin Kläff und die Glitzerschnecke" (12 Uhr) und "Kollin Kläff und der gestohlene Zauberstab" (15 Uhr).

    Und am Samstag Abend singt und spielt Miguel Wolf klassische sowie zeitgenössische argentinische Tangos und Milongas. Mit kleinen Geschichten führt er in das ganz spezielle Lebensgefühl dieser Musiktradition ein. Der in Chile geborene Deutsch-Argentinier präsentiert sein Programm auf eine Weise, die gleichzeitig berührt und erheitert.

    Einlass ist jeweils ab 18 Uhr. Platzreservierung per Telefon: 0 40/57 22 89 52 oder E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

  • Brackel. Der Harburger Chor Gospel Train, einst aus dem Mittelstufenchor der Goethe-Schule Harburg (GSH) hervorgegangen, hat schon Zuhörer in vielen deutschen und europäischen Städten erfreut. So bei der Bambi-Verleihung und kürzlich auch in Riga. Vor wenigen Monaten trat der Chor auch in der Bundeshauptstadt Berlin auf und wurde dort von Bundeskanzlerin Angela Merkel beglückwünscht. Heute abend ab 19 Uhr tritt das von Peter Schuldt gegründete Ensemble in Brackel auf. Geplant war ein Open-Air-Aufritt. Wenn aber das Wetter nicht mitspielt, findet das Konzert wohl eher im Gemeinschaftshaus statt.

    Veranstaltet wird das Konzert der Landeskirchlichen Gemeinschaft (LKG) Brackel als einer der Höhepunkte im Jahr des 50-jährigen LKG-Bestehens. LKG-Chef Wilfried Wiegel freut sich seit langem auf den heutigen Abend: "Mit diesem Top-Event in unserem Dorf bedanken wir uns auch für die langjährige und sehr gute Zusammenarbeit zwischen den Vereinen und mit der Gemeinde Brackel." Der Eintritt zum Konzert iist frei. Spenden indes sind willkommen. Das Konzert findet ohne Pause statt, weil anschließend dort noch ein Polterabend gefeiert wird. Beim Konzert wird mit Getränken, Würstchen, Eis und Süßigkeiten auch für das leibliche Wohl der Besucher gesorgt wird.

  • Harburg. Claus Günther liest aus „Heile, Heile, Hitler“.Eine literarische Geschichtsstunde mit hohem Erinnerungswert, ein Mahnmal gegen Hass und Gewalt. Der Autor: Hamburgs ältester Poetry Slammer und vor allem: Claus Günther ist in Harburg geboren und aufgewachsen! Seine Lesung wird musikalisch begleitet von Jürgen Waldow an der Gitarre. Der Eintritt ist frei!

    Los geht es am Montag, 1. April 2019, um 20 Uhr im Speicher am Kaufhauskanal in der Blohmstraße.

  • Moisburg. Zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 9. September, stehen in Moisburg die Türen zu drei historischen Gebäuden offen: Es gibt nachmittags Führungen durch die „Drei Moisburger Schätze“ Amtshaus, Kirche und Amtsmühle, dem heutigen Mühlenmuseum. Das Mühlenmuseum ist zum Tag des offenen Denkmals von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

    Zum Tag des offenen Denkmals gibt es von 13 bis 16 Uhr stündlich Führungen durch die historische Mühle, zur bewegten Geschichte der alten Feldsteinkirche und zum Amtshaus. Besucher erfahren dessen ursprüngliche Situation: Es wurde 1711 erbaut und auch „Moisburger Schloss“ genannt, denn ursprünglich gehörten Seitenflügel und ein großer Garten zum Gebäude dazu. Der Ort Moisburg blickt auf eine lange Geschichte zurück: Um 1242 wurden Dorf und Kirche erstmals erwähnt, im 14. Jahrhundert die Wassermühle.

    Im Mühlenmuseum erfahren Besucher, wie die Müllerfamilie in den 1930er-Jahren im alten Fachwerkgebäude lebte. Von 14 bis 17 Uhr führt der Müller vor, wie bis heute in der Wassermühle Roggen zu Schrot und Mehl gemahlen wird, und erklärt die alte Technik. Kinder können Getreide mahlen und die Mühle mit Rallyebögen entdecken.

    Aus dem Roggenschrot und -mehl der Mühle backt die lokale Bäckerei das Amtsmühlenbrot, das vor Ort verkauft wird. Das Mühlencafé bietet das Brot auch mit frischem Schmalz an. Außerdem gibt es als Spezialität die Mühlentorte aus Buchweizenmehl und eine große Kuchenauswahl.

    Das Amt Moisburg war Jahrhunderte lang Zentrum regen Handels. Im Mittelpunkt lag das Amtshaus als Innovationszentrum und Wirtschaftshof. Die beeindruckende Wirtschaftskraft des Amts zeigt sich unter anderem im großen Amtshaus und seinen zugehörigen Gebäuden: Amtswassermühle (heute Mühlenmuseum), drei Papiermühlen, Brennerei, Brauerei und Vorwerk. Ein Grund für den Wohlstand war, dass die Moisburger Wassermühle eine Zwangs- bzw. Bannmühle war: Alle Bauern des Amtes mussten ihr Korn dort mahlen lassen.

     

  • Harburg. Das Duckface – bis vor rund zwei Jahren durfte es auf keinem Partybild fehlen. Kaum ein Foto, auf dem nicht irgendjemand ein Duckface oder in Deutsch: eine Schnute zog. Nun hat das Duckface Einzug ins Museum gehalten. Aber nicht Partyfotos sind es, die das Archäologische Museum Hamburg (AMH) in der neuen Ausstellung „DOCKUMENTA - MomEnte der Weltgeschichte“ präsentiert, auch wenn der ein oder andere Museumsmitarbeiter dies vormacht.

    Auch vor Goethe macht dr. Michael Merkel nicht halt. | Foto: Niels Kreller
    Auch vor Goethe macht Dr. Michael Merkel nicht halt. | Foto: Niels Kreller

    Gezeigt wird, so die Story zur Ausstellung, eine noch völlig unbekannte Kultur, ein gänzlich unentdecktes Entenuniversum, das sich parallel von den Menschen entwickelt habe. Anhand bekannter Werke von der Höhlenmalerei über „Duckfretete“ und einem entenschnabeligen Luther (ist im Entenuniversum auch gerade 500 Jahre Reformation?) bis hin zur Mondlandung zeigt die Ausstellung die Kulturgeschichte der Menschheit, bitte um Entschuldigung: der Entenheit, witzig, lebendig und informativ auf.

    Extra für die Ausstellung in Harburg wurden von der Berliner Künstlergruppe interDuck auch neue Exponate gefertigt. So zum Beispiel bekommt Hamburgs Gründungsvater Bischof Ansgar seinen Gefährten Rimduck an die Seite gestellt, das Entenuniversums-Pendant zu Ansgars Nachfolger und Chronisten Rimbert.

    Darf so etwas denn in ein Museum?

    Ist das eine Ausstellung, die in ein Museum gehört, mag da der ein oder andere fragen. Durchaus: Es erinnert schon an die Comics aus Entenhausen. Aber während bei den Disney-Comics die Gemälde der Klassiker voll und ganz in dem Entenhausener Universum einverleibt werden, so sind es hier die kleinen Feinheiten, mit denen der Entenschnabel oftmals in das ansonsten unveränderte Gemälde eingearbeitet wird. So, als ob es wirklich diese Parallelwelt gäbe, die ansonsten der unsrigen und unserer Geschichte gleich ist.

    Zwar ist der amüsante Gedanke des Entenschabels aufgrund der Vielzahl der Exponate vielleicht etwas zu sehr ausgereizt. Ein Besuch der Ausstellung lohnt sich auf jeden Fall für einen amüsanten Streifzug durch die Menschheitsgeschichte. Es ist ja auch nicht das erste Mal, dass das AMH ungewöhnliche Wege der Wissensvermittlung beschreitet. Schließlich war die bisher erfolgreichste Ausstellung in der Geschichte des Museum war von ein paar Jahren die Lego-Ausstellung.

    Vielfältiges Programm rund um die Ausstellung

    Die Ausstellung „DOCKUMENTA - MomEnte der Weltgeschichte“ läuft noch bis zum 4. Februar 2018. Dazu gibt es wieder ein breites Veranstaltungsprogramm für Groß und Klein. So den Workshop „Duck it yourself für Kids, in dem die Kinder ein Entenselbstportrait gestalten oder für die Erwachsenen der Vortrag „Vom Ursprung der Kunst im Universum der Enten“ mit Entenforscher Hartmut Holzapfel über den Kosmos rund um Donald Duck.

  • Harburg. Es ist der krönende Abschluss der Lutherjahr-Reihe im Speicher am Kaufhauskanal: Am Sonntag, 29. Oktober 2017, kommt um 11 Uhr derSchauspieler Rolf Becker in den Binnenhafen. Zwei Tage, bevor sich zum 500. Mal der Anschlag der 95 Thesen Martin Luthers an die Kirche in Wittenberg und damit der Beginn der Reformation jährt, liest Becker Martin Luther in seinen Originaltexten und stellt den Reformator als wortgewaltigen Revolutionär vor, musikalisch begleitet wird er von dem bekannten Percussionisten Stefan Weinzierl.

    Wer war dieser Martin Luther, der vor 500 Jahren die Welt veränderte? War er ein Rebell, der 1521 dem Reichstag zu Worms auf die Aufforderung zu widerrufen trotzig entgegengeschleudert haben soll: „Hier stehe ich und kann nicht anders. Gott helfe mir, Amen!“? Mit seinem Wirken leitete er die Zersplitterung der Kirche, deren Einheit er eigentlich bewahren wollte, und die Ausbildung mehrerer christlicher Konfessionen ein.

    Er rief die „Freiheit des Christenmenschen“ aus: Ein Christ sei „ein Herr über alle Dinge und niemandem untertan.“ Und dennoch forderte Luther mit zum Schluss mit drastischen Worten die Niederschlagung der aufständischen Bauern, die sich in ihrem Freiheitskampf auf genau diese Freiheit eines Christenmenschen bezogen hatten.

    Man kann sich auf einen spannenden und auch erkenntnisreichen Abend freuen. Denn Rolf Becker ist einer, der seine Zuschauer und –hörer in seinen Bann schlägt. Einer, der es versteht, den Texten seiner Lesungen eine (Be-)Deutung zu geben und sie den Zuhörern zum Nachdenken, interpretieren und weiterentwickeln anhand zu geben.

    Es dürfte kaum einen Besseren als ihn dafür geben, die Schriften der widersprüchlichen Person Martin Luther den Zuhörern, auch in ihrer Aktualität, nahe zu bringen. Schon lange bringt sich Becker mit kritischen Lesungen in aktuelle Diskussionen ein. Sei es mit „Dichter unbekannt“, deren Textfolge er mit Claus Bremer zusammen erstellte und mit der er sich Anfang der 1970er Jahre in den Namensstreit um die Universität Düsseldorf (heute Heinrich-Heine-Universität) einmischte („Dichter unbekannt“ schrieben die Nazis aufgrund seiner jüdischen Herkunft unter die Gedichte Heines). Oder mit seiner Lesung der Texte des vom Pinochet-Regime ermordeten chilenischen Dichters Pablo Neruda im Rahmen der Aufführung des „Canto General“ von Mikis Theodorakis.

    Auch wenn Luthers Texte rund ein halbes Jahrtausend „alt“ sind du im Kontext ihrer Zeit gesehen werden müssen, so haben sie doch Bedeutung für die demokratischen Werte des Europa von heute: Freiheit, Gleichheit, Gewissen, Toleranz, Trennung von Staat und Religion. Das alles sind Leitideen, die in der Reformationszeit ihre Wurzeln haben.

    Speicher-Chef Henry C. Brinker freut sich: „Damit findet eine hochklassige Veranstaltungsreihe zum Luther-Jahr ihren glanzvollen Abschluss. Der Dank gilt vor allem Familie Lengemann, die die Events großzügig unterstützt hat.“

    Es gibt noch Tickets an allen Vorverkaufsstellen, der Konzertkasse Gerdes und an der Tageskasse.Das entsprechende Hörbuch „Freiheit, Gnade, Mensch“ ist gerade im Silberfuchs-Verlag erschienen.

  • Harburg. 112 Kirchen in Hamburg und Umgebung, einige davon auch in Harburg und im Süderelbegebiet, laden für Sonnabend, 16. September, von 19 Uhr bis Mitternacht zum gemeinsamen Kulturfest ein. Bereits zum 14. Mal öffnen sich in der Nacht der Kirchen hamburgweit die Portale und bieten den über 70.000 erwarteten Besuchern ein buntes Programm, das in 576 Veranstaltungen 736 Stunden umfasst. Das diesjährige Motto heißt „Glück“.

    Dieses Leitthema in all seinen Facetten spiegelt sich auf dem größten ökumenischen Fest des Nordens in einem farbenfrohen Programm unterschiedlichster Angebote: Liebhaber von Jazz, Film, moderner oder klassischer Musik kommen ebenso zu Genuss wie Freunde von Comedy, Literatur, Theater oder historischen Führungen. Auch wer ein Gespräch, ein gemeinsames Gebet oder Meditation sucht, einen Blick von Kirchtürmen genießen oder bauliche Kirchen-Schmuckstücke entdecken will, wird fündig.

    Moderator Daniel Kaiser erwartet zur Eröffnung auf der NDR-Bühne in der Spitalerstraße/Kurze Mühren Bischöfin Kirsten Fehrs, Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank, Erzbischof Dr. Stefan Heße, Hauptpastorin und Pröpstin Dr. Ulrike Murmann und den Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Hamburg, Pastor Uwe Onnen. Das musikalische Rahmenprogramm bietet vor allem Gospel und Pop.

    Das komplette Programm ist unter www.ndkh.de zu sehen. Mit der Suchfunktion finden sich die Programme der Kirchengemeinden, die Veranstaltungsorte sind nach Stadtteilen geordnet, die Veranstaltungen nach Kategorien. Auf der Homepage kann auch die App „Kirchennacht“ für unterwegs heruntergeladen werden.

  • Harburg/Hamburg. Wohl niemals zuvor in der langen Geschichte der Hamburgischen Staatsoper hat es so viele junge Zuschauer in den altehrwürdigen Räumen am Hamburger Gänsemarkt wie bei dieser Premiere gegeben. Die moderne Zauberflöten-Inszenierung, die den Titel „Erzittre, feiger Bösewicht!“ trägt, kam bei Alt und Jung nahezu gleichermaßen gut an und wurde mit viel Beifall belohnt - sowohl mit häufigem Szenenapplaus als auch mit langem und herzlichem Schlussbeifall.

    Eine der vielen jüngeren Besucherinnen meinte nach dem letzten Vorhang: "Eigentlich mag ich Oper nicht besonders - aber dies hier ist total cool." Gospeltrain-Chorleiter Peter Schuldt hatte der gestrigen Premiere schon seit Wochen entgegengefiebert. Immerhin standen gestern und werden auch in den kommenden Aufführungen gleich elf Schülerinnen und Schüler aus Harburg auf der "großen Bühne" stehen - Mitglieder des Projekts "Young ClassX".

    Mit dabei waren und sind von der Goethe-Schule Harburg (GSH) Fabiola Agbolo, Daniel Backmeier, Chirara Innamorato, Björn Meyer, Finn Reddmann, Louisa Schuldt und Anna-Lena Tutlys. Sie sind allesamt Mitglieder des Chores Gospeltrain. Außerdem wirken in der Inszenierung Mitglieder des Oberstufenchors der Stadtteilschule Süderelbe unter der Leitung von Bettina Schuldt mit. Das sind Soraya Abdalla, Denis Halisdemir, Melanie Ohms und Erika Rupps.

    Gospeltrain-Chorleiter Peter Schuldt war von der Premiere ebenso begeistert wie das Gros des Premieren-Publikums: "Besonders spannend ist, dass alles vom Chef Kent Nagano selber geleitet wird und der Generalintendant George Delnon die Regie übernommen hat. Es ist eine ganz schrille jugendliche Inszenierung, die es wirklich verdient hat, an jedem Abend ausverkauft zu sein."

    Nach der Premiere an der Staatsoper gibt es bis zum 5. Mai noch weitere Aufführungen an der Staatsoper und an anderen Orten in Hamburg, wie etwa dem Veranstaltunggszentrum "Fabrik" in Altona. Die Premierenvorstellung war ja schon

  • Harburg. Zum Neujahrs-Sonderkonzert im Speicher am Kaufhauskanal am Samstag, 20. Januar 2018, lädt die Harburger Kultur-Location zu einer besonderen Schubertiade. So heissen seit Schuberts Lebzeiten Aufführungen seiner romantischen Musik. Speicher-Chef Henry C. Brinker: „ Es ist kein Zufall, dass die exquisite Camerata bei ihrem jüngsten Konzert in der Elbphilharmonie von Kritk und Publikum besonders gefeiert wurde. Im Speicher liegt der besondere Reiz darin, dass das Publikum ganz nah bei den Musikern sitzt. Diese Unmittelbarkeit ist ein großes Plus bei kammermusikalischen Aufführungen in unserem akustisch hervorragenden Speicher am Kaufhauskanal. Hier kann man Schubert in einem Gebäude aus der Schubert-Zeit hören!“

     Durchzogen von Licht und Schatten, Heiterkeit und Melancholie geben die ausgewählten Kammermusikwerke und Lieder tiefe Einblicke in das wechselvolle Leben des schon mit 31 Jahren verstorbenen Komponisten Franz Schubert. Die Musiker der Hamburger Camerata möchten versuchen ,gemeinsam mit dem Publikum den Zauber der Schubertschen Musik zu ergründen. Die Solocellistin der Hamburger Camerata Hila Karni wird die berühmte Arpeggione Sonate spielen,die renommierte Sopranistin Julia Borchert ausgewählte Lieder (Schubert schrieb weit über 600 Lieder) singen und das Streichquartett der Hamburger Camerata das selten zu hörende g Moll Quartett D 173 aufführen .

    Das Konzert beginnt am um 17 Uhr. Tickets gibt es zu 19 Euro an der Abendkasse, Kinder und Jugendliche haben freien Eintritt!

  • Heimfeld. "Hamburgs Süden swingt" heißt es am Freitag, 7. April (Beginn 19:30 Uhr, Einlass ab 18:30 Uhr), in der Heimfelder Friedrich-Ebert-Halle. Dann gibt es eine dritte Auflage des 2015 gestarteten Bigband-Begegnungskonzerts. In diesem Jahr wartet die beliebte Veranstaltung mit einem besonderen Höhepunkt auf: Die renommierte Bigband der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH), SwingING. ist mit dabei.

    In dem erstklassig besetzten Orchester spielen viele weit über Hamburgs Grenzen hinaus bekannte Solisten mit. Dazu gehört der schwedische Startrompeter Lennart Axelsson, der viele Jahre lang in der NDR-Bigband und im James-Last-Orchester musizierte. Die Bigband der TUHH, SwingING., unter der Leitung von Gero Weiland aus Marmstorf wird das Begegnungskonzert auf höchstes Niveau bringen. Erst vor wenigen Woche hatten die TU-Musiker bei ihrem Jubiläumskonzert an gleicher Stelle mehr als 1000 Zuschauer begeistert. Im Konzert "Hamburgs Süden swingt" spielen die TU-Musiker folgende Titel: "Perdido", "In The Mood", "I'm Beginning To See The Light", "I’ve Got You Under My Skin", "Groovin' Hard" und "They Can't Take That Away From Me".

    Als Gastgeber wird das Konzert durch die preisgekrönte Schul-Bigband des Friedrich-Ebert-Gymnasiums eröffnet. Unter der Leitung von Christoph Posselt erspielte sich die Band unter anderem beim Wettbewerb „Jugend jazzt“ einen ersten Preis.

    Die vor fast fünf Jahrzehnten am Gymnasium Süderelbe gegründete Bigband Sidewinder, in der ambitionierte Hobbymusiker gemeinsam mit Nachwuchsmusikern spielen, wird unter der Leitung von Frank Meiller die große Spannbreite ihres Repertoires aus bekannten Swing-Titeln und modernen Arrangements präsentieren. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

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