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Leichtathletik

Leichtathletik

  • Hausbruch-Neugraben. Die Leichtathleten der Hausbruch-Neugrabener Turnerschaft (HNT) waren am vergangenen Wochenende bei den Hamburger Meisterschaften zwischenzeitlich wirklich nicht zu beneiden. Bei teilweise starkem Dauerregen standen sie geduldig, nur mit leichtem Trikot und Sprinterhose bekleidet, am Start undwarteten auf das Kommando des Kampfrichters: "Auf die Plätze".

    Beim Hochsprung war es ein weniger schönes Vergnügen, sich auf den Sprung zu konzentrieren, um dann in einer vom Regen getränkten Matte zu landen - vergleichbar mit einem nassen Schwamm. Beim Werfen rutschten die Athleten durch den Kugel- oder Diskusring, in dem viel Wasser störte. Kurz: Irgendwann im Laufe des zweitägigen Wettkampfs wurde jeder mal klitschnass. Trotz dieser widrigen Bedingungen und getreu dem Motto “Wir können Regen“ ist es umso stärker einzuschätzen, wie viele Podestplatzierungen und neue persönliche Bestleistungen erreicht wurden und sich die Jungen und Mädchen U16 in sehr guter Form präsentierten.

    Die stolze Bilanz: 21 Medaillen, davon 11 x Gold, 7 x Silber und 3 x Bronze. Eifrigste Medaillensammlerinnen waren Renée Nitsch (W15) mit fünf und Merle Stangenberg (W14) mit drei Medaillen. Renée gewann das Diskuswerfen (30,72 m), das Kugelstoßen (10,74 m) und den 100-Meter-Sprint (13,22 sec.). Außerdem gab es Silber im 80-Meter-Hürdensprint (12,71 sec.) und Bronze mit der 4 x 100-Meter-Staffel. Merle gewann auch das Diskuswerfen (24,28 m), das Kugelstoßen (10,24 m) und den Hochsprung (1,38 m).

    Zwei Titel und einmal Silber holte sich Leon Hausmann (M14). Gold gab es im Hoch- und Weitsprung. Mit beachtlichen 5,88 m im Weitsprung steht er nun kurz vor der Sechs-Meter-Marke, die er selbst als nächstes Ziel ausruft. Silber bekam er für den zweiten Platz im 100-Meter-Lauf bei der Siegerehrung umgehängt (12,10 sec.). Jonathan Neukamm (M15) holte sich Gold beim Hochsprung (1,72 m) und gemeinsam mit Vereinskamerad Tjarko Barda (ebenfalls M15), da zeitgleich im Ziel, den Titel im 80-Meter-Hürdensprint (11,96 sec.) „Alle Leistungen waren super und die vielen neuen persönlichen Bestleistungen freuen mich ganz besonders für die Athleten, die sich durch den Trainingsfleiß nun selber belohnt haben“,
    sagt U16-Trainer Daniel Neidhold. Den größten Leistungssprung machte Helena Madlo (W15) im Speerwurf. Mit einer Steigerung von mehr als fünf Meter gewann sie mit respektablen 39,29 m überlegen den Titel. Es darf gespannt abgewartet werden, wie weit es mit dem 500 g schweren Gerät in Zukunft nochhinausgehen wird.

    Nächster Höhepunkt sind die Deutschen Meisterschaften der U16 in Bremen. Hier werden Tjarko Barda, der noch Bronze im Hochsprung holte,
    Julian Leroux (M15, holte zwei Vizemeistertitel über 300 m und im Hochsprung) sowie Marcel Schlage (M15, ebenfalls zwei Vizemeistertitel im Weitsprung und 100 m), gemeinsam mit zwei weiteren Vereinskameraden mit einer 4 x 100m Staffel an den Start gehen.

    Weitere Ergebnisse im Überblick: Renée Nitsch (W15, 4. Platz Weitsprung, 4,90 m); Maja Bott (W14, 3. Platz 100m, 14,03 sec.); Merle Stangenberg (W14, 4. Platz Speer, 24,78 m); Alina Neumann (W15, 3. Platz Weitsprung, 4,93 m; 5. Platz 100 m, 13,54sec.); Caroline Witte (W15, 4. Platz Kugel, 9,; 7. Platz Weitsprung 4,76m); Kea Stieglitz (U20, 4. Platz Speer, 34,52 m); Mushiya Kozongo (U20, 8. Platz Diskus, 26,01 m; 2. Platz Kugel, 10,19 m)

  • Hausbruch-Neugraben/Hamburg. Bei leider unbeständigem und windigem Wetter fanden sich zehn Athletinnen und Athleten der Hausbruch-Neugrabener Turnerschaft (HNT) Hamburg Leichtathletik, aus den Jahrgängen 2005 – 2007, zum "Zehntel" rund um die Hamburger Messehallen ein. Das Zehntel findet alljährlich im Rahmen des Hamburg Marathons statt und umfasst eine Strecke von 4,2195 km, der sich Schülerinnen und Schülern über Hamburgs Grenzen hinaus mit großer Freude stellen.

    Die jüngsten Teilnehmer der weiterführenden Schulen (Jungen und Mädchen des Jahrgangs 2006) mussten im letzten Block des 3500 Schüler umfassenden Teilnehmerfelds starten und so das Feld
    von hinten aufrollen. Besonders erfolgreich gelang dies Finnja Frommann in ihrer Altersklasse W11. Sie ließ als Siegerin alle 209 Konkurrentinnen hinter sich und lief dabei eine Zeit von 18:44 Minuten.
    Ebenfalls unter die besten zehn Läufer mischte sich ihr Vereinskamerad Justin Hajduk. Er kam in der Altersklasse M11 nach 18:13 Minuten, als Siebter von 261 Jungen, ins Ziel.

    Daniel Neidhold, Sportlicher Leiter der HNT-Leichtathletik und Trainer U 16: "Das HNT-Team hatte viel Spaß bei dieser besonderen "Zehntel"-Veranstaltung, die insgesamt 9000 Schülerinnen und Schüler an den Start lockte."

  • Fischbek. Gleich drei Mannschaften der Stadtteilschule Fischbek-Falkenberg werden die Hansestadt Hamburg beim großen Bundesfinale von Jugend trainiert für Olympia (JtfO) in Berlin in der Leichtathletik vertreten. In der Bundeshauptstadt werden sie vom 22. bis 26. September auf die jeweils besten 15 Schulteams der einzelnen Bundesländer treffen.

    Beim Hamburger Landesfinale auf der Jahnkampfbahn zeigten die beiden Teams der WK II (Jahrgänge 2002 – 2005) ihre Dominanz. Bei den Jungen siegte die FiFa-Athleten mit 7810 Punkten deutlich vor dem Gymnasium Hochrad (7343 Punkte). Bei den Mädchen reichten 6473 Punkte ebenfalls zur erfolgreichen Titelverteidigung. „Der Erfolg war fest eingeplant und auch niemals ernsthaft in Gefahr“, sagte Trainer Marcus Jung.

    Garanten für den Erfolg waren unter anderem der Hochspringer Jonathan Neukamm (1,84 Meter) sowie Speerwerfer Luca Pape (38,52 Meter). Ihnen gelang ebenso wie 100-Meter-Sprinter Leon Hausmann (11,77 Sekunden) die Tagesbestleistung.

    Deutlich enger ging es dagegen bei den Mädchen der WK III (Jahrgänge 2004 – 2007) zu. Zwischenzeitlich lagen die FiFA-Mädels im Feld der sieben Mannschaften noch auf dem Bronzerang. Doch die abschließende 4x75-Meter-Staffel wirbelte das Teilnehmerfeld nach sechs absolvierten Disziplinen in dem Mannschaftswettkampf noch einmal kräftig durcheinander. Ina Hansen, Melissa Ofosua, Angeline Fischer und Stella Petrich ließen keinen Zweifel daran, dass sie die Fahrkarte nach Berlin lösen wollten. Angefeuert von ihren Teamkolleginnen übernahm das Quartett sofort die Führung. Doch nur der Sieg reichte nicht. Sechs Zehntelsekunden mussten die vier auf die bis dahin führende Staffel der Heinrich- Hertz-Schule herauslaufen. Am Ende reichten 40,00 Sekunden, um buchstäblich auf den letzten Metern Gold (6566 Punkte) zu gewinnen.

    Bitter: Für die Läuferinnen der Heinrich-Hertz-Schule blieb am Ende nur Bronze. Sie wurden auch noch vom Walddörfer-Gymnasium abgefangen. Das aber war den FiFa-Leichtathleten zu diesem Zeitpunkt egal. Sie hatten gewonnen und dürfen sich nun zusammen mit ihren älteren Trainingskammeraden auf das große Bundesfinale in der Hauptstadt freuen.

  • Brackel. Generationswechsel bei den Leichtathleten des MTV Brackel: Andreas Mallow, der neue Leiter der Abteilung, verabschiedete im Rahmen einer Zusammenkunft im MTV-Klubhaus bei kühlen Getränken und leckerem Essen seinen langjährigen Vorgänger Rolf Tefke, der als jetzt 73-Jähriger nun ein wenig kürzer treten will. Das Amt des Sportabzeichen-Prüfers allerdings will er weiter ausüben. Andreas Mallow dankte seinem Vorgänger für dessen jahreslanges ehrenamtliches Engagement und bezeichnete seinen Vorgänger als stets zuverlässig und außerordentlich pflichtbewusst. "Rolf Tefke ist für mich ein Vorbild."

    Der in Stelle aufgewachsene Rolf Tefke war schon früh sehr sportlich. Er kickte unter anderem beim MTV Winsen, nahm an Cross- und Volksläufen in Amelinghausen, Reppenstedt, Jesteburg und vielen anderen Orten teil und erfüllte in knapp vier Jahrzehnten Jahr für Jahr die Bedingungen für das Deutsche Sportabzeichen - in Bronze, Silber und Gold. Seit Jahrzehnten fungierte der Vater von zwei Kindern (Stefan, 50, und Florian, 45) und Großvater von vier Enkeln zudem als Sportabzeichen-Abnehmer beim MTV Brackel. Mit seiner Frau Erika ist der gelernte Klempner und Installateur schon seit mehr als einem halben Jahrhundert verheiratet.

    Ebenfalls ein Vielfachtäter im Bereich Sportabzeichen beim MTV Brackel ist Heinz Timmann. Der inzwischen 81-Jährige hat 41-mal in Folge die Bedingungen des Sportabzeichens erfüllt. Dafür nahm Timmann die Glückwünsche seiner Vereinskameraden und des neuen Abteilungsleiters Andreas Mallow entgegen. Der neue MTV-Leichtathletik-Chef, der in einem niedersächsischen Ort zwischen Bremen und Bremerhaven aufgewachsen ist und dort dem Hagener Sportverein (kleiner HSV) angehörte, ehe er in Brackel seine zweite Heimat fand, ist ebenfalls ein sportliches Vorbild: Außer Leichtathletik und Sportabzeichen spielte oder spielt der Schornsteinfeger-Meister Tischtennis, Faustball, Badminton, Tennis und Boule und ist zudem ein passabler Bogenschütze.

    Seine Familie ist ebenfalls sehr aktiv. Die Töchter Alrun (21) und Amrei (20) gehören der MTV-Leichtathletik-Abteilung (etwas mehr als 20 Aktive) ebenso an wie Mallows Ehefrau Wiebke, die zudem als Übungsleiterin Turnen im MTV tätig ist und außerdem auch Sportgruppen in Ramelsloh und Marxen leitet.

  • Neu Wulmstorf. Nach langen Vorbereitungen des Heidelauf-Teams, bestehend aus Mitgliedern der Neu WulmstorferLutherkirche, des Vereins Heidesiedlung, des Jugendzentrums, der SPD und der Neu Wulmstorfer DLRG-Gruppe, startete der mittlerweile 16. Heidelauf mit Heideflairfest im Freibad Neu Wulmstorf.

    „Wir freuen uns natürlich, dass das Bad trotz anfänglicher Diskussionen in diesem Sommer nun doch seine Tore öffnete. Eine politische Mehrheit hat die Weichen dafür gestellt, dass Bäder in Neu Wulmstorf eine gesellschaftliche Aufgabe bleiben“, freuen sich die Organisatoren der ersten Stunde, Matthias Groth (DLRG) und Tobias Handtke (SPD).

    Das Wetter spielte mit - und so nahmen wieder viele kleine und große Läufer und Walker an den Laufwettbewerben teil. Das Bad war von Badegästen gut besucht und auch auf der Veranstaltungswiese herrschte reger Betrieb. So konnten die Gäste bei selbstgebackenem Kuchen, Grillgut, Burgern und Getränken reichlich schlemmen. Die Kinder hatten bei vielen abwechslungsreichen Spielen, Schminken und Aktionen viele Angebote. Die „Kirchenbude“ sorgte zusätzlich für die Einzigartigkeit dieser besonderen Atmosphäre.

    Besonderer Renner war in diesem Jahr Segensarmbänder. Sämtliche Materialien für Groß und Klein waren am Ende vergriffen. „Wir erfinden die Kirche nicht neu, aber wir bringen sie dahin, wo sie Menschen überrascht und nahbar ist“, sagte Pastor Florian Schneider. Mit 150 Kindern wurde ein neuer Teilnehmerrekord geknackt. "Noch nie wurden für die Kinderläufe so viele Startnummern beim SPD-Pavillon herausgegeben", freut sich Imke Kunath (SPD) vom Anmeldeteam.

    Alle Kinder durften sich nicht nur als Sieger fühlen, sondern wurden auch mit Medaillen und Urkunden belohnt. Gewinner gab es in den fünf Läufen von 300 – 2000 Meter nach Jahrgängen unterteilt aber natürlich auch: Maximilian Klabisch (300 Meter), Joris Birk (800 Meter), Thorge Mrowinski (1200 Meter), Donnely Gene (1600 Meter) und Felina Glas (2000 Meter) hatten sich einen Extra-Applaus und Eisgutscheine verdient.

    Die Sportler vom Hauptlauf wurden nach 10,5 Kilometern auf der sehenswerten Strecke durch die Heide im Ziel einzeln mit Vornamen begrüßt. Auch das sorgte für eine freundschaftliche und familiäre Atmosphäre. Unter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurden nach der Siegerehrung kleinere und größere Preise verlost, die allesamt von lokal engagierten Geschäftsleuten zur Verfügung gestellt worden waren. Aber natürlich wurden auch die jeweils ersten drei Podiumsplätze gewürdigt und wurden gebührend gefeiert.

    Bei den Läuferinnen und Läufern gab es zwei Premierensieger: Als Schnellster absolvierte Jacek Sarnecki in 45 Minuten und 2 Sekunden die rund 10,5 Kilometer lange Strecke. Bei den Frauen war Frauke Schröder mit 58 Minuten und 45 Sekunden nicht zu schlagen. Bei den Walkerinnen und Walkern gab es mit Heinz-Klaus Gerken in 1:21:10 Stunden und Agnes Kleenlof in 1:21:08 Stunden nicht nur bekannte Gesichter auf dem ersten Platz, sondern auch einen gemeinsamen Zieleinlauf.

    Das Heidelauf-Team blickt zurück auf eine großartige Veranstaltung mit vielen glücklichen Gesichtern bei Teilnehmern und Besuchern. Im Januar geht es dann wieder auf die Winterheiderunde, denn die Wulmstorfer und Fischbeker Heide hat zu jeder Jahreszeit viel zu bieten. Das Team freut sich nun auf das nächste gemeinsame Event, den Winterheidelauf am 19. Januar 2020.

  • Hausbruch-Neugraben. Wie überall in Deutschland hatten auch die Leichtathleten auf der Hamburger Jahnkampfbahn am Wochenende mit der Hitze zu kämpfen. Bei den Norddeutschen Meisterschaften der U20/U16 lieferten die Sportlerinnen und Sportler der Hausbruch-Neugrabener Turnerschaft (HNT) dennoch wieder sehr gute Leistungen ab - allen voran Speerwerferin Kea Stieglitz. Sie trotzte nicht nur der Wärme, sondern auch den wechselnden Windbedingungen und bestätigte ihre konstant guten Saisonleistungen. Mit 37,92 Meter holte sie sich den Titel der Norddeutschen Meisterin im Speerwurf der U20 vor Jennifer Albert von der LG Schönberg-W-S-K (36,77 Meter).

    Marcel Schlage, der vor einer Woche erst HH/SH U18-Meister im Weitsprung geworden war, startete am Wochenende in der Altersklasse U20. Zuletzt hatten ihm gerade mal fünf Zentimeter zur Norm für die Deutschen Meisterschaften gefehlt. Diese Hürde sollte nun unbedingt fallen - und das tat sie am Ende auch. Im dritten Versuch setzte Marcel 6,84 Meter in den Sand – Platz drei bei den Norddeutschen Meisterschaften und das Ticket zu den Deutschen Meisterschaften U20/U18 vom 26. bis 28. Juli in Ulm.

    Im Diskuswurf kämpften zwei HNT-Vereinskameradinnen um die Platzierungen. Renée Nitsch (noch U18) kam mit 34,88 Meter auf Platz fünf. Mushiya Kozongo warf 60 Zentimeter kürzer und beendete den Wettkampf damit auf Rang sechs. Für beide reichte es damit nicht zu einer Medaille, der Gang zur Siegehrung lohnt sich aber trotzdem. Die Urkunden wurden von der mehrfachen Diskus-Weltmeisterin Franka Dietzsch überreicht. Im Anschluss holte sich Mushiya mit 10,30 m noch den vierten Platz im Kugelstoßen.

  •  

    Hausbruch-Neugraben. Das Ticket für die Deutschen Meisterschaften haben sich beim Wettkampf in Norderstedt Josephine Ejimofor (W14) und Renée Nitsch (W15) von der Hausbruch-Neugrabener Turnerschaft (HNT) gesichert. Beide schafften im Blockmehrkampf Wurf die geforderte Leistung. Renée Nitsch hatte sich fest vorgenommen, es nicht wieder so spannend wie im vergangenen Jahr zu machen. Dort hatte sie die Qualifikationsleistung erst kurz vor Meldeschluss zur DM übertroffen und dann anschließend in Aachen einen tollen siebten Platz erreicht. „Jetzt ist die Quali aus dem Kopf und der Fokus kann voll auf den Feinschliff der Disziplinen gerichtet werden“, freut sich Trainer Daniel Neidhold. Im Block Wurf sind dies 80 Meter Hürden, Weitsprung, 100-Meter-Lauf, Diskuswurf und Kugelstoßen.

    Für Josephine Ejimofor war es im Gegensatz zu Renée Nitsch eine Premiere, da Aktive erst ab der Altersklasse U16 bei Deutschen Meisterschaften startberechtigt sind und sie das erste Jahr in dieser Klasse startet. Umso erfreulicher, die Quali gleich beim ersten Mehrkampf in der Saison erreicht zu haben. Beide Athletinnen glänzten vor allem im Weitsprung und haben jeweils eine neue persönliche Bestleistung aufgestellt.

    Renée Nitsch landete bei 4,90 Meter und peilt nun die 5-Meter-Marke an. Weit über diese Grenze hinaus geflogen ist Josephine Ejimofor mit 5,40 Meter. Soweit springen derzeit in Deutschland nur noch zwei andere Athletinnen in dieser Altersklasse. Die DM findet in diesem Jahr in Lage (Westfalen) statt.

    Die Jungen aus dem U16er-Team der HNT starteten im Blockmehrkampf Sprint/Sprung sowie im Vierkampf. Für Leon Hausmann fehlten in der Endabrechung nur 100 Punkte zur Qualifikation zur DM und auch Tom Wolkenhauer war im Block Lauf nicht weit davon entfernt. Beide starten in der jüngeren Altersklasse M 14 und werden bei den Hamburger Meisterschaften die Norm erneut in Angriff nehmen.

    Trotz des schlechten Wetters der vergangenen Wochen, welches ein optimales Training nur schwer zuließ, erzielten viele der gestarteten HNT-Athleten neue persönliche Bestleistungen. Trainer Daniel Neidhold: "Das Leistungspotenzial zeigt eindeutig nach oben und lässt auf eine erfolgreiche Sommersaison schließen."

  • Hausbruch-Neugraben. Der 14-jährige Leon Hausmann von der HNT Hamburg hat bei seiner ersten Teilnahme an Deutschen Meisterschaften die Bronzemedaille in der Altersklassse U16 gewonnen. Fünf Disziplinen müssen beim Blockmehrkampf Sprint/Sprung absolviert werden. Erst dann steht der Sieger fest. Beim Vergleich der besten deutschen Nachwuchsathleten im westfälischen Lage glänzte Leon besonders im Weitsprung und erzielte die beste Weite der Konkurrenz von 5,59 Meter.

    Nur der spätere Sieger, Eddie Reinholz vom SC Neubrandenburg, kam auf das gleiche Ergebnis. Zwei neue persönliche Bestleistungen stellte Leon, der das Sportprofil der Stadtteilschule Fischbek-Falkenberg besucht, im 100-Meter-Lauf und im 80-Meter-Hürdensprint auf. Die 100 Meter absolvierte er in 12,32 Sekunden und die 80 mMeter Hürden in 12,03 Sekunden. Beim Hochsprung sprang er 1,68 Meter hoch. Die Hochsprunglatte blieb bei 1,71 Meter allerdings nur knapp nicht liegen.

    Das Ergebnis bedeutete bei regnerischen Bedingungen aber ein big point gegenüber der Konkurrenz, wie sich später herausstellen sollte. Es zahlte sich im Speerwerfen aus, denn hier lief für Leon nicht viel zusammen und die Speere wollten nicht ins Fliegen kommen. Dennoch warf er das 600 Gramm schwere Gerät auf eine Weite von 31,78 Meter. Nun hieß es Rechenschieber auspacken und Daumen drücken, dass ihn die Konkurrenten punktemäßig nicht überholen würden. Alle hinter ihm Platzierten warfen deutlich weiter. Dann das Endergebnis: Bronze. Mit nur 20 Punkten Rückstand auf Platz 2 und 18 Punkten vor Platz 4, ein denkbar knappes Resultat.

    „Wären es drei Meter weniger gewesen, hätte Leon den dritten Platz verloren“, sagt ein glücklicher Trainer Daniel Neidhold, der Leon gemeinsam mit Verbandstrainer Marcus Jung betreut. So hat es gereicht und bei Leon Hausmann und seiner mitgereisten Familie war die Freude riesengroß.

    Riesengroß war einen Tag zuvor die Enttäuschung beim Trainerduo und ihrem Schützling Renée Nitsch (W15). Sie erwischte einen rabenschwarzen Tag, an dem einfach nichts zusammen lief. Bei extrem widrigen Bedingungen und mit einer leichten Oberschenkelblessur kam sie auch gedanklich nicht in den Wettkampf. „Es ist wirklich schade, Renée trainiert extrem fleißig und konnte tolle Vorleistungen vorweisen. Wir werden es gemeinsam analysieren, gestärkt aus der Situation herausgehen und wieder angreifen, soviel ist sicher“, gibt sich ihr Trainer kämpferisch.

    Am Mittwoch fährt Renée Nitsch auf Einladung des Deutschen Leichtathletik-Verbands (DLV) respektive des Jugendausschusses zur DM der Männer und Frauen nach Erfurt und wird dort auch mit Bundestrainern Einheiten absolvieren.

  • Hausbruch-Neugraben. Hendrik Jaß (Jahrgang 2004), Leon Hausmann (2003) und Jonathan Neukamm (2002) holten bei den Hamburger Meisterschaften der Leichtathleten insgesamt fünf Medaillen und zeigten kurz vor den Sommerferien nochmals ihre aktuell gute Form. Leon wurde zweifacher Hamburger Meister in der Altersklasse U16. Er gewann den Weitsprung mit 6,07 Meter sowie die 80 Meter Hürden in 11,60 Sekunden. Hier lief er knapp an der Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften vorbei. Diese will er nun in zwei Wochen bei den Norddeutschen Meisterschaften in Berlin unterbieten.

    Leon Hausmann in Aktion. | Foto: ein
    Leon Hausmann in Aktion. | Foto: ein

    Im Weitsprung hat Leon Hausmann sich bereits für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert, die kurz nach den Hamburger Sommerferien in Bochum-Wattenscheid stattfinden. Eine Bronzemedaille gewann er zudem im 100 Meter Sprint (11,99 Sekunden). Ebenfalls eine Bronzemedaille gewann Jonathan Neukamm im Hochsprung. Mit übersprungenen 1,85 Meter und neuer persönlicher Bestleistung zeigte er einen starken Wettkampf. Umso erstaunlicher, denn er musste sich gegen zwei bis drei Jahre ältere Athleten durchsetzen, da ereine Altersklasse höher antrat (U20 statt U18). Hendrik Jaß (Altersklasse U16) komplettiert die Medaillenausbeute durch seine Silbermedaille im Kugelstoßen. Die vier Kilogramm schwere Kugel stieß er auf eine Weite von 7,71 Meter.

    Die Frauen wurden an diesem Wochenende von den Schwestern Maja (2003) und Antonia Bott (2000), Kea Stieglitz (2001) Renée Nitsch (2002), Merle Stangenberg (2003) und den Schwestern Kanieba (1999) und Mushiya Kozongo (2000) vertreten. Kea und Renée starteten in der Altersklasse U20, obwohl sie vom Alter her der Klasse U18 angehören. Für Kea bedeutete dies im Speerwerfen ein höheres Gewicht, 600 anstelle der gewohnten 500 Gramm. Es klingt zunächst nach einer kleinen Differenz des Gewichts, dennoch ist es schon ein anderes Werfen. Doch davon ließ sich Kea nicht beeindrucken und warf den Speer auf die Siegweite von 40,57 Meter. Goldmedaille.

    Am letzten Juli-Wochenende steht Keas Saisonhöhepunkt an, die Deutschen Meisterschaften in Rostock. Hier wird sie wieder mit dem 500 Gramm schweren Speer werfen und versuchen, sich möglichst weit vorn zu platzieren. Renée kam in einem guten Diskuswettbewerb auf einen tollen vierten Platz und warf in neuer persönlicher Bestleistung eine Weite von 33,47 Metern. Den kompletten Medaillensatz in den Farben Gold, Silber und Bronze nahm Merle Stangenberg mit nach Hause. Nicht zu schlagen war sie im Diskuswerfen mit 27,59 Metern. Mit knapp vier Metern Vorsprung gewann sie diesen Wettbewerb souverän. Silber gab es im Hochsprung (1,40 Meter) und Bronze im Kugestoßen (10,18 Meter).

    Dreimal Bronze hieß es am Ende des Wochenendes für Maja Bott. Sie holte sich Bronze im Weitsprung (4,78 Meter) sowie im 300-Meter-Lauf (45,19 Sekunden). Die dritte Bronzemedaille gewann sie aber nicht allein. Gemeinsam mit Renée, Kanieba und Antonia bildete sie die 4x100-Meter- Staffel. Das Quartett der Hausbruch-Neugrabener Turnerschaft konnte gegen weitere Mannschaften aus Schleswig- Holstein bis auf den 3. Platz vorlaufen (52,47 Sekunden).

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