Bukowski und Villon: Zwei Halunken der Weltliteratur im Speicher am Kaufhauskanal – Künstler Toro gestaltet das Bühnenbild

Ein nicht jugendfreier Abend erwartet die Besucher der Lesung von Texten von Francois Villon und Charles Bukowski im Speicher am Kaufhauskanal. | Foto: ein

Harburg. Am 17. April erwartet die Besucher des Speichers am Kaufhauskanal in der Harburger Blohmstraße ein besonderer Leckerbissen: Als Gast begrüßt Speicher-Geschäftsführer Henry C. Brinker an diesem Abend Gast den Hamburger Schauspieler Bernhard Weber, der die Gedichte und Balladen des Franzosen François Villon aus dem 15. Jahrhundert den Werken von US-Autor Charles Bukowski rund 500 Jahre später gegenüber stellen. Ein besonderer, musikalisch begleiteter und nicht jugendfreier Abend, wie der Speicher ankündigt.

Denn Villons Sprache war nicht die der upper class, sondern – und das zum ersten Male in der Geschichte der Literatur – die der Gauner und der Gasse, voll von Liebe und Hass, Armut und Tod, Laster und Ausschweifungen. Bekannt wurde Villon auch durch Klaus Kinski, der mit verruchter Stimme und wild stöhnend bekannte: „Ich bin so wild nach Deinem Erdbeermund.“

Sein „Nachfolger“ ist Bukowski, der „Dirty Old Man“. Irgendwo zwischen der sinnlichen Zärtlichkeit eines Tramps und der überquellenden 2019 04 11 speicher1Wollust eines Don Juan, erzählt er von Säufern, Huren und vom Leben in der Randzone der Gesellschaft.

Bernhard Weber und sein Sohn, der Gitarrist Matthias Weber, spiegeln die farbigen Facetten der beiden Dichtergrößen kongenial wider.

Ein besonderes Schmankerl: Der Harburger Künstler Mentor "Toro" Ejupi, der vor Kurzem mit „in eXcess“ eine Ausstellung zu Charles Bukowski im Marktkauf Center hatte (besser-im-blick berichtete: In eXcess – Toro widmet sich dem Leben des Schriftstellers Charles Bukowski) gestaltet mit seinen Werken zu Bukowski das Bühnenbild für diesen Abend. Ich schätze seine Intelligenz und sein Talent sehr hoch“, so Toro, der sich im Vorwege intensiv mit dem US-Autor beschäftigt hatte. Als wiederkehrendes Motiv hat er sich die Figur eines Mannes mit Flasche ausgedacht, den „Old Man“, nach einem Buchtitel Bukowskis. Diesen Old Man, mit einer (Wein-? Bier-?)Flasche bewaffnet, findet der Betrachter in den Gemälden als Beobachter der jeweiligen Szenerie wieder. Charles Bukowski, so, wie er lebte: Als Bohemien, mit Alkoholexzessen und Frauengeschichten.

Der Eintrittspreis beträgt 20 Euro an der Abendkasse, Tickets gibt es auch an allen Vorverkaufsstellen und bei Eventim.de. Los geht es um 20 Uhr.

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