Hoffnung für das Bolero

Gibt es ein Zeichen gegen den Abwärtstrend in Harburg? Neuer Investor sieht mögliche Zukunft der Szenelocation auch am Sand

Gibt es ein Zeichen gegen den Abwärtstrend in Harburg? Neuer Investor sieht mögliche Zukunft der Szenelocation auch am Sand | Foto: Niels Kreller | besser im blick - Deine Online-Zeitung mit Fotos, Pics, Events, Termine, Party, Pics, Artikeln, Berichten, Tipps, Gutscheinen für Harburg (Hamburg) Stadt und Land

(Harburg) Seit einigen Jahren sind, wie Harburger Gastronomen bestätigen, die Zahlen der Nachtschwärmer und Restaurantbesucher vielerorts in Harburg rückläufig. Gerade im Bereich Neue Straße/Lämmertwiete, einmal die „Partymeile" Harburgs, herrscht auch am Wochenende oftmals gähnende Leere. Viele fühlen sich laut eigenem Bekunden hier nicht mehr Wohl, gehen zum Feiern auf die andere Elbseite.

Der durch einen neuen Eigentümer erzwungenen Schließung der Live-Musik-Kneipe Consortium vor fünf Jahren folgten beispielsweise die Schließung des Beach Clubs am Das Bolero in Harburg ist eine der Szenelocations im Hamburger Süden. | Foto: Niels Kreller | besser im blick - Deine Online-Zeitung mit Fotos, Pics, Events, Termine, Party, Pics, Artikeln, Berichten, Tipps, Gutscheinen für Harburg (Hamburg) Stadt und LandVeritaskai, verschärfte Auflagen für die Gastronomie an der Wasserskianlage, Querelen zwischen dem Stellwerk im Bahnhof mit der Deutschen Bahn und der Bahnhofspolizei und die Einschränkung der Parkmöglichkeiten für Besucher der Inselklause auf der Pionierinsel.

Während die Politik hierzu Däumchen drehte und sich nicht zuständig fühlte, war das Bezirksamt oftmals selbst an den Einschränkungen beteiligt. Wie im Fall des Bolero. Fast schon im Jahresrhythmus trieb man aus dem Bezirksamt heraus eine neue Sau durchs Dorf, was man mit den beiden Gebäuden (Bolero und Blumenmarkt) alles tolles machen würde. Abreißen, Seniorenheim, Studentenwohnheim... Ohne, dass es jemanden zu kümmern schien, dass mit dem Bolero ein Betrieb mit über 20 Festangestellten dort angesiedelt ist, der auch noch auf Jahre hinaus einen Pachtvertrag hat – und somit ein Verkaufshindernis ist.

Bolero: Seit rund zwei Jahren in der Schusslinie

So wurde dem Bolero zuerst faktisch untersagt, bei der WM 2014 Public Viewing auf der Terrasse anzubieten. Keinem anderem Gastronomen wurden in Harburg solche Auflagen zugemutet und gab es doch seitens der Bundesregierung den Wunsch, dass man überall die WM zeigen möge. Schon damals drängte sich der Verdacht auf, dass der Bezirk das Bolero loswerden will, um das marode Gebäude des Blumenmarktes nach Ablauf des dortigen Pachtvertrages Um diese beiden Grundstücke geht es: Bolero-Gebäude und alter Blumenmarkt. | Foto: ein | besser im blick - Deine Online-Zeitung mit Fotos, Pics, Events, Termine, Party, Pics, Artikeln, Berichten, Tipps, Gutscheinen für Harburg (Hamburg) Stadt und Landverkaufen zu können – was nur zusammen mit dem Bolero-Gebäude Sinn macht.

Schon zu diesem Zeitpunkt kamen aus dem Bezirksamt Andeutungen, man hielte die Fläche vor dem Bolero für einsturzgefährdet. Drei Monate später wurde der Blumenmarkt Knall auf Fall gesperrt. Nicht einmal Eltern mit Kinderwagen oder Rollstuhlfahrer dürfen nun über diesen Weg ins Bolero kommen – das Gebäude könnte ja just in dem Moment einstürzen.

Pikant: Seit März 2002 gibt es ein rechtskräftiges Urteil, dass den ehemaligen Pächter verpflichtete, das Gebäude zu sanieren. Außer einer dreimaligen Aufforderung, dies nun doch mal zu tun, hat sich der Bezirk nicht weiter gerührt – und somit den maroden Ist-Zustand selbst mitverschuldet. Rund 30 Prozent Umsatzeinbußen hat das Bolero seitdem zu verkraften und musste Mitarbeiter entlassen.

Hoffnung kommt von neuem Investor

Aber es gibt Hoffnung für Harburg und das Bolero: Im Stadtplanungsausschuss stellte der neue Eigentümer des Bolero-Gebäudes, die AVW Immobilien AG ihre Pläne eines bis zu 8-stöckigen Gebäudes auf den beiden Grundstücken vor. Von einem Seniorenwohnheim war daraufhin die Rede, gar, dass es keine Gastronomie mit Terrasse mehr gäbe.

Das sei so nicht richtig, sagt AVW-Vorstand Edward Martens, seit rund vier Monaten bei der AVW und für das Gastronom mit Leib und Seele: Oliver Klühn kämpft um sein Bolero. | Foto: Niels Kreller | besser im blick - Deine Online-Zeitung mit Fotos, Pics, Events, Termine, Party, Pics, Artikeln, Berichten, Tipps, Gutscheinen für Harburg (Hamburg) Stadt und LandProjekt zuständig. Zum einen sei es kein Seniorenheim, das die AVW plane, sondern Seniorenwohnen. Das sei ein Unterschied. „Ich habe als Projektentwickler eine Verantwortung gegenüber den Menschen dieser Stadt", sagte Martens gegenüber besser-im-blick. Und so kann er sich durchaus vorstellen, dass das Bolero im neuen Gebäude eine Heimat finde. Vielleicht ebenerdig zur Marktseite hin – und mit Terrasse. „Architektur ist nicht alles - ein Gebäude muss mit Leben gefüllt sein."

Er und Oliver Klühn vom Bolero haben sich auch schon getroffen und gesprochen. Das Gespräch sei sehr gut gewesen, betonen beide, und man werde in Kontakt bleiben aber erst einmal abwarten, was der Architekten-Wettbewerb Anfang des Jahres bringe. Für Martens steht eines fest: „Ich habe kein Interesse daran, Herrn Klühn ausbluten zu lassen. Ich will eine langfristige Lösung finden."

Bezirk ist am Zug

Vielleicht gibt es ja im nächsten Jahr auch wieder die beliebte Terrasse. Hier ist der Bezirk am Zuge, diese - beispielsweise durch Abstützmaßnahmen - wieder nutzbar zu machen. Schließlich wird das Bolero auf jeden Fall noch mehrere Jahre dort sein - denn bis zum Baubeginn werden noch einige Sommer ins Land ziehen.

Erschienen in der Kategorie: Szene & Events
Veröffentlicht am Dienstag, 15. November 2016 13:28
Geschrieben von Niels Kreller

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