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Neujahrsempfang der Gemeinde Seevetal und der Gewerbevereine

Hittfeld. In Seevetal fand jetzt der traditionelle Neujahrsempfang zum Jahresauftakt statt - zum zehnten Mal: Bürgermeisterin Martina Oertzen begrüßte rund 300 Gäste aus Wirtschaft und Politik zum Jubiläum dieser Veranstaltung in der Burg Seevetal. Die Gemeinde Seevetal richtet den Empfang gemeinsam mit den fünf Seevetaler Gewerbevereinen aus; Hauptsponsor war auch in diesem Jahr wieder die Sparkasse Harburg-Buxtehude.

Erstmals lud Seevetals Bürgermeisterin Martina Oertzen Vertreter aus der Wirtschaft zur Podiumsdiskussion auf die Bühne der im neuen Glanz erstrahlten Burg Seevetal ein. Mit erfrischendem Esprit führte die bekannte Moderatorin Antje Diller-Wolff durch die Dialoge.

Eine spannende „Seevetaler Mischung“ gab gutgelaunt Einblicke in die Themen Kundenbindung, Mitarbeiterführung, Unternehmensentwicklung und den Standort Seevetal: Sonja Hausmann (Vorstand Sparkasse Harburg-Buxtehude), Dirk Jäger (Superintendent Kirchenkreis Hittfeld), Kerstin Witte (Autohaus Kuhn & Witte), Carsten Matthies (Gartencenter Bellandris Matthies), Rudolf Behr (Behr Gemüse AG), Bruno Toll (Spielwaren Toll) sowie Martin Knoche (Geschäftsführer Arcus Dichtelemente).

Bürgermeisterin Oertzen brachte es auf den Punkt: „Die Marke Seevetal lebt von ihrer Vielfalt und den unterschiedlichsten Gewerbeformen. Sie alle profitieren davon, dass die Menschen am Standort Seevetal gut leben und arbeiten können - das soll auch so bleiben.“ Oertzen wies darauf hin, dass Lebensqualität und Kaufkraft in Seevetal hoch seien und dies neben der zentralen Lage eine große Rolle für ortsansässige Wirtschaftsbetriebe spiele.

Mit Blick auf das erneut hohe Niveau der Gewerbesteuereinnahmen gab Oertzen einen Ausblick, welche Aufgaben für das neue Jahr anstünden. Besonders hob sie dabei die Neuansiedlung von Gewerbebetrieben und die damit verbundene Ausweisung von Gewerbeflächen hervor, auch um die Einnahmesituation der Gemeinde weiter zu verbessern.

Außer der kurzweiligen Podiumsdiskussion standen beim Neujahrsempfang besonders der Austausch und das Networking im Vordergrund - was bei leckerem Fingerfood vom Restaurant Leuchtturm besonders leicht fiel. Die Gäste waren sich einig: Das war ein gelungener Start ins neue Jahr.

Erstes Sondierungsgespräch zur Verkehrskoordintation im Winsener Kreishaus

Winsen. Zu einem ersten Abstimmungs- und Sondierungsgespräch trafen sich jetzt Landrat Rainer Rempe und die neue Verkehrskoordinatorin des Landkreises Harburg, Dr. Susanne Dahm, mit Vertretern aus dem Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung (MW) und der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) im Winsener Kreishaus.

Sehr deutlich wurde dabei der ausdrückliche Wunsch auf beiden Seiten, die Zusammenarbeit im Hinblick auf die Verkehrs- und Baustellenkoordination zu vertiefen und gemeinsam an Lösungsstrategien zu arbeiten. „Uns allen ist die hohe Verkehrsbelastung in der Region bewusst. Wir wollen nicht nur eine bessere Abstimmung im Vorfeld von Verkehrsprojekten erreichen, sondern unsere Bürgerinnen und Bürger, insbesondere diejenigen, die täglich pendeln, künftig schneller, besser und koordinierter mit belastbaren Informationen versorgen“, sagt Rempe.

Das Gespräch bildete den Auftakt zu einem regelmäßigen Austausch zwischen dem Landkreis Harburg und Niedersachsen. Gleichzeitig soll künftig auch die Kommunikation mit Hamburg intensiviert werden. Ein erster gemeinsamer Termin mit Vertretern des Hamburger Landesbetriebs Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) findet in Kürze statt.

Beim jetzigen Treffen ging es vor allem darum, die nächsten Schritte der Zusammenarbeit auf den Weg zu bringen. Bereits bei der kürzlich stattgefundenen Verkehrskonferenz in Winsen, an der auch der Parlamentarische Staatssekretär Enak Ferlemann (Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur) und Niedersachsens Verkehrsminister Bernd Althusmann teilgenommen hatten, war deutlich geworden, wie vielfältig die Herausforderungen im Bereich Straßen- und Schienenverkehr in der Region sind.

Die dringend notwendige Verbesserung der Baustellenkoordination besonders an der Landesgrenze zu Hamburg, aber auch Probleme im Schienenverkehr sollen deshalb jetzt aktiv angegangen werden. Die neu eingerichtete Stabsstelle Verkehrskoordination beim Landkreis Harburg bildet ein Pendant zur ebenfalls neuen Stabsstelle auf Landesebene bei der NLStBV. Deren Vertreterin Friederike Wöbse war beim Auftaktgespräch ebenso dabei wie Jan Bartling vom Landesverkehrsministerium, der die Stabsstelle unterstützt.

„Die Verkehrsbelastung im Landkreis nimmt immer weiter zu, und nicht zuletzt durch die großen Pendlerströme Richtung Hamburg spüren wir hier im Kreis die Auswirkungen von Verkehrsmaßnahmen auch jenseits der Landesgrenze sofort“, schildert Landrat Rempe die Situation. Umso wichtiger sei es, die Absprachen nicht nur innerhalb Niedersachsens, sondern auch mit der Hansestadt zu optimieren. „Mit Susanne Dahm haben wir jetzt eine Verkehrskoordinatorin, die die Interessen innerhalb des Landkreises bündelt und ihnen gemeinsam mit dem Land eine starke Stimme verleiht“, erläutert Rempe den Schritt, eine neue Stabsstelle einzurichten.

„Meine Aufgabe sehe ich zunächst einmal darin, gemeinsam mit den Landesvertretern vorhandene und potenzielle Problemlagen zu identifizieren und einen Fahrplan zu erarbeiten“, sagt Susanne Dahm. „Wir stehen noch ganz am Anfang. Die Materie ist sehr komplex und es sind viele Akteure auf verschiedenen Ebenen beteiligt. Es kommt darauf an, eine Organisationsform und Kommunikationsstrukturen zu entwickeln, die es ermöglichen, konstruktiv und zielführend an Lösungen zu arbeiten“, so Dahm.

Niedersachsens Verkehrsminister Bernd Althusmann (CDU) begrüßt die Initiative des Landkreises Harburg. „Wir haben in Hannover mit unserer Stabsstelle für Verkehrskoordination kürzlich die Weichen gestellt, und es ist sehr erfreulich, dass der Landkreis Harburg so schnell mit einer eigenen Stabsstelle reagiert“, sagte der Minister. Damit sei eine gute Grundlage geschaffen, um die Zusammenarbeit im Hinblick auf eine Verbesserung der Verkehrssituation auf Straßen und Schiene in der Region zu intensivieren.

„Die Vision einer länderübergreifenden Verkehrsentwicklungsplanung sollten wir dabei im Blick behalten“, sagt Althusmann. „Ich werde diesen Prozess weiter persönlich unterstützen und freue mich, dass wir uns auch in der Abstimmung mit Hamburg auf einem guten Weg befinden. Es werden regelmäßig sehr konstruktive Gespräche auf Spitzenebene geführt.“

Zur Person: Dr. Susanne Dahm (44) ist seit März 2016 bei der Kreisverwaltung beschäftigt und seit 1. Januar 2019 als Verkehrskoordinatorin tätig. Die neu geschaffene Stabsstelle ist dem Landrat direkt unterstellt. Die promovierte Raumplanerin war beim Landkreis Harburg zunächst in der Stabstelle „Kreisentwicklung/Wirtschaftsförderung“ und danach zwei Jahre in der Stabsstelle „Zentrales Projektmanagement“ eingesetzt. Vor ihrer Zeit beim Landkreis war die gebürtige Elbmarscherin in England als Raumplanerin in der Kommunalverwaltung, an der Universität und als Beraterin tätig.

Viele Gäste beim 18. Neujahrsempfang der Gemeinde Neu Wulmstorf

Neu Wulmstorf. Zum mittlerweile 18. Neujahrsempfang hat Bürgermeister Wolf-Egbert Rosenzweig rund 270 Gäste im Neu Wulmstorfer Rathaus begrüßt. Auch in diesem Jahr wurde die Sportlerehrung im Rahmen des Neujahrsempfangs durchgeführt.

Der Neujahrsempfang im Rathaus ist seit vielen Jahren eine beliebte und stets gut besuchte Veranstaltung in Neu Wulmstorf. In diesem Jahr stand der Empfang unter dem Motto: „Veränderung ist das Gesetz des Lebens. Diejenigen, die nur auf die Vergangenheit oder Gegenwart blicken, werden die Zukunft verpassen." (John F. Kennedy)

Bürgermeister Wolf-Egbert Rosenzweig, die stellvertretende Bürgermeisterin Roselies Schnack sowie die stellvertretenden Bürgermeister Peter Hauschild und Thomas Grambow begrüßen traditionell die Besucherinnen und Besucher persönlich im Foyer und hatten damit auch in diesem Jahr aufgrund des großen Andrangs jede Menge zu tun.

Bürgermeister Rosenzweig eröffnete den 18. Neujahrsempfang mit einer Ansprache im Ratssaal, in der er auf das Jahr 2018 zurückblickte und auch einen Ausblick auf das noch junge Jahr gab. Er ging auch auf das Thema Kinderbetreuung ein: Die Betreuung von Kindern, die älter als drei Jahre sind, ist seit Mitte 2018 kostenlos. Dies sei zwar ein gutes Gesetz, eine ausreichende Unterstützung der Kommunen durch das Land fehle aber noch.

Die Schaffung weiterer Betreuungsplätze hat den Rat und die Verwaltung 2018 beschäftigt und wird dies auch weiterhin tun. Auch die anstehende Schulstrukturreform ist ein großes Thema in Neu Wulmstorf, die Schaffung von Ganztagsgrundschulen wird Rat und Verwaltung ebenfalls die nächsten Jahre über beschäftigen. Durch zahlreiche Bauprojekte, die 2018 umgesetzt wurden oder für 2019 anstehen, verschärft sich der Druck für die Schaffung von weiteren Betreuungsplätzen und für die Umsetzung der Schulstrukturreform.

Das alles übergreifende Thema, sowohl für das Jahr 2018 als auch für das Jahr 2019, sind jedoch die Finanzen der Gemeinde Neu Wulmstorf. Die Verschuldung liegt zum 31. Dezember 2018 bei voraussichtlich 4,8 Millionen Euro, das bedeutet eine Pro-Kopf-Verschuldung in Höhe von 231 Euro. Dagegen stehen Rücklagen in Höhe von rund 16 Millionen Euro und das Anlagevermögen der Gemeinde.

Im Rahmen der Haushaltsplan-Beratungen ist aber nicht nur das Jahr 2019 zu betrachten, sondern auch die Folgejahre. Es geht um die finanzielle Zukunft der Gemeinde: Die Liquidität und die Rücklagen werden bei der Vielzahl der notwendigen und angedachten Projekte schnell aufgebracht sein, dann wird die Aufnahme von weiteren Krediten erforderlich. Rosenzweig führte dazu aus: „Die anstehenden Diskussionen müssen mit Ruhe, Ernsthaftigkeit und Besonnenheit geführt werden, damit die entsprechende Infrastruktur für eine offensichtlich wachsende Gemeinde vorgehalten werden kann."

Es ist eine Herausforderung für den Gemeinderat, Wege zu finden, dieses anspruchsvolle Ziel zu erreichen, das sicherlich mit Einschnitten und weniger erfreulichen Entscheidungen verbunden sein wird. Eventuell muss der Rat auch über eine Pause bei der Ausweisung von Bauland nachdenken, damit gemeinsam ein Weg gefunden werden kann, die Infrastruktur weiter auszubauen und zeitgleich verantwortlich mit den Finanzen umzugehen."

Im Anschluss an die Ansprache erfolgte die Sportlerehrung für das Jahr 2018. "TVV-Fußball-Urgestein" Claus Möhlmann wurde von Bürgermeister Wolf-Egbert Rosenzweig auf die Bühne gebeten und aufgrund seines außerordentlichen Engagements, seiner geleisteten Trainerarbeit - verbunden mit vielen sportlichen Erfolgen - geehrt. Er ist seit mehr als 40 Jahren ehrenamtlich für den TVV Neu Wulmstorf aktiv. Rosenzweig: „Claus Möhlmann war bereits im Stadion Bredenheide als Platzwart tätig und ist auch im Sportzentrum Bassental immer zur Stelle, wenn es etwas anzupacken gibt. Seit Ende der 1970er-Jahre stand er dem Verein als Betreuer, Fahrer und Co-Trainer zur Verfügung. Ab 1980 trainierte er diverse Jugendmannschaften und war auch die 1. und 2. Herrenmannschaft hauptverantwortlich. Eigentlich hatte Claus Möhlmann für Sommer 2009 seinen Abschied angekündigt. Er wurde aber bereits im Sommer 2010 wieder reaktiviert und trainiert seitdem die 2. Herrenmannschaft." Claus Möhlmann erhielt außer einer Urkunde einen Geschenkgutschein als Präsent.

Der offizielle Programmteil des Neujahrsempfangs endete mit dem beliebten Auftritt der Sternsinger der katholischen Kirche. Im Anschluss wurden von den Gästen viele Gespräche untereinander sowie mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Verwaltung geführt.

Die Kandidaten für die Wahl zum 2. Harburger Integrationsrates stehen fest

Harburg. Seit dem 7. Januar besteht die Möglichkeit, sich über die 32 Kandidatinnen und Kandidaten, die zur Wahl des 2. Harburger Integrationsrates (HIR) stehen, zu informieren. Im Zuge ihrer Bewerbung haben die Kandidatinnen und Kandidaten Fragen zu ihrer Kandidatur beantwortet. Nun können sich alle interessierten Harburger Bürgerinnen und Bürger darüber informieren,
·         mit welcher Motivation die Kandidierenden im Integrationsrat mitarbeiten möchten,
·         wofür sie sich besonders engagieren möchten,
·         für welche Region sie sich zur Wahl aufstellen lassen,
·         wieso sie diese Region vertreten möchten. 

Die Übersicht der Kandidatinnen und Kandidaten gibt es unter www.harburger-integrationsrat.de.

Die Wahl findet am 26. Januar statt. Es stehen fünf verschiedene Wahllokale in ganz Harburg zur Verfügung. Alle Harburgerinnen und Harburger, die an der Wahl teilnehmen möchten, jedoch am Wahltag verhindert sind, können ab sofort auf der Website des Harburger Integrationsrats Unterlagen zur Briefwahl beantragen.

Der Landkreis Harburg hat die Zukunft fest im Blick - Jahresrückblick 2018 von Landrat Rainer Rempe

Winsen. In 2018 haben wir zahlreiche Weichen gestellt, um unsere Region als Wohn- und Wirtschaftsstandort noch weiter nach vorn zu bringen. Investitionen in den Breitbandausbau, die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, Energiespar- und Umweltprojekte, Kultur und Ehrenamt sowie Wirtschaftsförderung und Fachkräftegewinnung – der Landkreis Harburg ist auf vielen Ebenen aktiv, um Bürgerinnen und Bürgern wie auch Unternehmen ein attraktives Lebens- und Arbeitsumfeld zu bieten. Steigende Bevölkerungszahlen und positive Wirtschaftsbilanzen zeigen: Das gelingt. Schon jetzt ist der Landkreis Harburg eine lebendige Region mit hoher Lebensqualität und einem guten Nährboden für wirtschaftlichen Erfolg. Das soll so bleiben.

Die erfolgreichen Bemühungen von Landkreis und Kommunen um Wirtschaftsansiedlungen zahlen sich aus, auch die gute Wirtschaftslage macht sich positiv bemerkbar: Der Landkreis Harburg verfügt über eine robuste Haushaltssituation. Der Haushalt 2018 hat ein Volumen von rund 389 Millionen Euro, es ist ein Überschuss in Höhe von 20,2 Millionen Euro zu erwarten. Dieser ist unter anderem auf die um rund 5,8 Millionen Euro gestiegenen Schlüsselzuweisungen des Landes zurückzuführen. Den größten Anteil an den Aufwendungen hat der Bereich Soziales (65 Prozent). Auch wenn die Kosten für die Unterbringung von Geflüchteten sinken, muss der Landkreis in diesem Bereich ein Defizit von über 10 Millionen Euro tragen. Um sich fit für die Zukunft zu machen, hat der Landkreis gut 53,1 Millionen Euro an Investitionen geplant. Das Geld ist vor allem für die Infrastruktur des Landkreises, besonders die Kreisstraßen und den Breitbandausbau, und den Bildungsbereich bestimmt. Bis 2026 will der Landkreis über 110 Mio. Euro in seine eigenen Schulen investieren.

Investitionen in den Wohnungsbau und in die digitale Zukunft

Der Landkreis ist ein beliebter Wohnort – nicht zuletzt durch seine Nähe zu Hamburg. Doch wo die Nachfrage groß ist, steigen die Preise. Um bezahlbaren Wohnraum im Landkreis Harburg zu schaffen, wurde 2017 die Kommunale Wohnungsbaugesellschaft (KWG) gegründet. Im Januar 2019 wird das Richtfest am ersten Bauprojekt in der Samtgemeinde Salzhausen gefeiert. Dort entsteht ein Mehrparteienhaus mit zehn Wohneinheiten. Die Planungen für weitere Bauprojekte in Jesteburg, Winsen, Rosengarten, Hanstedt und der Samtgemeinde Elbmarsch laufen. Wir gehen davon aus, in 2019 mit dem Bau von über 100 Wohnungen beginnen zu können.

Hochgeschwindigkeitsinternet ist ein wichtiger Standortfaktor, deshalb arbeitet die Kreisverwaltung in Kooperation mit 25 Gemeinden intensiv daran, die weißen Flecken im Kreisgebiet zu schließen, die noch keinen Internetzugang mit mindestens 30 Mbit/s haben. Im April haben der Landkreis Harburg und der Oldenburger Telekommunikations- und Energieanbieter EWE eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Bund und Land fördern den Breitbandausbau mit insgesamt 23,5 Millionen Euro. Den Eigenanteil von rund 12,5 Millionen Euro teilen sich Landkreis und Gemeinden zu jeweils 50 Prozent. Neben der Versorgung von nahezu 7.000 privaten und gewerblichen Anschlüssen mit Breitband-Internet ist geplant, sämtliche kreiseigenen Schulen und optional auch alle anderen Schulen im Landkreis an das Glasfasernetz anzuschließen. In 2019 soll die europaweite Bauausschreibung des passiven Leerrohrnetzes stattfinden und die ersten Spatenstiche sind geplant.

Immerhin: Laut einer aktuellen Statistik der Bundesregierung verfügen 84,3 Prozent aller Haushalte im Landkreis Harburg über einen Breitbandanschluss von mindestens 50 Mbit/s (zum Vergleich: LK Heidekreis 75,4 %, LK Lüneburg 73 %, LK Rotenburg/Wümme 63,4 %).

Zudem wurde 2018 die Zusammenarbeit von Kreisverwaltung und einigen Kommunen im IT-Bereich intensiviert. Gemeinsam wurde die „ITK“, das Kommunalunternehmen IT-Kooperation Landkreis Harburg, als Anstalt öffentlichen Rechts gegründet.

Der Landkreis als Arbeits- und Wirtschaftsstandort

Viele junge Menschen wissen noch nicht genau, wohin ihr beruflicher Weg sie führen soll – auf der anderen Seite suchen Unternehmen händeringend nach qualifiziertem Nachwuchs, um dem wachsenden Problem des Fachkräftemangels zu begegnen. Hier vermittelt der Landkreis Harburg mit seinem neuen Online-Ausbildungsportal „Matchpoint“, das im September ans Netz gegangen ist. Unter dem Motto „Profis suchen Persönlichkeiten“ präsentieren Firmen aus dem Landkreis Harburg ihre Ausbildungsangebote, Jugendliche können gezielt nach Berufen oder Betrieben suchen oder sich von ihren Interessengebieten leiten lassen.

Ein attraktives Umfeld für Wirtschaft und Wissenschaft sowie neue Arbeitsplätze sollen in Buchholz entstehen: Im Technologie- und Innovationspark (TIP) werden hochinnovative Unternehmen, klassisches Gewerbe und der „Nordheide-Campus“ vereint. Die Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg (WLH) plant auf einem rund 25 Hektar großen Gelände eines der spektakulärsten Bauprojekte im Landkreis Harburg. Mit insgesamt acht wissenschaftlichen Institutionen hat die WLH bereits Kooperationsvereinbarungen getroffen. Der „Nordheide-Campus“ bildet den Kern des TIP: Hier soll der Austausch zwischen den universitären Einrichtungen selbst, aber insbesondere der Wissenstransfer zwischen Hochschulen und Unternehmen stattfinden.

Erfreulich: Der Landkreis Harburg belegt beim aktuell veröffentlichten Regionen-Ranking des Instituts für Mittelstandsforschung, Bonn (IfM) zu „Neuen Unternehmerischen Initiativen“ (NUI) mit Rang 22 von insgesamt 401 Landkreisen und kreisfreien Städten erneut den Spitzenplatz in Niedersachsen und landet damit vor der Hansestadt Hamburg.

Natur und Umwelt im Blick

Nach den positiven Erfahrungen aus dem Vorjahr hat der Landkreis Harburg das erfolgreiche Projekt „Clever heizen“ in 2018 fortgeführt. Die Kampagne, die der Landkreis in Kooperation mit der Verbraucherzentrale Niedersachsen und der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen durchführt, zeigt Bürgerinnen und Bürgern, wie sie Energie sparen, das Klima schützen und gleichzeitig den eigenen Geldbeutel schonen können. Weitere Beispiele für das Engagement der Kreisverwaltung in Sachen Klimaschutz sind die Solarberatungskampagne „Solar-Check plus“ und das Energiesparprojekt „Dreh ab!“, an dem in 2018 insgesamt 18 Schulen mit rund 10.000 Schülerinnen und Schülern teilgenommen haben. In 2019 werden sogar 19 Schulen als Energiesparschulen ausgezeichnet.

Auch der Landkreis selbst wurde 2018 ausgezeichnet als Europäische Energie- und Klimaschutzkommune. Die Zertifizierung (ein internationales Qualitätsmanagement- und Zertifizierungsinstrument für kommunalen Klimaschutz) gilt für vier Jahre, der Landkreis Harburg ist einer von zwei Landkreisen und vier Städten in Niedersachsen mit dieser Auszeichnung.

Fahrrad statt Auto fahren – auch das ist ein Beitrag zum Umweltschutz. Um den Umstieg noch attraktiver zu machen, hat der Landkreis Harburg in 2018 insgesamt 792 neue Fahrradbügel an 178 unterschiedlichen Standorten angeschafft. Das Kooperationsprojekt „Bügel your Bike“ wurde mit 17.800 Euro über das LEADER-Programm von der EU gefördert. Die neuen Fahrradbügel stehen unter anderem an Bahnhöfen, Kirchen, Rathäusern, Bushaltestellen, Kindertagesstätten, Freibädern, Jugendzentren und Sportplätzen. Fahrräder können hier sicher angeschlossen und somit vor Diebstahl geschützt werden – ein weiterer Schritt in Richtung fahrradfreundlicher Kommune.

Über die Landkreisgrenzen hinaus denken wir beim Thema Hochwasserschutz. Mitte Juli hat der Landkreis Harburg gemeinsam mit 23 weiteren Partnern die Kooperationsvereinbarung zur „Hochwasserschutz-Partnerschaft Este“ unterzeichnet. Mitglieder sind die Kommunen an der Este, die Landkreise Stade und Harburg, die Freie und Hansestadt Hamburg sowie die für Deiche und Entwässerung zuständigen Verbände. Ziel der Partnerschaft ist es, in einem ersten Schritt ein integriertes Hochwasserschutzkonzept zu erstellen.

In 2018 wurden auch die Voraussetzungen für die neue Biotonne im Landkreis Harburg geschaffen. Die Abfallwirtschaft hat intensiv daran gearbeitet, dass ab Mitte April 2019 neben den Garten- auch die Bioabfälle aus den Haushalten getrennt eingesammelt werden. Gut 67.000 Haushalte erhalten die Biotonne, 17.000 Grundstückseigentümer kompostieren auf dem eigenen Grundstück und benötigen die neue Tonne nicht. Die Abfallwirtschaft beschafft die Tonnen nach einer europaweiten Ausschreibung und verteilt sie voraussichtlich im ersten Quartal 2019 an die Grundstücke, damit danach die Bioabfallsammlung starten kann.

Tourismus und Kultur

Der Landkreis Harburg ist nicht nur eine attraktive Region, um hier zu wohnen oder zu arbeiten. Einzigartige Landschaften, Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten, kulturelle Veranstaltungen, herrlich gelegene Wander- und Fahrradrouten und nicht zuletzt das gastronomische Angebot locken stetig mehr Touristen an. In 2018 wurde im Landkreis ein landesweit überdurchschnittliches Plus von 8,4 Prozent bei den Übernachtungen verzeichnet. Rund 50.000 Fahrgäste nutzten den beliebten Heide-Shuttle im 13. Jahr der Aktion.

Wie lebendig das kulturelle Leben im Landkreis Harburg ist, zeigt nicht zuletzt das gemeinsame Projekt „Kultursommer“ des Kulturlandkreises Harburg und des Freilichtmuseums am Kiekeberg. Unter dem Motto „In Bewegung“ fanden in 2018 über 140 Veranstaltungen der Kunst- und Kulturszene statt. Man darf schon jetzt gespannt auf den Sommer 2019 sein, wenn der Kultursommer unter dem Motto „Licht und Schatten“ in die nächste Runde geht.

Ein Höhepunkt im Jahr ist die feierliche Verleihung des Kulturpreises „Blauer Löwe“. Dieses Mal wurde die Auszeichnung in der Kategorie „Inklusive Kulturprojekte“ verliehen. Preisträger war die Theaterarbeit der Lebenshilfe Lüneburg-Harburg, deren Tostedter Ensemble das Publikum mit einer mitreißenden Theateraufführung in der Buchholzer Empore begeisterte.

Ausblick auf 2019

Neben den angesprochenen Themenbereichen, die uns auch im kommenden Jahr weiter beschäftigen werden, hat die dringend notwendige Verbesserung der Baustellen-Koordinierung über die Landesgrenze hinweg für den Landkreis Harburg in 2019 allerhöchste Priorität. Zum 1. Januar wird beim Landkreis Harburg deshalb die Stabsstelle Verkehrskoordination geschaffen.
Wir setzen uns mit Vehemenz dafür ein, dass Verkehrsprojekte und Baumaßnahmen besser abgesprochen werden, um die Einschränkungen für die Bürgerinnen und Bürger, aber auch für Unternehmen so gering wie möglich zu halten. Hier ziehen der Landkreis, die hiesigen Kommunen und die Politik an einem Strang.

Als gemeinsames Projekt von zehn Kommunen und dem Landkreis sorgt die Zentrale Vergabestelle ab 2019 dafür, dass öffentliche Ausschreibungen rechtssicher vorgenommen werden können. Sie übernimmt die rechtliche Begleitung der gesamten Ausschreibung von voraussichtlich etwa 700 Vergabeverfahren im Jahr. Ein Vorteil für Unternehmen liegt darin, dass sämtliche Unterlagen und Vorhaben auf einer einheitlichen Plattform zu finden sind.

Ein weiteres wichtiges Thema, das uns auch in 2019 begleiten wird, ist die EU-konforme Sicherung von Naturschutzgebieten. In diesem Jahr ist es uns gelungen, die Sicherung zahlreicher Gebiete abzuschließen, bis Mitte 2019 sollen die übrigen Gebiete folgen. Bei den Verfahren sind wir immer darum bemüht, den unterschiedlichen Interessenlagen Rechnung zu tragen. Ziel ist ein Naturschutz mit den Menschen.

Der weitere Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs – hier läuft aktuell die europaweite Ausschreibung für das komplette Busnetz im Kreisgebiet – sowie wichtige Investitionen in die Infrastruktur des Landkreises und in unsere Schulen stehen in 2019 ebenso an, wie die Förderung von Ehrenamt und Kultur. Vor dem Hintergrund des Onlinezugangsgesetzes beschäftigt sich der Landkreis Harburg zudem intensiv mit der Ausweitung der digitalen Service-Angebote für Bürger.

Ich bin sicher, dass wir gemeinsam mit unseren Städten und Gemeinden vieles zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger auf den Weg bringen werden.

Ich wünsche Ihnen allen viel Glück und Erfolg für das Jahr 2019.

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