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Bundestagswahl: Schock bei SPD und CDU

Harburg. Schockstarre war es, die im Herbert-Wehner-Haus, der Harburger SPD-Zentrale, bei der 18-Uhr-Prognose herrschte. Nicht Enttäuschung oder Überraschung stand den Genossen ins Gesicht geschrieben, sondern blankes Entsetzen. Natürlich wusste man um die Umfragen - aber es ist schon etwas anderes, wenn man die Zahlen unerbittlich dann auf der Leinwand bestätigt oder sogar noch die schlimmsten Befürchtungen übertroffen sieht. Es war der Moment, in dem der eh schon sehr dünne Strohhalm brach, an den sich die Genossen bis zum Schluss geklammert hatten.

Sichtlich und hörbar angeschlagen trat Harburgs SPD-Chef Frank Richter kurz nach 18 Uhr vor die Genossen: „Das Ergebnis der AfD ist ein Schlag ins Gesicht aller Demokraten.“ | Foto: Niels Kreller
Sichtlich und hörbar angeschlagen trat Harburgs SPD-Chef Frank Richter kurz nach 18 Uhr vor die Genossen: „Das Ergebnis der AfD ist ein Schlag ins Gesicht aller Demokraten.“ | Foto: Niels Kreller

Sichtlich und hörbar angeschlagen trat dann kurz nach 18 Uhr Harburgs SPD-Chef Frank Richter vor seine Partei. „Das Ergebnis der AfD ist ein Schlag ins Gesicht aller Demokraten“, so Richter. Es zeige aber auch, dass sie nicht einfach „das Volk“ seien. „Sie sind weit davon entfernt“, machte Richter den Genossen Mut. Man werde das Ergebnis der AfD auch in Harburg analysieren. Nicht alle Wähler dieser Partei seien Rechtsextremisten. „Wir werden aber jetzt Menschen im Bundestag sehen, die mit Demokratie, Meinungs- und Pressefreiheit nichts zu tun haben. Dafür aber hat die SPD in ihrer Geschichte immer gestanden, auch 1933“, formulierte Richter die Kampfansage in Richtung AfD. Zum ersten Mal Applaus kam im Herbert-Wehner-Haus auf, als der SPD-Fraktionsvorsitzende Thomas Oppermann verkündete, dass die Partei in die Opposition gehen werde.

Harburgs CDU-Chef Ralf-Dieter Fischer denkt nach der Wahl über ein neues Einwanderungsesetz nach. | Foto: Niels Kreller
Harburgs CDU-Chef Ralf-Dieter Fischer denkt nach der Wahl über ein neues Einwanderungsesetz nach. | Foto: Niels Kreller

Auch bei der CDU im Landhaus Jägerhof war die Stimmung verhalten. Zwar war die CDU stärkste Partei geworden, aber die großen Verluste und auch das Ergebnis der AfD hinterließen auch hier ihre Spuren. „Was im Gegensatz zu den letzten Umfragen dann rausgekommen ist, ist enttäuschend“, stelle Harburgs CDU-Chef und Fraktionsvorsitzender Ralf-Dieter Fischer fest, Das Positive sei, dass die CDU stärkste Kraft geworden sei und einen klaren Regierungsauftrag habe. Aufgabe der CDU sei es nun, die zur AfD abgewanderten Wähler zu gewinnen. „Viele des Spitzenpersonals der AfD sind rechtsradikal, aber bei Weitem nicht alle ihre Wähler“, so Fischer. Großen Anteil habe die Integrationsfrage gehabt, da müsse man jetzt Lösungen finden. „Vielleicht ein Einwanderungsgesetz, wie es die USA, Kanada und Australien haben.“ Die Bildung einer Jamaikakoalition hält Fischer für schwierig, vor allem bei der Frage der Verteilung der Ministerposten. Was, wenn Angela Merkel jemanden wie Schäuble, eine Integrationsfigur des rechten Parteiflügels, dann nicht mehr ins Kabinett bekäme?

Die Wahlergebnisse im Bezirk Harburg und dem Wahlkreis Harburg-Bergedorf-Wilhelmsburg und den Landkreisen Harburg und Stade hielten im Vergleich zum Wahlergebnis auf Bundesebene keine Überraschungen bereit. Als Direktkandidaten ziehen für Harburg-Bergedorf-Wilhelmsburg Metin Hakverdi (SPD), für den Landkreis Harburg Michael Große-Brömer (CDU) und für den Wahlkreis Stade I-Rothenburg II Oliver Grundmann (CDU) in den Bundestag ein. Angesichts des desaströsen Ergebnisses der SPD war es dann auch nicht überraschend, dass sie ím Bezirk Harburg mit 26,4% der Stimmen hinter der CDU (27,1%) landete.

Hier geht es zum Kommentar: Meine Meinung: Die Wahl ist eine Chance für die Demokratie

Zweitstimmenergebnisse aus dem Geebiet

Bezirk Harburg
SPD 26,4 %
CDU 27,1 %
GRÜNE 10,3 %
DIE LINKE. 10,6 %
FDP 8,9 %
AfD 11,8 %

Wahlkreis LK Harburg
CDU 35,9 %
SPD 22,0 %
GRÜNE 10,2 %
DIE LINKE. 6,3 %
FDP 11,7 %
AfD 10,0 %

Wahlkreis Stade I – Rothenburg II
CDU 38,90 %
SPD 24,56 %
GRÜNE 8,22
DIE LINKE. 6,28 %
FDP 9,55 %
AfD 8,89 %

Gäste aus Decatur genossen eine tolle Woche in Seevetal, Hamburg und Lüneburg

Hittfeld. 26 Gäste aus Seevetals Partnerstadt Decatur besuchten jetzt die Gemeinde Seevetal. Auf dem Programm stand dabei – außer Besuchen von Hamburg und Lüneburg – traditionell auch der Seevetal-Tag. Der Tag begann mit einem Besuch im Wasserwerk Woxdorf und wurde mit einer Führung durch die Bio-Bäckerei Bahde in Beckedorf fortgesetzt. Am Abend schloss sich der Empfang im Rathaus der Gemeinde an. Hier empfing Seevetals Bürgermeisterin Martina Oertzen ihre Amtsschwester Julie Moore-Wolfe, die Bürgermeisterin der Stadt Decatur im US-Amerikanischen Bundesstaat Illinois. Mit einem Augenzwinkern stellte Martina Oertzen klar, dass Brücken vielleicht kaputt gehen können, die Freundschaft zwischen den Menschen von Decatur und Seevetal jedoch nicht.

Eine besondere Ehre wurde im Rahmen des Empfangs Dagmar Bomke zuteil. Bürgermeisterin Martina Oertzen überreichte ihr den „Seeve-Taler“, eine Jubiläumsmünze der Gemeinde, und bedankte sich bei ihr für ihr immer währendes Engagement für die Partnerschaft. 20 Jahre lang bekleidete Dagmar Bomke das Amt der Ersten Vorsitzenden des Städtepartnerschaftsvereins Seevetal-Decatur. Sie war Mitte der 90er-Jahre eine der Mitinitiatorinnen der Wiederbelebung der Partnerschaft und 1997 Gründungsvorsitzende des Vereins. Anfang 2017 schied sie aus dem Vorstand aus, um Platz zu machen für eine neue Generation.

Die nächste Begegnung ist bereits fest ins Auge gefasst: Julie Moore-Wolfe lud die Freunde aus Seevetal zu einem Gegenbesuch 2019 nach Decatur ein.

Ehemalige ehrenamtliche Ortsbürgermeister im Seevetaler Rathaus ausgezeichnet

Hittfeld. Die Gemeinde Seevetal hat jetzt in einer Feierstunde vier ehemalige ehrenamtliche Ortsbürgermeister ausgezeichnet. Seevetals Bürgermeisterin Martina Oertzen hatte Adolf Wendt (Fleestedt), Norbert Fraederich (Hittfeld), Klaus-Dieter Kirchhoff (Over-Bullenhausen) und Rolf Masloch (Ramelsloh) eingeladen, um sich für ihr persönliches Engagement zu bedanken und mit ihnen gemeinsam ihre Porträts für die Ahnengalerie im Rathaus zu enthüllen.

Die Bürgermeisterin bezeichnete es als inzwischen guten Brauch, alle scheidenden Ortsbürgermeister und Bürgermeister Seevetals mit einem fotografischen Porträt in der Ahnengalerie zu verewigen. Bürgermeisterin Martina Oertzen bedankte sich in ihrer Ansprache bei den vier Ehrengästen ganz herzlich: „Als Ortsbürgermeister haben Sie sich für Ihre Mitmenschen und das Gemeinwohl eingesetzt und ihren Heimatort gefördert.“

Adolf Wendt war über 40 Jahre Ortsbürgermeister für den Ortsbereich Fleestedt, Glüsingen, Beckedorf und seit 2006 auch Metzendorf und gehörte dem Gemeinderat seit 1981 an. Norbert Fraederich war seit 1993 Ortsbürgermeister für den Ortsrat Hittfeld, Helmsdorf, Lindhorst und seit 2006 auch für Emmelndorf und übte dies Ehrenamt somit über 20 Jahre aus. Dem Ortsrat gehörte er seit 1991 an und dem Gemeinderat seit 1996.

Klaus-Dieter Kirchhoff war bereits seit 1981 im Ortsrat Over, Bullenhausen und Groß-Moor ehrenamtlich tätig und gehörte dem Gremium damit für sieben volle Wahlperioden an. Ab 1996 wurde er stellvertretender Ortsbürgermeister und Mitglied im Gemeinderat. Seit 2006 fungierte er als Ortsbürgermeister dieses Ortsrats.

Rolf Masloch gehörte dem Ortsrat in Ramelsloh seit 1996 an, später dem neuen Ortsrat Ramelsloh, Ohlendorf und Holtorfsloh. Seit 2011 wirkte er im Gemeinderat mit und seit 2013 war er als Ortsbürgermeister seines Ortsratsbereichs tätig.

Bürgermeisterin Martina Oertzen würdigte das Ehrenamt als Säule des Gemeinwohls: „Menschen, die sich aktiv einsetzen, die einen Beitrag leisten zum gesellschaftlichen, sozialen und politischen Leben – das ist das, was ein Gemeinwesen stark macht und ihm ein menschliches Gesicht gibt.“

Interessierte können die Seevetaler Ahnengalerie zu den bekannten Öffnungszeiten besuchen.

CDU-Kinderfest mit der Bundestagsabgeordneten Herlind Gundelach

Harburg. Zum Kinderfest laden der CDU-Ortsverband Harburg-Mitte, die Harburger Bundestagsabgeordnete Herlind Gundelach zusammen mit der Harburger Bürgerschaftsabgeordneten Birgit Stöver ein. Es findet statt am Sonnabend, 9. September, in der Zeit von 11 bis 16 Uhr auf dem Museumsplatz vor dem Harburger Theater (Ecke Knoopstraße/Wilhelmstraße/Marienstraße).

Birgit Stöver, die Vorsitzende des Ortsverbands: „Die große Attraktion wird das erste Harburger Tischkicker-Turnier sein." Anmeldungen hierzu werden am Sonnabend von 11 bis 12 Uhr angenommen. Stöver: "Einfach vorbeikommen, kostenlos anmelden und interessante Preise gewinnen." Außerdem stehen den Kindern ein Karussell, Blitzschach, ein Glücksrad, Buttons-Pressen, Kinderschminken und kindgerechte Spiele zur Verfügung, die Begeisterung bei Jung und Alt hervorrufen werden.

In einem netten Miteinander mit dem Helms-Museum und der Katholischen Kirche werden kindgerechte Spiele vor der Kulisse der Duckomenta vom Helms-Museum und den weihnachtlichen Kindertheaterstücken des Harburger Theaters wie beispielsweise Pippi Langstrumpf den Rahmen des Festplatzes geben.

"Eine schöne Idee auf dem Harburger Museumsplatz dieses Fest für Kinder stattfinden zu lassen!" so die Bundestagsabgeordnete Herlind Gundelach. „Wir freuen uns auf viele fröhliche Kinderaugen und starke Wettkämpfer beim Tischkicker und beim Blitzschach spielen.

Ehemaliger Blumenmarkt: Und es passiert… nichts

Harburg. Wenn es um die Nutzung des ehemaligen Blumenmarktes über dem Sand geht, dann verweist das Bezirksamt gerne auf das laufende Beweissicherungsverfahren gegen den vorherigen Pächter. Um dieses nicht zu gefährden, könne man beispielsweise den Plattenbelag nicht so herrichten, dass die Fläche ohne Unfallgefahr genutzt werden könne (besser-im-blick berichtete: Achtung Stolpergefahr? Bezirksamt erlaubt keine Nutzung des Blumenmarkts).

Nur: Da läuft schon seit Längerem gar nichts. Das Verfahren ist, wie das Bezirksamt auf Nachfrage von besser-im-blick mitteilte, seit letztem Jahr ausgesetzt: „Mit Blick auf die Realisierung der Planungen von AVW, die einen Abriss des Gebäudes vorsehen, ist das Verfahren seit dem vergangenen Jahr nicht weiter betrieben worden, um diese Entwicklung abzuwarten.“

An der Realisierung des geplanten Neubaus habe man „grundsätzlich keine Zweifel.“ Aber falls es doch nichts wird, wolle man sich vorsorglich absichern. „Eine entsprechende Sorgfalt wird mit Sicherheit auch von uns erwartet“, heißt es dazu aus dem Bezirksamt.

Der Grund für die Verschleppung dürfte auch sein, dass der Bezirk befürchtet, auch bei einem gewonnen Verfahren vom Gegner keinen Cent sehen dürfte. Denn dem Vernehmen nach ist dieser insolvent. Man rechne, mit einem hohen fünfstelligen Betrag in Vorleistung treten zu müssen. Also wird abgewartet, ob sich die Causa Blumenmarkt nicht von selbst erledigt. Zu Lasten des Gastronomiebetriebs „Southside“, dem die Fläche nicht als Terrasse zur Verfügung steht und allen Harburgern, die dort gerne einmal wieder einen Kaffee über dem Sand genießen möchten.

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