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Jüngere HTB-Fußballerinnen mussten älteren HSV-Bundesliga-Kickerinnen Vortritt lassen

Fast 200  Zuschauer waren zur Jahnhöhe gekommen, um sich diese interessante und spielerisch hochwertige Halbfinal-Partie anzusehen. | Foto: ein

Harburg. Das nach Meinung vieler Fußballexperten vorgezogene "Endspiel" um den Oddset-Pokal zwischen dem Team des Harburger Turnerbunds gegen die B-Mädchen des Hamburger Sport-Vereins (HSV) haben die Gastgeberinnen auf dem HTB-Sportplatz Jahnhöhe mit 1:3 (1:1) verloren und damit das Finale verpasst. Fast 200 Zuschauer waren zur Jahnhöhe gekommen, um sich diese interessante und spielerisch hochwertige Halbfinal-Partie anzusehen.

Sie wurden nicht enttäuscht und freuten sich nicht nur über ein spannendes Spiel zwischen zwei teilweise gleichwertigen Mannschaften, sondern auch über ein tolles Ambiente. Dazu gehörten auch eine professionelle Musikanlage, und die Besucher wurden auch von einem Stadionsprecher informiert - ein Hauch von Bundesliga in Harburg.

In der ersten Halbzeit waren die HTBerinnen nach Meinung vieler Zuschauer die bessere Mannschaft. Der erste Aufreger des Spiels war ein Lattentreffer von Lena Goretzka bereits nach fünf Minuten. In der 17. Minute klappte es dann besser für Lena. Sie traf zum 1:1-Ausgleich nach der HSV-Führung in der 14. Spielminute. Diane Hennings vergab dann Sekunden vor dem Halbzeitpfiff noch eine "200- prozentige Torchance".

Can Özkan, einer beiden HTB-Trainer: "Wenn wir das Tor oder die Tore machen, steht es zur Halbzeit 2:1 oder 3:1 für uns und dann kommt ein ganz anderer Spielverlauf zustande. Leider blieb es zur Halbzeit nur beim 1:1."

In der zweiten Halbzeit war das HSV-Bundesliga-Team die klar bessere Mannschaft. Can Özkan: "Unsere Mädels konnten plötzlich nicht mehr so richtig kombinieren und schnell spielen." Das HTB-Team konnte sich kaum noch aus der Umklammerung lösen. Dann fiel in der 58. Minute nach einem Eckball per Kopfball durch Nina Wojna das 1:2 und sechs Minuten später die Entscheidung zum 1:3 durch Laura Henke.

Die HTB-Mädchen wehrten sich zwar nach Kräften, konnten aber nicht mehr an die guten Leistungen der ersten Halbzeit anknüpfen. Allerdings muss man bedenken, dass das HTB-Mädchen-Team mit vielen Aktiven spielt, die in den Jahren 2003 und 2004 geboren sind und nur einige im Jahr 2002. Das bedeutet, dass die HTBerinnen vom Alter her eigentlich eher ein C-Mädchen-Team sind, während im Bundesliga-Team vom HSV alles Spielerinnen dabei sind, die in den Jahren 2001 und 2002 geboren sind.

HTB-Trainer Can Özkan: "Wir haben gesehen, dass wir mit dieser Truppe schon jetzt in der Bundesliga mithalten könnten. Vorerst müssen wir aber erst einmal unser Ziel errreichen, Hamburger Meister zu werden. Und dann geht es in die Qualifikation zur Bundesliga. Wird nicht einfach werden. Aber wir arbeiten dafür weiter hart."

Am kommenden Sonntag, 22.04.18,  geht es dann wieder um Punkte. Gegen das Team vom Walddörfer SV wollen die HTB-Mädchen den nächsten Sieg einfahren, um dem Spitzenreiter Eimsbütteler TV auf den Fersen zu bleiben.

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