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Das Glück der deutschen Nationalmannschaft fehlte den HTB-Mädchen in Aurich

HTB-Mädchen in Aurich | Foto: ein

Aurich/Harburg. Das Glück, das die DFB-Elf im zweiten Gruppenspiel der WM in Russland gegen Schweden hatte, als Toni Kroos mit seinem Freistoßtreffer in allerletzter Minute noch zum 2:1-Sieg traf, fehlte den Spielerinnen des HTB-B-Mädchen-Teams im Rückspiel in Aurich. Die Kickerinnen des Harburger Turnerbunds, die das Heimspiel vor einer Woche unglücklich mit 1:3 verloren hatten, scheiterten trotz eines 1:0-Siegs in Aurich am Ziel, den Aufstieg in die B-Mädchen-Bundesliga zu schaffen.

Trotz teilweiser Überlegenheit in beiden Spielen klappte es nicht mit dem angestrebten Ziel, den Aufstieg zu schaffen. Die Trainer und Betreuer und die Spielerinnen selbst wussten natürlich, dass es im Rückspiel nicht einfach sein würde. Ein 1:3 musste aufgeholt werden. Ein 2:0 oder ein 3:1-Sieg wären nötig gewesen, um zumindest eine Verlängerung zu erreichen.

In der Vergangenheit waren die Soccerbees vom HTB allerdings dafür bekannt gewesen, dass sie Spiele drehen konnten. Die Mannschaft, das Trainer- und Betreuer-Team, die Eltern und Großeltern sowie viele mitgereiste Fans waren überzeugt, das im Rückspiel alles drin ist. In der ganzen Woche waren die HTB-Mädchen im Training gut drauf. Die Harburger Mädels waren überzeugt davon, dass sie die bessere Mannschaft sind.

Nachdem die HTB-B-Mädchen ihren Gegner auf der Jahnhöhe kennengelernt hatten, wussten alle, worauf sie sich einlassen und welche Strategie gegen die Spielvereinigung Aurich hilfreich sein würde. Die Harburger Mädels wollten es unbedingt wissen. In den ersten zehn Minuten kam es regelrecht zu einem Feuerwerk des HTB-Teams. Schon nach 60 Sekunden gab es einen eigentlich unhaltbaren Schuss von Lena Goretzka, den die hervorragende Auricher Torhüterin allerdings parierte. Die Sturmläufe der Harburgerinnen kamen nahezu im Minutentakt. Aber gleich mehrere Torchancen blieben ohne Erfolg. Die Auricher Mädchen befreiten sich ein ums andere Mal mit Befreiungsschlägen.

Nach 20 Minuten fiel endlich das dem Spielverlauf nach überfällige Tor durch Lena Goretzka. War das jetzt die Wende? Es gab zwar weiterhin eine Spielüberlegenheit der Soccerbees. Da die Auricher Mädels aber immer tiefer hinten standen, wurde es außer bei Distanzschüssen noch schwerer für die HTBerinnen, sich weitere Torchancen zu erspielen. Auch in der zweiten Halbzeit dominierten weiterhin die Harburger Kickerinnen.

Im Laufe der Begegnung wurde es immer hektischer und härter. HTB-Trainer Can Özkan: "Man glaubt nicht, was für Emotionen in einem Mädchenfußballspiel hochkommen. Es war, wie schon im Hinspiel beim 1:3 auf der Jahnhöhe, ein Kampf um jeden Ball. Die Zuschauer freuten sich über viele schöne Spielzüge, Tempo, aber auch viel Kampf." Özkan beklagte auch die zweitweise "miese Spielweise, sowie Provokationen einiger Auricher Mädels".

Der HTB-Trainer: "Im Team der Spielvereinigung Aurich gab es einige Mädels, die nicht nur körperlich sehr robust agierten, sondern auch provozierten. Typisch in der zweiten Halbzeit eine Situation: Beyza Kara geht zu der mit Wadenkrämpfen schreienden Catharina Jansen (Aurich) und hilft, ihre Schmerzen zu lindern. Beyza Kara ist mit ihrer Hilfe passiv im Spiel - aber die Auricherinnen griffen trotz dieser fairen HTB-Aktion an. Die HTB-Mädels spielten den Ball dann auch noch ins Aus. Der Einwurf wurde nicht - wie fairerweise üblich - zu den Harburger Mädels geworfen. Mit solchen Methoden verspielt man sich Sympathien."

In der zweiten Halbzeit gab es weiterhin viele Torchancen für die Harburgerinnen und einen Pfostenschuss von Lena Goretzka. Aber die Kräfte schwanden bei beiden Teams.

Can Özkan: "Das Ziel, in die B-Mädchen-Bundesliga aufzusteigen, war eigentlich erst für 2019 geplant. Durch die sehr gute Entwicklung des Teams schon in diesem Jahr mit dem Titel Hamburger Meister stellten wir uns der Verantwortung. Ich denke, wir haben Hamburg sehr gut vertreten. Wir haben gezeigt, dass in der Hansestadt qualitativ guter Mädchenfußball gespielt wird. Wir haben alles gegeben und haben uns nichts vorzuwerfen."

Nach einer wohlverdienten Fußballpause wollen die Soccerbees in der kommenden Saison abermals angreifen und möglichst viele Titel auf die Jahnhöhe holen und dann im kommenden Jahr den Aufstieg nachholen. Die Trainer Svenja Busies und Can Özkan: "Wir versprechen den Harburgern, dass wir mit großem Herz Fußball spielen werden. Kommt zu unseren Spielen und überzeugt euch selbst."

Verstärkungen können die Soccerbees auch im Hinblick auf die neue Saison gebrauchen. Leistungsorientierte, aber auch sportliche Quereinsteigerinnen sind herzlich willkommen beim HTB.

Unter folgenden Link sind Infos und Kontakte möglich:

https://www.harburgertb-fussball.de/juniorinnen/b-juniorinnen-1/  oder  www.soccerbees.de

 https://www.facebook.com/soccerbeeshtb/?ref=aymt_homepage_panel

 

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