Infoveranstaltung im Nachbarschaftscafé Neuwiedenthal: Vorsorgen für den Fall der Fälle
Neuwiedenthal. „Mein Mann, meine Frau, meine Kinder werden das dann schon für mich regeln.“ Viele Menschen glauben, dass ihre engsten Familienangehörigen automatisch einspringen können, wenn sie selbst zu einem späteren Zeitpunkt durch Unfall oder Krankheit nicht mehr selbst in der Lage sein sollten, wichtige Entscheidungen für sich zu treffen. Ein weit verbreiteter Irrtum, denn das deutsche Recht sieht keine automatische Angehörigenvertretung vor – nicht nur familienfremde Vertrauenspersonen, auch Ehepartner, Kinder oder Eltern müssen bevollmächtigt oder durch ein Betreuungsgericht zum Betreuer bestellt werden, um rechtsverbindliche Entscheidungen treffen zu können.
Detaillierte Informationen rund um Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung erhalten Interessierte beim nächsten Nachbarschaftscafé im Striepensaal, Striepenweg 40, in Neuwiedenthal.
Am Donnerstag, 26. Juli, ab 15 Uhr erläutert Stefan Kinzel vom Betreuungsverein Insel e.V. die wichtigsten Fakten und beantwortet Fragen. Dazu gibt es Kaffee und Kuchen und im Anschluss Gelegenheit zum Klönschnack und gegenseitigen Kennenlernen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Das Nachbarschaftscafé findet an jedem 4. Donnerstag im Monat von 15 bis 17 Uhr im Striepenweg 40 statt. Es ist ein Angebot im Rahmen von „Nachbarschaft AHOI“, das die Begegnung und gegenseitige Unterstützung vor allem der älteren Bewohner im Stadtteil fördern will. Träger ist das Harburger Rote Kreuz.