Neun Verletzte bei Unfall auf der A1 - Raser soll Schuld sein

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Ein rücksichtloser Raser soll Schuld an dem Unfall auf der A1 bei Hollenstedt sein. | Foto: JOTO

Hollenstedt. Neun Personen wurden am gestrigen Sonntagnachmittag auf der Autobahn A1 bei Hollenstedt bei einem Unfall verletzt, an dem mehrere Autos beteiligt waren. Schuld soll nach Augenzeugenberichten von vor Ort ein rücksichtloser Raser sein.

Der Unfall ereignete sich nach Polizeiangaben gegen 16:45 Uhr kurz hinter der Anschlussstelle Hollenstedt in Fahrtrichtung Bremen. Dabei kippte ein Geländewagen auf die Seite und fing Feuer. Ersthelfer halfen den Insassen aus dem Fahrzeug. Die Feuerwehr löschte den brennenden Geländewagen.

Ein blauer Mercedes und ein weiters Auto waren nach rechts von der Straße abgekommen. Sie landeten zum Teil auf dem Dach liegend im Seitengraben. Die fünf Insassen, unter denen sich ein Säugling befand, wurden verletzt und konnten sich mit Hilfe von Ersthelfern aus den Fahrzeugen befreien.  Ein grauer Mercedes wurde ebenfalls beschädigt und der Fahrer verletzt.

Die A1 war mehrere Stunden in Richtung Bremen voll gesperrt. Es kam zu einem erheblichen Stau von bis zu 12 Kilometern Länge.

Mehrere Zeugen berichteten vor Ort übereinstimmend, dass ein blaues Auto vor dem Unfall mit hoher Geschwindigkeit mehrfach rücksichtlos die Spuren gewechselt und den Verkehr dadurch gefährdet habe. Die Polizei geht diesen Hinweisen nach.

Update 19.9.2022, 12:55 Uhr: Wie die Polizei bekanntgab, handelte es sich wahrscheinlich um ein illegales Autorennen: Nach Angaben von Zeugen sei es gegen 16.40 Uhr auf dem linken der drei Fahrstreifen zu einer Kollision zwischen dem Saab eines 35-Jährigen und dem Mercedes eines 40-Jährigen gekommen. Anderen Verkehrsteilnehmern waren die Fahrzeuge der beiden zuvor durch waghalsige Fahrstreifenwechsel und Überholmanöver aufgefallen. Nach der Kollision schleuderten die beiden Fahrzeuge nach rechts von der Fahrbahn, durchbrachen dabei einen Wildschutzzaun und landeten in einem Straßengraben. Eine Person wurde dabei aus einem Auto geschleudert. Während des Schleudervorgangs wurde der Mercedes eines 35-Jährigen getroffen, der wiederum mit dem Range Rover eines 57-Jährigen kollidierte. Dieses Fahrzeug kam ebenfalls ins Schleudern, überschlug sich auf der Autobahn und geriet in Brand. Der Fahrer eines nachfolgenden BMW konnte nicht mehr vor der Unfallstelle halten. Er fuhr durch das Trümmerfeld und beschädigte sein Auto. Im Saab wurde der Fahrer schwer und dessen 45-jähriger Beifahrer leicht verletzt. Im direkt beteiligten Mercedes zogen sich der Fahrer und zwei Mitfahrer leichte Verletzungen zu. Der 35-jährige Fahrer des zweiten Mercedes wurde ebenfalls leicht verletzt. Im Range Rover zog sich eine 47-jährige Mitfahrerin Brandverletzungen zu. Zwei weitere Insassen wurden leicht verletzt.