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„Konflikte in Kita, Schule, Hort und Jugendhilfe durch Mediation lösen“

Konflikte in Kita, Schule, Hort und Jugendhilfe durch Mediation lösen“ – der zweite Fachtag des Projekts VisioN stieß auf großes Interesse, hier die Begrüßung durch Rainer Kaminski. | Foto: ein

Winsen.Konflikte in Kita, Schule, Hort und Jugendhilfe durch Mediation, gewaltfreie Kommunikation und Streitschlichtung lösen?!“ Zu diesem Thema fand nun der zweite Fachtag von VisioN, einem Gemeinschaftsprojekt des Landkreises Harburg mit der Evangelischen Jugendhilfe Friedenshort GmbH, für pädagogische Fachkräfte aus dem Landkreis Harburg, im Winsener St.-Marien-Gemeindehaus statt.

Für den Erfolg jeder pädagogischen Arbeit ist eine gute Streitkultur entscheidend“, begrüßte Reiner Kaminski, Bereichsleiter Soziales beim Landkreis Harburg, die Teilnehmer. Fehle diese, entstünden Barrieren, die ein gutes Miteinander in der Gesellschaft behindern. „Wenn durch eine frühe Arbeit mit Mitteln der Mediation junge Menschen dazu befähigt werden, die Streitkultur in Bildungs- und Erziehungseinrichtungen zu verbessern, kann unsere Gesellschaft davon langfristig nur profitieren.“
Über das Projekt VisioN wurden darum seit 2008 mehr als 140 Fachkräfte aus mehr als 60 Kitas, Schulen und Jugendhilfeeinrichtungen im Landkreis Harburg zu Mediatorinnen und Mediatoren ausgebildet. Mit dem zweiten Fachtag Mediation erhielt dieser Prozess nun einen weiteren Schub.

Wie Mediation von Konflikten in Schleswig-Holstein seit vielen Jahren an Schulen eingesetzt wird, berichtete Anne Keller, ehemalige Mitarbeiterin am Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen in Schleswig-Holstein (IQSH), in ihrem Vortrag am Vormittag. Dabei werden Lehrkräfte und Schulsozialarbeitende zu Schulmediatoren ausgebildet und geben ihr Wissen dann an Schüler weiter, die sich als Konfliktlotsen für die engagieren.
Nicht die pädagogischen Fachkräfte lösen also Konflikte durch hoheitliche Entscheidung, sondern die Konfliktparteien werden durch Konfliktlotsen dabei unterstützt, selbst eine Lösung zu verabreden. Lediglich einseitig verursachte, schwerwiegende oder mit Gewaltanwendung verbundene Konflikte, werden durch ausgebildete Fachkräfte gelöst.

Erste Elemente der Mediation könnten bereits in der Kita genutzt werden. Besonders erfolgreich sei die sogenannte „SÄM“, die „3-Schrittige-Ärger-Mitteilung“. Dabei handelt es sich um eine Methode der Gesprächsführung, die von jedem Kind ungeachtet seines Entwicklungsstands erlernt werden kann. Das Mediationskonzept lasse sich auch auf die offene Jugend- oder der Vereinsarbeit übertragen, so Anne Keller, indem es an die dortigen Regelsysteme anknüpfe.

Die Entwicklung eines konstruktiven Umgangs mit Konflikten wird jedoch weder in Kita, Schule oder der Jugendhilfe von heute auf morgen gelingen. „Um auf dem Weg dahin voneinander zu lernen, sind Netzwerke eine hilfreiche Basis“, erläuterten Ingrid Strauer und Tina Rath vom Projekt VisioN im abschließenden Vortrag. Ob dies im Landkreis Harburg gelingen wird, zeigt sich spätestens im kommenden Jahr. Dann wird das Projekt VisioN 2019 zu einem weiteren Austausch zum Thema „Netzwerk Mediation“ einladen.

Weitere Informationen erhalten Interessierte bei Tina Rath vom Projekt VisioN unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! . Das Projekt VisioN wird im Programm Inklusion durch Enkulturation (IdE) des Niedersächsischen Kultusministeriums aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert.

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