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Königsessen der Schützengilde bildet den Auftakt zum 491. Harburger Vogelschießen

Eine kleine Revolution und ein historisches Foto: Bezirksamtsleiterin Sophie Fredenhagen war am Freitag die erste Frau überhaupt in der Runde des Königsessens der Harburger Schützengilde. | Foto: Niels Kreller

Harburg. Kurz vor ihrem 500. Jubiläum erlebt die Harburger Schützengilde von 1528 eine doch große Umwälzung. Am Königsessen, das am Freitag zu Ehren von Gildekönig Jörg Geffke im Privathotel Lindtner in Heimfeld abgehalten wurde, nahm zum 2019 05 25 gilde1ersten Mal in der Geschichte dieses Essens eine Frau teil. Bisher eine reine Männerdomäne, sah sich die Schützengilde ja nun seit einigen Monaten Bezirksamtsleiterin Sophie Fredenhagen, Harburgs neuer „Bürgermeisterin“ gegenüber. Vielerorts war man gespannt, wie die Gilde darauf reagiert. Das Ergebnis: Natürlich nahm Sophie Fredenhagen am Königsessen teil – und in Gesprächen und den Gesichtern der Gildeschützen und ihrer Gäste war deutlich zu sehen, dass das auch gut so war und die erste Frau in der Geschichte in die Runde aufgenommen wurde. Und ihr hat der Abend auch gefallen. „Es war ein schöner Abend in lockerer Atmosphäre und in sehr netter Gesellschaft. Das Essen war wie immer im Lindtner hervorragend. Es waren interessante Gäste und sehr gute Unterhaltung“, so die Bezirksamtsleiterin. „Ich habe mich sehr wohl gefühlt!“

Das älteste erhaltene bürgerliche Königsschild von 1530

Ein besonderes Schmankerl hatte wieder einmal Prof. Rainer-Maria Weiss, Direktor des Archäologischen Museum Hamburg / Stadtmuseum Harburg, dabei: Ein Königsschild von 1530, also zwei Jahre nach der Gründung der Gilde und wahrscheinlich das älteste existierende eines bürgerlichen König.2019 05 25 gilde2 Hier sind Hufeisen und Anker am Gildevogel befestigt. Ja – wer es nicht glaubt: Es ist tatsächlich der Vogelschießen-Vogel. Denn trotz der heutigen Darstellungsweise ist dies nicht, wie viele glauben, ein Adler. Sondern ein Papagei, ein exotischer Vogel. Und 1528 saß tatsächlich ein bunter Papagei auf einer Stange und wartete darauf, von Herzog Otto I herabgeschossen zu werden, der dann auch der erste Gildekönig wurde.

Das Königsschild, gefertigt von einem Harburger Goldschmied, ist wohl auch das einzige bürgerliche aus dieser Zeit, denn für den 30-jährigen Krieg musste Harburg befestigt werden – und das kostete Geld. So gab die Schützengilde ihre silbernen – bürgerlichen – Schilde hin für die Stadtbefestigung. 200 Mark habe es dafür gegeben – so viel wie etwas 2000 Schweine, 100 Ochsen oder 2019 05 25 gilde350 Pferde damals gekostet hatten. Eine schöne Stange Geld also. Weiss kündigte an, von jetzt an zu jedem Königsessen eine solche Kostbarkeit mitbringen zu wollen, um die Gilde an das nahende 500. Jubiläum zu erinnern und vorzubereiten. Was also im nächsten Jahr zu sehen sein wird bleibt spannend, denn die alten Schätze der Gilde sind dem Stadtmuseum als Leihgabe übergeben worden.

Kaffeekränzchen am Nachmittag

Schon vorher am Nachmittag trafen sich traditionsgemäß die Damen der Deputation zum Kaffeekränzchen bei der Königin Birgit Wöckener, Lebensgefährtin von Gildekönig Jörg Geffke im beschaulichen Eißendorf. Gekommen 2019 05 25 gilde4waren Nicole Mönke, Viktoria Ehlers, Angelika Harms, Angela Bockelmann, Nicole Maack, Anne Volkland, Marianne Blohm und Marita Kirste. Dieser Runde musste der Gildekönig auch als allerersten sein Königsschild präsentieren, das mit bewundernder Zustimmung Anklang fand. Danach ging es an die leckeren Kuchen und zum Abend hin wurde mit Leckereien aus Wöckeners niedersächsischer Heimat Bad Salzdetfurth gegrillt.

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