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„Zurück im Revier“: Kai Kütemeyer ist wieder Schulpastor im Kirchenkreis Hittfeld

Kai Kütemeyer ist zurück im Ev.-luth. Kirchenkreis Hittfeld, als Schulpastor an den BBS Buchholz und im Kirchenkreis. | Foto: C. Wöhling

Hittfeld/Buchholz. Der Text von Marius-Müller Westernhagen passt zu Kai Kütemeyer: „Ich bin wieder hier, in meinem Revier. War nie wirklich weg. Hab mich nur versteckt.“* Pastor Kai Kütemeyer ist seit August wieder im Ev.-luth. Kirchenkreis Hittfeld tätig - als Schulpastor an den BBS Buchholz und mit kirchlichen Anteilen im Kirchenkreis. Beides kennt der 57-Jährige gut, hier hat er viele Jahre gearbeitet. Einen Termin für seine Einführung gibt es aufgrund der Corona-Regeln noch nicht.
Als Schulpastor gibt Kai Kütemeyer Religionsunterricht und ist Seelsorger für Lehrerkräfte, Schülerinnen und Schüler. Die Altersspanne der Schüler reicht von 16 bis 52 Jahren, da zu seinen Schulen Berufliche Gymnasien, Berufsschulen,

Berufsfachschulen und Fachschulen zählen, die auch von vielen älteren Quereinsteigern besucht werden. „Das wird interessant, früher lag der Altersdurchschnitt der Schüler bei etwa 20 Jahren, jetzt sind viele Schüler deutlich älter. Sie bereichern mit ihrer Lebenserfahrung die Klassen, haben aber manchmal auch die Tendenz, ihre eigenen Erfahrungen in den Vordergrund zu stellen.“ Als Seelsorger gehört er zum Beratungsteam für Schüler und Lehrer. „Sicher werden sich die Probleme der Lehrer und Schüler im Vergleich zu meiner ersten Zeit an den BBS geändert haben, denkt man etwa an die Probleme der sexuellen Identität, die es so offen früher nicht gab.“

Ein kurzer Rückblick auf seine beruflichen Stationen: Nach dem Studium in Tübingen und Göttingen war Kai Kütemeyer Pastor in Stade, dann in Nenndorf. „Zu der Zeit suchte ich eine neue Herausforderung, so folgte ich einer meiner Leidenschaften, dem Lesen. Ich machte eine Buchhändler-Lehre bei der Buchhandlung Slawski. Eine total großartige und ausfüllende Ausbildung“, sagt Kai Kütemeyer. 2005 wechselte er dann an die BBS Buchholz und blieb zehn Jahre. Zudem war er erst Kirchenkreisjugendpastor im Kirchenkreis Hittfeld, dann Beauftragter für Kirche und Schule im Sprengel Stade. Nach dieser Zeit wurde er Referatsleiter für kirchliche Bildungsarbeit und für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Landeskirchenamt in Hannover. Das tägliche Pendeln nach Hannover empfand er auf die Dauer als zu anstrengend, so wechselte er als Schulpastor an die IGS Winsen-Roydorf und war anderthalb Jahre Kirchenkreisjugendpastor im Kirchenkreis Winsen. Und jetzt zurück „ins Revier“, in den Kirchenkreis Hittfeld. „Mich reizt die Mischung aus Vertrautem und Neuem. Vieles in der Schule und im Kirchenkreis kenne ich, vieles ist neu.“

Kütemeyer wohnt mit seiner Frau in Hamburg. Viele Menschen aus Rosengarten kennen ihn als Mitglied der „Bickbeern-Schweizer-Speeldeel“. Einmal im Jahr führt die Gruppe plattdeutsche Theaterstücke im Gasthaus Böttcher in Nenndorf auf, bei denen er auch Regie führt. Die Liebe zur Schauspielerei ist ihm in die Wiege gelegt. Sein Vater Günter Kütemeyer spielte Theater und diverse Fernsehrollen, so spielte er bis zu seinem 88. Lebensjahr den Bürgermeister in „Neues aus Büttenwarder.“ Kütemeyer ist Fan des 1. FC St. Pauli und freut sich schon wieder auf Spiele vor Zuschauern.

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