Kult-Kneipe Klimperkasten eröffnet Suppenküche

Lassen trotz Lockdown den Kopf nicht hängen und zeigen Engagement: Jasmin Speck und ihr Lebensgefährte Ralf Zaiser hatten die Idee zur Suppenküche im Klimperkasten. | Foto: Niels Kreller

Stelle. Die Coronakrise und der Lockdown treffen die Gastronomen. Besonders auch diejenigen, die trotz der unsicheren Lage im vergangenen Jahr eine Gastronomie übernommen haben. Wie Jasmin Speck und ihr Lebensgefährte Ralf Zaiser. Die beiden haben im August die Kult-Biker- und Musikkneipe Klimperkasten am „Steller Rockkreisel“ übernommen. Nach kurzer Zeit mussten sie aber, wie alle anderen, wieder aufgrund des Lockdowns schließen. Nun schmeißen sie jeden Montag den Grill für Take-Away an.

Suppenküche zu Gunsten der Familienstelle

Damit aber nicht genug: Seit Samstag gibt es auch eine Suppenküche im Klimperkasten. Jeden Samstag und Mittwoch verkaufen die beiden eine Tagessuppe zum Selbstverzehr für 4,50 Euro. Und wer möchte, der kann eine weitere für 2,50 Euro dazunehmen. Und die wird dann als Coupon an die Familienstelle im Ort gegeben, die die Coupons an bedürftige Familien verteilt, damit auch sie sich eine warme Suppe holen können. Eine „aufgeschobene“ 2021 01 11 klimperkasten1Suppe sozusagen, wie man es zunehmend beim Kaffee kennt.

„Wir wollten noch zusätzlich zum Grillen etwas machen und sind auf die Idee mit der Suppenküche gekommen mit der aufgeschobenen Suppe“, so die beiden. Nicht alltäglich in einer Zeit, in der es auch bei den Wirten knapp ist. Durch Rückkoppelung mit der Gemeinde hat sich dann die Zusammenarbeit mit der Familienstelle ergeben.

An den aufgeschobenen Suppen möchten die beiden auch nichts verdienen. Die Differenz zu den Kosten wird vom Klimperkasten und Sponsoren getragen. „Wir wollen aus der Aktion keinen Profit schlagen, sondern einfach nur denen etwas zukommen lassen, die es brauchen“, so die beiden. Um die Kosten zu decken und um weitere Suppen für die Familienstelle zu ermöglichen, kann man einfach Sponsor über paypal oder vor Ort werden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

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Schon am ersten Tag 30 „aufgeschobene“ Suppen

Schon der erste Tag war ein Erfolg: 50 „normale“ Suppen – Gyrossuppe – wurden verkauft und dabei sind 30 „aufgeschobene“ zusammengekommen. Am kommenden Mittwoch gibt es Kartoffelsuppe und am Samstag leckeres Chili con Carne.

Nächster Schritt: Gulaschkanone

Noch wird die Suppe in der Küche zubereitet. Aber auch das wird sich ändern. Denn Jasmin Speck, ihr Sohn Finn-Ole Speck und Ralf Zaiser haben eine alte Gulaschkanone besorgt, die gerade überholt und dann auf einen Pferdeanhänger moniert wird. „Wir hoffen, dass die Gulaschkanone in zwei bis drei Wochen einsatzbereit ist“, so Ralf Zaiser. Dann wird die Suppe natürlich in der Gulaschkanone gekocht werden.