Märchen für Kinder und Mahlvorführung in Moisburg

Der Märchenerzähler Jörn-Uwe Wulf verzaubert mit Harfe seine Zuhörer. | Foto: Ellen Erdbeer-Wulf

Moisburg. „Gemährliche Färchen“ für Zuhörer ab vier Jahren erzählt Jörn-Uwe Wulf am Sonntag, 8. August, ab 14 und ab 16 Uhr, im Mühlenmuseum Moisburg. Der Titel ist ein treffendes Wortspiel für die zauberhaften Märchen aus aller Welt. Von 14 bis 17 Uhr führt der Müller Franz Rosenkranz den Besuchern außerdem die alte Wassermühlentechnik an der Este vor und mahlt Getreide. Das Mühlencafé bietet Kaffee, Eis und Kuchen. Bis Oktober ist das Mühlenmuseum jeden Sonntag und feiertags von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ins Mühlenmuseum kostet 3 Euro, unter 18 Jahren ist er frei.

Jörn-Uwe Wulf nimmt seine Zuhörer mit auf eine Reise um die Welt: Der „Hoppelhase“ aus Amerika trinkt anderen Tieren das Wasser weg, „Ein Bräutigam für Frau Maus“ wird in Myanmar gesucht und – besonders unheimlich in der historischen Wassermühle – das Zauberwort „Wiedewau“ verhext die Müllersleute. Jörn-Uwe Wulf begleitet seine Märchen mit der Harfe und bezaubert Kinder ab vier Jahren und ihre erwachsenen Begleiter. Bekannt ist er von den Ohlsdorfer Märchen-Spaziergängen. Er erzählt die Märchen in der Reihe „Sonntags in der Mühle“: An ausgewählten Sonntagen gibt es Vorträge, Musik, Lesungen und andere Programme.

Vor den Augen der Besucher setzt der Müller Franz Rosenkranz das alte Mühlenrad in Gang und mahlt Roggenkorn zu Schrot. Dabei erklärt er die historische Technik – die Moisburger Mühle ist eine der letzten noch funktionierenden Wassermühlen in der Region. Das Fachwerkhaus ist etwa 300 Jahre alt; erwähnt wurde eine Mühle an diesem Ort bereits im 14. Jahrhundert. Heute zeigt das Mühlenmuseum, wie ein Müller noch in den 1930er Jahren in der Mühle gelebt und gearbeitet hat. In den vergangenen 100 Jahren haben die neuen Energien Dampf, Diesel und Strom die Wind- und Wassermühlen weitestgehend verdrängt.