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Wirtschaftsweiser referiert bei Volksbank-Veranstaltung in Winsen

Winsen. Kein Stuhl war mehr frei, als Gerd-Ulrich Cohrs, Vorstandsmitglied der Volksbank Lüneburger Heide eG, jetzt rund 600 Gäste in der vollbesetzten Winsener Stadthalle begrüßte. Bereits zum 39. Mal hatte die Genossenschaftsbank zum Wirtschaftstag eingeladen. Auch in diesem Jahr waren die Eintrittskarten schnell vergeben. „Mit der Veranstaltung ermöglichen wir den Austausch von Wirtschaft, Politik und Unternehmen in der Region und freuen uns daher sehr über die positive Resonanz“, so Cohrs.

Die Gäste waren gekommen, um den Ausführungen von Prof. Dr. Dr. Lars Feld zu folgen. Dieser hatte nur einen Tag zuvor mit seinen Kollegen des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (SVR) – umgangssprachlich als „die Wirtschaftsweisen“ bekannt – der Bundeskanzlerin das Jahresgutachten seines Gremiums präsentiert. Und dafür sogar ein Lob von Angela Merkel erhalten: „Sie sagte uns, wir sollten uns nicht wundern, wenn nicht alle Vorschläge umgesetzt werden – aber wir hätten sie inspiriert“, zitierte der Wirtschaftsweise und Direktor des Walter-Euckens-Instituts Freiburg die Regierungschefin. Und fügte schmunzelnd hinzu: „Mehr geht doch wirklich nicht“.

Den Zuhörern fasste er das rund 350 Seiten umfassende Gutachten während seines eineinhalbstündigen Vortrags kompakt zusammen. Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland beschreibt Feld mit klaren Worten: „Die deutsche Wirtschaft ist im Abschwung – vor allem die Industrie“. Bislang gehe der SVR aber nicht von einer breiten Rezession aus. „Ein Konjunkturprogramm ist daher nicht nötig“, so sein Fazit.

Auch die Weltwirtschaft wachse nicht mehr so schnell, erläuterte Feld. Der Welthandel sei schwach. Gründe hierfür seien vor allem die Handelskonflikte, der Brexit und eine Fülle von Regulierungen. Dies alles bringe große Unsicherheit mit sich: „Und Unsicherheit ist Gift für Investoren“ brachte er es auf den Punkt.

Die strukturellen Herausforderungen sieht Feld vor allem in der demografischen Entwicklung: „Fachkräftemangel wird normal“, führt er vor Augen. Die Chancen der Globalisierung und Technisierung müssten daher genutzt werden: „Hier dürfen wir den Anschluss nicht verlieren“, appelliert Feld.

Problematisch sieht er außerdem die Herausforderung junger Unternehmen, an Kredite zu kommen - das müsse sich ändern. „Hier müssen wir versuchen, zu kompensieren - zum Beispiel mit steuerlichen Anreizen und mehr Einsatz von Wagniskapital“, so Feld.

Die Politik sei deshalb gefordert, attraktive Rahmenbedingungen zu setzen. Bildung, Forschung und Innovation sind Voraussetzungen für ein höheres Produktivitätswachstum. „In Deutschland funktioniert die Transformation von Geld in Wissen ganz gut – umgekehrt leider nicht so“, erklärt Feld.

 

Gerd-Ulrich Cohrs bedankte sich im Anschluss an den Vortrag bei dem Referenten für „das Feuerwerk an Informationen“. Und ergänzt: „Wir wollen mit unseren Grundwerten und der genossenschaftlichen Idee eine verlässliche Konstante in Zeiten des Strukturwandels sein.“

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