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  • Hamburgs DGB-Vorsitzende Katja Karger: Coronahelden haben mehr als Applaus verdient

    Gastbeitrag. Katja Karger, Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbuns (DGB) Hamburg, hat für besser-im-blick einen Gastbeitrag zur aktuellen Lage der "systemrelevanten" Kolleginnen und Kollegen geschrieben:

    Coronahelden haben mehr als Applaus verdient

    Unseren Applaus haben sie sich verdient: Die Beschäftigten, die gerade den Laden am Laufen halten. Ob in den Krankenhäusern, der Pflege, das Sicherheitspersonal, die Polizist/-innen, Verkäufer/-innen oder Erzieher/-innen. Sie sind unsere „Corona-Held/-innen“.

    Doch was sagt eine Pflegerin in den sozialen Medien: „Euer Klatschen könnt ihr euch sonst wo hinstecken.“

    Und ehrlich gesagt: Ich kann das verstehen. Denn unser Applaus mag eine gute Geste, ein respektvolles Zeichen sein. Doch brauchen tun die Beschäftigten etwas anderes: Bessere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen. Und zwar dauerhaft, auch über die Corona-Krise hinaus.

    Denn was verdient eine Frau, die an der Kasse im Supermarkt arbeitet? Laut letzter Verdienststrukturerhebung im Durchschnitt nicht einmal 10 Euro brutto pro Stunde.
    Wir vom Deutschen Gewerkschaftsbund wollen, dass sich dies ändert. Prämien und steuerfreie Boni, wie sie augenblicklich diskutiert werden, sind attraktiv. Wichtiger aber wäre eine Kurskorrektur.

    Diese Berufe müssen generell aufgewertet werden. Denn spätestens jetzt wird deutlich, wie wertvoll sie für unsere Gesellschaft sind.

    Aber die Realität sieht anders aus: Im Jahr 2018 waren nach Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) nur noch 36 Prozent der Beschäftigten im Einzelhandel durch Tarifverträge geschützt, die für geregelte Arbeitszeiten und faire Bezahlung sorgen. Ähnlich sieht es in anderen Branchen wie der Pflege aus.

    Das muss sich ändern! Doch Arbeitgeber blockieren mehr Tarifbindung, um die Löhne weiter niedrig zu halten. Weil sie sich dadurch auch vor Verhandlungen mit uns, den Gewerkschaften, drücken, brauchen wir die Unterstützung von der Politik. Sie muss Druck ausüben, damit sich etwas tut.

    Und aktuell in der Krise müssen die Arbeitgeber außerdem besonderes Augenmerk auf ihre Kontroll- und Fürsorgepflichten legen, denn die ohnehin belastenden Arbeitsbedingungen zum Beispiel der Pflegekräfte werden durch die Pandemie noch einmal erheblich erschwert. Es darf nicht sein, dass Arbeitgeber den Arbeitsschutz und die Ruhezeiten hintenanstellen, um die personellen Kapazitäten zu erhöhen.

    Dass die Beschäftigten irgendwann wegen psychischer und körperlicher Überlastung in die Knie gehen oder sich wegen mangelnder Schutzausrüstung infizieren und ausfallen, müssen wir unbedingt verhindern, auch um die medizinische Versorgung weiter sicherzustellen. Auch Bundesgesundheitsminister Spahn ist jetzt in der Verantwortung, ausreichend Schutzausrüstung zu beschaffen.

    Noch einen Aspekt möchte ich hervorheben: In den aktuell als systemrelevant bezeichneten Branchen arbeiten vorwiegend Frauen. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat errechnet, dass rund 90 Prozent aller Menschen in diesen Berufen unterdurchschnittlich verdienen.

    Es sind ebenfalls Frauen, die sich daheim jetzt noch mehr um die unbezahlte Sorgearbeit kümmern würden, um Kinderbetreuung, häusliche Pflege oder Haushalt. Viele laufen deswegen jetzt Gefahr, als Erste ihren Job zu verlieren oder deutliche Gehaltseinbußen in Kauf nehmen zu müssen. Und das, wo Frauen sowieso schon das größere Armutsrisiko tragen als Männer.

    Auch hier ist ein Umdenken nötig. Eine Aufwertung ihrer Arbeit, sowie eine fairere Verteilung der Sorgearbeit zwischen den Geschlechtern.

  • Hinaus zum 1. Mai – Es gibt wieder eine Maidemo in Harburg

    Harburg. Nach einem Jahr Pause gibt es in diesem Jahr wieder eine Mai-Demo am Tag der Arbeit in Harburg. „Solidarität – Vielfalt – Gerechtigkeit“ ist das diesjährige Motto der Maidemonstrationen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB).

    „Die Große Koalition hat sich für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einiges vorgenommen. Aber das reicht nicht. Wir wollen mehr soziale Gerechtigkeit, mehr solidarische Politik, mehr Förderung der Vielfalt. Wir werden die Bundesregierung drängen, die politischen Weichen in die richtige Richtung zu stellen: Solidarität statt gesellschaftliche Spaltung und Ausgrenzung, klare Kante gegen Rassismus und extreme Rechte“, heißt es im bundesweiten Aufruf des DGB. Dazu gehören aus der Sicht der Gewerkschafter zum Beispiel die Abschaffung von Niedriglöhnen, Investitionen in die Bildung, eine gleiche Bezahlung von Frauen und Männern, ein gerechteres Steuersystem, das die ärmeren entlastet und ein klares Bekenntnis zu Europa.

    Um 10 Uhr geht es mit der Demo auf dem Sand los. Mit einigen Schlenkern geht es durch die Innenstadt zum Rieckhof. Dort findet traditionell ab 11 Uhr die Abschlusskundgebung statt. Prominentester Redner in den vergangenen Jahren war hier wohl Heiner Geißler, ehemaliger Generalsekretär der CDU und danach Mitglied der globalisierungskritischen Gruppe ATTAC*. In diesem Jahr sind als Redner die Vorsitzende der Bezirksversammlung Birgit Rajski, Rajko Pientka von der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) und Olaf Wüpperling, Betriebsrat bei Vibracoustic, geplant.

    Für die Musik sorgt das Trio Kosmoploka. Drumherum gibt es Infostände verschiedener Initiativen sowie Speis und Trank.

    *Korrektur: In einer früheren Version stand, dass Heiner Geißler "jetzt" Mitglied von ATTAC sei. Heiner Geißler war nach seiner Zeit bei ATTAC, ist aber am 11. September 2017 gestorben. Wir bitten dieses Versehen zu entschuldigen.

  • Hinaus zum 1. Mai – Maidemos in Harburg

    Harburg. Nachdem es im vergangenen Jahr nach einem Jahr Pause wieder eine Mai-Demo der Gewerkschaften in Harburg gab, gibt es in diesem Jahr gleich zwei. „Europa. Jetzt aber richtig! Auf die Straße für ein solidarisches & gerechtes Europa“ ist das diesjährige Motto der Maidemonstrationen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB).

    „Egal wo und wie Du arbeitest – wir haben die gleichen Ziele: Wir wollen anständige Arbeitszeiten, gerechte Bezahlung und sichere Arbeitsbedingungen. Wir wollen die technische Entwicklung in unserem Sinne nutzen und unseren Kindern eine lebenswerte Welt übergeben. Wir unterstützen uns in unseren Kämpfen für eine bessere Arbeitswelt. Hamburg soll eine Stadt der Guten Arbeit sein – das machen wir am 1. Mai deutlich.“, heißt es im Aufruf des DGB Hamburg. "Wir setzen vor der Europa- und Bezirkswahl in Hamburg auch ein deutliches politisches Zeichen: Für eine tolerante Gesellschaft und gegen Rechtspopulismus. Der Rechtsruck ist eine große Gefahr für die Demokratie."

    Um 10 Uhr geht es mit der Demo auf dem Herbert-Wehner-Platz los (da der Sand als traditioneller Auftaktort aufgrund der Bauarbeiten nicht zur Verfügung steht). Mit einigen Schlenkern geht es durch die Innenstadt zum Rieckhof. Dort findet traditionell ab 11 Uhr die Abschlusskundgebung statt. Prominentester Redner in den vergangenen Jahren war hier wohl Heiner Geißler, ehemaliger Generalsekretär der CDU und danach Mitglied der globalisierungskritischen Gruppe ATTAC*. In diesem Jahr sind als Redner Harburgs Bezirksamtsleiterin Sophie Fredenhagen, die beiden Vorsitzenden des Harburger DGB,  Susanne Labusch und Wolfgang Brandt , sowie Jessica Reisner und Elmar Wigand von "aktion ./. arbeitsunrecht e.V." vorgesehen.

    Für die Musik sorgt das Trio Kosmopolka. Drumherum gibt es Infostände verschiedener Initiativen sowie Speis und Trank.

    In diesem Jahr wird es noch eine weitere Mai-Demo in Harburg geben. Unter dem Motto "Mach das mal Anders - Antiautoritärer 1. Mai" ruft eine Gruppe mit Namen "Schwarz-Roter 1. Mai HH" zur Demo ab 12:30 Uhr auf, ebenfalls ab Herbert-Wehner-Platz. Sie wollen "Auf die Straße für eine Perspektive jenseits von Kapital, Nation und Autorität!" Die Demo soll, so die Veranstalter, für alle da sein, "die sich für eine fortschrittliche Gesellschaft einsetzen wollen, jenseits von Kapitalismus und Nationalismus mit all ihren Schattenseiten." Parteilogos und Nationalfahnen, so die Veranstalter, wolle man nicht auf der Demo haben. Denn man brauche niemanden, der ihnen sagen würde, wo es lang ginge. "Das machen wir anders.."

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