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Ev.-luth. Kirchenkreis Hittfeld

Ev.-luth. Kirchenkreis Hittfeld

  • Hittfeld. „Von guten Mächten wunderbar geborgen.“ Wer kennt diesen Text nicht? Das Gedicht, das Dietrich Bonhoeffer zu Weihnachten 1944 aus dem Gefängnis heraus seiner Braut geschenkt hat, ist weltweit vielfältig vertont worden. Doch der lutherische Pastor war nicht nur „der mit dem Lied“, wie das gleichnamige Theaterstück heißt, das am Mittwoch, 18. März, in Neu Wulmstorf aufgeführt wird. Bonhoeffer hat im Nationalsozialismus im Widerstand gekämpft, war Mittäter in einer Widerstandsgruppe, die das Kriegsende herbeiführen wollte und dafür Hitler töten musste.

    Der Ev.-luth. Kirchenkreis Hittfeld lädt 2020 zum „Jahr mit Dietrich Bonhoeffer“ mit vielen Veranstaltungen ein. „Eine Einladung an alle Menschen, ob kirchenverbunden oder nicht, über Bonhoeffer und über Fragen von damals und heute neu ins Gespräch zu kommen“, sagt Dr. Bernd Vogel. Er ist Vorsitzender des Dietrich Bonhoeffer Vereins und Pastor der Ev.-luth. St. Martins-Kirchengemeinde Jesteburg.

    In verschiedenen Formaten soll Bonhoeffer vielfältig zur Sprache kommen. So gibt es einen Glaubenskurs, Gottesdienste, Gesprächsabende, Vorträge, Konzerte, Lesungen, eine Kunst-Ausstellung, einen Film und das musikalische Theaterstück „Bonhoeffer. Der mit dem Lied“. Alle zu finden unter www.kirchenkreis-hittfeld.de 

    Für Bonhoeffer war Kirche nur dann Kirche, wenn sie für andere da ist und Jesus „der Mensch für andere“. Was sagt uns Bonhoeffer heute? Lassen sich seine Einsichten in die heutige Zeit übertragen?

    Bonhoeffer ist ein Querdenker, der differenziert gedacht hat. Das ist für unsere Zeit enorm wichtig, denn es gibt keine einfachen Antworten. Bonhoeffer betonte die Übereinstimmung von Glauben und Handeln und die Eigenverantwortung der Christen in der Gesellschaft. Mit Blick auf die damalige Zeit müssen wir uns fragen, was uns als Christen, als Kirche, aber auch als Gesellschaft aufgetragen ist“, sagt Vogel. Und: „Seine Haltung und viele seiner Einsichten lassen sich für heutige gesellschaftliche und politische Fragen fruchtbar machen“, sagt Vogel.

    Was fasziniert ihn an Bonhoeffer? „Bonhoeffer ist nicht klein zu kriegen. Sein Erbe bleibt lebendig und wirkt immer neu. Für viele Menschen und auch für mich ist er ein echter Lebensbegleiter“, sagt Vogel. Dabei wolle er ihn nicht zum Heiligen machen, sondern ihn als Gesprächspartner den Menschen an die Hand geben. Nach Bonhoeffer könne „gerade im Gespräch immer etwas Neues geschehen“ (Notiz Bonhoeffer 1944). Bernd Vogel hat mehrere Bücher zu Bonhoeffer herausgegeben, sein viertes Buch „Alle Angst vor der Zukunft überwunden . . . Mit Dietrich Bonhoeffer im Gespräch.“ erscheint Ende März.

    Der Theologe Dietrich Bonhoeffer sah seine Kirche vor der Zeit des Nationalsozialismus als Gemeinschaft der Heiligen, die als Nachfolger Jesu eine hohe Verantwortung hätte. Mit dem Aufkommen des Nazismus kritisierte Bonhoeffer die Staatsnähe deutscher Kirchen. Er lehnte die "Glaubensbewegung" der "Deutschen Christen" ab, die Hitler als "Führer" und „Retter der Deutschen“ begrüßten, von einem "arischen" Christus träumten und das "Führerprinzip" in einer "judenfreien" Kirche durchsetzen wollten.

    Bereits 1933 äußerte er sich deutlich zum Verhältnis von Kirche, Staat und Öffentlichkeit. Die Kirche müsse den Staat kritisieren, wenn er Recht und Ordnung missachte; sie müsse allen Opfern staatlichen Handelns zur Seite stehen und notfalls aktiv Widerstand üben.

    Bonhoeffer wollte eine "Bekennende Kirche" im Sinne der Barmer-Theologischen Erklärung von 1934, die besagte: Wer Jesus Christus glaubt, kann nicht gleichzeitig dem totalen Staat verfallen und einer weltanschaulichen Ideologie verfallen. Mit der Bekenntnissynode von Berlin-Dahlem 1934 gab sich die Bekennende Kirche ihr eigenes "Notrecht" und löste sich von der "Reichskirche". Nach 1945 wollte die Mehrheit der damaligen "Kirchenführer" keine Fortsetzung dieser gemeindlich organisierten Kirche. Man knüpfte mit der Neugründung der Landeskirchen vielmehr an die verfassungsrechtliche Tradition von Weimar an.

    Während des Krieges war Bonhoeffer aktiv im Widerstand. Ausgangspunkt dafür war bei ihm das Entsetzen über den Antisemitismus und die Verfolgung der Juden. Im Rahmen einer Agententätigkeit in der militärischen Abwehr in Berlin unterstützte er die Bemühungen der Widerstandsgruppe im "Amt Canaris" mit seinen ökumenischen Kontakten und im Einzelfall auch seelsorgerlich.

    Manche der zur Tat Bereiten fragten, ob sie als Christen gegen das 5. Gebot verstoßen dürften: "Du sollst nicht töten!" Bonhoeffer ermutigte sie dazu, "Schuld" zu "übernehmen" im Vertrauen auf Gottes "konkretes Gebot" und Gottes Vergebung.

    1943 wurde er verhaftet. Die Anklage ließ auf sich warten. Bonhoeffer konnte hoffen, dass die der Gestapo bekannten Sachverhalte nicht für ein Todesurteil ausreichen würden. Als am 21. Juli 1944 Graf von Stauffenbergs Attentatsversuch fehlgeschlagen war, wusste Bonhoeffer, dass das Regime nun alles daransetzen würde, mit seinen Gegnern grausam abzurechnen. Auf ausdrücklichen Befehl von Hitler wurden er und seine Gefährten ermordet, Bonhoeffer in den frühen Morgenstunden des 9. April 1945 im KZ Flossenbürg.

  • Hittfeld.Menschlichkeit ist das, was im gegenwärtigen Gesundheitswesen am meisten vermisst wird. Alles wird abgerechnet, keiner hat Zeit. Viele fragen sich, wo da eigentlich noch der Mensch bleibt", sagt Pastorin Caroline Warnecke. Dazu kommt, dass viele Behandlungen nur noch ambulant durchgeführt werden. Erkrankte und vor allem auch die pflegenden Angehörigen fühlen sich hier oft zu recht völlig allein gelassen, weiß die Pastorin. Im Auftrag der Ev. Landeskirche Hannovers hat Caroline Warnecke die Initiative „menschlich“ entwickelt, die zum ersten Mal im Ev.-luth. Kirchenkreis Hittfeld angeboten und zunächst in der Region Seevetal durchgeführt wird.

    Damit reagiert die Landeskirche auf die massiven Veränderungen im Gesundheits- und Krankenhauswesen. „Mit diesem seelsorgerlichen Angebot möchten wir pflegende Angehörige und Erkrankte ortsnah und persönlich unterstützen“, sagt Pastorin Caroline Warnecke, die außer der Initiative „menschlich“ als Klinikseelsorgerin am Elbe Klinikum Buxtehude tätig ist. Wichtig ist ihr, mit allen zusammen zu arbeiten, die vor Ort im Bereich der Pflege und Krankenfürsorge tätig und engagiert sind. Am Sonntag, 15. Dezember, wird sie von Superintendent Dirk Jäger im Gottesdienst um 10 Uhr in der Hittfelder Mauritiuskirche in ihr Amt eingeführt.

    Ich erlebe tagtäglich pflegende Angehörige auf den Fluren des Krankenhauses, die verzweifelt, entkräftet, ratlos und psychisch wie physisch am Ende sind. Außer Konflikten innerhalb der Familie geht es dabei häufig auch um ethische Fragen. Was ist jetzt gut? Was können wir tun?“, sagt Pastorin Warnecke. Sie berät und begleitet Erkrankte und pflegende Angehörige ambulant, also auf Wunsch in ihrem häuslichen Umfeld. „Thema ist dann das, was die Betroffenen selber besprechen oder klären möchten. Das kann dann ein einmaliges Gespräch sein, aber auch weitergehen."

    Caroline Warnecke hat in Marburg und Hamburg Ev. Theologie studiert. Sie war Gemeindepastorin im Kirchenkreis Holzminden, dann Leiterin des Gerhard-Uhlhorn-Konviktes in Göttingen, zuletzt zehn Jahre lang Leiterin der FEA in Loccum, der Fortbildungseinrichtung für Pastoren in den ersten Amtsjahren. Ihre Seelsorge-Ausbildung hat sie am Studienseminar der Ev. Landeskirche Hannovers absolviert. Sie ist ausgebildete Gemeinde- und Organisationsberaterin und als Supervision und Coach tätig. Derzeit erwirbt sie ihre Qualifikation am Ev. Zentralinstitut für Familienberatung (EZI) in Berlin.

    Die Seelsorge begleitet mich seit meinem Studium. An meinen beruflichen Stationen ist das nach außen nicht unbedingt sichtbar, aber die Seelsorge ist mir immer sehr wichtig geblieben." sagt Caroline Warnecke. Sie gab der Initiative den Titel „menschlich“. Warum? „Weil es zutiefst menschlich ist, zu erkranken und auf Unterstützung angewiesen zu sein. Weil es zu unserem Menschsein gehört, dass wir uns umeinander kümmern. Und weil sich Seelsorge von Mensch zu Mensch vollzieht und dabei immer der ganze Mensch in all seinen Lebensbezügen im Blick ist."

    Zu erreichen ist Caroline Warnecke per mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, per Telefon: 0 40/780 16 762, mobil: 01 52/59 85 18 16 und über die Kirchengemeinden im Kirchenkreis Hittfeld.

  • Buchholz. Einen nicht alltäglichen Workshop bietet der Ev.-luth. Kirchenkreis Hittfeld am Sonnabend, 4. Mai, in der Pauluskirche in Buchholz an: Klavierspieler lernen die Orgel kennen! Angesprochen fühlen darf sich jeder ab 14 Jahre, der schon einige Jahre Klaviererfahrung hat. „Die meisten Hobby-Pianisten glauben, dass die Orgel für sie ein unerreichbares Instrument sei“, sagt Olga Persits, Kirchenmusikerin in Hittfeld und Leiterin des Workshops. „Trotzdem oder gerade deshalb möchte man gern einmal ausprobieren, wie das Lieblings-Klavierstück auf der Orgel klingt“. Die TeilnehmerInnen haben die Möglichkeit, unter Anleitung ihr Lieblingsstück auf der Orgel der Pauluskirche erklingen zu lassen.

    Die Orgel ist ein spannendes Instrument, das eine ganz andere Funktionsweise hat als ein Klavier. Meine Orgelschüler sind immer erstaunt, was alles zu einer Orgel gehört“ sagt Kreiskantor Kai Schöneweiß. Deshalb bekommen die TeilnehmerInnen auch einen Einblick in den Aufbau und die Funktion der Orgel.

    Der Workshop findet am Sonnabend, 4. Mai, in der Zeit von 10 bis etwa 14 Uhr in der Pauluskirche Buchholz statt. Während einer Pause ist Gelegenheit für eine kleine Stärkung und weiteren Austausch. Die Teilnahme ist kostenlos.

    Anmeldung bitte bis zum 27. April bei Kreiskantor Kai Schöneweiß, Telefon 0 41 82-208 73 69 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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