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Freilichtmuseum am Kiekeberg

Freilichtmuseum am Kiekeberg

  • Milchgewinnung in der Region kennenlernen - Noch freie Plätze für Exkursion zum Milchviehbetrieb mit dem Freilichtmuseum

    Ehestorf/Ahlerstedt. Neu: Bis zum 31. August sind noch Anmeldungen für die Exkursion zum modernen Milchviehbetrieb der Familie Vogt in Ahlerstedt möglich. Die Besichtigung mit dem Kiekeberg-Freilichtmuseum in Ehestorf findet am Sonntag, 16. September, statt. In der Zeit von 9 bis 15 Uhr erhalten Interessierte vor Ort Einblicke und Antworten auf ihre Fragen.

    Anmeldungen nimmt Melanie Stein unter Telefon 0 40/79 01 76 73 entgegen. Die Kosten für die Exkursion liegen bei 25 Euro inklusive Museumseintritt. Für Mitfahrende unter 18 Jahren und Mitglieder des Fördervereins des Freilichtmuseums sind es 15 Euro. Die Hin- und Rückfahrt erfolgt gemeinsam mit dem Bus vom Kiekeberg.

    Wie werden heutzutage Kühe gemolken? Wie leben die Kühe auf dem Hof? Wie kommt die Milch in die Verpackung im Supermarkt? Einen ersten Einblick in die Entwicklung der Melktechnik gibt die Kurzführung durch das Agrarium am Kiekeberg in Ehestorf. Im Anschluss geht mit dem Bus zum Betrieb von Hans Martin Vogt in Ahlerstedt. Dort besichtigt die Exkursionsgruppe die Melkroboter und erfährt aus erster Hand, wie die Milchwirtschaft nach neusten Standards funktioniert. Im Anschluss an die zweistündige Führung stärken sich die Besucher in geselliger Runde bei Kaffee und Kuchen auf dem Hof. Nach der Rückfahrt erkunden die Teilnehmer eigenständig die historischen Häuser und Gärten des Freilichtmuseums am Kiekeberg.

    "Viele Menschen haben keine konkrete Vorstellung, wie ihre Lebensmittel heute hergestellt werden. Essen ist ein wichtiger Lebensbestandteil und interessiert schon Kinder sehr", erklärt Museumschef Stefan Zimmermann. Mit der Exkursion zu regionalen Bauern bietet das Freilichtmuseum, zusätzlich zu der Ausstellungswelt Agrarium, spannende Einblicke in die reale Ernährungswirtschaft.

    Im Agrarium am Kiekeberg in Ehestorf gibt es auf drei Etagen jeweils ein Thema zu entdecken: die Landwirtschaft von der Aussaat bis zur Ernte, die Antriebskräften Dampf, Diesel und Strom und die moderne Ernährungswirtschaft. Zahlreiche Exponate, interaktive Elemente und ein umfangreiches Vermittlungsprogramm machen die Entwicklung von Landwirtschaft und Ernährungsindustrie seit der Industrialisierung deutlich.

  • Millionster Besucher im Agrarium im Freilichtmuseum am Kiekeberg in Ehestorf

    Ehestorf. Das Agrarium im Freilichtmuseum am Kiekeberg in Ehestorf hat sich etabliert: Als einzige Ausstellungswelt deutschlandweit zeigt es die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von Landwirtschaft und Ernährungsindustrie. Jetzt begrüßte das Agrarium den millionsten Besucher - Sabine Bertram aus Hoisdorf bei Ahrensburg (Schleswig-Holstein). Mit ihrer Freundin Rina Wegner besuchte sie das Freilichtmuseum und das Agrarium an einem regnerisch-grauen Novembertag.

    Das Agrarium ist wie das Freilichtmuseum am Kiekeberg ganzjährig Dienstag bis Sonntag geöffnet. Der Eintritt ins Freilichtmuseum am Kiekeberg inklusive Agrarium kostet 9 Euro, für Besucher unter 18 Jahren ist er frei.

    Im Mai 2012 wurde die moderne Ausstellungswelt eröffnet - jetzt begrüßte das Museumsteam die Jubiläumsbesucherin Sabine Bertram. Diese ist beeindruckt: "Ich war zuletzt 1975 am Kiekeberg, mit der Grundschulklasse. Ein Freilichtmuseum an sich ist schon interessant - aber das Agrarium ist etwas Besonderes." Ihre Freundin Rina Wegner hat sie zum Ausflug mitgenommen: "Wir sind als Familie häufig hier und lieben die Abwechslung am Kiekeberg. Und ganz besonders das innovative Agrarium."

    Hell und freundlich empfängt die Ausstellungswelt die Besucher an einem trüben Novembertag mit vielen ungewöhnlichen Erkenntnissen und Exponaten. Zum Beispiel gibt es eine Pommes-Schneidemaschine, eine Wellness-Bürste für Rinder und eine Modell-Kuh zum Selbermelken. Regelmäßig wird die Ausstellung erweitert. Heike Duisberg-Schleier, Leiterin des Agrariums, verdeutlicht: "Mit dem Agrarium haben wir eine Besonderheit am Kiekeberg: Wir greifen aktuelle Debatten auf. Ob Heidewasser, Wolf oder Lebensmittelzusätze - wir bringen Gesprächspartner mit konträren Ansichten an einen Tisch und beteiligen das Publikum."

    Vergangenheit und Gegenwart zeigen sich nicht nur in den hochkarätig besetzten Diskussionsforen. Vielschichtige Einblicke bieten Dauerausstellung, Aktionstage, Führungen und Kurse. Im kommenden Jahr zeigt es die Sonderausstellung "Zwischen Krume und Knust - Deutsche Brotkultur" (10. Februar bis 23. September 2018).

    Eine gute Gelegenheit zum Verweilen bietet das Rösterei-Café "Koffietied" im Agrarium: Hier werden sortenreine Kaffees vor den Augen der Besucher in einem Trommelröster von 1932 geröstet. Im Café gibt es sie als traditionellen Kaffee oder als moderne italienische Variante, dazu Tee und Selbstgebackenes. Kaffeeröster Thomas Stühlke sagt: "Bei uns können Gäste mit allen Sinnen genießen - sie schmecken die hohe Qualität der handwerklichen Herstellung. Und schließlich nehmen viele ihren Kaffee auch mit nach Hause." Das Rösterei-Café hat an den Museumstagen geöffnet - und verströmt den Duft von Kaffee im Agrarium.

    "Bekannt ist das Agrarium selbstverständlich auch für seine historischen Traktoren, Motorpflüge, Dresch- und Dampfmaschinen", sagt Museumsdirektor Stefan Zimmermann. "Mit den 30 historischen Schleppern sind wir in den Fachkreisen in ganz Deutschland bekannt." Erwachsene und Kinder begeistern die alten Landmaschinen wie auch die Mitmach-Stationen. "Wir haben eine moderne Mähdrescher-Kabine, in der Besucher Mähdrescher fahren können", erklärt Heike Duisberg-Schleier. "Ganz neu ist unser beliebter Rütteltrecker, der das Fahrgefühl von 1955 täuschend echt simuliert. Da sind auch Erwachsene gerührt und erinnern sich an früher." Sabine Bertram nutzt die Chance: Als Kind in der Stadt aufgewachsen, ist es ihre "erste Fahrt" auf einem alten Trecker.

  • Mit Pflanzen färben - Begleitprogramm zur Sonderausstellung im Freilichtmuseum am Kiekeberg

    Ehestorf. T-Shirts färben mit Farben direkt aus der Natur -­ mit Färberpflanzen ist das möglich. Sie besitzen färbende Stoffe und werden zum Beispiel zum Einfärben von Textilien, Lacken oder Farben verwendet. Am Wochenende, 1. und 2. Juli, erfahren Besucher des Freilichtmuseums am Kiekeberg in Ehestorf, wie die nützlichen Stauden angebaut und verwendet werden. Die Gartenberatung ist Teil des umfangreichen Begleitprogramms zur neuen Sonderausstellung "Aufgeblüht! Norddeutsche Gartenkultur". Die Ausstellung ist bis zum 15. Oktober im Freilichtmuseum am Kiekeberg zu sehen.

    Am ersten Juliwochenende ist Sven Baetge, Doktorand an der Technischen Universität Hamburg (TUHH) am Institut für Umwelttechnik und Energiewirtschaft, im Freilichtmuseum zu Gast. Im Rahmen seiner Doktorarbeit hat Sven Baetge Färberpflanzen im Lüneburger Landgarten des Freilichtmuseums angepflanzt und Farbstoffe aus ihnen gewonnen. Am Gartenhaus hinter dem Eingang erklärt der Experte den Besuchern die nützlichen Pflanzen wie Schöngesicht, Tagetes und Färberdistel.­ Fragen sind ausdrücklich erwünscht. Museumsbesucher bestaunen die getrockneten Pflanzenteile und gewinnen selbst mit einem Mörser bunte Farbstoffe aus ihnen. Interessierte können einen Blick auf die Extraktionsanlage werfen: Die Maschine trennt im Labor die Farbstoffe aus den getrockneten Pflanzenteilen. Ein Film veranschaulicht, wie die Gewächse richtig angebaut und verarbeitet werden: Nach der Ernte werden die farbträchtigen Pflanzenteile zerkleinert und getrocknet. Der Farbstoff wird dann in Wasser oder Alkohol gelöst.

    Pflanzenfarben können vielseitig verwendet werden: In der Lebensmittelindustrie nutzt man sie beispielsweise, um Eidotter gelber zu färben. Die Farbstoffe stammen direkt aus der Natur. Deshalb sind sie umweltschonender als synthetische Farbstoffe auf Erdölbasis. Die Sonderausstellung "Aufgeblüht! Norddeutsche Gartenkultur" vermittelt die kulturgeschichtliche Entwicklung des Gartens ­ vom klassischen Bauerngarten bis zu heutigen Erscheinungsformen. Außer historischen Arbeitsgeräten und Fotos sind auch die historischen Gärten des Freilichtmuseums Teil der Ausstellung. Die Besucher sehen den Pflanzen im Laufe einer Gartensaison beim Wachsen und Reifen zu.

  • Mit Spaß die Kultur der Region unterstützen: Internationaler Tag des Ehrenamts im Dezember - Ehrenamt am Kiekeberg

    Ehestorf. Spaß am Ehrenamt - das Freilichtmuseum am Kiekeberg in Ehestorf sucht passend zum Internationalen Tag des Ehrenamtes am 5. Dezember freiwillige Helfer. Diese unterstützen die kulturelle Arbeit des Museums in der Region mit ihrem Einsatz. Ob Kinderprogramme, Archiv, Kuchenverkauf oder Marmelade kochen - im Freilichtlichtmuseum kann jeder seinen Interessen nachgehen.

    Ehrenamtliche sind am Kiekeberg überall mit dabei. "Bei uns können Freiwillige in vielen Bereichen tätig sein - bei uns kann sich jeder einbringen", sagt Carina Meyer, Kaufmännische Geschäftsführerin des Freilichtmuseums am Kiekeberg. Ein gutes Beispiel ist Ingrid Altrock. Seit fast 30 Jahren unterstützt sie das Freilichtmuseum am Kiekeberg und kocht Marmelade für den Museumsladen. Dieses Jahr hat sie mehr als 1.000 Marmeladengläser gekocht. "Die Arbeit am Kiekeberg macht mir solche Freude. Da hatte ich gar nicht gemerkt, dass es so viele geworden sind," sagt Ingrid Altrock. Regelmäßig führt sie das Kochen von Marmelade vor. Der Duft, der durch das Gebäude strömt, zieht die Besucher fast magisch an. Viele sind zu Stammkunden geworden. "Ich finde es toll, so mit den Besuchern in Kontakt zu kommen", sagt sie.

    Ehrenamtliche Arbeit bringt Spaß, ist eine sinnvolle Betätigung und bietet sozialen Austausch. Am Kiekeberg in Ehestorf können Freiwillige ihren Interessen nachgehen und dabei die Kulturarbeit unterstützen. Ob Fachwissen oder tätige Hände - im Freilichtmuseum arbeiten Ehrenamtliche mit Kindern, unterstützen den Museumsladen oder helfen bei der Ernte. Einige Ehrenamtliche engagieren sich wöchentlich, andere zu bestimmten Veranstaltungen oder nur einige Male im Jahr für spezielle Tätigkeiten. "Das Ehrenamt ist ein großer Schatz des Museums", sagt Ingrid Altrock. "Wir alle unterstützen einander, und die Zusammenarbeit mit den Hauptamtlichen könnte nicht besser sein."

    Auch in den Außenstellen des Freilichtmuseums ist ein Einsatz möglich: Bei Veranstaltungen auf dem Museumsbauernhof Wennerstorf, im Mühlenmuseum Moisburg, in der Museumsstellmacherei Langenrehm und im Feuerwehrmuseum Marxen verkaufen ehrenamtliche Mitarbeiter Eintrittskarten oder betreuen Verkaufsstände.

    Die Ehrenamtlichen im Freilichtmuseum arbeiten mit den Hauptamtlichen Hand in Hand. Sebastian Baier, Ansprechpartner für das Ehrenamt, organisiert Fortbildungen, Treffen und Exkursionen nur für Ehrenamtliche und kümmert sich um deren Einsätze. Sebastian Baier: "Melden Sie sich gern bei uns, wir finden für jeden das Richtige!"
    Interessierte erreichen Sebastian Baier unter Telefon 0 40/79 01 76 86 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
    Weitere Informationen unter www.foerderverein-kiekeberg.de

  • Mittelalterliche Sticktechnik neu interpretiert - im Freilichtmuseum am Kiekeberg

    Ehestorf. Christliche Motive, kräftige Farben und wolliges Garn - der Klosterstich ist eine ganz besondere Art des Stickens. Die Kunsthandwerkerin Rosemarie Erlemann interpretiert diese mittelalterliche Handarbeitstechnik ganz neu und zeigt, wie Besucher ihre Kreativität entfalten können. An vier Sonnabenden im Zeitraum von August bis November lehrt sie im Freilichtmuseum am Kiekeberg in Ehestorf in einzelnen Einführungskursen die Kunst des modernen und traditionellen Klosterstichs. Die Kursgebühr beträgt 15 Euro.

    "Die Klosterstich-Technik hat etwas Meditatives und ist gleichzeitig entspannend", beschreibt Rosemarie Erlemann die Sticktechnik. In ihren Klosterstich-Kursen lernen Besucher, Vorlagen zu erstellen und die bildhafte Stickerei beispielsweise auf Kissen und Taschen auszuführen. Dabei können sich die Kursteilnehmer entscheiden, ob sie traditionell vorgehen oder den Klosterstich modern interpretieren wollen. Der Kurs lässt Raum, um eigene Motive auszuprobieren oder den Klosterstich mit anderen Sticharten zu kombinieren. Die Materialkosten pro Anfänger liegen für eine Grundausstattung bei ungefähr 15 Euro.

    Der Klosterstich ist eine Form des Stickens, die ursprünglich Klöster und Kirchen in der Lüneburger Heide schmückte. Sie zierte beispielsweise liturgische Behänge vor Altären, Kanzeln und Lesepulten sowie großflächige Bildteppiche. Der Klosterstich wird traditionell mit selbst eingefärbter Schafswolle auf Leinen ausgeführt. Oft zeigt der Klosterstich christliche Motive und Ornamente.

    Rosemarie Erlemann ist eine Expertin für den Klosterstich. Außer den Kursen im Freilichtmuseum am Kiekeberg in Ehestorf initiierte sie 2015 im Celler Schloss eine Ausstellung mit dem Titel "Klosterstich trifft Paul Klee".

    Anmeldemöglichkeiten und weitere Informationen erhalten Interessierte unter Telefon 0 40/79 01 76-0 oder online unter www.kiekeberg-museum.de/kursangebot.html . Termine "Klosterstich": Sonnabend, 19. August, 10-17 Uhr, Sonnabend, 23. September, 10-17 Uhr, Sonnabend, 28. Oktober, 10-17 Uhr und Sonnabend, 25. November, 10-17 Uhr.

  • Musikfest Bremen zu Gast am Kiekeberg

    Ehestorf. Populäre Meisterwerke und Raritäten quer durch die Jahrhunderte, verschiedene Genres und eine erlesene Auswahl von Künstlern - das sind die Zutaten für das 29. Musikfest Bremen in der Zeit vom 25. August bis 15. September. Erneut macht das Festival am Sonnabend, 1. September, Station im Freilichtmuseum am Kiekeberg in Ehestorf. Mit Unterstützung der EWE erleben die Besucher unter dem Motto "Renaissance trifft Romantik" die "Capella de la Torre" und den jungen Pianisten Aaron Pilsan.

    Ab 19 Uhr finden parallel zwei Konzerte à 45 Minuten im Hof Meyn und im Historischen Tanzsaal mit je einer Wiederholung statt - die Besucher wechseln jeweils dann in das andere Haus. Die Karte für beide Konzerte kostet 30 Euro (Einheitspreis inklusive Museumseintritt) und ist vorab beim Ticket-Service "in der Glocke" unter Telefon 04 21/33 66 99 erhältlich.

    Im Europa der Renaissance und des frühen Barock bestanden die bekanntesten Instrumentalensembles hauptsächlich aus Bläsern. Die auf historische Blasinstrumente spezialisierte "Capella de la Torre" belebt mit Zink, Posaune, Schalmei, Pommer und Dulzian die Klänge der "Stadtpfeifer" des 16. und 17. Jahrhunderts neu. Der Name des Ensembles ist wörtlich zu verstehen, denn "de la Torre" bedeutet übersetzt "vom Turm" und die Bläsergruppen der damaligen Zeit musizierten häufig von Türmen oder Balkonen aus bei Festen und offiziellen Anlässen, während die vornehme Gesellschaft flanierte.

    Das andere Konzert steht ganz im Zeichen von Klaviermusik aus dem 19. Jahrhundert. Der junge österreichische Pianist Aaron Pilsan, im vergangenen Musikfest mit dem Förderpreis Deutschlandfunk ausgezeichnet, wird im passenden Ambiente des Tanzsaals Werke von Franz Schubert und Frédéric Chopin interpretieren. Mit einem Meisterwerk wie Schuberts "Wandererfantasie" von 1822 zeigt er auf, wie dieser Komponist bereits die Romantik vorwegnahm, mit der Chopin dann nur wenige Jahre später die Pariser Salons erobern sollte.

    29. Musikfest Bremen "Capella de la Torre" und Aaron Pilsan 1. September, ab 19 Uhr, Ort: Historischer Tanzsaal und Hof Meyn 30 Euro pro Person

  • Nachwuchs bei den Bunten Bentheimer Schweinen im Freilichtmuseum am Kiekeberg

    Ehestorf. Bunter Nachwuchs im Freilichtmuseum am Kiekeberg in Ehestorf: Vor wenigen Tagen erblickten 15 Ferkel der seltenen Rasse der Bunten Bentheimer Schweine das Licht der Welt. Neugierig erkunden die kleinen Ferkel jetzt ihre Umgebung. Sie erwarten die Besucher zu den Öffnungszeiten des Freilichtmuseums - dienstags bis freitags von 9 bis 17 Uhr sowie sonnabends und sonntags von 10 bis 18 Uhr. Für Erwachsene beträgt der Eintritt 9 Euro, für Besucher unter 18 Jahren ist er frei.

    Das Freilichtmuseum am Kiekeberg züchtet die gefährdete Rasse der Bunten Bentheimer Schweine bereits seit 1988. Die Geburt der Ferkel im Freilichtmuseum leistet einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung dieser einzigartigen Tiere. Seit Mitte des 19. Jahrhundert ist das Bunte Bentheimer Schwein ein beliebtes Nutztier, doch in den 1950er-Jahren wurde es von leistungsstärkeren Rassen verdrängt. Heute ist das Bentheimer Schwein vom Aussterben bedroht. Um die historische Rasse zu erhalten, schlossen sich einige Züchter - darunter auch das Freilichtmuseum am Kiekeberg - im "Verein zur Erhaltung des Bentheimer Schweins" zusammen.

    Besonders bei den kleinen Museumsbesuchern sind die Bunten Bentheimer Schweine sehr beliebt. Sie tragen ihren Namen aufgrund der unregelmäßigen dunklen Flecken und sind außerdem sehr stressresistent. Im historischen Schweinestall werden die Schweine artgerecht gehalten, da sie selbst entscheiden können, ob sie sich draußen im Matsch suhlen wollen oder lieber drinnen im Stall ihre Zeit verbringen.

    Auch weitere bedrohte Haustierrassen haben im Freilichtmuseum ihr Zuhause: das Schleswiger Kaltblut, das deutsche Schwarzbunte Niederungsrind, das Bentheimer Landschaf sowie das Ramelsloher Huhn.

  • Nahrhaft, schmackhaft und variationsreich: Brot - eines der beliebtesten Nahrungsmittel

    Ehestorf. Leckerer Duft von frischem Gebäck liegt in der Luft. Am Sonntag, 25. Februar, verwandelt sich das Freilichtmuseum am Kiekeberg in Ehestorf in der Zeit von 10 bis 18 Uhr in eine große Backstube. Besucher erfahren Wissenswertes rund um die Herstellung von Brot und erleben ein köstliches Programm.

    Ausgewählte Manufakturen und Händler bieten Produkte rund um eine gelungene Brotmahlzeit an. Liebhaber leckerer Backwaren erfahren außerdem, wie gutes Brot und köstliche Teilchen hergestellt werden und welche Zutaten in ein Brot hineingehören. Vom klassischen Holzofen bis zum modernen Elektroofen: Die Bäcker der Bäckerinnung Hamburg und der Bäckerinnung der Kreise Harburg und Lüneburg backen vor den Augen des interessierten Publikums. Hier werden Brote nach verschiedenen Rezepten gebacken - aber auch Süßes, wie die klassischen Hamburger Franzbrötchen.

    Die Nationalmannschaft der deutschen Bäckermeister ist auch in diesem Jahr zu Gast am Kiekeberg und zeigt ihr Können, indem sie krosse Köstlichkeiten backt. Ein Brottisch, unter anderem mit Gebildebroten, zeigt die Vielfalt des Brotes in Deutschland. Brotsommelier Daniel Probst gibt Tipps, wie das Abendbrot nicht nur den Gaumen, sondern auch das Auge erfreut. In der Lehrküche des Agrariums können junge und junggebliebene Hobbybäcker sich selbst im Brotbacken versuchen und das zubereitete im Anschluss probieren. Ein besonderes Erlebnis für Kinder ist das gemeinsame Stockbrotbacken mit den Museumspädagogen am offenen Feuer.

    Brot gehört zu den Grundnahrungsmitteln der Menschheit. In Deutschland spielt es eine besonders herausragende Rolle: Kein anderes Land kennt so viele Brotsorten. Das Deutsche Brotregister zählt derzeit mehr als 3000 Sorten. Die deutsche Brotkultur wurde 2014 in das Register des Nationalen immateriellen Kulturerbes aufgenommen.

    Im Untergeschoss des Agrariums erwartet die Besucher die neue Sonderausstellung "Zwischen Krume und Knust - Deutsche Brotkultur", in der die Besucher allerhand Wissenswertes über die Geschichte und die Bedeutung des Brotes in Deutschland erfahren.

    Der Eintritt kostet 9 Euro, für Besucher unter 18 Jahren ist er frei.

  • Neu: "Sonntags im Museum" - Die Vorführreihe am Kiekeberg holt Besucher in das Landleben von früher zurück

    Ehestorf. "Sonntags im Museum" erleben Besucher am Kiekeberg in Ehestorf künftig noch mehr Vorführungen aus dem Alltag der vergangenen Jahrhunderte. An 33 Sonntagen von Januar bis Dezember entdecken sie altes Handwerk, historisches Kochen, Handarbeiten, Spiele, Landwirtschaftliches und das Leben der Nachkriegszeit. Vorführer und Besucher kommen ins Gespräch. Die Reihe beginnt am Sonntag, 6. Januar, in der Zeit von 10 bis 18 Uhr unter dem Motto "Handgemacht!". Der Eintritt beträgt 9 Euro, für Besucher unter 18 Jahren ist er frei.

    "Mit 'Sonntags im Museum' bieten wir noch mehr Vorführungen und Kulturgeschichte zum Anschauen und Erleben", freut sich Museumsdirektor Stefan Zimmermann. "Jeder Sonntag wird anders - für Groß und Klein ist etwas dabei."

    Zum Thema "Handgemacht!" sehen Besucher, wie Fäden am Spinnrad oder Textilien am Webstuhl entstehen. Beim Mitmachprogramm stellen Kinder selbst Pompons her. An anderen Sonntagen schauen sie einer Puppennäherin über die Schulter oder erfahren mehr über die Stickkunst. "Mahlzeit" gibt Einblicke in das Kochen an traditionellen Herdstellen, vom offenen Feuer über die "Kochhexe" in der Nissenhütte bis zur modernen Lehrküche.

    Bei "Spiel mit!" erwachen alte Spielideen zum Leben. Auch aktuelle Spieletrends, wie die Siku Rennbahn, Bastelarbeiten und süße Leckereien erfreuen sonntags Jung und Alt. Unter dem Motto "Meisterhaft!" zeigen sonntags jeweils ein Bildhauer, Schmied, Drechsler, Uhrmacher oder Bäcker das historische Handwerk.

    Zu "Natürlich!" füttert der Landwirt die Hühner, Schafe, Schweine und Rinder des Museums, alles historische Rassen, und arbeitet auf dem Feld und den Wiesen. Der Museumsgärtner führt vor, wie Obstbäume auf die nächste Saison vorbereitet werden.

    Unter dem Motto "Königsberger Straße" erhalten Besucher von April an sonntags ab 11 Uhr fachkundige Führungen in der Nissenhütte und über die Baustelle des Geländes zur Nachkriegszeit. Neu dabei ist die Gelebte Geschichte nach 1945, die mit ihren Darstellern das Alltagsleben der ersten Friedensjahre veranschaulicht.

    Erste Termine zu "Sonntags im Museum", jeweils von 10 bis 18 Uhr:
     6. Januar "Handgemacht!" Schmieden, Spinnen und Weben
    13. Januar "Mahlzeit!" Bürgerliches Kochen nach Henriette Davidis, Probierküche und Museumsbäckerei
    20. Januar "Spiel mit!" Rennen fahren auf der Siku Racingbahn
    3. Februar "Meisterhaft!" Bildhauern, Schmieden und Museumsbäckerei
    10. Februar "Natürlich!" Fütterungsrunde der Museumstiere und Obstbaumschnitt im Winter (Führung mit dem Museumsgärtner von 11 bis 15 Uhr)

  • Neue Aktion am Reformationstag: Saft aus den eigenen Äpfeln pressen im Freilichtmuseum am Kiekeberg

    Ehestorf. Erstmals ein gesetzlicher Feiertag: Am Reformationstag, Mittwoch, 31. Oktober, hat das Freilichtmuseum am Kiekeberg in Ehestorf geöffnet und bietet eine neue Aktion an: In der Zeit von 11 und 16 Uhr können Besucher aus ihren mitgebrachten Äpfeln eigenen frischen Saft pressen lassen. Die 5-Liter-Verpackungen gibt es für 10 Euro mit nach Hause. Der reguläre Museumseintritt beträgt 9 Euro, für Kinder ist er frei. Für die Apfel-Mitbringer gibt eine gesonderte Eintrittsregelung.

    Der lange Sommer bringt eine umfangreiche Apfelernte: Wer noch nicht weiß, wie er seine Apfelberge verwenden kann, kommt zum Freilichtmuseum: Besucher können zwischen 50 Kilogramm - etwa vier Obstkisten - und 100 Kilogramm ihrer Äpfel in die große Saftpresse am Kiekeberg geben. Für die Menge tun sich auch Freunde, Nachbarn und Kollegen zusammen. Der frische Saft aus eigenen Äpfeln wird in 5-Liter-Verpackungen abgefüllt, die 10 Euro je Einheit kosten. Das Museum unterstützt beim Transport der Kisten auf dem Gelände.

    Das Freilichtmuseum führt den Besuchern die Funktionsweise der alten Apfelpresse vor - ganz wie früher. Auch der Saft aus Äpfeln der Museumsgärten und des Museumsbauernhofs in Wennerstorf steht zur Verkostung und zum Verkauf bereit.

    Der Gasthof "Stoof Mudders Kroog" mit norddeutschen Spezialitäten und das Rösterei-Café "Koffietied" mit selbstgeröstetem Kaffee und selbstgebackenen Kuchen stehen für eine Pause offen.

  • Neue Dauerausstellung „Handwerk“ am Kiekeberg

    Ehestorf. Handwerkswissen für den Kiekeberg – im Freilichtmuseum in Ehestorf wird zurzeit die neue Dauerausstellung im „Haus des Handwerks“ erarbeitet. Einen besonderen Blick richtet das Museum dabei auf die Zeit von 1945 bis 1980 und auf Erfahrungen von Frauen im Handwerk. Das Team sucht jetzt Werkzeuge, Geräte und Erfahrungsberichte von Handwerkern. Ansprechpartner ist Chris Stölting aus der Abteilung Volkskunde unter der Telefonnummer 0 40/79 01 76 29 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

    Das „Haus des Handwerks“ bekommt eine neue Ausstellung: Im Zentrum stehen Entwicklung des Handwerks bis heute und moderne sowie fast ausgestorbene Handwerksberufe. Zu zwei Aspekten sucht das Museum Unterstützung: Die Entwicklung des Handwerks nach dem Zweiten Weltkrieg und die Rolle der Frauen. „Hier möchten wir gern mehr erfahren aus dem Alltag weiblicher Beschäftigter“, erläutert Ausstellungskurator Chris Stölting.

    Die Sicht auf Handwerkerinnen änderte sich in der Geschichte stark. Auch heute noch wird über Frauen in handwerklichen Berufen diskutiert. „Daher hoffen wir auf viele Erfahrungsberichte. Wie war es in der Ausbildung und später im beruflichen Alltag? Wie hat sich eine Meisterin durchgesetzt?“

    Außerdem werden die rasanten Entwicklungen in der Zeit von 1945 bis 1980 dargestellt: Modernisierung, Technisierung, Mobilität und Rationalisierung schlugen sich auch auf Arbeitsweisen von Handwerkern nieder. „Welche neuen Werkzeuge erleichterten die Arbeit, welche Techniken sind heute überholt, welche haben sich seit Jahrhunderten bewährt? Wir möchten hier gern möglichst viele Erfahrungen und Geschichten erzählen – und an Objekten zeigen“, sagt Chris Stölting.

    Hierbei geht es nicht nur um die Arbeit an sich, die sich zum durch Beispiel Elektroantriebe und Maschinen veränderte. Auch der Berufsalltag wandelte sich stark: Elektriker fahren mit dem Bulli zu Baustellen, Aufträge und Rechnungen wurden zunächst handschriftlich, später per Schreibmaschine und dann mit dem Computer geschrieben. „So manches blieb aber auch über Jahrhunderte fast unverändert – diese Geschichten sammeln wir auch gern!

    Die Erinnerungen werden für die Ausstellung und für das Archiv des Museums aufgezeichnet – und gehen damit in den dauerhaften Wissensschatz der Region ein. Die Objekte werden für die kommenden Jahre ausgestellt. Ab dem 20. September 2020 wird die neue Dauerausstellung dann im „Haus des Handwerks“ am Kiekeberg zu sehen sein.

     

  • Neue Geschäftsführung zieht positive Jahresbilanz 2017 für Stiftung Freilichtmuseum am Kiekeberg

    Ehestorf. Die Stiftung Freilichtmuseum am Kiekeberg in Ehestorf hat auch im Jahr 2017 erfolgreich gewirtschaftet: Der Jahresabschluss des operativen Geschäfts liegt mit 16.000 Euro im Plus. Auch das Stiftungskapital hat sich weiter positiv entwickelt und ist auf 2,25 Millionen Euro angewachsen. Die Kaufmännische Geschäftsführerin Carina Meyer berichtete jetzt über das positive Ergebnis während der Stiftungsratssitzung. Es ist der erste Jahresabschluss, den sie zusammen mit Museumsdirektor Stefan Zimmermann vorlegt. Stefan Zimmermann verantwortet seit dem 1. November 2017 die inhaltliche Ausrichtung der gesamten Stiftung.

    "Wir freuen uns über dieses positive Ergebnis. Zumal wir 2017 aufgrund des durchwachsenen Wetters nicht an die Rekord-Besuchszahlen von 2016 herangekommen sind. Rund 239.000 Besucher hatten das Freilichtmuseum am Kiekeberg und seine Außenstellen", sagt Klaus-Wilfried Kienert, der seit Anfang 2017 Stiftungsratsvorsitzender der Stiftung Freilichtmuseum am Kiekeberg ist.

    Mit den Erträgen von insgesamt 3.208.000 Euro deckt das Museum unter anderem die Personalkosten für die rund 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Betriebskosten sowie die umfangreichen Instandhaltungskosten für die historischen Häuser und die Infrastruktur. Ein Beispiel dafür ist das neue WC-Häuschen am historischen Heidebauernhof, das die Barrierefreundlichkeit des Museums erheblich erweitert. Mehr als 100.000 Euro investierte die Stiftung hier. "Die regelmäßige Instandhaltung der Infrastruktur und unserer historischen Gebäude ist von enormer Bedeutung", erläutert Carina Meyer. "Unsere Gebäude sind mehrere hundert Jahre alt, da ist immer etwas zu tun: Reetdächer decken, Fachwerkschwellen sanieren, Lehmfußböden in den Deelen glätten. Aber auch die Wege und Gärten sind bei den Wetterkapriolen der vergangenen Jahre deutlich teurer im Unterhalt. Schließlich wollen wir, dass auch Menschen mit Rollatoren und Kinderwagen unser Museum gut besuchen können."

    Auch das Stiftungskapital entwickelt sich weiter erfreulich. Viele große und kleine Beträge von Privatpersonen, Unternehmen und Vereinen fließen direkt hinein. Das Stiftungskapital in Geld- und Sachwerten betrug zum Jahresabschluss 2017 2,25 Millionen Euro. Es ist die Basis einer Stiftung: Es darf nicht für die tägliche Arbeit angerührt werden, aber seine Erträge fließen in die Museumspädagogik, den Ankauf von historischen Objekten oder den Erhalt der großen Gebäude.

    Schon seit mehreren Jahren forscht das Freilichtmuseum am Kiekeberg in Ehestorf zum Leben in der Nachkriegszeit. Am 15. Juni wird der erste Spatenstich zum Großprojekt "Königsberger Straße - Heimat in der jungen Bundesrepublik" gesetzt. Bereits im vergangenen Jahr beschäftigte das Projekt das Museumsteam erheblich: Recherchen nach historischen Gebäuden und Gespräche mit Zeitzeugen, Planungen und Bauanträge und vor allem die Gewinnung von Förderern: Mehr als sechs Millionen Euro Drittmittel wurden für das deutschlandweit einmalige Projekt eingeworben.

    Die "Königsberger Straße" im Freilichtmuseum am Kiekeberg wird gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (Bund), das Land Niedersachsen, den Landkreis Harburg, den Förderfonds Hamburg/Niedersachsen der Metropolregion Hamburg, die Stiftung Niedersachsen, die Stiftung Hof Schlüter, die Niedersächsische Sparkassenstiftung, die Stiftung der Sparkasse Harburg-Buxtehude, den Lüneburgischen Landschaftsverband, die Klosterkammer Hannover, die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung und den Förderverein des Freilichtmuseums am Kiekeberg.

    Mit der "Königsberger Straße" zieht die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg im Freilichtmuseum am Kiekeberg ein. Bis heute prägen Flucht und Aufbau und Wirtschaftswunder das Erscheinungsbild von Dörfern in ganz Deutschland. Die "Königsberger Straße" besitzt bundesweite Bedeutung: Erstmals wird die Kulturgeschichte der Nachkriegszeit bis in die späten 1970er-Jahre in der ländlichen Region erforscht und durch den Aufbau von Häusern und einer umfassenden Ausstellung gezeigt.

    Das Freilichtmuseum am Kiekeberg wurde 1953 von der Hansestadt Hamburg auf niedersächsischem Boden gegründet. Am 1. Mai 1987 kaufte der Landkreis Harburg "sein" Freilichtmuseum. Im Jahr 2003 wurde die Stiftung Freilichtmuseum am Kiekeberg gegründet. Das Museum ist weiterhin die zentrale Kulturinstitution des Landkreises Harburg.

  • Neue Kurse und altes Wissen: Museumsakademie im Freilichtmuseum am Kiekeberg

    Ehestorf. Die Museumsakademie am Kiekeberg in Ehestorf bietet 2018 einige überraschende Kurse an: Neu sind "Schönes aus Beton", "Steinbildhauern mit Speckstein", "Mittelalterlicher Flechtstich", "Was Frau sich Gutes tun kann" und "Buchsbaumschnitt". Auch bei einigen Klassikern am Kiekeberg sind noch Plätze frei, beispielsweise bei "Siebdruck" und "Glutenfreies Backen".

    Kurs
    Kurs "Schönes aus Beton" | Foto: ein

    Handwerk, Kosmetik, Garten, Kochen: Bei den Kursen am Kiekeberg für jeden etwas dabei. Der neue Kurs "Schönes aus Beton" greift einen aktuellen Trend auf: Die Teilnehmer lernen am Freitag und Sonnabend, 8. und 9. Juni, oder Freitag und Sonnabend, 21. und 22. September, dekorative Schalen und Skulpturen für Haus und Garten herzustellen. Die Kursgebühr beträgt 55 Euro inklusive Material.

    Beim "Steinbildhauern mit Speckstein" erarbeiten Teilnehmer auch ohne Vorkenntnisse in zwei Tagen mit einer Steinbildhauerin eine individuelle Skulptur. Der Kurs findet am Sonnabend und Sonntag, 16. und 17. Juni, und am Sonnabend und Sonntag, 6. und 7. Oktober, statt und kostet inklusive Material 105 Euro.

    Einen alten Stickstich erlernen Teilnehmer im Kurs "Mittelalterlicher Flechtstich" am Sonntag, 11. März. Diese alte Kunsttechnik wurde bei mittelalterlichen Textilien genutzt. Heute wird er auch modern interpretiert und sorgt für farbenfrohe Muster. Die Teilnahme kostet 15 Euro.

    Heilpraktikerin Margarethe Kranz führt am Sonntag, 22. April, in die Kunst ein, Kosmetika selbst herzustellen. Im Kurs "Was Frau sich Gutes tun kann" stellen Teilnehmerinnen Tees, Badesalz und Salben aus natürlichen Zutaten her. Der Kurs kostet 39 Euro inklusive Materialkosten.

    Kurs
    Kurs "Buchsbaumschnitt". | Foto: ein

    "Wann schneide ich meinen Buchsbaum mit welchen Werkzeugen? Was tue ich gegen Pilzbefall?" Im Kurs "Buchsbaumschnitt" erklärt Museumsgärtner Matthias Schuh die Pflege vom Buchs in Theorie und Praxis. Der Kurs findet am Sonnabend, 9. Juni, statt und kostet 19 Euro.

    Gemeinsam kreativ arbeiten, altes Wissen wieder entdecken und neue Fertigkeiten erlernen - dafür sind die Kurse der Museumsakademie im Freilichtmuseum am Kiekeberg bekannt. Bei folgenden bewährten Kursen sind noch ein paar Plätze frei: Eigene Textilien im "Siebdruck-Verfahren" bedrucken (Sonntag, 25. März, 69 Euro) und dem Zusatzkurs "Glutenfreies Backen" mit Landfrau Sonja Freitag (Sonnabend, 31. März, 19 Euro).

    Die Kurse im Freilichtmuseum am Kiekeberg kosten zwischen 15 und (aufgrund entsprechender Materialkosten) 105 Euro. Anmeldung und weitere Informationen unter Telefon 0 40/79 01 76-0 oder online unter www.kiekeberg-museum.de/kursangebot. Anmeldeschluss ist jeweils freitags, eine Woche vor dem Kurstermin.

     

    Das gesamte Angebot der Museumsakademie finden Interessierte unter www.kiekeberg-museum.de/kursangebot.

  • Neue Sonderausstellung „Handwerken. Vom Wissen zum Werk“ im Freilichtmuseum am Kiekeberg in Ehestorf

    Ehestorf. Ob Heimwerker, Berufshandwerker oder Hobby-Bastler: Handwerken, reparieren und Do-It-Yourself liegen im Trend. Dabei sind die eigenen Hände das wichtigste Werkzeug. Die neue Sonderausstellung „Handwerken. Vom Wissen zum Werk“ im Freilichtmuseum am Kiekeberg zeigt bis zum 2. Februar 2020, wie und warum Menschen in verschiedenen Lebensbereichen Hand anlegen: Wie erlernen Menschen ein Handwerk? Wie wird handwerkliches Wissen weitergegeben? Und wie geht es weiter, wenn handwerkliches Know-How zum seltenen Gut wird?

    Handwerken als konkrete Tätigkeit ist ein fundamentaler menschlicher Impuls: In der Sonderausstellung erfahren die Besucher, wie die Zusammenarbeit von Kopf und Hand funktioniert. Klaus-Wilfried Kienert, Stiftungsratsvorsitzender des Freilichtmuseums, freut sich: „Die neue Ausstellung veranschaulicht die geschichtliche Entwicklung von Handwerk und gibt Besuchern Anreiz, selbst handwerklich aktiv zu werden und selber zu machen.“ Museumsdirektor Stefan Zimmermann betont die große Relevanz der Thematik: „Eine der wichtigsten Aufgaben für uns als Freilichtmuseum ist es, alte Handwerkstechniken zu bewahren und zu vermitteln. Die Ausstellung beleuchtet Handwerken als kulturelle Grundlage unserer Gesellschaft zwischen aktuellen Trendbewegungen wie Upcycling und Do-It-Yourself und eklatantem Fachkräftemangel.“

    Die Besucher lernen die Vielfalt von Handwerk kennen: Außer den klassischen handwerklichen Berufen Schmied und Zimmermann gehören auch Friseure, Konditoren und Vergolder zum Berufsfeld Handwerk. Rainer Rempe, Landrat des Landkreises Harburg, lobt: „Das Berufshandwerk ist im Landkreis Harburg der wichtigste Wirtschaftsfaktor. Handwerkliche Betriebe tragen zum Wachstum und zur Lebensqualität der Region bei – mit der Ausstellung am Kiekeberg erhalten das Handwerk und seine enorme Bedeutung ihre verdiente Aufmerksamkeit.“ Die Ausstellung zeigt, wie sich das Fachwissen mit dem Aufkommen neuer Technologien und Innovationen verändert und angepasst hat.

    Dr. Bernd Althusmann, niedersächsischer Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung und stellvertretender Ministerpräsident, wirft einen Blick in die Zukunft: „Handwerk steht zwischen Tradition und Innovation und erfindet sich ständig neu. Das Freilichtmuseum veranschaulicht mit der Ausstellung die enge Verbindung von Tradition und Wissensweitergabe einerseits und dem Weg in die Moderne andererseits.“ Verschiedene historische und neue Werkzeuge und Geräte wie ein Besteckkoffer aus dem Zweiten Weltkrieg und ein neuer 3D-Drucker veranschaulichen die Entwicklung des Handwerkens vor und nach der Industrialisierung.

    Auch im privaten Bereich spielt Handwerken eine wichtige Rolle: „Das Bedürfnis zu lernen, etwas selbst zu machen, ist auch nach der Mechanisierung im 19. und 20. Jahrhundert bei vielen Menschen vorhanden“, erklärt Alexander Eggert, Kurator und Leiter der Abteilung Volkskunde des Freilichtmuseums in Ehestorf. „40 Prozent der Deutschen stellen zu Hause selbst etwas her. Handwerken stellt die Möglichkeit zur Selbstverwirklichung dar. Wissen, Können und Motivation sind dabei zentrale Aspekte.“

    Das Museum ist Dienstag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 17 Uhr und am Wochenende sowie feiertags von 10-18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 9 Euro, für Besucher unter 18 Jahren ist er frei.

     

  • Neue Sonderausstellung „Krabbelnde Komplizen – Insekten in der Landwirtschaft“ im Freilichtmuseum am Kiekeberg

    Ehestorf. Im heimischen Garten, im Wald oder in der Landwirtschaft – Insekten sind überall zuhause. Welchen Nutzen erfüllen sie und welchen Schaden richten sie an? Antworten darauf erhalten Besucher der neuen Sonderausstellung „Krabbelnde Komplizen – Insekten in der Landwirtschaft“ noch bis 17. November im Freilichtmuseum am Kiekeberg in Ehestorf. Besucher lernen heimische Arten kennen und erfahren, wie das Leben der Insekten mit der landwirtschaftlichen Nutzung vereinbar ist. Insekten als Lebensmittel sind ebenfalls Thema der Ausstellung. Das Museum ist dienstags bis freitags in der Zeit von 9 bis 17 Uhr und am Wochenende sowie feiertags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 9 Euro, für Besucher unter 18 Jahren ist er frei.

    Insekten gehören zu den ältesten und artenreichsten Tieren der Erde. „Seit 400 Millionen Jahren gibt es sie, uns Menschen erst seit 300.000 Jahren“, betont Maximilian Leroux, stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsrats des Freilichtmuseums, bei der Ausstellungseröffnung. „Wir freuen uns über weniger verklebte Autoscheiben, dabei sind Insekten die Basis unseres Daseins. Denn ohne Bestäubung keine Nahrung.“ Welche Lebensmittel nur durch Bestäubung möglich sind, veranschaulicht ein gut gefüllter Einkaufswagen in der Sonderausstellung.

    Besucher lernen einzelne Insektenarten besser kennen. Sie bemerken, worin sich die Insekten-Präparate unterscheiden und wie ein Hornissennest aussieht. So geht es auch Stefan Zimmermann, Direktor des Freilichtmuseums am Kiekeberg: „Ich habe gelernt, dass eine Libelle als einziges Fluginsekt rückwärts fliegt und ihre Nachkommen sechs Jahre lang als Larve existieren, bevor sie ein Jahr als Libelle leben.“ Das Museum gibt seinen Besuchern auch praktische Tipps mit: „Im Landwirtschaftlichen Entdeckergarten hat unser Museumsgärtner Matthias Schuh bereits eine Blühwiese und natürliche Nisthilfen angelegt. Auch vor dem Fischerhaus zeigen wir, welche Pflanzen gut für Insekten sind und was jeder Einzelne im Kleinen tun kann.“

    Rudolf Meyer, Stellvertretender Landrat des Landkreises Harburg, freut sich in seiner Rolle als Bauer über die „Krabbelnden Komplizen“ am Kiekeberg: „Insekten sind für die Land- und Forstwirtschaft sehr wichtig. Aber Fliegen, Käfer, Kakerlaken haben keinen guten Ruf. Das war schon in meiner Kindheit so, als es im Stall und auf der Butter vor ihnen wimmelte. Doch ihr Rückgang macht mir keine Freude.“ In der Ausstellung berichten Experten an Medienstation aus Gartenbau, Politik, Ernährung, und Imkerei über die Zukunft der Insekten. Rudolf Meyer ist sich sicher: „Wir stehen bei der Ursachenforschung noch am Anfang. Klar ist, die Landschaft hat sich in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert. Bauern, die Misthaufen, Brennesselflächen und Blühstreifen haben, helfen den Insekten.“

    Die Kuratorin Katrin Hartmann ergänzt: „Ein relativ neues Thema in Deutschland sind Insekten als Lebensmittel. Beispiele sind etwa die Europäische Wanderheuschrecke oder Mehlwürmer. Besucher können sie bei uns im Museumsladen kaufen oder im Café Koffietied probieren.“

    Weitere Termine zur Sonderausstellung:

    Podiumsdiskussion: „Winzige Helfer – sind unsere Insekten noch zu retten?“
    Mittwoch, 8. Mai, 18-20 Uhr, Eintritt frei

    Sonntags im Museum: „Mahlzeit!“ Kochen mit Insekten, mit der Landfrau Sonja Freitag
    Sonntag, 5. Mai, 10-18 Uhr, im Museumseintritt inbegriffen

    Sonntags im Museum: „Natürlich!“ Führungen mit dem Museumsimker Clemens Tandler
    Sonntag, 26. Mai und Sonntag, 28. Juli, 11 und 14 Uhr, im Museumseintritt inbegriffen

    Vortrag: „Wildbienen: Vielfalt der Arten, Vielfalt der Ansprüche“ mit Manuel Pützstück, Deutsche Wildtier Stiftung
    Sonntag, 18. August, 14 Uhr, im Museumseintritt inbegriffen

    Führungen durch die Sonderausstellung mit Kuratorin Katrin Hartmann
    Sonntag, 18. August, 11 Uhr und Sonntag, 22. September, 11 und 14 Uhr, im Museumseintritt inbegriffen

  • Neue Sonderausstellung im Freilichtmuseum am Kiekeberg: PLAYMOBIL - Spielgeschichte(n)

    Ehestorf. Das Alte Ägypten, gründerzeitliche Städte, bäuerliche Lebenswelten - die neue Sonderausstellung "PLAYMOBIL - Spielgeschichte(n). Sammlung Oliver Schaffer" öffnet bis zum 25. Februar im Freilichtmuseum am Kiekeberg in Ehestorf seine Türen. Mehr als 5.000 PLAYMOBIL-Figuren erzählen auf 220 Quadratmetern in 16 verschiedenen Themenwelten von 6.000 Jahren Geschichte.

    "PLAYMOBIL ist ein Paradebeispiel für die Spielkultur nach 1950. Damit fügen sich die 7,5 Zentimeter hohen Figuren in unsere seit 2016 existierende Sonderausstellung 'Spielwelten' ein", so der neue Museumsdirektor Stefan Zimmermann. Seit Mai 2016 laden in die "Spielwelten" mehr als 2.000 Exponate und Mitmachangebote auf 650 Quadratmetern zu einem Besuch ein. Dem System-Spielzeug PLAYMOBIL widmet das Freilichtmuseum am Kiekeberg nun noch einmal ganz besondere Aufmerksamkeit mit der neuen Sonderausstellung. "Diese Ausstellung ist auch eine Hommage an unseren gerade scheidenden langjährigen Museumsdirektor Rolf Wiese, der sich als begeisterter Volkskundler zeit seines Lebens mit der Spielkultur nach 1950 auseinandersetzte", erläutert der Leiter der Volkskunde Alexander Eggert.

    Sammler Oliver Schaffer wirft Blitzlichter auf die großen Ereignisse der Menschheitsgeschichte. "Es ist der Dreiklang von PLAYMOBIL zu sehen und das sind historische Welten, Alltags- und Fantasiewelten", erklärt Oliver Schaffer die Auswahl der Themen. Egal ob Dinosaurier, Indianer oder ein zwei Meter hoher Rapunzelturm - die Ausstellung lässt in jedem Erwachsenen viele Kindheitserinnerungen aufsteigen und ruft ein Strahlen in Kinderaugen hervor. In jeder Szene hat der Kurator und Sammler ein sogenanntes "Easter Egg" eingebaut. Etwas, das nicht in die Themenwelt hineingehört und zum Suchspiel einlädt. Auf Spieltischen haben die Besucher neben den Themenwelten hinter Glas nun auch im Freilichtmuseum am Kiekeberg die Möglichkeit, ihre eigenen Spielgeschichten zu erzählen.

    Sammler und Kurator Oliver Schaffer in dem größten Diorama, das er je baute. | Foto: ein
    Sammler und Kurator Oliver Schaffer in dem größten Diorama, das er je baute. | Foto: ein
    Oliver Schaffer ist seit seiner Kindheit begeisterter Sammler von PLAYMOBIL und stellte bereits in vielen Museen, wie beispielsweise dem Pariser Musée des Arts décoratifs im Westflügel des Louvre, aus. Im Freilichtmuseum präsentiert er seine mittlerweile 28. Ausstellung, die Größte in seiner bisherigen Kurator-Laufbahn.

    Am Sonntag, 12. November, ab 11 Uhr führt Oliver Schaffer die Besucher durch "PLAYMOBIL - Spielgeschichte(n). Sammlung Oliver Schaffer" und gibt einen persönlichen Einblick in die Faszination von PLAYMOBIL. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt kostet 9 Euro, für Museumsbesucher unter 18 Jahren ist er frei.

  • Neuer Thementag Agrarium: Modelle in Aktion im März

    Ehestorf. Modellbau kommt an den Kiekeberg nach Ehestorf: Am Sonntag, 18. März, führen begeisterte Modellbauer ihre Stücke im Agrarium des Freilichtmuseums am Kiekeberg vor. Modellbau zeigt die große Welt im Kleinen: Dampf, Flieger, Truck, Eisenbahn und Co. Im Freilichtmuseum am Kiekeberg führen Fans bei "Modellbau in Aktion" ihre Kostbarkeiten vor und kommen mit Besuchern ins Gespräch.

    Thementag
    Thementag "Modele in Aktion" will Jedermann begeistern. | Foto: ein

    Eine Besonderheit ist das große Diorama vom Team Hof-Mohr. Es stellt "Landwirtschaft in Bewegung" dar: Trecker pflügen ein Feld, die Feuerwehr löscht ein brennendes Haus. Der Truck Modellbauclub Hamburg baut eine Baustelle auf, der Modellflugverein Heidenau lässt seine Flieger über dem Kiekeberg aufsteigen. Außerdem führen Besitzer von Dampfmodellen ihre Maschinen vor. Für Kinder besonders spannend: Bei der Modelleisenbahnanlage der LGB Norddeutschland können sie mitmachen. Außerdem gibt es ein vielfältiges Bastelprogramm für sie. Für Modellbaufans wird Zubehör an einem Marktstand angeboten.

    Der Thementag "Modelle in Aktion" findet im Agrarium des Freilichtmuseums am Kiekeberg in Ehestorf statt. In der interaktiven Ausstellungswelt sind auf über 3.300 Quadratmetern unter anderem 30 bedeutende Traktoren aus der Zeit vom Ersten Weltkrieg bis in die 1960er-Jahre ausgestellt.

    Bei einem Spaziergang durch das Freilichtmuseum können sich Besucher im Museumsgasthof "Stoof Mudders Kroog" mit typisch norddeutschen Köstlichkeiten stärken. Das Rösterei-Café "Koffietied" serviert im Agrarium Kaffeespezialitäten und hausgemachten Kuchen.

    Der Eintritt zum Thementag "Modelle in Aktion" im Agrarium beträgt 9 Euro für Erwachsene, Besucher unter 18 Jahren haben freien Eintritt.

  • Neues Fohlen Mathilda galoppiert über die Weiden am Kiekeberg in Ehestorf

    Ehestorf. Das Freilichtmuseum freut sich über eine liebenswerte neue Bewohnerin am Kiekeberg in Ehestorf: Mathilda. Das Fohlen der seltenen, historischen Pferderasse Schleswiger Kaltblut tollt nach ersten Wochen der Schonzeit über die Weiden. Immer dienstags bis freitags von 9 bis 17 Uhr sowie sonnabends und sonntags von 10 bis 18 Uhr ist das Museumsgelände geöffnet.

    Mathilda wurde zur schönen Osterzeit geboren. Mutter Blümchen und ihr Fohlen haben sich in Ruhe kennenlernen dürfen. Mathilda legt gut an Gewicht zu und springt verspielt auf den Weiden herum oder erholt sich in ihrer Box im historischen Hof Meyn. Nach und nach lernt das Fohlen den Umgang mit den Menschen kennen, die sich um sie kümmern. Mathilda gewöhnt sich mit der Zeit daran, ein Halfter zu tragen, geführt zu werden oder die Hufe zu geben.

    Die Schleswiger Kaltblüter haben einen gutmütigen Charakter, sind geduldig und besonders lernwillig. Sie zeichnen sich durch einen starken Körperbau mit kräftigen Beinen aus und sind sehr ausdauernd. Noch bis in die 1960er- Jahre diente die Pferderasse viel in der Landwirtschaft. Durch den vermehrten Einsatz von Maschinen in der zweiten Hälfe des 20. Jahrhunderts gingen der Bedarf an Arbeitspferden und somit auch der Bestand der Schleswiger Kaltblüter weiter zurück. Im Jahr 1976 gab es nur noch 35 eingetragene Stuten und fünf Hengste.

    Fohlen Matilda mit Elke Junghans. | Foto: ein
    Fohlen Mathilda mit Elke Junghans. | Foto: ein

    Elke Junghans, die Pferdewirtschaftsmeisterin des Freilichtmuseums in Ehestorf, ist glücklich über den Nachwuchs: "Ein Fohlen bei den Schleswiger Kaltblütern ist eine Besonderheit für uns. Denn die Pferderasse ist vom Aussterben bedroht. Durch die natürliche Zucht tragen wir seit 1990 aktiv zu ihrem Arterhalt bei." Wenn die Tiere soweit sind, bildet die Pferde-Expertin sie regelmäßig aus, so dass sie auf ihre spätere Arbeit vorbereitet werden. Die Schleswiger Kaltblüter führen bei den vielfältigen Aktionstagen vor, wie früher ein Feld geeggt oder eine Kutsche gezogen wurde. "Um unsere Pferde zu schützen, dürfen sie auch nicht mit fremdem Futter gefüttert werden", betont Elke Junghans. "Wir wissen, was sie brauchen, um gesund ernährt zu werden. Das ist insbesondere für ein empfindliches Fohlen lebenswichtig."

    1991 wurde der Verein Schleswiger Pferdezüchter e.V. gegründet, um das Aussterben des Kaltbluts zu verhindern. Heute gibt es wieder zirka 200 eingetragene Stuten und zirka 30 eingetragene Hengste. Doch noch immer steht die Pferderasse auf der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e. V.
    Für Erwachsene beträgt der Eintritt 9 Euro, für Besucher unter 18 Jahren ist er frei.

  • Neuheiten in der Dauerausstellung „Spielwelten“

    Ehestorf. Die Dauerausstellung „Spielwelten“ im Freilichtmuseum am Kiekeberg in Ehestorf hat neue alte Schätze aufgenommen: Die Besucher sehen eine seltene Sammlung von 90 Handspielpuppen der 1920er-Jahre. Interessierte erfahren, wie sich die Kunst des Puppentheaters in der Region entwickelte. Als einzige Ausstellung in Deutschland legt „Spielwelten“ einen Schwerpunkt auf die Entwicklung der Spielzeugkultur bis 1980. Das Museum ist Dienstag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 17 Uhr und am Wochenende sowie feiertags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ins Museum kostet 9 Euro, Besucher unter 18 Jahren haben freien Eintritt.

    Besucher entdecken in der Dauerausstellung neuerdings 90 historische Handspielpuppen. Das Freilichtmuseum stellt das Werk von zwei regionalen Puppenspielern vor, die die alte Spielkunst vom Jahrmarkt der 1920er-Jahre bis in die Wohnzimmer der 1950er-Jahre brachten: Friedrich Arndt, bekannt durch seine Inszenierung des „Hohnsteiner Kaspers“ im Hamburger Rundfunk und Fernsehen, sowie Walter Büttner, etabliert durch seine Filme über den „Heidekasper“. Das Handpuppenspiel ist rund 700 Jahre alt. Es entwickelte sich vom Volksvergnügen mit derben Späßen für Erwachsene zum pädagogischen Werkzeug und Spielzeug für Kinder.

    Auch im Bereich Volksvergnügen der „Spielwelten“-Ausstellung sind weitere Schätze eingezogen. Hier sehen Besucher einst selbstgebaute Riesenräder aus Holz, ein Modell des Kiekeberger Kettenfliegers und zahlreiche in der Not gebastelte Spielzeuge aus der Nachkriegszeit. Jahrmärkte waren wichtige Höhepunkte im Jahresverlauf. Durchreisende Händler boten den einfachen Leuten Gelegenheit für Genuss und Nervenkitzel in der spärlichen Freizeit, aber auch Vieh und lang entbehrte Haushaltswaren.

    Die „Spielwelten“-Ausstellung widmet sich in zehn Themenwelten insbesondere dem Spielzeug, mit dem heutige Eltern und Großeltern spielten: Von Konstruktionsspielzeug, wie Lego, über Playmobil oder Spielzeugautos, bis hin zu Tauschobjekten und Spielekonsolen. „Die Zeit von 1950 bis 1980 ist besonders spannend“, erklärt Stefan Zimmermann, Direktor des Freilichtmuseums am Kiekeberg. „Denn gesellschaftliche Umbrüche und veränderte Wirtschaftsbedingungen spiegeln sich im Spielzeugangebot wider. Andere Inhalte und Werkstoffe setzen sich durch und neue Spielzeugproduzenten erobern den Markt.“ Begehbare Spielzeugläden mit originalgetreuer Einrichtung von 1900, 1950 und 1980 zeigen den Wechsel von der manuellen Fertigung zur seriellen Massenproduktion. Statt Soldaten- oder Kriegsspielen gelangen nach 1945 Themen wie Mobilität, Freizeit und Raumfahrt in die Kinderzimmer.

    In der „Spielwelten“-Ausstellung ist Mitmachen erwünscht! Am Legotisch lassen Kinder ihrer Kreativität freien Lauf, sie malen oder bauen Papierflieger. Erwachsene erinnern sich an PC-Spiele-Klassiker wie Pacman oder Pong. Ihr altes Super Mario Bros.-Spiel von Nitendo probieren sie hier noch einmal aus. Eine interaktive Station lockt zum Schiffe versenken oder Tic-Tac-Toe spielen. Besucher erleben in den „Spielwelten“ außerdem ein Stück Regionalgeschichte: Anziehungspunkt für Kinder ist die Rutsche und das Karussell aus dem ehemaligen Harburger Schuhgeschäft Raczka. Hier vergnügen sich die Kleinen, während Eltern und Großeltern alte Spielzeuge wieder entdecken.

    Mehr als 2.000 Exponate, Mitmach-Angebote und Medienstationen nehmen die Besucher mit auf eine Zeitreise. Die Dauerausstellung „Spielwelten“ im Freilichtmuseum am Kiekeberg wurde 2016 eröffnet und wird gefördert durch verschiedene Projektpartner: Die Stiftung der Sparkasse Harburg-Buxtehude und die Niedersächsische Sparkassenstiftung, die Stiftung Niedersachsen, die Klosterkammer Hannover, die Zeit-Stiftung, die VGH-Stiftung sowie den Förderverein des Freilichtmuseums am Kiekeberg e. V.

  • Noch freie Plätze: SymphonING Orchester gibt Sommerkonzert am Kiekeberg - im Juli

    Ehestorf. Es sind noch wenige Tickets erhältlich: "SymphonING", das Orchester der Technischen Universität Hamburg-Harburg (TUHH), gibt am Sonnabend, 7. Juli, ein Sommerkonzert im Freilichtmuseum am Kiekeberg in Ehestorf. Mitten in der Ausstellungswelt Agrarium verbinden sich Technik und Musik. Ab 18 Uhr erklingen hier Stücke von Mozart bis hin zu moderner Filmmusik. Eine Karte kostet 10 Euro, Schüler und Studenten zahlen 5 Euro. Der Museumseintritt ist inklusive. Die Karten gibt es im Vorverkauf an der Museumskasse. Reservierungen sind telefonisch unter Telefon 0 40/79 01 76 25 möglich.

    Bereits zum achten Mal spielt das SymphonING Orchester am Kiekeberg in Ehestorf - jedes Mal vor ausverkauften Plätzen. Von innen erstrahlt das Agrarium in bunten Farben und bietet mit seinen historischen Landmaschinen eine besondere Atmosphäre. Vor dem Konzert stimmen sich die Besucher bei einem romantischen Spaziergang über das Museumsgelände mit seinen idyllischen Häusern und Gärten ein.

    Unter der Leitung von David Dieterle musizieren 60 Studierende, Ehemalige und Mitarbeiter der TUHH zusammen mit Schülern der Akademie Hamburg. Schon seit 2004 finden sich die Musikbegeisterten im Audimax zusammen, proben und perfektionieren regelmäßig ihr Repertoire, das sie zum Semesterende in Konzerten präsentieren. Zum Repertoire gehören die Barockmusik, klassische Komponisten wie Haydn und Mozart genauso wie Filmmusik oder Pop.

    Das Programm des Sommerkonzerts am Kiekeberg: "The Unanswered Question" von Charles Ives, 40. Sinfonie von Wolfgang Amadeus Mozart, "Tanz der Ritter" von Sergei Prokofjew, "Amerikanische Suite" von Antonín Dvořák, Carmen-Fantasie von François Borne für Flöte und Orchester, "Ouvertüre zu King Arthur" von Henry Purcell, Filmmusik zum Film King Arthur von Hans Zimmer.

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