Bellandris Matthies Gartencenter
Trauerhaus Kirste Bestatungen
elbzwerge - Kita Krippe & Kindergarten

Kultur

Kultur

  • „Klare Kante“: Gewinner des 11. Kultursommerpreises 2021 stehen fest

    Ehestorf. Thema des Kultursommers 2021 war „Klare Kante“. Viele Künstler haben an dem Wettbewerb teilgenommen und viele davon haben extra dafür ihr Projekt entwickelt. Nun hat die Jury, bestehend aus dem Landrat des Landkreises Harburg, dem Vorstand der Sparkasse Harburg-Buxtehude, die über ihre Stiftung den Wettbewerb mit 9.750 Euro unterstützt, Vertretern des Freilichtmuseums am Kiekeberg in Ehestorf und des Projekts Kulturlandkreis Harburg, entschieden. Neun Institutionen bekommen für die Umsetzung ihrer Ideen eine finanzielle Unterstützung:

    • Kunstnetz-Jesteburg e.V. mit „"Klare Kante" - Climatechange – Klimawechsel“ im Mai
    • ART Galerie und Malschule SINNFALL mit „Rüm Hart, Klaar Kimming“ am 29. Mai
    • Kunststätte Bossard mit „Reden wir über Bossard“ im Juni und September
    • Orchester Nordheide mit „Beethoven 2021 - Höhepunkte aus seinen Orchesterwerken“ (Termin folgt)
    • Salzhausen e.V. Kultur Heimat Leben mit „Klare Kante für Engagement und Kultur!“ am 4. Juli
    • Kunstverein Buchholz e.V. mit „Dinge im Park“ vom 26. Juni bis 22. August
    • Garlstorfer Kunstfest e.V. mit dem „Garlstorfer Kunstfest mit klarer Kante“ vom 3. bis 5. September
    • Reso-Fabrik e.V. mit „Klare Kante für eine gute Nachbarschaft!“ am 5. September
    • HOFKUNST/Künstlerhof Scharmbeck in Zusammenarbeit mit "Alles wird schön" e.V. mit „C-lare C-ante in der C-rise/Kunst auf dem Berg“ von Mai bis September

    Die Gewinner werden am 22. Juni im Freilichtmuseum am Kiekeberg geehrt. Das Programmheft zum Kultursommer 2021 „Klare Kante“ steht ab Anfang April unter www.kulturlandkreis-harburg.de zum Herunterladen bereit.

  • Besuchsrekordjahr 2019 am Kiekeberg und Neueröffnungen 2020

    Ehestorf. Eine besonders gute Nachricht gibt es zu Jahresanfang im Freilichtmuseum am Kiekeberg in Ehestorf: Das Jahr 2019 bescherte dem Museum und seinen Außenstellen einen Besuchsrekord. 222.218 Besuche zählte das Freilichtmuseum am Kiekeberg und auch die Außenstelle Mühlenmuseum Moisburg blickt auf eine Rekordzahl von 8.225. Insgesamt verzeichnen der Kiekeberg und seine Außenstellen 248.519 Besuche – so viel wie nie zuvor seit der Gründung 1953.

    Jetzt schaut das Museumsteam in die Zukunft und damit auf das Siedlungsdoppelhaus in der „Königsberger Straße“: Bis Mai wird dort eine Dauerausstellung zur „Geschichte des Landkreises Harburg und der Metropolregion Hamburg“ eingerichtet. Die Ausstellung ist ab dem 9. Mai am Kiekeberg zu sehen.

    Wir sehen ein großes Interesse der Bevölkerung an unseren Museumsthemen“, freut sich Klaus-Wilfried Kienert, Stiftungsratsvorsitzender der Stiftung Freilichtmuseum am Kiekeberg. „Und auch unsere wissenschaftliche Arbeit wird geschätzt. Sie zeigt sich in den Ausstellungen, Tagungen und Publikationen.“ Landrat Rainer Rempe ergänzt: „Das Freilichtmuseum am Kiekeberg ist für den Landkreis Harburg Aushängeschild und wichtiger Partner zugleich. Hier wird Regionalgeschichte auf leichte Art vermittelt und außerdem wissenschaftlich erforscht. Es ist ein Museum, das traditionsbewusst arbeitet und sich gleichzeitig in die Zukunft entwickelt. Die ‚Königsberger Straße‘ ist eine wirklich geniale Idee, die rasanten Veränderungen im Landkreis Harburg und in der Metropolregion aufzugreifen. Die Besucher können sich mit der Geschichte identifizieren: Jeder wird etwas Eigenes im Kopf haben, das er mit ihr verbindet.“

    Die Verbindung von Tradition und Moderne verfolgt auch der Förderverein des Freilichtmuseums. Dessen Vorsitzender Heiner Schönecke erläutert: „Wir sind ein Verein mit 13.527 Mitgliedern und bewegen viel für unsere Museen. Mit rund 1,6 Millionen Euro Umsatz im Jahr sind wir ein mittelständischer Betrieb.“ Der Förderverein unterstützt die Museen zum Beispiel bei Instandhaltungen, Objektankäufen, bei der Bildungsarbeit und in der Forschung. „Und wir gehen neue Themen an: Jetzt finanzieren wir zusammen mit dem Landkreis Harburg eine Plattdeutsch-Koordinatorin, die die vielen plattdeutschen Initiativen der Region unterstützt und die Sprache vor allem auch an die junge Generation weitergibt.“

    Das bestehende Museum bewahren und die Inhalte kontinuierlich erweitern: Museumsdirektor Stefan Zimmermann und die Kaufmännische Geschäftsführerin Carina Meyer betonen, wie wichtig Investitionen in Bildung und auch Bauunterhaltung für die Museen der Region sind. Carina Meyer: „Mit allein 50.000 Euro haben wir Dächer in Stand gehalten, dazu kommen historische Hausfassaden, Zäune, Wege und Gärten. Wir sehen es für uns als Verpflichtung, die Kulturgüter gut zu erhalten.“

    Und die Besucher schätzen das Engagement des Museumsteams. Stefan Zimmermann: „Wir schaffen als Bildungsinstitution ganzheitliche Erlebnisse, zum Beispiel beim Vorführprogramm ‚Sonntags im Museum‘ oder auch in der Ferienbetreuung. Wir freuen uns besonders darüber, das regionale Partner gern dabei sind und unsere Arbeit mit ihrem Können unterstützen. Zum Beispiel sind Handwerksinnungen an unserer neuen Ausstellung im Haus des Handwerks beteiligt.“ Die Dauerausstellung wird ab dem 20. September zu sehen sein.

    Weiterhin wichtiges Thema wird allerdings auch 2020 die „Königsberger Straße“ am Kiekeberg sein. Als weiteres Gebäude kommt ein Flüchtlingssiedlungshaus dazu. 75 Jahre nach Kriegsende zeigt die Veranstaltung „1945. Der erste Sommer im Frieden“ (23. und 24. Mai) mit rund 60 Darstellern, wie der Alltag der Bevölkerung, Kriegsheimkehrer und britischen Soldaten aussah. Und die Ausstellung zur Zeit nach 1945 wird im Siedlungsdoppelhaus der „Königsberger Straße“ eröffnet: Sie stellt die Entwicklungen von der Flüchtlingssituation und Neuformung des Landes Niedersachsen bis zum wirtschaftlichen Aufschwung und den Wechselbezügen mit der Großstadt Hamburg dar.

    Von außen fügt sich das Ausstellungsgebäude in Gestalt eines typischen Siedlungsdoppelhauses aus den 1950er-Jahren in die neue Baugruppe ein. Denn: Das Projekt „Königsberger Straße. Heimat in der jungen Bundesrepublik“ holt mit sechs Gebäuden die Nachkriegszeit von 1945 bis 1979 ins Museum.

  • "Bürgerhaus": Politik stimmt mehrheitlich für neuen Träger - juristische Auseinandersetzungen drohen

    Harburg. Die Bezirksversammlung hat in Sachen des sogenannten „Bürgerhaus Harburg“ entschieden: Auf der Mai-Sitzung stimmten in einer namentlichen Abstimmung SPD und Grüne für die Empfehlung der Jury, die Stiftung Kulturpalast zum neuen Träger für das Gebäude in der Rieckhoffstraße zu machen. Wünscht sich eine andere Diskussion als ausgerechnet um die Heimlichtuerei von SPD, Grünen und Bezirksamt in Sachen Rieckhof: Heinke Ehlers von den Grünen. | Foto: Niels KrellerAlle Oppositionsfraktionen stimmten – aus unterschiedlichen Gründen – gegen diese Empfehlung.

    Vorangegangen war eine heftig geführte Debatte. Als erster ging CDU-Fraktionschef Ralf-Dieter Fischer ans Rednerpult. Als „endlose Geschichte“ bezeichnete er die Vorkommnisse des vergangenen Jahres um die Ausschreibung der Trägerschaft. „Das Vorgehen der Verwaltung ist uns nicht verständlich“, sagte Fischer. Das Bild, dass Verantwortliche aus der Bezirksamtsspitze abgegeben hätten, sei „unglücklich“ gewesen. „Der Rieckhof hat sich zu einem riesigen Erfolgsmodell für Harburg und darüber hinaus in den vergangenen 40 Jahren entwickelt“, so Fischer. „Diesen Rieckhof zu zerschlagen ist eine Schande für Harburg.“

    Die CDU, wie auch FDP und DIE LINKE., so kündigte Fischer an, hätten dazu auch eine namentliche Abstimmung beantragt. „Das können Sie nicht mit ihrer Mehrheit wegstimmen“, sagte er in Richtung der rot-grünen Koalition.

    Das letzte Kapitel noch nicht geschrieben? Juristische Auseinandersetzung droht

    Weiter führte Fischer aus, dass wohl noch nicht das letzte Kapitel geschrieben sei. Harald Muras, langjähriger Kreisvorsitzender der SPD, habe, so teilte Fischer insbesondere der SPD genüsslich mit, die anwaltliche Vertretung des Rieckhof gegenüber der Verwaltung übernommen. Es sei, so zeigte Fischer auf, noch viel rechtlich zu klären.

    So lasse sich belegen, dass der Großteil des Inventars nicht aus öffentlichen Zuwendungen, sondern aus Einnahmen aus Veranstaltungen angeschafft worden sei, weshalb es Vereinsvermögen sei und nicht städtisches. „Der Bezirk kann dem neuen Träger nur eine leere Hütte übergeben“, stichelte Fischer. Des Weiteren bestehe immer noch der Denkmalschutz, weswegen man auch nicht so umbauen könne, wie gewollt. „Was dort abgelaufen ist, ist ein Jammerspiel!“

    Rot-Grün möchte von der Vergangenheit nichts wissen

    Heinke Ehlers, kulturpolitische Sprecherin der Grünen, und Natalia Sahling, von der SPD für Kultur abgestellt,Findet irgendwie doof, an die Vergangenheit erinnert zu werden: Natalia Sahling von der SPD-Fraktion. | Foto: Niels Kreller wollten sich lieber nicht mit der Vergangenheit befassen. „Mir hat die Ausschweifung in die Vergangenheit nicht gefallen“, sagte Sahling. Beide verteidigten das Verfahren. Ehlers beschwerte sich, „wie wenig“ man sich angeblich inhaltlich damit auseinandergesetzt habe. „Es gab sehr viele unschöne Diskussionen unter der Gürtellinie. Viele Menschen haben sich im Ton vergriffen und sind nicht bei den Fakten geblieben.“ Das fände sie schlimm. „Ich hätte mir eine andere Diskussion gewünscht.“

    Jetzt, so Sahling, habe man das Ergebnis eines „fairen Verfahrens“. „Ich bin stolz auf dieses Vorgehen. Es war ein offenes Verfahren. Ich mochte zurückweisen, dass es abgesprochen war.“

    Man müsse mit dem Finger auf SPD, Grüne und Bezirksamt zeigen

    Viktoria Isabell Ehlers, Fraktionsvorsitzende der FDP, griff die Koalition scharf an. „Wie viel wurde in dem vergangenen Jahr kaputt gemacht von der guten Arbeit des Rieckhof?“, Will SPD, Grüne und Bezirksamt nicht vergessen lassen, wie sie in Sachen Rieckhof agiert haben: Viktoria Isabell Ehlers von der FDP. | Foto: Niels krellerfragte sie. Und auch, so fügte sie an, von dem, was es hätte werden können. Für jeden habe es etwas im Rieckhof gegeben – wohl nur für die drei Akteure Bezirksamt, SPD und Grüne nicht. „Wir müssen mit dem Finger auf sie zeigen“, so Ehlers. „Es gab keinen inhaltlichen Grund für die Schließung. Und genau das entlarvt Ihr denken. Es ist ein Signal an neuen Träger: Willkommen, aber wenn wir Sie in ein paar Jahren auch nicht mehr wollen, lassen wir sie fallen.“

    Von der DIE LINKE. sprach Heiko Langanke. Er warf Bezirksamt und Koalition vor, mit diesem Verfahren Kultur von politischen Mehrheiten abhängig zu machen. „Ist es wirklich unsere Sache? Dürfen wir da reinreden?“, fragte er. Man habe nur „alte weiße Grauen und Männer als Bewerber gehabt“, fasste er die Bewerberlage zusammen. „Jeder sollte überlegen ob es richtig ist politisch darüber abzustimmen.“

    Einzig Frank Wiesner von der SPD, der damals als Juso für den Rieckhof mitgestritten hatte, machte den Rücken etwas grade. „Die Art und Weise, wie das Bezirksamt vorgegangen ist, ist fraglich und der Arbeit des Rieckhofs unwürdig“, sagte er auch in Richtung der anwesenden Harburger „Kulturdezernentin" Dr. Anke Jobmann. Das Ganze sei im stillen Kämmerlein auf den Weg gebracht worden. „Mit einer Mischung aus Ignoranz und Penetranz möchte das Bezirksamt ein Bürgerhaus machen!“

    Wiesner rief auch auf, dass das Bezirksamt mit der Bezirksversammlung besprochene Änderungen im Ausschreibungstext erst in einer korrigierten Version aufgenommen hatte. „Was für eine Wertschätzung haben Sie denn von der politischen Arbeit? War es Absicht oder Schlamperei? Beides wirf ein schlechtes Licht auf das Bezirksamt“, kritisierte Wiesner.  Aber auch er stimmte für die Empfehlung der Jury.

    Wie immer: Dem Bezirksamt ist die Bezirksversammlung schnurzpiepegal

    Pikant bei der Frage nach der Wertschätzung des Bezirksamtes gegenüber der Bezirksversammlung: Interessiert sich offensichtlich nicht für die Debatte in der Bezirksversammlung: Harburgs "Kulturdezernentin" Anke Jobmann. | Foto: Niels KrellerSchon bevor die Bezirksversammlung am Dienstag eine Entscheidung über einen neuen Träger getroffen hatte, war auf Drängen des Bezirksamtes für kommenden Dienstag zur Vorstellung des neuen Trägers im Kulturausschuss eingeladen. Mit Namensnennung, wer sich das vorstellen würde: Stiftung Kulturpalast.

  • "Ritter, Dene, Voss" - neues Stück im Harburger Theater

    Harburg. Am Donnerstag, 2. Februar 2017, feiert das neue Stück "Ritter, Dene, Voss" am Harburger Theater Premiere.

    Die ältere Schwester (Dene), eine Schauspielerin, hat alles aufs Gewissenhafteste durchgeplant. Das Essen ist vorbereitet, der Tisch gedeckt wie eh und je, es liegt ausreichend Papier bereit, damit der Bruder seine philosophischen Abhandlungen diktieren kann. Die jüngere Schwester (Ritter), ebenfalls Schauspielerin, liebt ihren Bruder über die Maßen. Sie ahnt: Dieses Mittagessen kann nur in einer Katastrophe enden.

    Thomas Bernhard hat mit „Ritter, Dene, Voss“, geschrieben für die Schauspieler Ilse Ritter, Kirsten Dene und Gert Voss, ein Kammerspiel verbotener Wünsche und scharfzüngigen Humors geschaffen. Virtuos hat er das Geschehen in einem Auf und Ab der Emotionen arrangiert: Verzweiflung geht in Verführung über, vermeintliche Ordnung in Wahnsinn. Eine Bernhardsche Untergangskomödie par excellence.

    In dieser Inszenierung sehen die Zuschauer in der Rolle des Voss Ludwig Markus Boysen, der an den Hamburger Kammerspielen mit u.a. „Mahler – Der Teufel tanzt mit mir“ und „Rot“ große Erfolge feiern konnte. Die beiden Schwestern werden von Imogen Kogge und Ulli Maier gespielt. Diese drei Schauspieler liefern sich einen wunderbaren, psychologischen Schlagabtausch à la Thomas Bernhard.

     Aufführungen

    Do, 02.02., 20 Uhr
    Fr 03.02, 20Uhr
    Sa 04.02., 20Uhr
    So 05.02., 15 Uhr
    Mi 08.02., 20 Uhr

  • „Bürgerhaus Harburg“: Hat es wirklich schon eine Entscheidung der Jury gegeben?

    Harburg. Das Harburger Bezirksamt hat sich in der Causa Rieckhof, sagen wir mal, nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Neben der grundsätzlichen Frage, warum man im Vorwege nicht mit dem aktuellen Betreiber gesprochen, sondern die Ausschreibung im stillen Kämmerlein vorbereitet hatte, war die Kommunikation immer wieder ein Griff ins… Sie wissen schon. Transparenz war offensichtlich von Beginn an nicht gewollt.

    Nun der neuste Aufreger: Den in der Jury gegen den Kultur Palast unterlegenen Bewerbern (besser-im-blick berichtete über den Ausgang: Jury-Entscheid zum Bürgerhaus: Kulturpalast hat das Rennen gemacht.), wurde telefonisch oder per Mail mitgeteilt, dass sich die Jury nicht für sie entschieden habe. Man danke für ihre Teilnahme.

    Klingt (und klang für zumindest einige Bewerber) nach einer endgültigen Ablehnung ihrer Bewerbung. Denn offensichtlich versäumte das Bezirksamt zu erwähnen, dass noch die Entscheidung der Bezirksversammlung aussteht. Schon während des bisherigen Verfahrens hatte das Bezirksamt immer wieder durch seine Formulierungen die Vermutung aufkommen lassen, die Bezirksversammlung auch gar nicht miteinbeziehen zu wollen.

    Bezirksversammlung soll im April entscheiden

    „Ich kenne den Wortlaut nicht, ich weiß aber, dass es eine solche Mitteilung an die unterlegenen Bewerber gegeben hat“, sagt der Fraktionsvorsitzende der SPD Frank Richter auf Nachfrage von besser-im-blick. Das sei der Fürsorge geschuldet gewesen, damit die Bewerber das Ergebnis der Jury nicht zuerst aus der Presse erfahren würden. „Das ändert aber nichts am Verfahren, dass die Juryempfehlung jetzt in die Bezirksversammlung geht.“

    Immerhin: Das Bezirksamt bestätigt dies auf Nachfrage von besser-im-blick. „Dem Bezirksamt Harburg war es wichtig, alle Bewerber zeitnah nach der Jurysitzung über das Zwischenergebnis zu informieren, damit diese dieses Ergebnis nicht zuerst aus der Presse erfahren und zugleich war es dem Bezirksamt wichtig, sich noch mal bei allen Teilnehmenden für ihre engagierte Teilnahme am IBV zu bedanken“, so Pressesprecherin Wrenda Kapoor.

    Auch die Bezirksversammlung soll nun entscheiden: „Nächste Schritte im Verfahren sind, dass die mit allen Jurymitgliedern abgestimmte Empfehlung dem Kulturausschuss sowie dem Regionalausschuss auf ihrer gemeinsamen Sitzung am 24. März 2022 vorgelegt wird, mit dem Ziel, das Einvernehmen mit der Bezirksversammlung herzustellen.“ Das soll auf der Sitzung der Bezirksversammlung am 26. April geschehen.

    Hat die Jury wirklich schon eine Entscheidung gefällt?

    Allerdings: Ob es wirklich schon eine Entscheidung der Jury gegeben hat, wird bezweifelt. „Dass es eine Abstimmung oder Entscheidung gegeben hat, ist falsch“, wettert der CDU-Fraktionsvorsitzende Ralf-Dieter Fischer. Der Fahrplan sei gewesen, dass die Jurymitglieder eine Bewertung abgeben, das Bezirksamt dann eine Empfehlung erarbeiten und dann die Jury noch einmal über die Empfehlung hätte beraten sollen. „Und diese Entscheidung sollte dann, wenn man sich einig wird, an die Bezirksversammlung zur endgültigen Beratung weitergegeben werden. So ist die Absprache", sagt Fischer.

    Auch zu der Benachrichtigung der Unterlegenen Bewerber hat Fischer eine eindeutige Meinung. „Die Behauptungen von Herrn Eichhorn[Absender der Mail des Bezirksamtes - die Red.] in der Mail sind frei erfunden und falsch. Vielleicht hatte er einen bestimmten Auftrag, den Bewerbern abzusagen.“ Die CDU habe sich auch in der Jurysitzung nicht für den Kultur Palast ausgesprochen (wie besser-im-blick berichtet hatte).

    Dem neuen Träger werden Empfehlungen mit auf den Weg gegeben

    Mittlerweile gibt es auch seitens des Bezirksamtes ein Schriftstück, das die Empfehlung der Jury beinhalten soll und das an die Fraktionen zur Beratung gegeben wurde. Darin ist von einer Abstimmung mit einem Ergebnis von 12:2 für den Kultur Palast zu lesen.

    Weiterhin gibt die Jury dem Sieger Empfehlungen mit auf den Weg. So soll außer dem Pachtverhältnis für die Gastronomie auch eine inhaltliche Zusammenarbeit mit den Elbe-Werkstätten angestrebt werden im Bereich der Angebote für Menschen mit Handicap. Gleiches gilt für den anderen Bewerber i-Netzwerk im Bereich Migranten. Jugend und Senioren sollen als gleichberechtigte Gruppen im Programm bedacht werden.

    Auch soll der neue Träger nicht außer Acht lassen, dass die Harburgerinnen und Harburger eine aus der langen Tradition als eigenständige Stadt herrührende Identität haben und das die Besonderheit der hiesigen Kulturlandschaft berücksichtigt wird. Besonders soll dies bei der Adaption von in Billstedt erfolgreichen Formaten hier vor Ort gelten.

  • „Causa Rieckhof“ wird zur „Causa Bezirksamt“: Schweigen, Intransparenz, Angst und Unwahrheiten – der politische Stil aus dem Harburger Rathaus

    Harburg. Die „Causa Rieckhof“ wird zunehmend zur „Causa Bezirksamt“. Denn immer offensichtlicher wird, wie autokratisch und intransparent es hinter den Mauern von Harburgs Rathaus zugeht. Journalisten sollte der Zugang zur Übergabe der Unterschriften der „Petition zum Erhalt des Rieckhof in seiner jetzigen Form“ verweigert werden und dass Rieckhof -Geschäftsführer Jörn Hansen an der Übergabe teilnahm, wurde von Harburgs „Kultur-Dezernentin“ Dr. Anke Jobmann als „respektlos“ bezeichnet – nachdem die Kameras aus waren. Für beide Vorfälle gibt es Zeugen.

    Wunschdenken wider die Realität

    Kein Grund für das Bezirksamt, beiden Vorkommnissen zu widersprechen. „Dieser Darstellung können wir nicht folgen und widersprechen dieser entschieden“, gab der Pressesprecher des Bezirksamtes, Dennis Imhäuser, auf Nachfrage von besser-im-blick als Antwort dazu, dass die Presse nicht eingelassen werden sollte. Die Teilnahme des Rieckhof-Geschäftsführers sei nicht als respektlos, sondern als „nicht respektvoll“ bezeichnet worden. Es seien nicht seine Anwesenheit an sich als unangebracht Eklat bei der Übergabe der Petitionsunterschriften im Harburger Rathaus: Heimo Rademaker, Jörn Hansen, Sylvester Gundelach, Sophie Fredenhagen, Sonja Wichmann und Anke Jobmann (v.l.). | Foto: Niels Krellerempfunden worden, sondern die Tatsache, dass er nicht vorab über seine Teilnahme informiert habe. Es seien nur Unterstützer der Petition angekündigt gewesen.

    Für das Bezirksamt passe dies nicht dazu, dass Sylvester Gundelach, Initiator der Petition, im Live Stream einen „respektvollen Umgang miteinander bei unterschiedlicher Haltung zu einer Sache“ betont habe. Warum es aber „nicht respektvoll“ sein soll, wenn ein Betroffener mit zur Übergabe kommt, bleibt hinter den Türen des Rathauses verschlossen.

    Live Stream nur noch ausgewähltem Publikum zugänglich

    Mit Transparenz hat es die Bezirksamtsleitung auch nicht so wirklich. Der Live Stream der Übergabe bleibt auch weiterhin den Bürgerinnen und Bürgern vorenthalten. Er war gleich nach Ende der Übergabe nicht mehr aufrufbar. Warum eigentlich? Auch darauf gibt das Bezirksamt keine wirkliche Antwort. Man habe mit Sylvester Gundelach ein Livestream für die Petitionsübergabe vereinbart, um den gewünschten öffentlichen Rahmen herzustellen. „Aufgrund des vorab angezeigten erhöhten öffentlichen Interesses und der möglichst breiten Beteiligung der Medienvertreter hat das Bezirksamt einen Livestream umgesetzt, damit alle Medienvertreter auch live dabei sein konnten.“

    Nur: Warum dann die Presse von der realen Teilnahme zuerst ausschließen wollen? Auch ist dies kein Grund, das Video nicht mehr öffentlich zu machen. Es ist im Übrigen auch nicht gelöscht, sondern bei youtube auf „privat“ gestellt. Ausgewählte können es sich also durchaus noch anschauen – nur nicht die Bürgerinnen und Bürger.

    Kulturförderung nach Gutsherrenart

    Derweil werden neue Vorwürfe gegen das Bezirksamt öffentlich. Den Eklat bei der Übergabe bezeichnet die Initiative Harburger Kulturschaffender SuedKultur als „leider längst Gewohnheit“. Es herrsche „Eiszeit im Dreigestirn von Kultur, Politik und Verwaltung“, so SuedKultur-Sprecher Heimo Rademaker.

    Auch hier wird nach Gutsherrenart mit den Kulturschaffenden umgesprungen. „Als wir schon im vergangenen Sommer, im Mai 2020, in einem Offenen Brief bemängelten, dass die vielen ungeförderten Kulturschaffenden im Bezirk Harburg erst recht in der Pandemie im Stich gelassen wurden, wurden wir prompt und regelrecht vorgeladen. Man sagte uns, dass wir nicht einfach einen offenen Brief versenden könnten. Der müsse vorab abgestimmt werden“, Heimeo Rademaker, Sprecher der Initiative SuedKultur: Solch ein Eklat ist für einige leider längst Gewohnheit. | Foto: Niels Krellerberichtet Heimo Rademaker. „Das wäre ja aber entgegen jeden Sinnes eines offenen Briefes!“

    Dass kein Geld da sei, kenne man ja, so Rademaker. Auch wenn der Stadtteilkulturetat seit Jahren nicht ausgeschöpft werde. „Und weil ich anmerkte, dass ich unsere Unzufriedenheit auch gegenüber der Kulturbehörde kundtat – denn an wen soll man sich denn sonst noch wenden? – wurde mir regelrecht klar gemacht, dass ich das gar nicht dürfe“, so erinnert sich Rademaker. „Die Art und Weise wie Kultur hier in autoritäre Standards gezwungen werden soll, erinnert an tiefe 80er Jahre, als Stadtteilkultur im Grunde auch aus Protest ihre Geburtsstunde erlebte.“

  • „Freundschaft 2.0“: Harburger Jugendkulturpreis 2016 wurde verliehen

    Harburg. Am Samstag wurde der dritte Jugendkulturpreis der Harburger Bezirksversammlung im Stellwerk im Harburger Bahnhof verliehen zur Auszeichnung der künstlerischen Arbeiten von Kindern und Jugendlichen im Bezirk Harburg verliehen. Die Jugendlichen in den Altersgruppen von 6 bis 12 Jahren sowie 13 bis 18 Jahren waren aufgerufen, sich mit dem Thema Freundschaft zu künstlerisch auseinanderzusetzen– sowohl im Allgemeinen als auch mit Blick auf Social Media. Für ihre Arbeiten konnten sie dabei sowohl traditionelle Mittel wie Pinsel und Papier als auch elektronische Medien nutzen.

    Der Preis ist mit je 500 Euro für jede Altersgruppe dotiert und kann auf eine oder mehrere Arbeiten verteilt werden. Insgesamt haben sich mehr als 80 Kinder und Jugendliche mit 33 eingereichten Einzel- und Gruppenarbeiten beteiligt.

    Bei den 6 bis 12-jährigen kürte die Jury die Mini-Comic „Der traurige Steve" von Sam Dorndorf und Samuel Kodyo aus der Kunstgruppe Schwarzenberg zum Gewinner. Bei den Älteren war es der Song "Wie sieht es aus bei euch" der Produktionsschule.

    Ein Ehrenpreis wurde an die Schülerinnen und Schüler der Erstaufnahmeeinrichtung des DRK „Neuland 1" (Stammschule Maretstraße) für ein integratives Nikolausprojekt (Video und Collage) in der Tagespflege „Hamel" vergeben.

    Preisträgerinnen und Preisträger der Altersgruppe 6 – 12 Jahre:
    1. Mini-Comic „Der traurige Steve" von Sam Dorndorf und Samuel Kodyo (Kunstgruppe Schwarzenberg)
    2. Tonfiguren, Titel BFF (best friends forever) von Havin Yesar (FEG)
    3. Fotografische Bildergeschichten zu Freundschaft 2.0 (Klasse 7a Heisenberg Gymnasium)
    3. Malrausch Gruppe Kunstatelier „Freundschaft 2.0"
    4. Styrene-Druck „Moktor und Santino" von Moctar Toure (Schule Maretstraße G8)
    4. Styrene-Druck „Taha und Denis" von Halil Taha Sahin (Schule Maretstraße G8)

    Preisträgerinnen und Preisträger der Altersgruppe 13 – 18 Jahre
    1. Selbstgeschriebener Song „Wie sieht es aus bei euch?" (Produktionsschule)
    2. Gefilmte Interviews zu Freundschaft „Wir im Netzt" (Berufsbildungsbereich Elbewerkstätten, Nymphenweg)
    3. Leporello der Freundschaft von Larischa Burfeind
    4. Tinte auf Pappe Titel „Freundschaft 2.0" von Mia Philine Hartmann

  • „Macht und Pracht“ - Tag des offenen Denkmals am Wochenende

    Harburg Stadt & Land. In diesem Jahr steht der "Tag des offenen Denkmals" unter dem Motto "Macht und Pracht". Vom 8. bis 10. September sind in Harburg Stadt und Land viele Denkmäler geöffnet, teilweise auch mit einem extra Programm für den Tag.

    „Dieser Denkmaltag bietet die Gelegenheit, viele offene Denkmäler zu erkunden, die typische Hintergründe Hamburger Repräsentationsarchitektur verkörpern: Kaufmännisches Selbstbewusstsein, hanseatische Noblesse, Großzügigkeit und wirtschaftliche Potenz“, so Irina v. Jagow von der Stiftung Denkmalpflege Hamburg und Andreas Kellner (Denkmalpfleger der Freien und Hansestadt Hamburg) im Vorwort zur diesjährigen Hamburger Broschüre. „Vielfältig sind die architektonischen, städtebaulichen und gärtnerischen Ausdruckformen staatlicher Autorität, militärischer Macht, kirchlicher Würde, bürgerlichen Stolzes oder gesellschaftlicher Anerkennung. Jeder Ort und jede Zeit haben hierzu ihre eigenen Antworten entwickelt. Das Motto bietet auch Raum, Denkmäler zu zeigen und zu vermitteln, die ganz bewusst auf große Gesten verzichten“, so die beiden weiter.

    In Harburg gibt es zum Tag des Denkmals bieten die KulturWerkstatt Harburg zum Beispiel am Sonntag die Möglichkeit an, mit einem Barkassen-Shuttle zwischen Sandtorhöft/Kehrwiederspitze und dem Harburger Binnenhafen zu fahren oder auch den bekannten Portalkran am Lotsekai zu erkunden. Ein Besuch lohnt sich auch im Speicher am Kaufhauskanal, gleich um die Ecke in der Blohmstraße. Im ältesten Großspeicher Hamburgs gibt es am Sonntag Führungen. Ein Highlight ist in jedem Jahr die Windmühle Johanna im Wilhelmsburg. Dort können die Besucher sich die alte Mühlentechnik vorführen lassen und leckeres Brot und Mehl kaufen. Alle Aktionen in Hamburg mit ausführlicher sind hier zu finden.

    Im Landkreis Harburg lockt die Kunststätte Bossard in Jesteburg: Auf einem ca. 3 ha großen Heidegrundstück, mitten im Wald gelegen, von Johann Michael Bossard und seine Frau Jutta Bossard-Krull verwirklicht. Eine Stätte, an der die verschiedenen Künste Architektur, Bildhauerei, Malerei, Kunstgewerbe und Gartenkunst zu einer Einheit verschmelzen. In der Wassermühle Karoxbostel wird Korn zu Schrot gemahlen, die Sägerei sägt Stämme zu Brettern und im Lehmbackofen wird Brot gebacken. Alle Aktionen und ausführliche Beschreibungen aus dem Landkreis Harburg hier.

  • „Rieckhof-Papers“: Das möchte das Bezirksamt den Bürgern vorenthalten

    Harburg. Das Harburger Bezirksamt möchte gerne die Harburger Bürgerinnen und Bürger darüber im Dunklen lassen, was sie mit dem Kulturzentrum Rieckhof vorhaben. Deshalb wurde auch der Entwurf für die Ausschreibung des Interessenbekundungsverfahrens (IBV) auf der Sitzung des Kulturausschusses am vergangenen Donnerstag im nichtöffentlichen Teil behandelt. Diejenigen, die in diesem Teil der Sitzung überhaupt anwesend sein dürfen, dürfen nicht darüber sprechen.

    besser-im-blick allerdings hat den Text des Entwurfs zugespielt bekommen. Wir hatten uns darauf auch schon mit einem Kritischen Kommentar im vorigen Artikel zum Rieckhof darauf bezogen: Die Katze ist aus dem Sack: Das Bezirksamt will die Kontrolle über den Rieckhof. Wir halten es aber für unsere journalistische Pflicht, im Sinne einer umfassenden Informationsmöglichkeit für die Bürgerinnen und Bürger, den Text zu veröffentlichen.

    Deshalb haben wir hier nun das erste – wie es heutzutage so schön heißt – „Rieckhof-Paper“:

    „Rieckhof Paper“ – Der Entwurf für das IBV hier als PDF

    Kommentar zur Einschätzung des Entwurfs: "Die Katze ist aus dem Sack: Das Bezirksamt will die Kontrolle über den Rieckhof"

  • 15. Harburger Kulturtag am Sonntag

    Harburg. Kultur, Laterne und Shoppen – am Sonntag, 4. November, findet der Harburger Kulturtag zusammen mit dem großen Laternenumzug ud dem verkaufsoffenen Sonntag statt (mehr dazu hier: Hamburgs größer Laternenumzug, Feuerwerk und Ladenöffnung.

    Zum einen können die Besucher von 12 bis 20 Uhr an fast 20 Orten Kunst und Kultur genießen. Mit dabei sind zum Beispiel das Archäologische Museum Hamburg – Stadtmuseum Harburg (AMH) mit seiner neuen Ausstellung „Margiana - Ein Königreich der Bronzezeit in Turkmenistan“ (Mehr dazu hier: Margiana: Sensationelle Ausstellung über eine neu entdeckte bronzezeitliche Hochkultur). Auch die Sammlung Falkenberg ist mit der Schau „As If“ von Ralf Ziervogel mit dabei. Ebenso die Fischhalle, die Technische Universität Hamburg-Harburg, 3falt in der Trinitatiskirche, der Kunstverein Harburger Bahnhof oder das Alles wird schön in Heimfeld.

    Es ist der nunmehr 15. Harburger Kulturtag, der von Prof. Dr. Rainer-Marias Weiss, Direktor des AMH, zusammen mit der damaligen Harburger Tageszeitung Harburger Anzeigen und Nachrichten ins Leben gerufen wurde. „Wir hoffen, dass es zusammen mit der Ladenöffnung ganz neue Impulse für den Kulturtag geben wird“, so Weiss. Allerdings: durch die Verlegung von Samstag auf Sonntag haben zwei altgediente Kulturtagsteilnehmer abgesagt: das Musikforum Trinitatis, da der Kulturtag am Sonntag nicht vereinbar mit dem Gottesdienst sei und die Bücherhalle, in deren Räumen gerade die Anne Frank Wanderausstellung „Lasst mich ich selbst sein“ zu sehen ist.

    Der Eintritt für den Harburger Kulturtag kostet einmalig 3 Euro und die „Eintrittskarte“, der Kulturtag-Pin, ist in den Ausstellungen vor Ort zu erhalten. Das ganze Programm ist hier: www.kulturtag-harburg.netsamurai.de/das-komplette-programm.

     

  • 16. Harburger Kulturtag am Sonntag

    Harburg. Kultur, Laterne und Shoppen – am Sonntag, 3. November, findet der Harburger Kulturtag zusammen mit dem großen Laternenumzug und dem verkaufsoffenen Sonntag statt (mehr dazu hier: Hamburgs größer Laternenumzug, Feuerwerk und Ladenöffnung am Sonntag).

    Zum einen können die Besucher von 12 bis 20 Uhr an fast 20 Orten Kunst und Kultur genießen. Mit dabei sind zum Beispiel das Archäologische Museum Hamburg – Stadtmuseum Harburg (AMH) mit seiner neuen Ausstellung „Hot Stuff - Archäologie des Alltags“ (Mehr dazu hier: Heißer Scheiß – Ausstellung „Hot Stuff“ holt die Technikwunder der 80er zurück). Auch die Sammlung Falkenberg ist mit den Videoarbeiten Hamburger Künstler aus den 1970ern bei„Fuzzy Dark Spot“ dabei. In der Kunstleihe in der Eißendorfer Straße im EBV-Nachbarschaftstreff in der ehemaligen Sparkasse-Filiale sind Holzschnitte von vor 100 jahren zu sehen.

    Es ist der nunmehr 16. Harburger Kulturtag, der von Prof. Dr. Rainer-Marias Weiss, Direktor des AMH, zusammen mit der damaligen Harburger Tageszeitung Harburger Anzeigen und Nachrichten ins Leben gerufen wurde.

    Der Eintritt für den Harburger Kulturtag kostet einmalig 3 Euro und die „Eintrittskarte“, der Kulturtag-Pin, ist in den Ausstellungen vor Ort zu erhalten. Das ganze Programm ist hier.

  • 2G oder 3G oder zu beidem nee: Wie sehen Harburger Gastronomen und Veranstalter die Möglichkeit zu 2G?

    Harburg. 2G oder 3G? Nur Geimpfte und Genesene einlassen (2G) oder auch Getestete (3G)? Mehr Freiheit? Ein Schritt zurück in die Normalität? Die Chance für Gastronomen und Veranstalter? Oder eine Spaltung der Gesellschaft? Zwei Klassen? Impfpflicht durch die Hintertür? Was bedeutet der gestern verkündete Beschluss des Hamburger Senats zu „2G“?

    Für die einen ist es nur ein folgerichtiger Schritt aufgrund der fortschreitenden Zahl geimpfter Menschen. Viele Gastronomen, Veranstalter, Theater und Kinos sehen darin die Möglichkeit, endlich wieder ein volles Haus zu bekommen. Andere fürchten, eine nicht beträchtliche Anzahl ihrer Stammgäste vor den Kopf zu stoßen.

    Schon hört man davon, dass Stammgäste angekündigt haben, bei einer entsprechenden Entscheidung des Wirts oder Veranstalters der Location den Rücken zuzukehren – für immer. Und die Ankündigungen kommen aus beiden Richtungen.

    Egal wie sich die Locations entscheiden: Sie wurden, so die Meinung einiger, durch die Wahlmöglichkeit, die der Senat zwischen 2G du 3G eröffnet hat, zum Sündenbock für diejenigen gemacht, die dann eventuell außen vor oder weg bleiben.

    Dabei bleibt Hamburgs Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher eine Antwort schuldig: Er selbst führte aus, dass Geimpfte am Infektionsgeschehen keinen Anteil hätten. Die 7-Tage-Inzidenz unter Geimpften betrage in Hamburg 5, bei den Ungeimpften 80. Da fragen sich viele, warum, wenn die Impfung so offenkundig wirksam sei, nicht einfach die Beschränkungen fallen gelassen.

    Wie sehen Harburger Gastronomen und Veranstalter die Möglichkeit zu wählen? besser-im-blick hat mit einigen gesprochen und erste Reaktionen frisch nach der Entscheidung eingefangen:

    Marian Hansen (Restaurant Eisvogeln an der Wasserskianlage): „Ich bin sofort mit dabei. Auch wenn ich nur einen Außenbereich habe: Keine Abstandsregel und auch keine Kapazitätsgrenze mehr ist für uns immens wichtig. Auch, dass man mal wieder eine Veranstaltung mit Tanzen machen kann. Wir werden das so früh wie möglich machen.“ Marian Hansen (Restaurant Eisvogeln an der Wasserskianlage)
    „Ich bin sofort mit dabei. Auch wenn ich nur einen Außenbereich habe: Keine Abstandsregel und auch keine Kapazitätsgrenze mehr ist für uns immens wichtig. Auch, dass man mal wieder eine Veranstaltung mit Tanzen machen kann. Wir werden das so früh wie möglich machen.“

     

    Thomas Soltau (Landhaus Jägerhof, Hausbruch): „Ich muss mir das erst einmal in Ruhe anschauen. Und dann werden wir mal sehen und abwarten, was da wirklich auf uns zu kommt. Wir wollen an die Gesundheit aller denken, aber es muss sich am Ende auch rechnen. Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird.“ | Foto: einThomas Soltau (Landhaus Jägerhof, Hausbruch)
    „Ich muss mir das erst einmal in Ruhe anschauen. Und dann werden wir mal sehen und abwarten, was da wirklich auf uns zukommt. Wir wollen an die Gesundheit aller denken, aber es muss sich am Ende auch rechnen. Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird.“

     

    Sven Oliver Scharf (Scharfs Restaurant, Binnenhafen): „Ich weiß noch nicht, was ich davon halten soll. Auf der einen Seite finde ich es gut. Auf der anderen Seite werden nicht Geimpfte ausgegrenzt. Schwierig - ich weiß noch nicht, wie wir es machen werden. Vielleicht, wenn es auf sie kalte Jahreszeit zugeht. es wird mir aber nicht gut dabei gehen.“Sven Oliver Scharf (Restaurant Scharf, Binnenhafen)
    „Ich weiß noch nicht, was ich davon halten soll. Auf der einen Seite finde ich es gut. Auf der anderen Seite werden nicht Geimpfte ausgegrenzt. Schwierig - ich weiß noch nicht, wie wir es machen werden. Vielleicht, wenn es auf die kalte Jahreszeit zugeht. es wird mir aber nicht gut dabei gehen."

     

    Henry C. Brinker (Speicher am Kaufhauskanal, Binnenhafen): „Wir haben eineinhalb Jahre auf die Impfung gewartet. Jetzt wollen wir endlich von den Resultaten profitieren. Impfen, ohne dass dich etwas ändert, wäre Verschwendung. Ein Harburger Haustechnikunternehmen ist bei uns Anfang September der Eisbrecher.“Henry C. Brinker (Speicher am Kaufhauskanal, Binnenhafen)
    „Wir haben eineinhalb Jahre auf die Impfung gewartet. Jetzt wollen wir endlich von den Resultaten profitieren. Impfen, ohne dass sich etwas ändert, wäre Verschwendung. Ein Harburger Haustechnikunternehmen ist bei uns Anfang September der Eisbrecher.“

     

    Heimo Rademaker (Live-Musik-Club Marias Ballroom im Phoenix-Viertel): „Das ganze Thema ist hochkomplex und viele Fragen sind noch ungeklärt. Kommen denn dann die Leute überhaupt oder gibt es einen Shitstorm? Und wie sehen die Künstler das? Wir sind die Dummen, die entscheiden müssen. Ich will niemanden ausschließen und will nicht darüber entscheiden wer reindarf und wer nicht. Da ist mir zu heftig. Vielleicht mache in Null-G, mache nur Live-Stream und mache daraus ein Politikum und zeige in Live-Streams, wie leer es ist.“Heimo Rademaker (Live-Musik-Club Marias Ballroom im Phoenix-Viertel)
    „Das ganze Thema ist hochkomplex und viele Fragen sind noch ungeklärt. Kommen denn dann die Leute überhaupt oder gibt es einen Shitstorm? Und wie sehen die Künstler das? Wir sind die Dummen, die entscheiden müssen. Ich will niemanden ausschließen und will nicht darüber entscheiden wer reindarf und wer nicht. Da ist mir zu heftig. Vielleicht mache ich Null-G, mache nur Live-Stream und mache daraus ein Politikum und zeige in Live-Streams, wie leer es ist.“

     

    Jörn Hansen (Kulturzentrum Rieckhof): „Ich finde 2G astrein und wir werden das gleich umsetzen. Und zwar sowohl der Rieckhof im Saal und den Räumen und auch die Rieckhof Kneipe. Wir werden uns gleich am Samstag registrieren und dann zum „2G-Betrieb“ werden. Die ganzen Leute, die meinen, sich immer noch nicht impfen lassen zu wollen, obwohl sie es könnten, die müssen dann eben draußen bleiben.“Jörn Hansen (Kulturzentrum Rieckhof)
    „Ich finde 2G astrein und wir werden das gleich umsetzen. Und zwar sowohl der Rieckhof im Saal und den Räumen und auch die Rieckhof Kneipe. Wir werden uns gleich am Samstag registrieren und dann zum „2G-Betrieb“ werden. Die ganzen Leute, die meinen, sich immer noch nicht impfen lassen zu wollen, obwohl sie es könnten, die müssen dann eben draußen bleiben.“
  • Am Sonntag ist Kulturtag mit Shopping in Harburg

    Harburg. Der Kulturtag in Harburg ist eine Institution. Zum 18. Mal findet er in diesem Jahr am Sonntag, 7. November 2021, statt. An diesem Tag öffnen viele kulturelle Institutionen, Künstler, Kulturschaffende, Initiativen ihre Räume und Ateliers oder stellen sich in den Einkaufscentern und Straßen der City vor. Der Harburger Kulturtag ist seit Jahren ein fester Bestandteil der lebhaften Kunst- und Kulturszene Hamburgs.

    Seit vier Jahren wird der Kulturtag zusammen mit dem Verkaufsoffenen Sonntag durchgeführt. Dafür haben sich das Citymanagement Harburg (jetzt Teil von Harburg Marketing) und das Archäologische Museum Hamburg /Stadtmuseum Harburg zusammengeschlossen und es gibt seitdem die Möglichkeit, von 13 bis 18 Uhr zu shoppen. Weiterer Effekt: Die Einkaufscenter stehen für Kulturschaffende als Präsentationsfläche am Kulturtag zur Verfügung.

    Am Sonntagzeigen sich dann von 10 bis 20 Uhr alle wichtigen Harburger Kultureinrichtungen und bieten die Möglichkeit, für nur 3 Euro ein extra auf diesen Tag zugeschnittenes Programm von über 18 Kulturinstitutionen zu genießen.

    Teilnehmer des Kulturtages sind: Archäologisches Museum Hamburg, Kunstverein Harburger Bahnhof, die TU Hamburg, das Harburger Theater, Atelier Malrausch, Alles wird schön, Kunstleihe Harburg, HinZimmer, Fischhalle Harburg, KulturWerkstatt Harburg e.V., wattenbergART, Dreifalt eG., Kulturkiosk Blohmstraße, Künstler zu Gast in Harburg, Künstlergruppe Seniorenresidenz Harburg, Freundeskreis Harburger Theater e.V. sowie die Ausstellung „Kriegskinder Kunstprojekt“ der ev.-luth. Kirchengemeinde Harburg Mitte.

    Das ganze Programm des 18. Harburger Kulturtages gibt es hier online.

    Lionstage

    Auf der Sonderfläche im Phoenix Center starten bereits am Sonnabend die Lions-Aktionstage. Unter dem Motto: „Harburger Lionstage“ Lions und Phoenix Center für Harburg – initiieren die Lions Clubs Harburger Berge, Harburger Altstadt, Ladybug, Harburg Hafen und der Leo-Club Calluna Buchholz mit großzügiger Unterstützung des Phoenix Centers bereits zum 14. Mal eine Tombola zugunsten sozialer Projekte in Harburg. Mit den Einnahmen werden auch in diesem Jahr „Projekte für Kinder und Jugendliche im Bezirk“ finanziert.

    Sonntagsshopping

    Drumherum haben die Center und Geschäfte in der Harburger City von 13 bis 18 Uhr geöffnet. In den Center-Parkhäusern kann kostenlos geparkt werden.

  • Archäologisches Museum & Stadtmuseum Harburg öffnen heute wieder

    Harburg. Endlich dürfen die Museen in Hamburg wieder öffnen. Darunter natürlich auch das Archäologische Museum Hamburg / Stadtmuseum Harburg. Es ist einer der ersten Öffnungsschritte, die der Senat der Hansestadt zur Lockerung der Coronaregeln beschlossen hatte.

    Ein paar Regeln gilt es zu beachten. So gibt es ein umfassendes Hygienekonzept mit Test- oder Impfnachweis, Kontaktnachverfolgung und Einlassmanagement. Besucherinnen und Besucher müssen einen negativen Coronatest vorweisen (PCR: nicht älter als 48 Stunden oder einen Schnelltest einer zugelassenen Testeinrichtung: nicht älter als 12 Stunden) oder einen Impfnachweis vorlegen. Kinder unter sechs Jahren sind davon ausgenommen. Den Test müssen die Besucher vorher in einem Testzentrum machen, da das Museum selbst vor Ort keine Tests anbieten kann.

    Außerdem darf nur eine beschränkte Personenzahl zur gleichen Zeit die Ausstellungen besuchen. Während des Museumsbesuchs gilt wie in zahlreichen vergleichbaren Alltagssituationen im öffentlichen Raum die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske.

    Damit es zu keiner Wartezeit kommt empfiehlt das Museum, vorher online auf www.amh.de oder telefonisch unter 040/428 131-0 (Mo-Fr 9-12 Uhr und 14-18 Uhr) einen Termin zu buchen.

    Gezeigt wird im Archäologischen Museums Hamburg und Stadtmuseums Harburg die erfolgreiche Sonderausstellung „Gladiatoren – Helden des Kolosseums“. Die Schau wurde verlängert und ist noch bis zum 17. Oktober zu sehen. Auch die digitalen Angebote des Museums laden weiterhin zu einem Besuch ein.

    Außerdem ist auch aus der Reihe „Stadt.Land.Foto“ die Ausstellung "Harburger Geschichten: Die 50er-Jahre" weiterhin zu sehen. Die Schau zeigt mehr als 50 Schwarz-Weiß-Fotografien aus den reichhaltigen Sammlungsbeständen des Museums und ermöglicht einen lebensnahen und lebendigen Blick auf die Dekade in Hamburgs Süden. Ebenso ist die Archäologische Dauerausstellung des Museums wieder geöffnet.

  • Auf der Suche nach Weihnachten – eine musikalische Lesung

    Harburg Der Graue Esel im Binnenhafen verabschiedet sich mit einer spannenden Lesung am Freitag, 20. Dezember 2019, fulminant in die Weihnachtsferien. "Auf der Suche nach Weihnachten – von Nord bis Süd" ist eine musikalische Lesung mit Marie-Madeleine Krause, Ulrike Freistedt und Frederik Reents.

    Mit Geschichten und Liedern, begleitet von Harfe und Gitarre, begegnen die Gäste auf einer Reise quer durch Europa unterschiedlichen Bräuchen und Traditionen. Eine Inspiration für das Fest– und vielleicht finden die Gäste unterwegs auch ihren persönlichen Weihnachtswunsch. „Lametta oder Lottoschein? Gibt es Weihnachtsgans, Plum Pudding oder Turrón? Auf jeden Fall singen wir vor dem Essen! … Oder besser nach der Bescherung?“, verspricht Jo Riehle vom Coaching Café Grauer Esel.

    Der Eintritt ist frei, es geht der Hut für eine Spende rum. Los geht es am Freitag, 20. Dezember 2019, im Grauen Esel im Karnapp 5 um 19 Uhr.

  • BANG! POW! ZUSCH! Harburgs erster Comic Kultur Tag findet am Samstag statt

    Harburg. Der Comic – seine Ursprünge liegen einige tausend Jahre in der Vergangenheit, seine moderne Form als Form der Unterhaltung entstand im 19 Jahrhundert. Anfänglich standen viele (Literatur-)Wissenschaftler den Comics kritisch gegenüber. Die Sprache verarme durch die vielfach unvollständigen Sätze und die Nutzung der Umgangssprache – so ihr Befund. Glücklicherweise hielt dies Zeichner und Leser nicht von den Comics ab und heute erfreuen sie sich nicht nur weiterhin großer Beliebtheit, sondern sind auch anerkannte Kunst. In der Kult-Serie „The Big Bang Theory“ gibt es sogar einen Ort, ein Paradies, für Comicfans: Stuarts Comicbuchladen, wo Sheldon, Leonard, Howard und Raj regelmäßig zu finden sind.

    Einen solchen Ort gibt es auch in Harburg: Den Comicladen von „Racing“-Rainer Ukat in der Neuen Straße. Dort betreibt der Comicliebhaber seit 2013 einen Shop für Comicliebhaber und –interessierten. Hier findet man sie: Die Superhelden aus den DC und Marvel Universen wie Batman, Superman, Spiderman, Die Fantastischen Vier, Hulk, Captain America, die X-Men, Green Lantern, aber auch viele Mangas und Graphic Novels.

    2018 10 11 comic kultur tag1Anlässlich seines fünfjährigen Bestehens folgt nun der nächste Schritt: Am 13. Oktober 2018 veranstaltet Ukat den ersten Harburger Comic Kultur Tag, eine Messe in der gegenüber seines Ladens liegenden ehemaligen Dreifaltigkeitskirche. „Die Bemühungen um die Neunutzung der ehemaligen Dreifaltigkeitskirche als Projekt ´3falt –Kunst, Kultur und Kreativität` gegenüber meines Comic-Ladens bieten da eine optimale Chance, da ich schon länger nach temporär zu nutzenden größeren Räumen suche und den Standort Harburg selbstredend bevorzugen würde. Und mein fünfjähriges Bestehen ist ein guter Aufhänger obendrein“, so Rainer Ukat.

    An diesem Tag werden von 10 bis 18 Uhr namenhafte Comiczeichner vor Ort sein, denen man bei der Arbeit zuschauen kann, die Hefte signieren werden und denen man bestimmt auch die ein oder andere Frage stellen kann. Dazu wird auf der Bühne live gezeichnet und es gibt interessante Vorträge zu hören. Der Eintritt soll beim Auftakt eher symbolischer Natur sein und nur einen Euro betragen. Dafür kann man sich aber sogar noch ein Gratis-Comic mitnehmen.

    Comiczeichner vor Ort:
    10:00 - 12:00 Kristina Gehrmann (Eisland, Der Dschungel)
    11:30 - 13:30 Arne Jysch (Wave and Smile, Der nasse Fisch)
    13:00 - 15:00 Daniel Haas (Solange ich Atme)
    14:30 - 16:30 Timo Wuerz (Ghost Realm, Black Metal..)

  • Beethoven-Klavierabend im Speicher am Kaufhauskanal

    Harburg. Genau zwei Monate nach seinem Debüt in der Hamburger Elbphilharmonie gastiert mit Florian Heinisch ein ganz Großer am Klavier im Speicher am Kaufhauskanal. Mit seinem reinen Beethoven-Programm wirft er den Blick voraus auf das Beethoven-Jahr 2020, das nächstes Jahr rund um den Globus gefeiert wird.

    Florian Heinisch gilt als einer der vielversprechendsten jungen Pianisten Deutschlands: „Unglaubliches Potenzial“, „grandios und technisch brillant“ (Hamburger Abendblatt), „Unvergesslicher Abend“ (Süddeutsche Zeitung), „hochvirtuos und beeindruckend“ (Lübecker Nachrichten) war über seine Konzerte in der Presse zu lesen.

    Für sein Konzertdebüt im Speicher hat der junge Pianist, der für seine außergewöhnlichen Programmkonstellationen bekannt ist, kurz vor dem Jubiläums-Jahr ein reines Beethoven-Programm zusammengestellt. „Beethovens faszinierende Tonsprache ist nach wie vor sehr modern und aktuell - eine Sprache, die von allen Menschen verstanden wird.“

    Speicher-Manager Henry C. Brinker betont, dass der Bechstein-Flügel und die hervorragende Akustik des Konzertsaals im alten Dachwerk diese Musik besonders gut zur Geltung kommen lassen: „Das Temperament Beethovens, aber auch seine Fähigkeit, die dynamische Amplitude bis in die letzten Klangfeinheiten auszukosten, ist an diesem Abend auch für Laien erlebbar.“

    Der Eintritt für Kinder ist frei.

    Klaviersonate Nr. 9, op.14 Nr. 1
    Sechs Variationen über
    „Nel cor piu non mi sento“ WoO 70 Bagatellen op. 126
    Andante Favori WoO 57
    Klaviersonate Nr. 29 op. 106 (Hammerklavier)

    Biografisches

    Florian Heinisch, 1990 in Bachs Geburtsstadt Eisenach zur Welt gekommen, begann im Alter von fünf Jahren mit dem Klavierunterricht. Sein außergewöhnliches Talent hat der junge Pianist von seiner Großmutter Barbara Heinisch, die – damals eine Seltenheit – als Organistin tätig war.
    Florian Heinisch gilt als einer der vielversprechendsten jungen Pianisten Deutschlands: „Unglaubliches Potenzial“, „grandios und technisch brillant“ (Hamburger Abendblatt), „Unvergesslicher Abend“ (Süddeutsche Zeitung), „hochvirtuos und beeindruckend“ (Lübecker Nachrichten) war über seine Konzerte in der Presse zu lesen.
    Florian Heinisch konzipiert mit Vorliebe außergewöhnliche Konzertprogramme aus Werken des „klassischen Repertoires“ und Neuer Musik. Sein umfassendes Verständnis für Werke zeitgenössischer Komponisten vertiefte er 2005 bis 2009 durch Kompositionsunterricht bei Johannes Schlecht. Gern arbeitet Florian Heinisch eng mit den jeweiligen Komponisten bei der Entstehung ihrer Werke zusammen. So widmete ihm beispielsweise Sidney Corbett das Stück „Postscript“ auf seiner gleichnamigen CD. Diese intensive Zusammenarbeit beeinflusst nachhaltig die Interpretation traditioneller Werke: Aus der Sicht von Florian Heinisch gleicht das Klavierspiel eher einer Improvisation als der reinen Wiedergabe eines Notentextes, entgegen einer häufig verkürzten Art der Wahrnehmung gibt es für ihn keine absolute Interpretationswahrheit. Seine Herangehensweise bezieht sich auf die Perspektive des Komponisten.
    Große Aufmerksamkeit erspielte sich Florian Heinisch mit dem „Ungespielten Konzert“ (Konzept: Moritz von Bredow) in Gedenken an den „Wunderpianisten“ (Die Zeit) Karlrobert Kreiten, der 1943 vor seinem Konzert in Heidelberg von der Gestapo verhaftet und anschließend ermordet wurde. Das anspruchsvolle Programm mit Werken von Bach/Busoni, Mozart, Chopin, Beethoven und Liszt wird zukünftig auch europaweit aufgeführt, denn es ist Heinisch ein Anliegen, als Künstler gesellschaftliche Verantwortung wahrzunehmen. Zudem gastierte er 2016 mit dem irakischen Cellisten Karim Wasfi in der Deutschen Botschaft in Bagdad.
    Florian Heinisch ist Preisträger hochrangiger Wettbewerbe, u.a. des Internationalen Grotrian-Steinweg-Wettbewerbs Braunschweig und des Kleinen Schumann-Wettbewerbs sowie des Bachwettbewerbs Köthen. Er erhielt 2006 und 2009 ein Förderstipendium zur Unterstützung hochbegabter Kinder und Jugendlicher im Freistaat Thüringen und ist zurzeit Stipendiat bei der internationalen Stiftung The Keyboard Charitable Trust London und bei der Claussen-Simon-Stiftung Hamburg.
    Von 2010 bis 2014 studierte Florian Heinisch Klavier an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig bei Dietmar Nawroth und Gerald Fauth, anschließend bei Sontraud Speidel in Karlsruhe, wo er sein Studium mit dem Konzertexamen abgeschlossen hat. Meisterkurse bei renommierten Pianisten ergänzen seine Studien. Beeindruckt von seiner außergewöhnlichen Improvisationsfähigkeit studierte er auf dessen Einladung ein Jahr beim New Yorker Jazzpianisten Richard Beirach.
    Florian Heinisch wohnt seit kurzem in der Musikstadt Hamburg. Im Februar 2019 gab er sein Debütkonzert in der Elbphilharmonie.

     

  • Benefizkonzert mit dem Hamburger Ärzteorchester im Helmssaal

    Harburg. Der Lions-Club Hamburg-Harburger Altstadt führt am Dienstag, 27. Februar, sein nun bereits 9. Benefizkonzert mit dem Hamburger Ärzteorchester im Helmssaal des Harburger Helms-Museums durch. Das Konzert beginnt um 20 Uhr. Der Erlös aus dieser Veranstaltung kommt bedürftigen Kinder und deren Familien in Harburg zugute.

    Dabei legen der Lions-Club größten Wert darauf, dass diese Hilfe sehr direkt und ohne jede bürokratische Einschränkung erfolgt. Ermöglicht wird dies durch die selbstlos und mit viel Freude spielenden Musiker des Hamburger Ärzteorchesters und eine großzügige Anzahl von Spendern aus der Harburger Unternehmerschaft. Vor allem aber sind es die Konzertbesucher, die durch ihr Kommen das soziale Anliegen entscheidend unterstützen.

    Thilo Jaques, der Dirigent des Orchesters, hat auch dieses Mal ein attraktives Programm zusammengestellt. Es beginnt mit der Tondichtung Pau und Syrix (Opus 49) von Carl Nielsen, danach Les Nuits d'dete (Sommernächte) Lieder für Gesang und Orchester nach Gedichten von Theophile Gaultier (Opus 7), Villanelle-Le spectre de la rose - Sur les lagunes (lamento) - Absence - Au cimetiere (Clair de Lune) - L'ile inconnue, Solistin: Julia Barthe, Johannes Brahms, Sinfonie Nr. 2 D-Dur (Opus 73) in 4 Sätzen.

    Die Solistin Julia Barthe ist 1965 geboren, spielte früher in Orchestern Klavier und Violine, um sich danach dem Gesang zu widmen.Schon während ihres Gesangstudiums übernahm Julia Barthe Hauptrollen in einer Reihe von szenischen Produktionen. Schon bald aber galt ihre Vorliebe dem Lied- und Oratorienbereich. Seit vielen Jahren beschäftigt sie sich mit dem Liedgut des 19. und 20. Jahrhunderts. In den Hamburger Hauptkirchen und auch im norddeutschen Raum tritt Julia Barthe regelmäßig auf. Aber auch im europäischen Ausland ist sie bekannt. Mit ihrer Stimme berührt sie ihre Zuhörer auf besondere Weise mit Klarheit und Wärme.
    Karten für das Konzert sind zum Preis von 19,50 Euro im Vorverkauf an der Theaterkasse im Harburger Phoenix- Center, bei B&K an der Buxtehuder Straße und direkt im Harburger Helms-Museum erhältlich.

  • Blauer Löwe in der Sparte „Tanz“: Tänzer aus dem Landkreis Harburg gesucht

    Rosengarten-Ehestorf. Der Landkreis Harburg vergibt seinen Kulturpreis, den „Blauen Löwen“, in diesem Jahr in der Sparte „Tanz“. Bis Sonntag, 19. Juni, bewerben sich Tänzerinnen, Tänzer und Tanzgruppen aus dem Landkreis Harburg bei Marie-Nathalie Schrötke im Freilichtmuseum am Kiekeberg, Am Kiekeberg 1, 21224 Rosengarten-Ehestorf oder an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ein.

    Bewerbungsformulare gibt es unter www.kulturlandkreis-harburg.de, Telefon 0 40/79 01 76 71, per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Das Preisgeld beträgt 4.000 Euro und wird von der Stiftung der Sparkasse Harburg-Buxtehude vergeben.

    „Wir haben uns für das Thema entschieden, da Tanz viele Facetten besitzt und verschiedene Ausdrucksmöglichkeiten bietet“, begründet die Jury die Auswahl. Die Jury besteht aus Journalisten lokaler Medien, dem Landkreis Harburg, der Sparkasse Harburg-Buxtehude und Kulturinstitutionen. Sie bewerten die Bewerbungen und wählen die Preisträgerin, den Preisträger oder die Gruppe aus. Für die Einreichungen sind allen Tanzsparten willkommen, wie beispielsweise HipHop, Ballett oder Modern Dance. Voraussetzungen sind eine deutliche Verbindung zum Landkreis Harburg und ein hoher künstlerischer Anspruch der Bewerberinnen und Bewerber.

    Mit der Bewerbung reichen die Tänzerinnen und Tänzer ihren Lebenslauf ein und bei einer Gruppenbewerbung die Historie der Gruppe. Außerdem erwartet die Jury mindestens ein Video, um einen Einblick in das künstlerische Schaffen zu erhalten.

    Im November findet die feierliche Kulturpreisverleihung des „Blauen Löwen“ in der Empore Buchholz statt. Dabei präsentiert sich die Gewinnerin, der Gewinner oder die Gruppe vor Publikum. Der Kulturpreis „Blauer Löwe“ wird seit 2005 jährlich in wechselnden Sparten ausgeschrieben.

  • Bukowski und Villon: Zwei Halunken der Weltliteratur im Speicher am Kaufhauskanal – Künstler Toro gestaltet das Bühnenbild

    Harburg. Am 17. April erwartet die Besucher des Speichers am Kaufhauskanal in der Harburger Blohmstraße ein besonderer Leckerbissen: Als Gast begrüßt Speicher-Geschäftsführer Henry C. Brinker an diesem Abend Gast den Hamburger Schauspieler Bernhard Weber, der die Gedichte und Balladen des Franzosen François Villon aus dem 15. Jahrhundert den Werken von US-Autor Charles Bukowski rund 500 Jahre später gegenüber stellen. Ein besonderer, musikalisch begleiteter und nicht jugendfreier Abend, wie der Speicher ankündigt.

    Denn Villons Sprache war nicht die der upper class, sondern – und das zum ersten Male in der Geschichte der Literatur – die der Gauner und der Gasse, voll von Liebe und Hass, Armut und Tod, Laster und Ausschweifungen. Bekannt wurde Villon auch durch Klaus Kinski, der mit verruchter Stimme und wild stöhnend bekannte: „Ich bin so wild nach Deinem Erdbeermund.“

    Sein „Nachfolger“ ist Bukowski, der „Dirty Old Man“. Irgendwo zwischen der sinnlichen Zärtlichkeit eines Tramps und der überquellenden 2019 04 11 speicher1Wollust eines Don Juan, erzählt er von Säufern, Huren und vom Leben in der Randzone der Gesellschaft.

    Bernhard Weber und sein Sohn, der Gitarrist Matthias Weber, spiegeln die farbigen Facetten der beiden Dichtergrößen kongenial wider.

    Ein besonderes Schmankerl: Der Harburger Künstler Mentor "Toro" Ejupi, der vor Kurzem mit „in eXcess“ eine Ausstellung zu Charles Bukowski im Marktkauf Center hatte (besser-im-blick berichtete: In eXcess – Toro widmet sich dem Leben des Schriftstellers Charles Bukowski) gestaltet mit seinen Werken zu Bukowski das Bühnenbild für diesen Abend. Ich schätze seine Intelligenz und sein Talent sehr hoch“, so Toro, der sich im Vorwege intensiv mit dem US-Autor beschäftigt hatte. Als wiederkehrendes Motiv hat er sich die Figur eines Mannes mit Flasche ausgedacht, den „Old Man“, nach einem Buchtitel Bukowskis. Diesen Old Man, mit einer (Wein-? Bier-?)Flasche bewaffnet, findet der Betrachter in den Gemälden als Beobachter der jeweiligen Szenerie wieder. Charles Bukowski, so, wie er lebte: Als Bohemien, mit Alkoholexzessen und Frauengeschichten.

    Der Eintrittspreis beträgt 20 Euro an der Abendkasse, Tickets gibt es auch an allen Vorverkaufsstellen und bei Eventim.de. Los geht es um 20 Uhr.

Neuste Artikel

Vermisst: Polizei sucht nach 83-Jährigem

Rosengarten. Seit gestern Abend, 30. Juli 2022, wird der 83-jährige Gerd Leyendecker vermisst. Er ist stark dement und ...

Weiterlesen

Neue DRK-Elternlotsen und Nachbarschaftsmütter unterwegs

Power im Quartier: Die Elternlotsinnen, Elternlotsen und Nachbarschaftsmütter des DRK Harburg. | Foto: DRK Harburg

Harburg/Neugraben-Fischbek. Nach einer fünfwöchigen Schulung sind ab August 25 neue DRK-Elternlotsen und DRK...

Weiterlesen

Vier Hamburger Meistertitel für HNT-Nachwuchs-Leichtathleten

Die 4x100-Meter-Staffel des HNT-Nachwuchses: Jakob Nibbe (von links), Lasse Jung, Nils Hofmann und Lasse Schmidt. Im Hintergrund Trainer Marcus Jung. | Foto: HNT

Hausbruch-Neugraben. Der Leichtathletik-Nachwuchs der Hausbruch-Neugrabener Turnerschaft (HNT) glänzte bei der Hamburge...

Weiterlesen

Schlagerstar Peter Sebastian startet mit Inklusions-Truck beim Sc…

Schlagerstar Peter Sebastian (links) und Dirk Rosenkranz von der Deutschen Muskelschwund-Hilfe freuen sich auf den Inklusions-Truck beim Schlagermove. | Foto: ein

Harburg. Wenn am Samstag der Schlagermove durch Hamburgs Straßen zieht, wird es nicht nur bunt, schrill und laut. Das W...

Weiterlesen

Inserate

Matjes-Saison: Bei Anuschka Blockhaus auf dem Harburger Wochenmarkt gibt es den neuen Matjes!

Bei Anuschka Blockhaus auf dem Harburger Wochenmarkt läuft gerade Matjes-Saison.

Inserat. Endlich! Das ist ein Gedanke, den viele norddeutsche Gourmets jedes Jahr im Juni haben. Dann nämlich, wenn die...

DRK-Shop „Schwester Henny“: Schönes und Mode von Mensch zu Mensch

Im Second-Hand-Shop „Schwester Henny“ des DRK Harburg gibt es gute erhaltene Secondhand-Kleidung und Wohnaccessoires. | Foto: DRK

Inserat Im Second-Hand-Shop "Schwester Henny" des DRK Harburg im Harburger Ring 8-10 werden besondere Kleidung und Wohna...

Die Bike-Saison startet: Bike Park Timm hat E-Bikes und mehr auf Lager!

Die Bike-Saison kann kommen: Das Lager von Bike Park Timm ist gut gefüllt.

Inserat. Nach dem Lockdown soll es jetzt endlich wieder aufs Bike und raus in die Natur gehen. Wer aber sein E-Bike star...