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Museum

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  • Ehestorf. Eine besonders gute Nachricht gibt es zu Jahresanfang im Freilichtmuseum am Kiekeberg in Ehestorf: Das Jahr 2019 bescherte dem Museum und seinen Außenstellen einen Besuchsrekord. 222.218 Besuche zählte das Freilichtmuseum am Kiekeberg und auch die Außenstelle Mühlenmuseum Moisburg blickt auf eine Rekordzahl von 8.225. Insgesamt verzeichnen der Kiekeberg und seine Außenstellen 248.519 Besuche – so viel wie nie zuvor seit der Gründung 1953.

    Jetzt schaut das Museumsteam in die Zukunft und damit auf das Siedlungsdoppelhaus in der „Königsberger Straße“: Bis Mai wird dort eine Dauerausstellung zur „Geschichte des Landkreises Harburg und der Metropolregion Hamburg“ eingerichtet. Die Ausstellung ist ab dem 9. Mai am Kiekeberg zu sehen.

    Wir sehen ein großes Interesse der Bevölkerung an unseren Museumsthemen“, freut sich Klaus-Wilfried Kienert, Stiftungsratsvorsitzender der Stiftung Freilichtmuseum am Kiekeberg. „Und auch unsere wissenschaftliche Arbeit wird geschätzt. Sie zeigt sich in den Ausstellungen, Tagungen und Publikationen.“ Landrat Rainer Rempe ergänzt: „Das Freilichtmuseum am Kiekeberg ist für den Landkreis Harburg Aushängeschild und wichtiger Partner zugleich. Hier wird Regionalgeschichte auf leichte Art vermittelt und außerdem wissenschaftlich erforscht. Es ist ein Museum, das traditionsbewusst arbeitet und sich gleichzeitig in die Zukunft entwickelt. Die ‚Königsberger Straße‘ ist eine wirklich geniale Idee, die rasanten Veränderungen im Landkreis Harburg und in der Metropolregion aufzugreifen. Die Besucher können sich mit der Geschichte identifizieren: Jeder wird etwas Eigenes im Kopf haben, das er mit ihr verbindet.“

    Die Verbindung von Tradition und Moderne verfolgt auch der Förderverein des Freilichtmuseums. Dessen Vorsitzender Heiner Schönecke erläutert: „Wir sind ein Verein mit 13.527 Mitgliedern und bewegen viel für unsere Museen. Mit rund 1,6 Millionen Euro Umsatz im Jahr sind wir ein mittelständischer Betrieb.“ Der Förderverein unterstützt die Museen zum Beispiel bei Instandhaltungen, Objektankäufen, bei der Bildungsarbeit und in der Forschung. „Und wir gehen neue Themen an: Jetzt finanzieren wir zusammen mit dem Landkreis Harburg eine Plattdeutsch-Koordinatorin, die die vielen plattdeutschen Initiativen der Region unterstützt und die Sprache vor allem auch an die junge Generation weitergibt.“

    Das bestehende Museum bewahren und die Inhalte kontinuierlich erweitern: Museumsdirektor Stefan Zimmermann und die Kaufmännische Geschäftsführerin Carina Meyer betonen, wie wichtig Investitionen in Bildung und auch Bauunterhaltung für die Museen der Region sind. Carina Meyer: „Mit allein 50.000 Euro haben wir Dächer in Stand gehalten, dazu kommen historische Hausfassaden, Zäune, Wege und Gärten. Wir sehen es für uns als Verpflichtung, die Kulturgüter gut zu erhalten.“

    Und die Besucher schätzen das Engagement des Museumsteams. Stefan Zimmermann: „Wir schaffen als Bildungsinstitution ganzheitliche Erlebnisse, zum Beispiel beim Vorführprogramm ‚Sonntags im Museum‘ oder auch in der Ferienbetreuung. Wir freuen uns besonders darüber, das regionale Partner gern dabei sind und unsere Arbeit mit ihrem Können unterstützen. Zum Beispiel sind Handwerksinnungen an unserer neuen Ausstellung im Haus des Handwerks beteiligt.“ Die Dauerausstellung wird ab dem 20. September zu sehen sein.

    Weiterhin wichtiges Thema wird allerdings auch 2020 die „Königsberger Straße“ am Kiekeberg sein. Als weiteres Gebäude kommt ein Flüchtlingssiedlungshaus dazu. 75 Jahre nach Kriegsende zeigt die Veranstaltung „1945. Der erste Sommer im Frieden“ (23. und 24. Mai) mit rund 60 Darstellern, wie der Alltag der Bevölkerung, Kriegsheimkehrer und britischen Soldaten aussah. Und die Ausstellung zur Zeit nach 1945 wird im Siedlungsdoppelhaus der „Königsberger Straße“ eröffnet: Sie stellt die Entwicklungen von der Flüchtlingssituation und Neuformung des Landes Niedersachsen bis zum wirtschaftlichen Aufschwung und den Wechselbezügen mit der Großstadt Hamburg dar.

    Von außen fügt sich das Ausstellungsgebäude in Gestalt eines typischen Siedlungsdoppelhauses aus den 1950er-Jahren in die neue Baugruppe ein. Denn: Das Projekt „Königsberger Straße. Heimat in der jungen Bundesrepublik“ holt mit sechs Gebäuden die Nachkriegszeit von 1945 bis 1979 ins Museum.

  • Ehestorf. „Feuer und Licht“ - ein ungewöhnlicher Abend im Freilichtmuseum am Kiekeberg: Am Sonnabend, 16. Februar, zeigen 18 Darsteller der Gelebten Geschichte, wie die Bevölkerung auf dem Land nach Sonnenuntergang lebte und arbeitete. Zwischen 14 und 19 Uhr sehen Museumsbesucher in den Häusern traditionelle Leuchtmittel, wie Kienspäne, Öl, Gas und erste Elektrizität. Neu: Die Darsteller führen vor, wie die Menschen in der Nachkriegszeit in Notunterkünften, etwa der Nissenhütte, ihr Überleben sicherten. Das Freilichtmuseum ist ab 10 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 9 Euro, für Besucher unter 18 Jahren ist er frei.

    Wie bestimmten Licht und Dunkelheit das tägliche Leben auf dem Land? Welche Licht- und Wärmequellen gab es vor 200 Jahren? Die Darsteller der Gelebten Geschichte 1804 fachen für die Besucher ein Herdfeuer auf dem Heidehof an. Kinder und Erwachsene lernen verschiedene Leuchtmittel der vorindustriellen Zeit kennen: Kienspan, ein harzdurchtränktes Holzstück, selbstgegossene Talgkerzen und Krüsel, eine hängende Öllampe aus Blech.

    100 Jahre später nutzten die Menschen bereits Gas und Elektrizität für die Beleuchtung. Die Darsteller der Gelebten Geschichte 1904 nehmen die Besucher mit in ihre Zeit und erklären, was diese technische Veränderung für die Landbevölkerung bedeutete. Im Fischerhaus sehen Besucher, wie wenig Licht eine elektrische Glühfadenlampe spendete. Schleifischer Jörg Nadler führt vor, wie dabei Netzte gestrickt und geflickt werden.

    Erstmals bei „Feuer und Licht“ erfahren die Besucher, wie Menschen in der Nachkriegszeit wohnten. Vor der Nissenhütte im Freilichtmuseum zeigen drei Darsteller der Gelebten Geschichte 1945 das tägliche Leben in Armut.

    An diesem Abend tauchen Petroleumlampen die Wege auf dem Museumsgelände in ein malerisches Licht. Um 17.30 Uhr und 18.30 erleben große und kleine Besucher im Hof Meyn ein Schattentheater.

    Zum Aufwärmen gibt es an der roten Küche Glühwein, Kinderpunsch und Zwiebelbrötchen. Am Fischerhaus können Besucher geräucherten Fisch erwerben. Regionale Spezialitäten bietet der Museumsgasthof „Stoof Mudders Kroog“.

  • Ehestorf. Zu „Feuer und Licht“ am Sonnabend, 15. Februar, führt die Gelebte-Geschichte-Gruppe im Freilichtmuseum am Kiekeberg in Ehestorf vor, wie Menschen früher nach Sonnenuntergang lebten. Bei Dämmerung und Dunkelheit erleben Besucher den urigen Heidehof im Kerzenlicht und das Fischerhaus im Schein der Petroleumlampe. Von 14 bis 19 Uhr entdecken sie traditionelle Leuchtmittel der vergangenen Jahrhunderte und ein Rahmenprogramm aus Märchenerzählung, Schattenspiel und Kerzenziehen für die ganze Familie. Das Freilichtmuseum ist ab 10 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 9 Euro, für Besucher unter 18 Jahren ist er frei.

    Wie bestimmten Licht und Dunkelheit das tägliche Leben auf dem Land? Welche Licht- und Wärmequellen gab es vor 200 Jahren? Die Darsteller der Gelebten Geschichte 1804 entfachen ein Herdfeuer im alten Bauernhaus. Kinder und Erwachsene lernen Leuchtmittel der vorindustriellen Zeit kennen, wie etwa Kienspan, ein harzdurchtränktes Holzstück, oder Talgkerzen und Krüsel, eine hängende Öllampe aus Blech.

    100 Jahre später nutzten die Menschen Gas und Elektrizität zur Beleuchtung. Die Gelebte-Geschichte-Darsteller 1904 zeigen den Besuchern, was die technische Veränderung für die Landbevölkerung bewirkte. Im Fischerhaus sehen Besucher, wie wenig Licht eine elektrische Glühfadenlampe spendete.

    Auch in der Nachkriegszeit war der Tagesablauf der Menschen stark von natürlichem Licht abhängig. In der Nissenhütte des Freilichtmuseums stellt die Gelebte-Geschichte-Gruppe 1945 das tägliche Leben in Armut im Winter dar: Flüchtlinge und Vertriebene, die ab 1945 in Notunterkünften unterkamen, improvisierten bei spärlichem Licht und wärmten sich an einer mit Bruchholz gefüllten Öltonne.

    Am frühen Abend gibt es für Groß und Klein Märchenerzählungen und ein Schattentheater in den historischen Bauernhäusern. Der Schmied führt Hammer und Amboss vor. Beim Kinderprogramm ziehen die Kleinen Kerzen und backen Stockbrot.

    Zum Aufwärmen gibt es Glühwein, Kaffee und Kinderpunsch. Herzhaftes und Kuchen stehen zur Auswahl. Vor dem Fischerhaus können Besucher geräucherten Fisch kaufen. Regionale Spezialitäten bietet der Museumsgasthof „Stoof Mudders Kroog“.

  • Harburg. Die neue Sonderausstellung im Archäologischen Museum Hamburg (AMH) ist mutig – und hochaktuell. Mit ihr bezieht das Museum Stellung in der emotionsgeladenen Debatte um Migration und Integration. Das freut Museumsdirektor Prof. Rainer Maria-Weiss. „Museen sollen teilhaben an der aktuellen politischen Diskussion“, so Weiss. Für die Archäologie sei das oftmals schwierig, beim Thema Migration aber einfacher.

    Und das „mit teils überraschenden Ergebnissen“. In der Tat: Herrlich unaufgeregt und ideologiefrei wird in der Ausstellung „2 Millionen Jahre Migration“ des Neanderthal Museums in Mettmann wissenschaftlich fundiert dargelegt: Migration hat es in der Geschichte des Menschen immer gegeben. Ja: Ohne Migration würden wir heute vielleicht immer noch in einer lausig kalten und dunklen Höhle Leben.

    Europäer sind Nachkommen von Wirtschaftsflüchtlingen und anatolischen Bauern

    Wird vielen nicht schmecken: In uns steckt viel gentisches Erbe von anatolischen Bauern. | Foto: Niels Kreller
    Wird vielen nicht schmecken: In uns steckt viel genetisches Erbe von anatolischen Bauern. | Foto: Niels Kreller

    Und: Migration war keineswegs immer nur eine Frage der Flucht vor Krieg. „Der Mensch war schon immer auf dem Weg dahin wo es ihm gutgeht“, legte Museumsdirektor Weiss dar. Seit Beginn der Menschheit vor zwei Millionen Jahren ist deren Geschichte eine Geschichte der Migration. „Wäre die Menschheit in Afrika geblieben, gäbe es uns in Europa nicht.“ Migration sei auch nicht immer Frage von Krieg, sondern auch von wirtschaftlichen Fragen gewesen. „Im Prinzip sind wir alle Nachkommen von Wirtschaftsflüchtlingen und Migranten“, so Weiss.

    Schon das wird den Apologeten des vermeintlichen Untergangs der „christlich-abendländischen“ Kultur a lá Gauland, von Storch und anderen „Merkel muss weg“-Schreihälsen nicht passen. Noch weniger wird sie diese Tatsache erfreuen: Wir Europäer haben durchschnittlich 50 Prozent Gene anatolischer Bauern in uns – hierzulande sind es rund 30 Prozent. Aus die Maus vom Traum der deutschen Rasse und des deutschen Volkes. Überhaupt entlarvt die Ausstellung Kampfbegriffe wie Volk, Nation und Rasse als schlichte Worthülsen ohne einen Funken rationaler Begründung.

    Die Geschichte der Migration war dabei auch nicht immer blutig und mit kriegerischen Auseinandersetzungen einhergehend. Die wandernden Menschen kamen immer in Regionen, in denen schon andere lebten, führte Weiss aus. Teils seien diese weiter, teils weniger weit entwickelt gewesen als die Neuankömmlinge. Aber stets habe das gemeinsame Zusammenleben zu geneseitiger Weiterentwicklung geführt. Erst in der späten Jungsteinzeit, als der Mensch sesshaft wurde und so etwas wie Besitz und Eigentum kannte, habe es auch kriegerische Auseinandersetzungen um diesen Besitz gegeben.

    Geschichte der Migration bis heute

    Zur Ausstellung gehören auch die Geschichten heutiger Migranten. Das Museum hatte im Vorfeld der Schau Neu-Hamburger und Hamburger mit Migrationshintergrund in der ersten, zweiten und dritten Generation aufgerufen, ihre Geschichten zur Ausstellung beizutragen. Dabei interessierten sich die Ausstellungsmacher besonders dafür, was die Themen Kultur, Heimat oder Herkunft für die Neu-Hamburger bedeuten und welche Gründe sie nach Hamburg geführt haben. Die Erfahrungen und Motive der modernen Migranten sind in der Ausstellung als Videos zu sehen. Dabei erfährt der Besucher nicht nur etwas über die Geschichten von Geflüchteten aus Syrien, dem Irak oder Afghanistan, sondern lernt auch ganz überraschende Migrationsbiographien kennen: So erzählen zum Beispiel eine australische Barkeeperin und eine ukrainische Stadtplanerin, wie sie in Hamburg eine neue Heimat gefunden haben.

    Museumsdirektor Rainer-Maria Weiss: . „Im Prinzip sind wir alle Nachkommen von Wirtschaftsflüchtlingen und Migranten.“ | Foto: Niels Kreller
    Museumsdirektor Rainer-Maria Weiss: . „Im Prinzip sind wir alle Nachkommen von Wirtschaftsflüchtlingen und Migranten.“ | Foto: Niels Kreller

    Die Fortsetzung der spannenden Geschichte der Ein- und Auswanderung können die Besucher in der BallinStadt Hamburg erleben: Gegen Vorlage eines Tickets von „Zwei Millionen Jahre Migration“ erhalten Museumsbesucher in der BallinStadt Hamburg einen „2 für 1“-Rabatt: Nur die erste Person zahlt Eintritt, die zweite hat freien Eintritt (nicht mit anderen Rabatten kombinierbar). Im Gegenzug dürfen Besucher der BallinStadt Hamburg zu den gleichen Konditionen in das Archäologische Museum Hamburg.

    2 Millionen Jahre Migration – Rainer-Maria Weiss fasste dies in einem Satz zusammen: „Die richtige Bezeichnung für den Menschen ist eigentlich nicht homo sapiens, sondern homo migrans.“ Das Neanderthal Museum in Mettmann, dass diese Ausstellung konzipiert hat, beschreibt die Bedeutung der Ausstellung so: „Wir alle sind Migranten. Mit diesem Wissen um unsere Vergangenheit können wir in heutigen und zukünftigen Migrationsereignissen vielleicht auch neue Impulse für unsere eigene Zukunft erkennen.“

    Begleitprogramm zur Ausstellung

    Im Rahmen der Sonderausstellung hat das Archäologische Museum Hamburg ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm zusammengestellt: Bei Führungen durch die Ausstellung, aber auch bei Workshops und Vorträgen erfahren die Besucher viel über die Bedeutung archäologischer Forschung für heutige gesellschaftliche Herausforderungen. Den Fragen, woher wir kommen und was genau die Reise unserer Vorfahren mit unserer Gegenwart und Zukunft zu tun hat, wird zum Beispiel in einer spannenden Führung durch die Ausstellung nachgegangen. Im Rahmen eines Workshops begeben sich die Teilnehmer auf einen Streifzug durch die Vergangenheit und entdecken, welches genetische Erbe in ihnen steckt. Neue Forschungen geben dabei ungeahnte und überraschende Einblicke. Das Archäologische Museum Hamburg hält Angebote für alle Alters- und Interessengruppen bereit.

    Sonderausstellung „2Millionen Jahre Migration“
    Ort: Archäologisches Museum Hamburg, Museumsplatz 2, 21073 Hamburg
    Laufzeit: 13. April bis 2. September 2018
    Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 10:00 – 17:00 Uhr
    Eintritt: 6 Euro, ermäßigt 4 Euro, bis 17 Jahre frei

  • Ehestorf. Brot – eines der ältesten handwerklich hergestellten Lebensmittel des Menschen. Hunderte verschiedene Sorten gibt es allein in Deutschland. Am Sonntag, 5. März 2017, dreht sich im Freilichtmuseum am Kiekeberg von 10 bis 18 Uhr alles um das Grundnahrungsmittel Nr. 1.

    Mit dabei ist das Team der Nationalmannschaft der deutschen Bäckermeister. das sein Können zeigt. Bei der Brotsprechstunde steht ein Bäcker mit Tipps und Tricks rund um eigene Backerzeugnisse zur Verfügung. In einer großen Brotschau erklärt ein Brotprüfer, was ein gutes Brot ausmacht. Außerdem ist Daniel Probst, einer von Deutschlands ersten Brot-Sommeliers, vor Ort, verkostet verschiedene Brotsorten und gibt hilfreiche Tipps.

    In der Lehrküche des Agrariums testen Kinder moderne Elektroöfen, am offenen Feuer backen sie leckeres Stockbrot. Währenddessen geben die Museumsbäcker Tipps zu Sauerteig und Co. Sauerteig in Bioland-Qualität können die Besucher direkt in der Museumsbäckerei erstehen. Händler bieten ihre Ware feil: Aufstriche, Marmeladen sowie Brotmesser oder -körbe.

    Kuchen und warmes Essen aus Brot wie Brotsuppe, Brottorte und mehr gibt es im Museumsgasthof, im Rösterei-Café "Koffietied" sowie an zahlreichen Ständen.

  • Wennerstorf. In der Hofakademiedes Museumsbauernhofs Wennerstorf des Freilichtmuseum am Kiekeberg lernen, was die Urgroßeltern über gesunde Ernährung wussten: Angehende Hobbyimker erfahren im Einsteigerkurs am Sonntag, 16. Juni, in der Zeit von 14 bis 17 Uhr alles über Bienen und Honig. Die Kosten betragen 30 Euro. Wer es lieber deftig mag, bereitet mit dem Museumsbäcker Sauerteig selbst zu und backt ihn im Lehmbackofen zu knusprigem Brot. Die Hofakademie bietet zwei Brotback-Kurse für jeweils 30 Euro: Am Sonntag, 30. Juni und 15. September, in der Zeit von 13 bis 16 Uhr. Die Anmeldung ist unter Telefon 0 40/790 17 60 oder an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! möglich.

    Das Kursprogramm der Wennerstorfer Hofakademie vermittelt Erwachsenen altbewährtes Wissen rund um gesunde Ernährung und alte Kulturtechniken der Haus-, Hof- und Landwirtschaft. Die Teilnehmer des Kurses "Brot backen" lernen fachkundig, wie Sauerteig hergestellt wird. Was Sauerteig genau ist und wie daraus ein einfaches, schmackhaftes Brot entsteht, vermittelt der Museumsbäcker. Er gibt hilfreiche Tipps für die Verarbeitung von Sauerteig und zeigt, worauf es beim Backen ankommt. Die Teilnehmer erhalten auch das Rezept für den Ofen zu Hause.

    Im Kurs "Alles über Bienen und Honig" vermittelt der Museumsimker die Grundlagen über das Leben der fleißigen Insekten, über ihre Haltung und Vermehrung bis hin zur Produktion von Honig. Die Teilnehmer erhalten einen Überblick über die verschiedenen Schritte bei der Verarbeitung dieses süßen Naturproduktes, wie zum Beispiel das Honigschleudern.

  • Ehestorf. Im Freilichtmuseum am Kiekeberg in Ehestorf erleben junge Besucher ab vier Jahren ein frühlingshaftes Mitmachangebot. Von Dienstag bis Freitag, 18. bis 21. April, basteln, nähen und malen Kinder in kostenfreien und offenen Angeboten. Das Ferienprogramm findet jeweils von 11 bis 16 Uhr statt. Der Museumseintritt ist für Besucher unter 18 Jahren frei, für Erwachsene beträgt er neun Euro.

    Mitmachen, anfassen und gestalten - in den Frühjahrsferien am Kiekeberg dreht sich alles rund um Kreativität. Gemeinsam mit den Museumspädagogen basteln Kinder Dekoratives, Praktisches oder tolle Ostergeschenke für die Familie.

    Am Mittwoch, 19. April, entstehen mit Hilfe von Kleber und Schere wiederbeschreibbare Tafel-Schilder. Mit Pinseln und bunten Farben geht es am Donnerstag, 20. April, zur Sache: Junge Maler verzieren Teller, Gläser und weiteres Geschirr. Am Freitag, 21. April, schwingen Kinder die Nadel und nähen flauschige Filzsäckchen. Die Frühjahrsferienangebote sind kostenfrei. Familien können ohne Anmeldung vorbeikommen.

    Während die Kinder malen und basteln, erkunden die Erwachsenen das Freilichtmuseum: Auf dem Museumsgelände laden mehr als 40 historische Gebäude und Gärten zum Frühlingsspaziergang ein. In den Häusern und Ställen leben Pferde, Schweine und Schafe alter Nutztierrassen und in den Museumsgärten sprießt das erste Grün. Die Kindheit der 1950er- bis 1980er-Jahre präsentiert die Dauerausstellung Spielwelten. In der interaktiven Ausstellungswelt Agrarium entdecken Besucher Traktoren, historische Landtechnik sowie Wissenswertes rund um Ernährung gestern, heute und morgen.

    Eine deftige Stärkung bietet der Museumsgasthof "Stoof Mudders Kroog" mit traditioneller norddeutscher Küche. Hausgemachten Kuchen und frisch gerösteten Kaffee genießen große und kleine Besucher im Rösterei-Café Koffietied.

  • Harburg. Ab sofort bietet das Archäologische Museum wieder sein beliebtes Ausflugsprogramm an. Die Experten des Museums führen die Teilnehmer zu besonderen Orten in Hamburg: Das alte Harburg wird auf diesem Stadtgang wieder entdeckt. Außer dem Harburger Schloss, dem ältesten noch erhaltenen profanen Bauwerk Harburgs, wird an weiteren ausgewählten Punkten die Geschichte der Stadt erläutert. Dazu gehören Bürgerhäuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert, der Hafen und die alte Harburger Kirche. Der zweistündige Gang beginnt beim Harburger Schloss im Hafenbereich und führt über die Harburger Schloßstraße in das moderne Harburg.

    Der ersteTermin ist Sonnabend, 24. Juni, in der Zeit von 14 bis 16 Uhr. Treffpunkt: An der Horeburg 8 (ehemals Bauhofstraße 8), 21079 Hamburg. Kosten: 4 Euro, Anmeldung unter Telefon 040-42871-2497 (dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr).

    Ein weiterer Ausflug - auf den Spuren der Eiszeitjäger - ist de auf dem Alfred-Rust-Wanderweg. Dieser Wanderweg führt durch das Naturschutzgebiet Stellmoor-Ahrensburger Tunneltal. Der Ahrensburger Amateurarchäologe Alfred Rust gilt als Entdecker der Rentierjägerkulturen in Norddeutschland. Er hat bei seinen Ausgrabungen in den 1930er und 1940er-Jahren bei Ahrensburg verschiedene Kulturen eiszeitlicher Jäger nachgewiesen. Auf der zweistündigen Wanderung zu den ehemaligen Ausgrabungsstätten werden die neuesten Erkenntnisse der archäologischen Forschung zum Leben in der Eiszeit erläutert.

    Termin ist Sonntag, 11. Juni, in der Zeit von 11 bis 13 Uhr. Treffpunkt: U-Bahnstation: Ahrensburg-West, Kosten: 4 Euro, Anmeldung unter Telefon 040-42871-2497 (dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr).

  • Ehestorf. Brauen ist wieder ein regionaler Trend: Brauten die Menschen früher auf den Höfen ihr eigenes Bier, sind heute individuelle Biere kleiner Brauereien gefragt. Schon zum 12. Mal treffen sich bei "Bier aus dem Norden" kreative Klein- und Craft-Beer-Brauereien im Freilichtmuseum am Kiekeberg in Ehestorf. Am Sonntag, 23. Juni, bieten in der Zeit von 10 bis 18 Uhr rund zwei Dutzend Brauereien aus Norddeutschland mehr als 100 verschiedene Sorten an. Das Seminar "Bier aus dem Süden" vergleicht die nord- und süddeutsche Braukunst. Der Eintritt beträgt für Erwachsene 9 Euro, es gibt auch ein - natürlich alkoholfreies - Programm für Kinder. Der Eintritt für Besucher unter 18 Jahren ist frei. Das Brauerei-Verzeichnis steht unter www.kiekeberg-museum.de<http://www.kiekeberg-museum.de> zur Verfügung.

    Probieren, fachsimpeln, voreinander lernen und Bier nachhause mitnehmen . . . unter den 100 traditionellen und neuen Sorten entdeckt jeder Liebhaber Neues und Bier nach seinem Geschmack. Fachleute und Liebhaber tauschen sich über die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen, Zutaten und das Brauereihandwerk aus. Die Teilnehmer kommen in diesem Jahr wieder aus dem Bereich der Klein- und Craft-Beer-Brauereien. Sie produzieren Spezialitäten aus der Region, die die Museumsbesucher nicht im gewöhnlichen Supermarkt finden, und laden zum Probieren ein.

    Zwei Mal bietet Dr. Christoph Pinzl, Leiter des Deutschen Hopfenmuseums Wolnzach, den Vortrag "Bier aus dem Süden" mit Verkostung an. Die traditionell stark besuchte "informative Bierverkostung" findet ab 12 Uhr und ab 15 Uhr statt - die Karten werden tagsüber vor Ort vergeben. Jenseits liebgewonnener Klischees zeigt Christoph Pinzl gemeinsame Wurzeln und stilistische Unterschiede und Gemeinsamkeiten von norddeutschem und bayerischem Bier - samt Verkostung besonderer süddeutscher Biere aus kleineren Brauereien.

    Im Museum empfängt der Geruch von Biersuppe die Besucher schon am Eingang. Wie um 1900 wird das nahrhafte Gericht auf dem Feuer gekocht. Besucher können die Suppe auch probieren. Die Darstellergruppe "Gelebte Geschichte 1804" führt in traditioneller Kleidung und Ausrüstung vor, wie Bier vor 200 Jahren gebraut wurde. Zu damaliger Zeit war Bier oft sauberer und länger haltbar als Wasser aus Brunnen und Flüssen. So wurde das Getränk auch von der ganzen Familie getrunken. Die Herstellung war, wie die Lebensmittelversorgung auf dem Hof insgesamt, hauptsächlich Aufgabe der Frauen. Die Rezeptur und Brauweise wurde durch Beobachtung und Mithilfe an die nächste Generation weitergegeben.

    Gerade traditionelle und lokale Biersorten erfreuen sich wieder großer Beliebtheit. Auf moderne Art kocht eine Ehrenamtliche Bier-Marmelade vor den Augen der Besucher, die sowohl verkostet als auch gekauft werden kann.

    Nach dem Biergenuss auf dem Museumsgelände locken der Gasthof "Stoof Mudders Kroog" mit herzhaften norddeutschen Spezialitäten und die Backstube mit leckeren Brezeln und Gebäck.

  • Ehestorf. Im Freilichtmuseum am Kiekeberg in Ehestorf stehen am Sonntag, 14. Mai, Fahrzeugklassiker der Baujahre 1950 bis 1979 im Mittelpunkt. Ein Programm mit Live-Musik, Tanztee und sogar eine Modenschau entführt die Besucher auf eine Zeitreise in die 1950er- Jahre. Der Eintritt für Erwachsene beträgt 9 Euro, für Besucher unter 18 Jahren ist er frei.

    Stolze Sammler präsentieren ihre auf Hochglanz polierten Fahrzeuge. VW-Käfer, Isettas, aber auch amerikanische Modelle blitzen zwischen den blühenden Gärten und historischen Häusern des Freilichtmuseums – ein Augenschmaus für Oldtimerfreunde. Kinder und Erwachsene können die ausgefallenen Gefährte bestaunen - von den rollenden Zeugen der Wirtschaftswunderjahre bis zu den Modellen der wilden 70er-Jahre. Vom Motorroller und Pkw, über historische Busse, bis hin zum Lkw ist alles dabei. Besitzer eines historischen Autos können sich bis 11. Mai unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! anmelden, für Oldtimer-Clubs werden zusammenhängende Stellplätze reserviert.

    Das Freilichtmuseum entführt die Besucher mit allen Sinnen in die 1950er-Jahre: Daisy‘s Tanztee und Modenschau sollen die Besucher mit Livemusik aus den 1950er Jahren in ausgelassene Stimmung versetzen. Punkte, Petticoat und Pomadentolle erleben die Besucher im Ambiente der Dauerausstellung „Spielwelten“. Hier zeigt das Jugend-Rot-Kreuz Winsen die Modenschau "Mit Schick und Charme".

    Der Museumsverein „Die Goldenen Fünfziger Jahre e. V.“ organisiert einen großen Markt mit Sammlerstücken aus der Zeit des Wirtschaftswunders wie Lampen, Geschirr, Dekoartikel oder Retro-Mode, Accessoires oder Schallplatten. Beim Radiodoktor des Bremer Rundfunkmuseums erhalten Besitzer eines beschädigten, historischen (Auto-) Radios Expertenrat und Hilfe bei der Fehlersuche. Für Kinder gibt es ein buntes Mitmachprogramm. Im Agrarium stöbern Autoliebhaber auf dem Markt rund um rollende Sammlerstücke: Ausgesuchte Anbieter bieten Modellautos und Eisenbahnen an.

    Besucher erkunden eine kleine Ausstellung zu Heinkel-Tourist, dem meistgekauften Motor-Roller im Deutschland der 1950er- und 1960er-Jahre. Die Künstlerin Gabi Hampe präsentiert unter dem Motto „Rock 'n' Roll meets Digital Art“ großformatige Fotokunst.

    Die 1950er-Jahre sind den Deutschen als die Zeit des Wirtschaftswunders im Gedächtnis geblieben. Sie brachten damit auch den Durchbruch zur Massenmotorisierung. Für heutige Verhältnisse wirkt der Kraftfahrzeugbesatz allerdings bescheiden: Im Jahr 1950 fuhren rund 2 Millionen Fahrzeuge auf bundesdeutschen Straßen. Bis 1964 hatte sich diese Zahl immerhin auf gut 11 Millionen erhöht.

  • Ehestorf. Freiwilliges Engagement macht Kultur möglich: Das zeigt der Förderverein des Freilichtmuseums am Kiekeberg in Ehestorf. Er ist einer der größten deutschen Museumsvereine. Jetzt begrüßte er sein 12.000. Mitglied: Claudia Sander aus Finkenwerder. Zum Gratulieren kam der Präsident des niedersächsischen Landtags, Bernd Busemann, ins Freilichtmuseum am Kiekeberg: "Willkommen auf niedersächsischem Boden", begrüßte er das Ehepaar Claudia Sander und Mustapha Mustapha mit ihren Söhnen Jakob (drei Jahre) und Junis (acht Wochen).

    Bernd Busemann betonte: "Das Freilichtmuseum am Kiekeberg und sein Förderverein sind bedeutend. Die rasante Entwicklung des Vereins zeigt, dass die Philosophie richtig ist: Hier zeigen sie, wie die Landtechnik und die Zubereitung von Nahrungsmitteln bescheiden begonnen haben. Hier sehen Besucher auch ein frisch geborenes Kaltblut und mit der Königsberger Straße bald Dörfer wie aus den 1950er-Jahren." Das Konzept des Museums gehe auf, das zeige auch der Förderverein.

    Dieser, im Jahr 1989 gegründet, wuchs zu einer starken Stütze des Museums heran. Er finanziert heute die Restaurierung von historischen Objekten oder den Ausbau professioneller Magazine. Er betreibt die Museumsbäckerei, die Läden sowie den Museumsbauernhof Wennerstorf und kümmert sich um die 320 Ehrenamtlichen am Kiekeberg. Der Förderverein hat sich zu einem kleinen Unternehmen entwickelt: "1,2 Millionen Euro setzen wir im Jahr um", bilanziert Heiner Schönecke, der Vorsitzende des Fördervereins.

    Dabei läuft die Verwaltung fast vollständig ehrenamtlich. "Die Gewinne fließen direkt in die regionale Kulturarbeit." Diese Unterstützung ist nur durch die vielen Mitglieder möglich: Sie zahlen einen Mitgliedsbeitrag von 45 Euro (70 Euro für Paare) und nutzen den Kiekeberg auch gern für private Feiern, Kindergeburtstage und dem Kauf von Geschenken im Museumsladen. Museumsdirektor Prof. Dr. Rolf Wiese: "Viele Familien kommen zu uns und bleiben dem Kiekeberg dann lebenslang verbunden. Daher haben wir auch Mitglieder in Zypern und den USA."

    So kam auch Familie Sander/Mustapha zum Kiekeberg: Der Großvater Helmut Sander war im vergangenen Jahr mehrfach mit Enkel Jakob im Freilichtmuseum. "In anderen Museen können Besucher weniger anfassen und direkt erleben. Mein Enkel ist begeistert von den Mitmach-Angeboten", sagt Helmut Sander, der früher große Hamburger Museen führte. Den damals zweijährigen Jakob beeindruckten die Besuche mit dem Großvater nachhaltig. "Er forderte den Ausflug zum 'Kikiberg' vehement ein, so dass wir sehr oft hier waren", erzählt Jubiläumsmitglied Claudia Sander. Ihre Eltern nahmen das zum Anlass und schenkten der jungen Familie eine Mitgliedschaft. "Wir verbringen hier viele schöne Stunden als Familie zusammen", ergänzt Ehemann Mustapha Mustapha, der 2009 aus Syrien zum Studium nach Deutschland kam.

    Fördervereinsmitglieder genießen viele Vorteile in Freilichtmuseum am Kiekeberg: Sie erhalten das ganze Jahr hindurch freien Eintritt in das Freilichtmuseum und seine Außenstellen - den Museumsbauernhof in Wennerstorf, das Feuerwehrmuseum Marxen und das Mühlenmuseum Moisburg. Die Mitglieder werden zu Ausstellungseröffnungen, Vorträgen und Sonderführungen eingeladen. Sie werden exklusiv über Veranstaltungstermine und aktuelle Projekte informiert. Einmal im Jahr bedankt sich das Museum besonders bei allen Mitgliedern: Beim Fördervereinsfest dürfen sie sich zurücklehnen und bewirten lassen. 2017 findet das Fest am 15. September statt.

  • Harburg. Am Sonntag, 21. Mai, öffnet das Archäologische Museum Hamburg in Harburg seine Türen zum Internationalen Museumstag. Das Ereignis, das jährlich vom Internationalen Museumsrat (ICOM) ausgerufen wird und auf die Vielfalt der Museumslandschaft aufmerksam machen soll, jährt sich in diesem Jahr in Deutschland zum 40. Mal. „Spurensuche. Mut zur Verantwortung!“ lautet das aktuelle Motto des Internationalen Museumstags.

    Museen sind voller Spuren unserer Vergangenheit. Indem sie Zeugnisse unseres kulturellen Erbes sammeln, erforschen und bewahren, gehen sie der Geschichte auf den Grund und machen wissenschaftliche Erkenntnisse für alle Besucher zugänglich. Durch ein zielgerichtetes Sammlungskonzept, die intensive Auseinandersetzung mit den Objekten und deren Präsentation in Dauer- und Wechselausstellungen setzen Museen starke und notwendige Zeichen. Sie stoßen auf diese Weise eine Auseinandersetzung mit aktuellen Themen wie Migration, kulturelle Vielfalt, Globalisierung, demografischer Wandel oder Erhalt der Umwelt an. Zugleich stellen sie wichtige Bezüge zur Vergangenheit her und scheuen sich auch nicht vor belasteten, unbequemen und kontrovers diskutierten Themen.

    Das Archäologische Museum präsentiert eine archäologische Erlebniswelt, die einen lebendigen und faszinierenden Einblick in die Vor- und Frühgeschichte Norddeutschlands bietet. In den stets aktuellen Themen rund um das menschliche Dasein, wie Nahrung, Werkstoff, Gewalt, Innovation, Tod und Mobilität schlägt die Archäologie dabei eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Die Besucher können sich auf eine Spurensuche begeben und die Kulturgeschichte der Menschheit erforschen – immer der Frage folgend: Woher kommen wir und wohin entwickeln wir uns?

    Das Programm: Führung: Spurensuche Archäologie

    Woher kommen wir, wie haben wir uns entwickelt, wohin gehen wir? Eine Führung durch 40.000 Jahre Menschheitsgeschichte - in der Zeit von 12 bis 13 Uhr ohne Anmeldung. Treffpunkt: Harburger Rathausplatz 5, der Museumseintritt ist an diesem Tag frei.

    Museumswerkstatt für Kinder

    Wie lebten die Kinder im alten Rom vor 2000 Jahren? Wie verbrachten sie ihren Tag und wie ihre Freizeit? In unserer Museumswerkstatt wird diesen Fragen nachgegangen, archäologische Funde unter die Lupe genommen und deren Geschichte erforscht. Auf der kleinen Zeitreise kommt auch das Spielen nicht zu kurz, denn jeder kann ein eigenes Spiel nach römischem Vorbild anfertigen und sein Glück versuchen. 14 bis 17 Uhr, für Kinder von 8 bis 12 Jahren. Anmeldung erforderlich: 040-42871-2497 (dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr).Treffpunkt: Harburger Rathausplatz 5, Eintritt frei.

  • Ehestorf. In der historischen Scheune aus Tespe präsentiert das Freilichtmuseum am Kiekeberg in Ehestorf noch bis zum 6. Januar 2019 die Ausstellung "Haus des Handwerks". In der historischen Scheune aus dem Jahr 1586 erleben die Besucher alte Handwerkstraditionen, die teilweise bereits ausgestorben sind. Wie arbeitete ein Hutmacher oder Sattler früher und wie hat sich das Mauerer- oder Zimmermannshandwerk in den vergangenen 150 Jahren entwickelt? Über zwei Etagen werden Besucher durch die Geschichte der alten Handwerkstraditionen geleitet. Der Eintritt zur Ausstellung ist im Museumseintritt erhalten, er kostet 9 Euro, für Besucher unter 18 Jahren ist er frei.

    In der Ausstellung "Haus des Handwerks" erfahren Besucher, wie früher aus Rohstoffen fertige Produkte hergestellt wurden. Zu sehen sind dabei besonders alte Handwerkstraditionen und -techniken, die auch in der Region von Bedeutung waren oder noch sind. Dazu zählen Hutmacher, Schuhmacher, Schneider, Böttcher, Klempner, Maler, Tischler, Dachdecker, Korbmacher, Sattler, Maurer und Zimmerleute. Auf mehr als 300 Quadratmetern verdeutlicht die Ausstellung die sozioökonomische Bedeutung des Handwerks in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

    Die Ausstellung ist noch bis zum 6. Januar für Besucher geöffnet. In den darauf folgenden Wochen bereitet das Freilichtmuseum am Kiekeberg die Scheune für die neue Ausstellung "Handwerken. Vom Wissen zum Werk" vor, die ab dem 26. April in Ehestorf zu sehen sein wird.

  • Moisburg. Das Mühlenmuseum Moisburg nimmt am Pfingstmontag, 10. Juni, am Deutschen Mühlentag teil. In der Zeit von 11 bis 18 Uhr zeigt das Museum in einem vielfältigen Programm für Kinder und Erwachsene die historische Wassermühlen-Technik. Es gibt Führungen und Mitmach-Aktionen für Kinder. In der Zeit von 12 bis 17 führt der Müller die historische Mahltechnik vor. Außerdem ist die Ausstellung "Wind und Wasser sind unsere Handwerkskunst. 150 Jahre Mühlenbau Pätzmann" gezeigt. Der Eintritt und die Teilnahme am Programm sind frei.

    Schon beim Betreten der historischen Wassermühle von 1723 spürt der Besucher die alte Antriebstechnik im Gebälk: Das Mühlrad dreht sich und der Müller erläutert von 12 bis 17 Uhr die historische Mahltechnik, erzählt aus seinem Berufsleben und erklärt den Weg von Korn zum Mehl. Währenddessen mahlt er im imposanten Mahlgang Roggenkorn zu Schrot und Mehl. Das Roggenschrot wird von der lokalen Bäckerei Johannsen nach altem Rezept mit Natursauerteig zum "Moisburger Amtsmühlenbrot" verarbeitet. Das Brot wird in der Mühle verkauft - als Laib und mit frischem Schmalz bestrichen zum Kaffee.

    In offenen, kostenlosen Führungen ab 12.30 Uhr, 14.30 Uhr und 16.30 Uhr erklären Mühlenmitarbeiter die Mühle und verschiedene Mühlentypen, Getreidesorten, die Mühlentechnik und die Geschichte der Moisburger Schrot- und Papiermühle.

    Kinder erlernen spielerisch "Dreierlei": Sie schroten und mahlen Weizen, Roggen und Buchweizen und sehen den Unterschied der beiden Getreidesorten und des Pseudogetreides Buchweizen, das ein Knöterichgewächs ist. Zu ihrem Mehl erhalten sie die passenden Rezepte für zu Hause.

    Die Este im Dorfkern von Moisburg treibt das imposante Wasserrad an, das seine Kraft auf die Mühlsteine in der Mühle überträgt. Die historische Amtswassermühle von 1723 zeigt noch heute, wie kraftvoll und zugleich umweltschonend Getreide zu Mehl gemahlen wurde und wird. Sie ist eine der ältesten, voll funktionsfähigen Wassermühlen der Region. Die Dauerausstellung zeigt mit historischen Filmbeispielen, wie die verschiedenen Wind- und Wassermühlen funktionieren und wie das Müllerhandwerk früher ausgeübt wurde. Es gibt viele verschiedene Mühlenmodelle. Eine Medienstation stellt die regionalen Mühlen vor. Eine Besonderheit: Das Innere der Mühle ist eingerichtet wie in den 1930er-Jahren. Hier sehen Besucher, wie die Müllerfamilie damals auf engem Raum wohnte und arbeitete.

    Das Mühlenmuseum Moisburg beteiligt sich traditionell am Deutschen Mühlentag. Er findet seit 1994 jährlich am Pfingstmontag statt. Veranstalter ist die Deutsche Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung (DGM) e. V. mit ihren Landesverbänden. Bundesweit beteiligen sich rund 1.200 Mühlen mit Besichtigungen, Führungen und Kulturprogrammen am Mühlentag.

    Gastronomisches Angebot: In der Mahlgaststube ist das Café des Mühlenmuseums eingerichtet. Auf der Speisekarte stehen Kaffee und unter anderem die legendäre Mühlentorte aus Buchweizen, Schmalzbrote und Erfrischungsgetränke. Bei schönem Wetter genießen Besucher die Angebote auch im Außenbereich nahe der rauschenden Este.

  • Moisburg. Mit dem Kunsthandwerkermarkt eröffnet das Mühlenmuseum Moisburg am Sonnabend und Sonntag, 1. und 2. April, die neue Saison. Jeweils in der Zeit von 11 bis 18 Uhr bieten Kunsthandwerker im historischen Ambiente der Moisburger Mühle ihre selbst gefertigten Waren an. Der Eintritt ist frei.

    Der Kunsthandwerkermarkt umfasst ein vielfältiges Angebot handgemachter Arbeiten: Bronzegießer und Glasbläser, Keramik- und Metallkünstler sowie weitere Kunsthandwerker zeigen ihr traditionelles Können. Auch modernes Design findet sich unter den kunsthandwerklichen Besonderheiten. In der historischen Wassermühle sowie im Amtshaus stöbern die Besucher nach Kleidung, Wohnaccessoires, Schmuck und Dekoration für den Garten. Kinder bauen Holzboote und -autos oder machen beim Steckenpferd-Parcours mit. In der Kaffeestube im Salon des Moisburger Amtshauses werden Kaffee und selbstgebackene Torten angeboten. Musik untermalt den Kunsthandwerkermarkt, während sich Aussteller und Besucher austauschen können.

    Nach dem bunten Saisonauftakt rührt das Mahlwerk immer sonntags - bis Mitte Oktober. Dann treibt von 13 bis 16 Uhr das Wasserrad den Mahlstein an und die Besucher können dem Müller bei der Arbeit über die Schulter sehen. Die ehemalige Amtswassermühle können Interessierte jeden Sonnabend und Sonntag von 11 bis 17 Uhr bestaunen.

    Weitere Veranstaltungen im Mühlenmuseum: Der Heimat- und Verkehrsverein Estetal e. V. bietet mit Christa Heise-Batt (Ohnsorg-Theater) am 1. Juni launige Unterhaltung auf Plattdeutsch. Beim Deutschen Mühlentag am 5. Juni erleben die Besucher Führungen und Geschichten rund um die Mühle. Am 23. Juni geht es musikalisch zu: "Kiek an, dat hett doch wat!" singen Walter Marquardt und seine Imbeeker Heckenrosen. Gudo Mattiat liest am 4. August Werke von Wilhelm Busch, während Thomas Rutt ihn am Kontrabass begleitet. Den Tag des offenen Denkmals feiern die Mühlenbesucher am 10. September. Das aktuelle Motto des Moisburger Mühlenfestes ist "Glück zu" und findet am 17. September statt. Die Saison endet "Klein, aber fein" mit einem Kunsthandwerkermarkt im Mühlenmuseum am 29. Oktober.

    Gastronomisches Angebot und Führungen: In der Mahlgaststube ist das Café des Mühlenmuseums eingerichtet. Auf der Speisekarte stehen Kaffee und die legendäre Mühlentorte, Schmalzbrote und Erfrischungsgetränke. Gruppenführungen sind nach telefonischer Vereinbarung unter Telefon 0 40/79 01 76-0 möglich, auch außerhalb der Öffnungszeiten.

  • Moisburg. Zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 9. September, stehen in Moisburg die Türen zu drei historischen Gebäuden offen: Es gibt nachmittags Führungen durch die „Drei Moisburger Schätze“ Amtshaus, Kirche und Amtsmühle, dem heutigen Mühlenmuseum. Das Mühlenmuseum ist zum Tag des offenen Denkmals von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

    Zum Tag des offenen Denkmals gibt es von 13 bis 16 Uhr stündlich Führungen durch die historische Mühle, zur bewegten Geschichte der alten Feldsteinkirche und zum Amtshaus. Besucher erfahren dessen ursprüngliche Situation: Es wurde 1711 erbaut und auch „Moisburger Schloss“ genannt, denn ursprünglich gehörten Seitenflügel und ein großer Garten zum Gebäude dazu. Der Ort Moisburg blickt auf eine lange Geschichte zurück: Um 1242 wurden Dorf und Kirche erstmals erwähnt, im 14. Jahrhundert die Wassermühle.

    Im Mühlenmuseum erfahren Besucher, wie die Müllerfamilie in den 1930er-Jahren im alten Fachwerkgebäude lebte. Von 14 bis 17 Uhr führt der Müller vor, wie bis heute in der Wassermühle Roggen zu Schrot und Mehl gemahlen wird, und erklärt die alte Technik. Kinder können Getreide mahlen und die Mühle mit Rallyebögen entdecken.

    Aus dem Roggenschrot und -mehl der Mühle backt die lokale Bäckerei das Amtsmühlenbrot, das vor Ort verkauft wird. Das Mühlencafé bietet das Brot auch mit frischem Schmalz an. Außerdem gibt es als Spezialität die Mühlentorte aus Buchweizenmehl und eine große Kuchenauswahl.

    Das Amt Moisburg war Jahrhunderte lang Zentrum regen Handels. Im Mittelpunkt lag das Amtshaus als Innovationszentrum und Wirtschaftshof. Die beeindruckende Wirtschaftskraft des Amts zeigt sich unter anderem im großen Amtshaus und seinen zugehörigen Gebäuden: Amtswassermühle (heute Mühlenmuseum), drei Papiermühlen, Brennerei, Brauerei und Vorwerk. Ein Grund für den Wohlstand war, dass die Moisburger Wassermühle eine Zwangs- bzw. Bannmühle war: Alle Bauern des Amtes mussten ihr Korn dort mahlen lassen.

     

  • Harburg. Das Duckface – bis vor rund zwei Jahren durfte es auf keinem Partybild fehlen. Kaum ein Foto, auf dem nicht irgendjemand ein Duckface oder in Deutsch: eine Schnute zog. Nun hat das Duckface Einzug ins Museum gehalten. Aber nicht Partyfotos sind es, die das Archäologische Museum Hamburg (AMH) in der neuen Ausstellung „DOCKUMENTA - MomEnte der Weltgeschichte“ präsentiert, auch wenn der ein oder andere Museumsmitarbeiter dies vormacht.

    Auch vor Goethe macht dr. Michael Merkel nicht halt. | Foto: Niels Kreller
    Auch vor Goethe macht Dr. Michael Merkel nicht halt. | Foto: Niels Kreller

    Gezeigt wird, so die Story zur Ausstellung, eine noch völlig unbekannte Kultur, ein gänzlich unentdecktes Entenuniversum, das sich parallel von den Menschen entwickelt habe. Anhand bekannter Werke von der Höhlenmalerei über „Duckfretete“ und einem entenschnabeligen Luther (ist im Entenuniversum auch gerade 500 Jahre Reformation?) bis hin zur Mondlandung zeigt die Ausstellung die Kulturgeschichte der Menschheit, bitte um Entschuldigung: der Entenheit, witzig, lebendig und informativ auf.

    Extra für die Ausstellung in Harburg wurden von der Berliner Künstlergruppe interDuck auch neue Exponate gefertigt. So zum Beispiel bekommt Hamburgs Gründungsvater Bischof Ansgar seinen Gefährten Rimduck an die Seite gestellt, das Entenuniversums-Pendant zu Ansgars Nachfolger und Chronisten Rimbert.

    Darf so etwas denn in ein Museum?

    Ist das eine Ausstellung, die in ein Museum gehört, mag da der ein oder andere fragen. Durchaus: Es erinnert schon an die Comics aus Entenhausen. Aber während bei den Disney-Comics die Gemälde der Klassiker voll und ganz in dem Entenhausener Universum einverleibt werden, so sind es hier die kleinen Feinheiten, mit denen der Entenschnabel oftmals in das ansonsten unveränderte Gemälde eingearbeitet wird. So, als ob es wirklich diese Parallelwelt gäbe, die ansonsten der unsrigen und unserer Geschichte gleich ist.

    Zwar ist der amüsante Gedanke des Entenschabels aufgrund der Vielzahl der Exponate vielleicht etwas zu sehr ausgereizt. Ein Besuch der Ausstellung lohnt sich auf jeden Fall für einen amüsanten Streifzug durch die Menschheitsgeschichte. Es ist ja auch nicht das erste Mal, dass das AMH ungewöhnliche Wege der Wissensvermittlung beschreitet. Schließlich war die bisher erfolgreichste Ausstellung in der Geschichte des Museum war von ein paar Jahren die Lego-Ausstellung.

    Vielfältiges Programm rund um die Ausstellung

    Die Ausstellung „DOCKUMENTA - MomEnte der Weltgeschichte“ läuft noch bis zum 4. Februar 2018. Dazu gibt es wieder ein breites Veranstaltungsprogramm für Groß und Klein. So den Workshop „Duck it yourself für Kids, in dem die Kinder ein Entenselbstportrait gestalten oder für die Erwachsenen der Vortrag „Vom Ursprung der Kunst im Universum der Enten“ mit Entenforscher Hartmut Holzapfel über den Kosmos rund um Donald Duck.

  • Winsen/Ehestorf. In einer groß angelegten Aktion hat das Freilichtmuseum am Kiekeberg in Ehestorf ein Quelle-Fertighaus aus Winse auf sein Gelände geholt. Von einem Spezialunternehmen eingepackt und auf Tieflader gehoben, wurde es nachts transportiert und am nächsten Morgen im Museum aufgebaut. Jetzt ergänzt es die Baugruppe „Königsberger Straße“ am Kiekeberg. Mit dem Projekt „Königsberger Straße. Heimat in der jungen Bundesrepublik“ zeigt das Museum demnächst, wie sich das Alltagsleben in der Nachkriegszeit veränderte. Das Fertighaus vom Versandunternehmen Quelle stammt aus dem Jahr 1966. Am Kiekeberg wird es im Sommer 2021 eröffnet und zeigt dann das Leben einer Familie um 1979.

    Als erstes Versandhandelsunternehmen (und als einziges mit selbst entwickelten Fertighäusern) bot die Quelle-Fertighaus GmbH ab 1962 Fertighäuser aus dem Katalog an. Extra für die neuen Bauherren gab sie eine Fertighaus-Fibel heraus, die die verschiedenen Haustypen und ihre Vorteile anpriesen und regelmäßig aktualisiert wurden

    Das Quelle-Fertighaus steht nicht nur für eine neue Art der Fertigung und Hausverkauf, sondern auch für eine andere Lebensgestaltung: Die Wände sind zugunsten der Wohnfläche nicht gemauert, Wohn- und Wirtschafts- bzw. Schlafbereich sind klar getrennt, große Fenster lassen viel Licht herein, der Garten ist als Zier- und Spielgarten angelegt, eine Garage ist Standard.

    Das Quelle-Fertighaus ist für das Freilichtmuseum am Kiekeberg in Ehestorf ein Schatz: Das Inhaber-Ehepaar hat nur wenige behutsame Eingriffe in das ursprüngliche Haus vorgenommen, die Gartengestaltung und die Hauseinrichtung von 1979 sind weitgehend erhalten. Gisela und Walter Gröll befürworteten sehr, dass ihr Haus einmal ins Museum kommt. Sie überließen dem Museum alle privaten Dokumentationen und standen für Zeitzeugen-Interviews bereits. Heute, nach ihrem Tod, unterstützen die drei Söhne die Translozierung ins Museum.

    Das Quelle-Fertighaus steht beispielhaft für den Versuch, das moderne Bauen weiten Teilen der Bevölkerung näher zu bringen – und für die Möglichkeit, einzelne Nachkriegsgebäude im Originalzustand zu sichern, mit vielen Menschen aus der Erlebnisgeneration zu sprechen und Dokumente der Zeit, von Bauunterlagen, der provisorischen Ersteinrichtung bis zum Fotoalbum, in die Sammlung des Museums zu übernehmen. Dies ist das Gedächtnis für die folgenden Generationen.

  • Harburg. Klimawandel, Gletscherschmelze, Erderwärmung – Schlagworte wie diese umschreiben Szenarien, die das Leben auf der Erde mehrfach dramatisch verändert haben. Spürbar werden diese Veränderungen heute besonders in den arktischen Regionen – ähnlich wie bei uns vor 12.000 Jahren. Unter dem gemeinsamen Titel „EisZeiten“ führen das Archäologische Museum Hamburg und das Museum für Völkerkunde Hamburg ihre Besucher seit 18. Oktober vergangene Jahres und noch bis zum Sonntag,14. Mai 2017 in diese einzigartige Welt. Dazu wird in de Harburger Räumen im Archäologischen Museum Hamburg die Teilausstellung Die Kunst der Mammutjäger und im Museum für Völkerkunde Hamburg die Teilausstellung Die Menschen des Nordlichts präsentiert. Zur Ausstellung gibt es ein gemeinsames Begleitprogramm und ein Kombiticket.

    Noch nie gezeigte Objekte aus St. Petersburg sind in Hamburg zu sehen

    Den beiden Museen ist es gelungen, noch nie außerhalb Russlands gezeigte Originale aus der Kunstkammer St. Petersburg nach Hamburg zu holen. Insgesamt gut 50 dieser Leihgaben, darunter auch wunderbar abstrakte Frauenfiguren in vielen Varianten, die sogenannten Venusstatuetten, sind im Archäologischen Museum zu sehen. Die Originalfunde stammen aus einem eiszeitlichen Jagdlager bei Kostenki, Region Voronezh (Russland), am Westufer des Don. Diese archäologischen Zeugnisse wurden vor mehr als 25.000 Jahren mit großer Kunstfertigkeit geschaffen und finden weltweit Beachtung.

    Das Archäologische Museum in Harburg zeigt außer den einzigartigen russischen Leihgaben auch zahlreiche weltberühmte Kunstwerke der Eiszeit aus anderen Regionen Europas sowie norddeutsche Funde aus der eigenen Sammlung. Auch im Museum für Völkerkunde sind spektakuläre Leihgaben aus der Kunstkammer St. Petersburg zu sehen. Darunter ein komplettes, kaum bekanntes Schamanengewand und Masken von den im nördlichsten Sibirien lebenden Nganasanen sowie mehr als 200 Jahre alte Stücke von den zu Alaska gehörenden Aleuten und der Kodiak-Insel.

    Tipp: Kombiticket - Beide Häuser können zum Vorzugspreis von 12 Euro (ermäßigt 8 Euro) besucht werden. Kinder bis einschließlich 17 Jahren haben freien Eintritt.

  • Ehestorf. Spenden für das Stiftungskapital: Bei der großen Veranstaltung "Spielzeit" zahlten erwachsene Besucher keinen Eintritt. Für Kinder ist der Museumsbesuch grundsätzlich kostenfrei. Statt Eintritt bat die Stiftung Freilichtmuseum am Kiekeberg um freiwillige Beiträge nach dem Motto "Zahl, was es Dir wert ist". 1.800 Besucher mit und ohne Kinder nutzten den Sonntag als Ausflugstag, spendeten und informierten sich über die Arbeit der Stiftung.
    Denn was viele Menschen nicht wissen: Das Museum in Ehestorf wird von einer gemeinnützigen Stiftung getragen. Und deren Stiftungskapital sichert das Museum auf Dauer. Für diesen guten Zweck kamen im Laufe des Tages 3.628,50 Euro an Spenden zusammen.

    "Unsere Aktion war in vielerlei Hinsicht erfolgreich", sagt Carina Meyer, Kaufmännische Geschäftsführerin im Freilichtmuseum am Kiekeberg. "Viele Menschen kamen erstmals zu uns und sind nun Fans, sie verließen das Museum begeistert."Zusammen mit den Stiftungsratsmitgliedern Sybille Kahnenbley und Maximilian Leroux, Peter Dederke aus dem Vorstand des Fördervereins und Museumsdirektor Stefan Zimmermann sprach sie schon am Eingang des Museums mit den Besuchern: "Wir haben unsere Stiftungsarbeit und deren langfristige Strategie erklärt. Wir merken sehr, dass den Menschen die Kultur und die Geschichte am Herzen liegen."

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