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Tierschutz

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  • LPT: Aus Tierversuchlabor soll Tierschutzeinrichtung werden

    Neu Wulmstorf. Während das Tierversuchs-Labor der Firma Laboratory of Pharmacology and Toxicology (LPT) in Neugraben – zwar unter strengerer Kontrolle aber dennoch – wieder in Betrieb ist, schließt das Labor im Neu Wulmstorfer Mienenbüttel nun endgültig – und soll in Zukunft dem Tierschutz und -wohl dienen. Denn dort, wo bis vor kurzem Tiere und brutalen Zuständen gehalten und bei Tierversuchen gequält wurden und Bilder des Tierelends einen breiten Sturm der Entrüstung hervorgerufen hatten, der zur Schließung führte, soll bald eine Auffangstation für Fundtiere und Listenhunde (Hunde einer Rasse, die als gefährlich eingestuft wird).

    Das gab LPT in einer Pressemitteilung bekannt. Eventuell schon zum Jahresende soll die Einrichtung ihrem neuen Zweck zugeführt werden. Die Einrichtung eigne sich, so LPT, ohne Umbauarbeiten für diesen Zweck. Wer die Auffangstation betreiben soll ist noch nicht bekannt.

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    LPT hatte bis vor Kurzem noch gegen die Schließung des Labors durch den Landkreis geklagt. Die Klage wurde aber zurückgezogen. In Neugraben darf LPT allerdings wieder im dortigen Labor Tierversuche durchführen.

  • Proteste gegen Tierversuchslabor zeigen Erfolg: Landkreis Harburg macht LPT in Mienenbüttel dicht

    Mienenbüttel. Die Proteste der vergangenen Monate und die investigative Recherche der „Soko Tierschutz“ gegen das Tierversuchslabor LPT in Mienenbüttel bei Neu Wulmstorf und in Neugraben zeigen Erfolg: Der Landkreis Harburg hat am Freitagvormittag bekannt gegeben, dass die Erlaubnis zum Betrieb des Versuchslabors in Mienenbüttel mit sofortiger Wirkung widerrufen wurde. Nach gründlicher Prüfung, so heißt es von Seiten des Landkreises aus, sei man zu der Überzeugung gekommen, dass die Zuverlässigkeit der LPT nicht mehr gegeben sei.

    Bisher hatte LPT die Genehmigung, dort Tiere zu Versuchszwecken zu halten. Dies ist dem Unternehmen nun untersagt worden. Innerhalb von zwei Wochen muss der Betrieb die im Versuchslabor lebenden Tiere – 96 Hunde – an geeignete Dritte abgeben. Das Veterinäramt muss dabei mit einbezogen werden. Bisher waren es schon 49 Katzen und 80 Hunde, die an Tierschutzorganisationen und Privatleute abgegeben worden waren.

    Die LPT hat die Möglichkeit, gegen den Bescheid vorzugehen. Dies hätte aber keine aufschiebende Wirkung.

  • Razzia in Tierversuchlabor: Räume des LPT in Neugraben und Mienenbüttel werden durchsucht

    Neugraben/Mienenbüttel. Zur Stunde (12:40 Uhr) werden sowohl in Mienenbüttel in der Gemeinde Neu Wulmstorf wie auch in Neugraben im Bezirk Harburg die Räume des Tierversuchlabors LPT durchsucht. Seit 10 Uhr sind die Beamten vor Ort. Dies bestätigte die Pressestelle der Polizei Seevetal, die sich aber bis zum Abschluss der Aktion nicht weiter dazu äußern wollte.

    Update 15:40 Uhr: Um 13:49 Uhr verließen die Veterinäre das LPT Labor in Mienenbüttel. Die Polizei ist weiter auf dem Gelände aktiv.. Die Durchsuchung der Räume der LPT - Laboratory of Pharmacology and Toxicology GmbH und Co. KG in Mienenbüttel, Neugraben und auch Schleswig-Holstein am heutigen Montag geschah aufgrund eines Durchsuchungsbeschlusses des Amtsgerichts Stade, den die Staatswanwaltschaft Stade beantragt hatte. Der Beschluss stützt sich unter anderem auf die Recherchen der SOKO Tierschutz e.V. Der Verein hatte mit einem undercover bei LPT eingeschleustem Aktivisten den Stein ins Rollen gebracht und für breiten Protest gegen das Labor gesorgt.

    Gesucht wurde nach Unterlagen und Präparaten, welche die Haltung und Tötung verschiedener Tiere betreffen sowie nach Unterlagen, die belegen sollen, welche Gelder die LPT GmbH durch bestimmte Tierversuche eingenommen hat, da diese Gelder möglicherweise als durch Straftaten erlangtes Geld einzuziehen sind. Insoweit konnte umfangreiches Beweismaterial sichergestellt werden.

  • Tierversuchslabor LPT: Jetzt ist auch in Hamburg Schluss

    Neugraben. Das wird Tierschützer freuen: Die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV) hat am heutigen Freitag mit sofortiger Wirkung dem Tierversuchslabor LPT in Neugraben die Erlaubnis entzogen, in Hamburg Tiere zu halten. Schon Mitte Januar wurde das Versuchslabor in Mienenbüttel im Landkreis Harburg von niedersächsischer Seite aus dichtgemacht (besser-im-blick berichtete: Proteste gegen Tierversuchslabor zeigen Erfolg: Landkreis Harburg macht LPT in Mienenbüttel dicht). Nun sieht die BGV auch die Zuverlässigkeit des Betreibers in Neugraben nicht mehr gegeben, denn immerhin sind beide Betreiber personenidentisch. Es habe schwerwiegende Verstöße gegen das Tierschutzgesetz sowie weitere Verstöße gegen Dokumentations- und Genehmigungspflichten gegeben.

    Gegen das Labor wurde in den vergangenen Wochen ermittelt. Auch Durchsuchungen der Räume hatte es gegeben (besser-im-blick berichtete: Razzia in Tierversuchlabor: Räume des LPT in Neugraben und Mienenbüttel werden durchsucht). „Aufgrund der Erkenntnisse, die wir in den vergangenen Wochen durch diese gründliche Prüfung gewinnen konnten, haben wir entschieden, der Firma LPT die Erlaubnis zur Tierhaltung mit sofortiger Wirkung zu entziehen“, so Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD). Auch für die Zukunft soll das Beispiel LPT Konsequenzen haben. „Wir werden außerdem darauf drängen, dass das zuständige Bundesministerium die in Deutschland geltenden Regeln zügig an schärferes europäisches Recht anpasst und die EU-Tierschutzrichtlinie umsetzt“, so Prüfer-Storks weiter.

    Außerdem wurde hat die BGV aufgrund der bekannt gewordenen Vorwürfe der Versuchsmanipulation von ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Firma LPT die Hamburger Staatsanwaltschaft gebeten, wegen der im Raum stehenden Vorwürfe Ermittlungen aufzunehmen.

    Die Bezirksfraktion der Linken in Harburg begrüßt die Schließung des "Horrorlabors". „Wir sind erleichtert, dass das Leid der Tiere jetzt auch in Neugraben beendet wurde“, zeigt sich Michael Schulze von der Harburger Bezirksfraktion DIE LINKE. erfreut. „Zum Glück für die Tiere zeigt sich die BGV entschlossener als die Rot-Grüne Koalition hier in Harburg.“ SPD und Grüne hatten, erinnert Schulze, in der Januar-Sitzung der Bezirksversammlung den Antrag der Linken abgelehnt, nach dem sich Harburg für ein schnelles Ende der Tierversuche auch in Neugraben einsetzen sollte. Statt dessen hatte die Koalition nur Vertreter der Behörde im Ausschuss anhören wollen. „Wer etwas bewegen und verändern möchte, der braucht auch den Mut, dafür einzutreten. Der fehlt rot-grün in Harburg leider“, so DIE LINKE.-Fraktionsvorsitzender Jörn Lohmann.

    Da die Tierhaltung am Standort Neugraben wird mit sofortiger Wirkung untersagt wurde, brauchen die dortigen Tiere, in erster Linie Mäuse und Ratten innerhalb von drei Wochen neue Herrschen und Frauchen.

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