Aus großer Zeit: Neues Stück am Harburger Theater

Die Kempowski-Saga erzählt den Niedergang des deutschen Bürgertums während des 20. Jahrhunderts. | Foto: G2 Baraniak

Harburg. Am Donnerstag, 14. November, feiert das neue Stück "Aus großer Zeit" Premiere am Harburger Theater. Es wurde nach den Romanen „Aus großer Zeit“ und „Schöne Aussicht“ von Walter Kempowski von Axel Schneider auf die Bühne gebracht.

In dem Stück von und unter der Regie von Axel Schneider geht es um den wohlhabenden Rostocker Reeder Robert William Kempowski, Eigentümer eines stattlichen Hauses sowie zweier Dampfer und Vater von zwei Kindern. 1913 lernt sein Sohn Karl an der Ostsee Grethe de Bonsac kennen. Deren Familie von anderer Art ist als die des jungen Mannes: ordentlich und fromm. Zwischen Grethe und Karl entspinnt sich eine zarte Liebesgeschichte, die vom Ersten Weltkrieg jäh unterbrochen wird. Nach 1918 muss das Paar auf ein vornehmes Leben verzichten und sich im Arbeiterviertel einmieten. Drei Kinder werden geboren, unter ihnen auch Walter Kempowski; ihre Schulzeit fällt in die Jahre der Weimarer Republik, in denen Deutschlands Verhängnis seinen Anfang nimmt. Von dieser Familie und allen, die ihren Weg kreuzen, erzählt Walter Kempowski in den ersten Teilen seiner Jahrhundert-Chronik mit der Genauigkeit, dem Humor und der leichten Ironie, wie sie nur ihm eigen sind.

Die Kempowski-Saga, deren Teil „Aus großer Zeit“ ist, wurde zwischen 1971 und 1984 veröffentlicht und umfasst neun Bände. Kempowski (1929–2007) erzählt darin den Niedergang des deutschen Bürgertums während des 20. Jahrhunderts und benutzt dafür in einer Mischung aus Dokumentation und Fiktion seine eigene Familiengeschichte.

Die Vorstellungen laufen bis zum 23. November 2019.