Trauer um Bernd Meyer
Die Sparkasse Harburg-Buxtehude, die Lions Hamburg-Harburger Altstadt, Harburg Marketing, der Verein zur Förderung und Erhaltung der St. Gertrudkirche Altenwerder und viele Menschen in Harburg trauern mit seiner Frau, seinen fünf Kindern, den Enkelkindern und der ganzen Familie um Bernd Meyer. Der 68-jährige geborene Altwerderaner war am Freitag nach kurzer und heftiger Krankheit für alle überraschend verstorben.
Bernd Meyer war der langjährige Leiter des KompetenzCenters Bauträger & Immobilieninvestoren der Sparkasse Harburg-Buxtehude. Vor zweieinhalb Jahren war er in den Ruhestand gegangen.
Seine Karriere begann 1976, später übernahm er mehrere Führungspositionen und prägte insbesondere das Kreditgeschäft sowie das KC Bau, das unter seiner Leitung immens an Bedeutung gewann. Er galt als prägende Persönlichkeit der Sparkasse und wurde für seine Nähe zu Kunden, sein Engagement und seine regionale Verbundenheit geschätzt.
„Bernd Meyer hat die Sparkasse nach innen und außen vertreten. Und zwar mehr als es normalerweise in seiner Position üblich ist. Auch bei schwierigen Themen war er immer lösungsorientiert und orientiert an den Menschen. Er hat mit seinem Wirken für den ganzen Bezirk Harburg. viel getan und das werden wir alle vermissen“, so Andreas Sommer, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Harburg-Buxtehude, mit Blick auf das Wirken Bernd Meyers.
Sein langjähriger Freund und ehemaliger Vorstandsvorsitzende der SParkasse, Heinz Lüers, findet bewegende Worte des Abschieds: „Mit Bernd verliere ich einen sehr guten lieben Freund und einen für mich extrem wichtigen und loyalen Weggefährten – ganz persönlich und in der Sparkasse. Mit seiner großen und tollen Familie trauere ich um diesen wundervollen Menschen, mit dem ich Fröhlichkeit, Zielstrebigkeit und ein sehr feines Gespür für die Menschen und Institutionen verbinde.“ Sein Leben habe er in den Dienst der Menschen in der Region gestellt. „Bernd hat unendlich viel dazu beigetragen, dass unser Harburg so erfolgreich, so lebenswert und so liebenswürdig ist. Ich werde dich unendlich vermissen lieber Bernd.“
Auch außerhalb der Sparkasse engagierte sich Meyer stark sozial, etwa im Lions Club, im Archäologschen Museum Hamburg/Harburger Stadtmuseum und bei kirchlichen Projekten. Ganz besonders setzte er sich für die St. Gertrudkirche in seinem Geburtsort Altenwerder ein.
Er prägte das Citymanagement Harburg/Harburg Marketing entscheidend mit. „Ein besonderer Meilenstein seines Wirkens war die Zusammenführung der Vereine Citymanagement Harburg und channel hamburg. Bernd Meyer hat diesen Prozess maßgeblich begleitet und damit den Weg für die Gründung von Harburg Marketing e.V. bereitet“, erinnert sich Harburgs Citymanagerin Antonia Marmon. Aber auch persönlich sitzt der Schock tief: „Bernd hat mich damals quasi zu Harburg Marketing geholt. Er war beim ersten Vorstellungsgespräch dabei, hat mich eingestellt und war über viele Jahre mein Wegbereiter und Wegbegleiter. Für mich persönlich war er ein großes Vorbild insbesondere darin, wie man Menschen begegnet: mit Offenheit, Wertschätzung, Optimismus und ehrlichem Interesse.“ Bernd Meyer sei einer der Gründe, warum sie jeden Tag gerne zur Arbeit gegangen wäre. „Ich bin sehr dankbar für die gemeinsame Zeit, sein Vertrauen und alles, was ich von ihm lernen durfte.“
Ich selbst habe Bernd noch vor wenigen Wochen an der Kasse für das Benefiz-Konzert der Lions im Helms-Saal getroffen. Munter und gut gelaunt wie stets begrüße ich ihn mit dem Spruch, mit dem ich ihn seit vielen Jahren begrüßte: „Keine Feier ohne Meyer!“ Das kam mir einmal spontan über die Lippen und es war nicht despektierlich gemeint. Im Gegenteil: Es war geprägt von einem tiefen Respekt vor seiner Umtriebigkeit gerade im sozialen Bereich.
Und sowohl im geschäftlichen wie in seinem Engagement galt für Bernd eins: Sein Wort, seine Zusage, sein Handschlag – das war mehr als in Stein gemeißelt.
Ich bin mir sicher: Wo immer Bernd jetzt auch ist, er wird eine oder mehrere Möglichkeiten finden, um weiter Gutes zu tun.
Harburg hat mit Bernd Meyer einen für den Bezirk sehr wichtigen Menschen verloren. In dem Buch „Erklärt Pereira“ von Antonio Tabucchi ist zu lesen, dass man dann wichtig ist, wenn der Nachruf schon zu Lebzeiten fertig geschrieben in den Schubladen der Redaktionen liegt. Bei Bernd ist das nicht der Fall. Nicht, weil er nicht wichtig genug dafür gewesen wäre. Sondern, weil es einfach noch nicht Zeit war.
