Häusliche Gewalt: Grüne wollen wissen, wie es in Harburg in Coronazeiten aussieht

Die Grünen in Harburg wollen mehr zu den Fällen von häuslicher Gewalt im Bezirk wissen (Symbolbild). | Foto: ein

Harburg/Hamburg. Die neue Kriminalitätsstatistik für Hamburg zeigt eines: Im vergangenen Jahr gab es einen deutlichen Anstieg um Neun Prozent im Bereich der Partnerschaftlichen Gewalt - der höchste Anstieg seit zehn Jahren. 5.397 Menschen wurden hier Opfer. Die weit überwiegende Mehrheit der Opfer, fast 80 Prozent, sind Frauen.

Die Bezirksfraktion der Grünen in Harburg möchte nun die Fallzahlen für den Bezirk erfahren und wie sie im Vergleich zu 2019 sind. „Diese Informationen sind wichtig, um im Bezirk gezielt Programme zu erarbeiten, welche Betroffene unterstützen können“, so die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Heinke Ehlers.

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Außerdem möchten die Grünen Informationen über die polizeiliche Maßnahme der „Wegweisung“ im Bezirk bekommen. Also die Möglichkeit der Polizei, den Täter der Wohnung verweisen zu können und ihm die Wiederkehr zu verbieten – ein Mittel, um Opfer vor weiterer Gewalt zu schützen. Da wollen die Grünen in Erfahrung bringen, ob es Fälle gab, in denen diese Maßnahme eventuell nicht zur Anwendung kam, da aufgrund der Corona-Beschränkungen der Täter in keiner anderen Unterkunft hätte unterkommen können. Außerdem soll über die Auslastung der Frauenhäuser und die Anzahl von Kindern und Jugendlichen in Harburg Auskunft gegeben werden, die Opfer häuslicher Gewalt wurden.