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Wahl: SPD auch in Harburg und Süderelbe weit vorne

Harburg. Jubel bei SPD und Grünen, gedrückte Stimmung bei der CDU, langes Bangen und hoffen bei der FDP. Der Wahlabend hatte es in sich. In Harburg traf sich die SPD im Herbert-Wehner-Haus, um die 18-Uhr-Prognose zu schauen. Neben Kreischef Frank Richter waren 2020 02 24 wahl1zahlreiche aussichtsreiche Harburger Landeslisten- und Wahlkreiskandidaten mit dabei wie Claudia Loss, Sören Schumacher, Sami Musa, Oksan Karakus, Matthias Czech und Frank Wiesner.

Richter: „Haben gezeigt, dass die SPD Wahlen gewinnen kann“

Nach dem Jubel, als der Balken der SPD um 18 Uhr auf gut 38 Prozent in die Höhe schoss, war im Herbert-Wehner Haus der Jubel noch größer, als der blaue Balken der AfD und 5 Prozent stehen blieb. „Wir sind die ersten, die diese Faschisten wieder aus dem Parlament schmeißen“, erklärte Kreischef Richter unter dem Jubel der Genossen. Allerdings, so stellte sich im Laufe des Abends heraus, hatte er sich zu früh gefreut. Aber das Ergebnis der SPD sei historisch, so Richter. „Wir haben gezeigt, dass die SPD Wahlen gewinnen kann. Peter Tschentscher hat uns dahin geführt.“

Dr. Melanie Leonhard, SPD-Landesvorsitzende aus Marmstorf, war auf der Hamburger Wahlparty der SPD. Gegenüber besser-im-blick erklärte sie: „Die Umfragen der vergangenen Woche zeigten an, dass es gut wird – aber so gut, das hatte ich nicht erwartet. 39 Prozent hatte uns keiner zugetraut – deshalb war die Freude auch groß.“ Zum dann doch erfolgten WIedereinzug der AfD sagte sie: „Es ist das bundesweit schlechteste Ergebnis, dass die AFD hatte. Das ist ein gutes Zeichen, auch wenn wir uns sehr über ein Parlament ohne AfD gefreut hätten.“

Lange Gesichter bei der CDU

Bei der CDU im Rönneburger Park gab es ob des schlechten Ergebnisses lange Gesichter. Ob Birgit Stöver im Wahlkreis Harburg und André Trepoll in Süderelbe es schaffen, einen der jeweils drei Sitze zu erreichen, ist bei diesem Ergebnis fraglich. Insgesamt ist es am Montagmorgen noch unsicher, ob überhaupt jemand aus Harburg für die CDU in der nächsten Bürgerschaft sitzen wird, denn mit Katharina Schuwalski findet sich erst auf Platz acht jemand aus Harburg auf der Landesliste. „Der Wähler hat so entschieden, wie er hat“, erklärte CDU-Kreischef Uwe Schneider gegenüber b2020 02 24 wahl2esser-im-blick. „Für die CDU ist es eine historische Niederlage. Wir werden das zu bewerten haben inwieweit inhaltliche Fragen dafür verantwortlich sind oder Einflüsse von außen wie Thüringen“, so Schneider weiter.

Ein bisschen Hoffnung aber haben die Christdemokraten noch: „Wir sind größte Oppositionspartei, aber es ist doch eine Regierungskoalition möglich mit uns. Wir werden uns nicht verehren“, so Schneider. Allerdings, so hörte man von vielen Christdemokraten, verbirgt sich hinter dieser Option doch eher die Hoffnung, dass sich die SPD nicht zu billig an die erstarkten Grünen verkaufen wird.

SPD auch in Harburg und Süderelbe vorn

Die Ergebnisse der beiden südelbischen Wahlkreise Harburg und Süderelbe sind zum hamburgweiten Ergebnis ähnlich gelagert wie bei der Bürgerschaftswahl 2015. Die SPD ist in Harburg leicht über dem Stadtergebnis und in Süderelbe deutlicher (rund vier Prozent) und auch hier der mit Abstand Gewinner der Wahl. Die CDU hat ihre Stärke in Süderelbe, wo Die Linke unterdurchschnittlich ist. Die Grünen liegen jeweils unter ihrem Hamburger Ergebnis und die AfD liegt drüber, gewinnt in Süderelbe sogar noch 0,3 Prozent im Vergleich zu 2015 dazu.

Hamburg
SPD: 39,0%
CDU: 11,2%
DIE LINKE: 9,1%
FDP: 5,0%
GRÜNE: 24,2%
AfD: 5,3%
Wahlbeteiligung: 63,3% (56,5%)

Wahlkreis 16 Harburg
SPD: 40,4% (46,8%)
CDU: 11,0% (15,7%)
DIE LINKE: 9,5% (8,4%)
FDP:3,7 % (5,5%)
GRÜNE: 20,4% (9,6%)
AfD: 7,9% (8,7%)
Wahlbeteiligung: 55,3% (49,5%)

Wahlkreis 17 Süderelbe
SPD: 43,6% (47,7%)
CDU: 13,6% (18,7%)
DIE LINKE: 6,7% (6,6%)
FDP: 4,7% (7%)
GRÜNE: 16,6% (7,8%)
AfD: 9,0% (8,7%)
Wahlbeteiligung: 56% (51,2%)

Wer nun schlussendlich in die Bürgerschaft einzieht, wird nach der Auszählung der Persönlichkeitsstimmen und der Wahlkreise am Montagabend feststehen.

 

Wahlkampfabschluss der SPD in Harburg: Sozialdemokratie einmal vergnüglich erklärt

Harburg. Gemeinhin ist der SPD-Politiker ja nicht unbedingt dafür bekannt, es mit der Kultur oder dem Humor zu haben. Eher sticht er durch seine Leidensfähigkeit – besonders in Koalitionen mit der CDU – hervor. Am Freitagabend in der voll besetzten Harburger Fischhalle konnten die Besucher aber allen Unkenrufen zum Trotz mit der Hamburger SPD-Vorsitzenden Dr. Melanie Leonhard und Kultursenator Carsten Brosda einen humor- und kulturvollen Abend mit einer Veranstaltungsidee genießen, von der man hoffentlich noch hören wird.

Die Idee: Mittels der Lieder, die Brosda im Gepäck mitgebracht hatte, sozialdemokratische Werte und Ziele diskutieren. Das schien den beiden zu liegen. Anhand des Songs „This Land Is My Land“ sprachen die beiden über den Unterschied zwischen Patriotismus und der Liebe und Wertschätzung der und zur Heimat. Mit Witz und Anekdoten näherten sie sich auf unaufdringliche Weise aktuellen Themen und natürlich der anstehenden Bürgerschaftswahl. Natürlich hofften die beiden, dass die Anwesenden am Sonntag die SPD wählen werden. Aber deutlich auch diese Botschaft: Angesichts der niedrigen Umfragewerte für die AfD auf jeden Fall wählen gehen um die Rechtsextremen aus der Bürgerschaft zu werfen.

Omas gegen Rechts bilden Menschenkette gegen die AfD

Harburg/Hamburg. „Wir sagen ne – keine AfD!“ Gut 1.200 Menschen zeigten am Samstag mit einer Menschenkette rund um das Hamburger Rathaus, was sie von der AfD halten. Aufgerufen zu der Aktion hatten die „Omas gegen Rechts“. Es sollte eine Menschenkette ums Rathaus sein, die zeige, dass man keinen einzigen Rechten hier2020 02 16 omas gegen rechts1 reinlassen wolle. „Das ist die Motivation, die uns alte Frauen auf die Straße bringt“, so die Omas.

Kurz vor drei Uhr stand die Kette und wurde sogar noch um den Rathausmarkt ausgedehnt. Auf dem Weg zu ihrem jeweiligen Standort sangen die Teilnehmer „Wehrt euch, leistet Widerstand gegen braunen Sumpf in diesem Land. Keiner will ihn haben! Keiner will ihn haben!“2020 02 16 omas gegen rechts2 nach der bekannten Melodie von „Hejo – spann den Wagen an“.

Zum Schluss trat noch Gerda Smorra, Gründerin der „Omas gegen Rechts“ in Deutschland, vor die Menschen. Die Omas seien gegen die, die das Grundgesetz mit Füßen treten und die mit List und Tücke in die Parlamente kommen wollten. „Nicht mit uns, Herr Höcke“, so Smorra. Zum Abschluss sorgte sie noch ei9nmal für ordentlich Stimmung, indem sie den Ruf „Alerta, alerta – die Omas die sind härter“ anstimmte.

 

Don’t stop thinking about tomorrow - Melanie Leonhard und Carsten Brosda in der Fischhalle

Harburg. Am heutigen Freitagabend, 21. Februar 2020, kommen die Vorsitzende der Hamburger SPD, Harburgerin und Sozialsenatorin Dr. Melanie Leonhard und Kultursenator Carsten Brosda in die Fischhalle im Harburger Binnenhafen. „Don’t stop thinking about tomorrow“ ist der Titel der Politik-Veranstaltung der etwas anderen Art.

Denn ab 20:30 Uhr wollen die beiden zusammen mit den weiteren Harburger SPD-Kandidierenden bei der Bürgerschaftswahl einen ungewöhnlichen Weg gehen, um über ihre Politik und ihre Ziele mit den Gästen ins Gespräch zu kommen: Ausgewählte Liedtexte sollen die wichtigsten Ziele und das Wesen der Sozialdemokratie beschreiben. Die beiden versprechen dabei einen besonderen Abend mit Musik und Talk.

Tierversuchslabor LPT: Jetzt ist auch in Hamburg Schluss

Neugraben. Das wird Tierschützer freuen: Die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV) hat am heutigen Freitag mit sofortiger Wirkung dem Tierversuchslabor LPT in Neugraben die Erlaubnis entzogen, in Hamburg Tiere zu halten. Schon Mitte Januar wurde das Versuchslabor in Mienenbüttel im Landkreis Harburg von niedersächsischer Seite aus dichtgemacht (besser-im-blick berichtete: Proteste gegen Tierversuchslabor zeigen Erfolg: Landkreis Harburg macht LPT in Mienenbüttel dicht). Nun sieht die BGV auch die Zuverlässigkeit des Betreibers in Neugraben nicht mehr gegeben, denn immerhin sind beide Betreiber personenidentisch. Es habe schwerwiegende Verstöße gegen das Tierschutzgesetz sowie weitere Verstöße gegen Dokumentations- und Genehmigungspflichten gegeben.

Gegen das Labor wurde in den vergangenen Wochen ermittelt. Auch Durchsuchungen der Räume hatte es gegeben (besser-im-blick berichtete: Razzia in Tierversuchlabor: Räume des LPT in Neugraben und Mienenbüttel werden durchsucht). „Aufgrund der Erkenntnisse, die wir in den vergangenen Wochen durch diese gründliche Prüfung gewinnen konnten, haben wir entschieden, der Firma LPT die Erlaubnis zur Tierhaltung mit sofortiger Wirkung zu entziehen“, so Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD). Auch für die Zukunft soll das Beispiel LPT Konsequenzen haben. „Wir werden außerdem darauf drängen, dass das zuständige Bundesministerium die in Deutschland geltenden Regeln zügig an schärferes europäisches Recht anpasst und die EU-Tierschutzrichtlinie umsetzt“, so Prüfer-Storks weiter.

Außerdem wurde hat die BGV aufgrund der bekannt gewordenen Vorwürfe der Versuchsmanipulation von ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Firma LPT die Hamburger Staatsanwaltschaft gebeten, wegen der im Raum stehenden Vorwürfe Ermittlungen aufzunehmen.

Die Bezirksfraktion der Linken in Harburg begrüßt die Schließung des "Horrorlabors". „Wir sind erleichtert, dass das Leid der Tiere jetzt auch in Neugraben beendet wurde“, zeigt sich Michael Schulze von der Harburger Bezirksfraktion DIE LINKE. erfreut. „Zum Glück für die Tiere zeigt sich die BGV entschlossener als die Rot-Grüne Koalition hier in Harburg.“ SPD und Grüne hatten, erinnert Schulze, in der Januar-Sitzung der Bezirksversammlung den Antrag der Linken abgelehnt, nach dem sich Harburg für ein schnelles Ende der Tierversuche auch in Neugraben einsetzen sollte. Statt dessen hatte die Koalition nur Vertreter der Behörde im Ausschuss anhören wollen. „Wer etwas bewegen und verändern möchte, der braucht auch den Mut, dafür einzutreten. Der fehlt rot-grün in Harburg leider“, so DIE LINKE.-Fraktionsvorsitzender Jörn Lohmann.

Da die Tierhaltung am Standort Neugraben wird mit sofortiger Wirkung untersagt wurde, brauchen die dortigen Tiere, in erster Linie Mäuse und Ratten innerhalb von drei Wochen neue Herrschen und Frauchen.

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