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Organisations-Trio reaktiviert das Tischtennis-Kreiskadertraining

Seevetal-Fleestedt. Auch auf Grund der Corona-Pandemie ging es bei der sportlichen Förderung der Tischtennis-Jugend Ende vergangenen Jahres nicht weiter. Das bis dahin durchgeführte Kreiskadertraining kam vollständig zum Erliegen. Nach Beratungen im Jugendausschuss des Tischtennis-Kreisverbands (TTKV) Harburg-Land, setzt jetzt ein Trio zum Re-Start des geschulten Trainings auf Landkreisebene an. Jan Möller vom MTV Ashausen, Henning Bahn (MTV Eyendorf) und der erfahrene Jan-Steffen Benthack, der als Punktspiel-Beauftragter der Jugend schon lange auch organisatorisch tätig ist und beim MTV Pattensen auf Punktejagd geht, wollen dem Nachwuchs sportlich unter die Arme greifen.

Das erste Sichtungstraining findet am Sonntag, 7. November, im Sportzentrum Seevetal am Mühlenweg in Fleestedt statt. Von 10:30 Uhr bis 12:30 Uhr steht die Tür für alle Nachwuchscracks ab Jahrgang 2006 und jünger offen. „Alle Anmeldungen hierzu, sollten bis spätestens Sonntag, 31. Oktober, unter der E-Mail-Adresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erfolgen“, gab Jan-Steffen Benthack bekannt. Alle Anmeldungen sollten möglichst vereinsweise erfolgen.

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Nach der Auswahl der Akteure für diese besondere Schulung soll das regelmäßige Kadertraining dann in der Sporthalle des MTV Pattensen, Hirtenbrink 59 in Pattensen, im Zwei-Wochen-Rhythmus durchgeführt werden. Die ersten Übungseinheiten führt das Trio am Sonntag, 21. November, in der Zeit von 10 Uhr bis 12 Uhr durch. Geplant ist das Auswahltraining für insgesamt 16 Teilnehmer. Die Nachwuchsförderer freuen sich auf viele Interessierte.

Fußball-Landesliga: Favorit TuS Harsefeld ließ TSV Elstorf beim 4:1-Sieg keine Chance

Neu Wulmstorf-Elstorf/Harsefeld. Die Landesliga-Kicker des TSV Elstorf haben eine weitere Niederlage einstecken müssen. Die Mannschaft von Trainer Hartmut Mattfeld unterlag dem TuS Harsefeld erwartungsgemäß mit 1:4 (0:2). „Es ist schon enttäuschend, dass wir es dem hohen Favoriten Harsefeld so leicht gemacht haben, Tore zu erzielen. Aufgrund unserer individuellen Fehler ist der Sieg verdient, aber natürlich zu hoch ausgefallen. Harsefeld war heute wirklich nicht stark und hat von unseren Unkonzentriertheiten maßgeblich profitiert. Aus wenigen Tormöglichkeiten haben sie vier Tore erzielt. Wir haben aus unseren auch vorhandenen Torchancen leider nur ein Tor erzielt", sagte der Elstorfer Trainer Hartmut Mattfeldt nach dem Abpfiff.

Die Enttäuschung war dem TSV-Coach anzusehen. „Insgesamt war es letztlich zu wenig von uns. Unser wirklich letztes Aufgebot mit nur noch zwei Ersatzspielern hat zwar einiges investiert, doch insgesamt reicht es mit diesen Leistungen nicht, in der Landesliga erfolgreich zu sein. Wir müssen dieses Spiel schnell abhaken und unseren ganzen Fokus auf den Endspurt in der Landesliga legen“, sagt ein sichtlich frustrierter TSV-Coach Hartmut Mattfeldt nach Spielende weiter.

Elstorf begann die Partie beim Titelaspiranten in Harsefeld zunächst defensiv und überließ den Gastgebern zumeist den Ballbesitz. In den ersten 20 Minuten hat Elstorf den Gastgebern keine Torchancen erlaubt. Elstorf hatte auch einige Torannäherungen sowie einige Eckbälle, jedoch auch ohne Erfolg. In der 25. Minute gab es einen direkten Freistoß aus etwa 30 Metern Entfernung zum Tor für Harsefeld. Patrick Reis schoss den Ball direkt mittig auf das Tor, Elstorfs Keeper Pascal Wölk ließ den Ball nach vorne abprallen und Max Schulwitz bedankte sich per Abstauber zur 1:0 Führung.

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Nur fünf Minuten später folgte im eigenen Strafraum ein Missverständnis zwischen zwei Elstorfer Verteidigern, Pascal Schawaller bedankte sich für den freien Ball, schob ihn in die Mitte und Nico Osuch erzielte das völlig überraschende 2:0 für Harsefeld. Kurz vor diesem Tor erzielte Fynn Linzer nach einem Konter mit Direktschuss den vermeintlichen Ausgleich für Elstorf, der aber wegen vorherigem Handspiels aberkannt wurde. Kurz vor der Halbzeit traf Daniel Brunsch nach einem Eckball den Pfosten. Elstorf nutzte die Chancen nicht und hatte auch Pech beim Aluminiumtreffer. Letztlich ging Harsefeld mit einer sehr schmeichelhaften 2:0-Führung in die Pause.

Direkt nach Wiederanpfiff gab es durch den agilen Elstorfer Stürmer Fynn Linzer die nächste Chance auf den Anschlusstreffer für Elstorf. Er wurde im letzten Moment per Foul vor dem Strafraum gestoppt, als er allein auf dem Weg zum gegnerischen Tor war. Die Elstorfer Mannschaft gab sich nicht auf und setzte mit Fernschüssen, die aber alle das Ziel verfehlten, weitere offensive Abschlüsse. Beide Teams waren in der Phase gleichwertig bis zur 65. Minute. Da spazierte der Innenverteidiger Sven Tomelzick von der Mittellinie los, drei, vier Elstorfer Spieler begleiteten ihn, ohne aber zu stören oder in den Zweikampf zu gehen. Als er dann ohne Gegenwehr etwa kurz vor dem Strafraum angekommen war, schoss er flach auf das Tor und erzielte das 3:0 für Harsefeld.

Elstorf gab aber nicht auf und erzielte in der 76. Minute wenigstens noch den Ehrentreffer. Mit einem direkten Freistoß aus rund 22 Metern erzielte Kevin Machado de Magalhaes das Elstorfer Tor. Danach öffnete Elstorf etwas die hinteren Reihen - im Bemühen auf weitere Tore. Doch das weitere Tor für Harsefeld zum 4:1-Endstand erzielte wiederum Max Schulwitz per Kopfball ins Eck.

Harsefeld war sehr effektiv im Ausnutzen seiner Torchancen, die aber durch Elstorfer Fehler begünstigt wurden. Das Elstorfer Team darf sich aber auch nicht wundern, das solch eklatante Fehler in der Landesliga mit Gegentoren bestraft werden. Es wurde weiteres bitteres Lehrgeld für die heute sehr junge Elstorfer Mannschaft gezahlt.

Das nächste Punktspiel für den TSV Elstorf gibt es am nächsten Sonntag, 31.Uktober, ab 15 Uhr in Elstorf. Gegner am Reformationstag ist der TSV Ottersberg.

Hamburg Towers bescheren ihrem Coach einen besonderen Sieg in Oldenburg

Wilhelmsburg/Oldenburg. Die Hamburg Towers haben sich mit einem starken Finish einen besonderen Auswärtssieg in Oldenburg geholt. Caleb Homesley und Jaylon Brown sicherten im Schlussviertel das 77:79 (20:15, 37:33, 59:58). Gänsehaut verbreiteten die Gastgeber vor dem Tipoff mit einem The-Last-Dance-Trailer von und für Klublegende Rickey Paulding. Mit den ersten fünf Punkten für sein Team bedankte sich der Forward und heizte die Stimmung zusätzlich an. Aber auch auf Hamburger Seite war in den Anfangsminuten auf einen Local Hero Verlass – Justus Hollatz streute vier schnelle Punkte ein und brachte seine Towers erstmalig in Front.

Die Führung wechselte anschließend mehrfach. Zum Ende des ersten Viertels konnten sich die Baskets, bei denen Cameron Clark bereits nach zehn Minuten neun Punkte erzielt hatte, leicht absetzen. Fünf Punkte von Caleb Homesley zum Start in den zweiten Abschnitt hielten die Towers aber in der Partie. Insgesamt unterliefen dem Team von Pedro Calles jedoch zu viele Fehler – unglückliche Abschlüsse, versprungene Bälle, nicht gefangene Pässe. Glücklicherweise hatten auch die Oldenburger in dieser Phase wenig Fortune.

Der schnelle Offensiv-Basketball aus den Anfangsminuten war mittlerweile gänzlich passé, die Partie nun deutlich intensiver und kampfbetonter, der Redebedarf bei allen Protagonisten unüberhörbar größer. Nach fünf Punkten von Jaylon Brown und Maik Kotsar hatten die Towers den Anschluss wiedergefunden. Doch wann immer die Gäste auf den Ausgleich drängten, gelang den Oldenburgern ein weiterer Nadelstich. Allen voran Rickey Paulding (3/7), der in den ersten 20 Minuten ebenso viele Dreier traf wie das komplette Wilhekmsburger Team (3/13), zeigte sich eiskalt. Mit einer Serie aus Freiwürfen brachten die Towers die Partie mit einem Vier-Punkte-Rückstand in die Pause.

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Nach dem Seitenwechsel versuchten die Hamburg Towers das Tempo aus der Anfangsphase der Partie wieder aufzunehmen. Damit war das Team von Pedro Calles zwar durchaus erfolgreich, die Oldenburger hielten jedoch ihrerseits ebenfalls äußerst erfolgreich im Abschluss dagegen. Nach einem Mitteldistanztreffer von Cameron Clark lagen die Gastgeber erstmalig an diesem Abend zweistellig vorn. Ein hart erkämpfter Defensivrebound brachte die langersehnte defensive Initialzündung und ließ die Towers mit einem 9:0-Lauf in nur 90 Sekunden das dritte Viertel beenden.

Per Coast-to-Coast-Abschluss brachte Caleb Homesley die Führung nach mehr als 23 Minuten wieder auf Hamburger Seite – ein spannendes Schlussviertel war eröffnet. Der Guard hielt gemeinsam mit Jaylon Brown das Tempo hoch, mit starken Abschlüssen ließen sie das Oldenburger Publikum verstummen und hauchten ihrem Team neues Selbstvertrauen ein. Und das machte sich nicht nur offensiv bezahlt.

Im Schlussviertel hielten die Hamburg Towers die Oldenburger über neuneinhalb Minuten bei lediglich 12 Zählern. Als Max Heidegger bei neun verbleibenden Sekunden einen weiten Dreier mit Brett traf, schrumpfte der zwischenzeitlich auf sieben Punkte ausgebaute Vorsprung auf nur noch drei Zähler ein. Wieder Heidegger, wieder für Drei, bei noch drei Sekunden – doch Caleb Homesley und Jaylon Brown blieben an der Freiwurflinie nervenstark und brachten einen ganz besonderen Sieg für Pedro Calles – der nach dem Shake Hands seinen Blick quer durch die Halle streifen ließ – unter Dach und Fach.

Verbesserte Handball-Luchse unterliegen dem Thüringer HC mit 22:27

Buchholz. Am sechsten Spieltag der 1. Handball-Bundesliga unterlagen die HL Buchholz 08- Rosengarten vor 200 Zuschauern in der heimischen NordHeideHalle der Spitzenmannschaft des Thüringer HC mit 22:27. Die noch sieglosen Luchse belegen mit 0:12 Punkten den letzten Platz in der aktuellen Tabelle, während die Thüringerinnen mit 9:3 ihren vierten Rang verteidigen konnten. In dem lange spannenden Spiel war die Griechin Labrini Tsakalou mit sieben Treffern die erfolgreichste Torschützin ihres Teams. Bei den Norddeutschen feierte die lange verletzte Marleen Kadenbach mit sechs Toren ein überzeugendes Comeback.

Beide Mannschaften konnten nicht in Bestbesetzung antreten, was sich aber in den ersten 13 Minuten besonders für die Heimmannschaft bemerkbar machte. Die Thüringer führten zu diesem Zeitpunkt bereits mit 5:10, weil die Luchse in der Abwehr keinen Zugriff auf das schnelle Spiel des THC fanden und im Angriff zwar geduldig agierten, doch zu wenig Torgefahr entwickelten. Mit den Einwechselungen von Backup-Torhüterin Katharina Kaube, Antonia Pieszkalla und Marleen Kadenbach im Rückraum kamen die Spielerinnen aus der Nordheide dann besser ins Spiel und verkürzten den Vorsprung des Favoriten durch gelungene Kombinationen langsam, aber sicher. Bis zur 22. Minute brachten Marleen Kadenbach und Maj Nielsen die Luchse auf 9:12 heran und nach einem schönen Anspiel auf Evelyn Schulz eine Minute später waren die Luchse beim 10:12 wieder in Schlagdistanz.

Durch technische Fehler der Luchse kam der THC zu einfachen Treffern und vergrößerte den Vorsprung durch Dominika Zachova und Lydia Jakubisova wieder auf vier Tore zum Spielstand von 10:14. Aber die kampfstarken Luchse ließen sich nicht abschütteln und verkürzten durch blitzsaubere Tore von Alexia Hauf und der stark aufspielenden Antonia Pieszkalla bis zum Ende des ersten Abschnitts auf 13:15. Mit Sicherheit hat die Aufholjagd der Norddeutschen sehr viel Kraft gekostet, aber erfreulich waren auf jeden Fall der Kampfgeist und die Steigerung nach dem relativ schwachen Auftakt.

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Die Heimmannschaft setzte nach der Pause unbeirrt ihre couragierte Vorstellung fort und brachte das Team von Herbert Müller in Verlegenheit. Die Luchse ließen sich nicht abschütteln und kamen in der 38. Minute durch einen Treffer von Maj Nielsen auf ein Tor zum 17:18 an den klaren Favoriten heran. In der Folgezeit war es den Gastgebern nicht vergönnt, den möglichen Ausgleich zu erzielen und dem Spiel eine neue Richtung zu geben, denn Marleen Kadenbach scheiterte in der 42. Minute mit ihrem Geschoss am Pfosten. Die Gäste aus Thüringen stellten mit einem 4:0-Lauf innerhalb von vier Minuten die Zeichen auf Sieg und behaupteten ihren Vorsprung souverän bis zum Ende der Partie zum Endstand von 22:27.

„Bis auf das erste Viertel bin ich mit der Leistung meiner Mannschaft sehr zufrieden, denn wir haben dem klar favorisierten THC lange ein offenes Spiel geliefert. Wir haben uns in die Partie hinein gekämpft und phasenweise im Angriff sowie in der Abwehr überzeugt. Auf jeden Fall war es ein enormer Fortschritt gegenüber unserer Vorstellung in Bad Wildungen. Letztlich ist unsere verdiente Niederlage auf die individuelle Klasse des Gegners zurückzuführen, aber wir werden in der längeren Pause hart arbeiten, um in nächster Zeit die ersten Punkte einzufahren. Ich hoffe auf eine baldige Rückkehr von Kim Berndt, Svea Geist und Mareike Vogel“, bilanziert Dubravko Prelcec, Trainer der Luchse.

Es ist schade, dass sich die Spielerinnen der HL Buchholz 08-Rosengarten nicht belohnt haben, denn immer, wenn sie an der Sensation schnuppern, brechen sie wieder ein. Dennoch haben sie sich in der NordHeideHalle ihrem Publikum mit einer ansprechenden Leistung präsentiert und das Spiel lange offen gehalten. Etliche im Training erarbeite Varianten zeigten Erfolg. So gelang Maj Nielsen erneut ein wunderschöner Kempa und die junge Antonia Pieszkalla zeigte nicht nur ihre Klasse beim Spielaufbau, sondern auch ihre Durchsetzungsfähigkeit beim Spiel 1 gegen 1.

Die Rückkehr von Marleen Kadenbach eröffnete den Luchsen mehr Alternativen im Angriff, denn durch ihre Gefährlichkeit im Rückraum waren die Luchse nicht mehr so leicht auszurechnen. Die Abwehr der HL Buchholz 08-Rosengarten bekamdurch die Einwechslung von Torhüterin Katharina Kaube mehr Selbstvertrauen und Zugriff auf den Gegner.

Insgesamt war die Begegnung der Luchse gegen den Thüringer HC ein attraktives und spannendes Spiel mit sehr schönen Toren. Sven Dubau, der Geschäftsführer der HL Buchholz 08-Rosengarten, hadert ein wenig mit dem Ausgang des Spiels: „Es ist eigentlich wie immer, wir zeigen uns klar verbessert, besonders Antonia Pieszkalla hat mich überzeugt, aber wir schaffen es nicht etwas Zählbares zu holen. Leider hat sich Julia Herbst am Fußknöchel schwer verletzt und wird uns mit Sicherheit lange fehlen. Aber wir werden uns nicht aufgeben, sondern weiter hart arbeiten, um den Klassenerhalt doch noch zu schaffen, aber dann benötigen wir auch mehr Konstanz, Glück und weniger Verletzte.“

Der gebürtige Heimfelder und Ex-HTBer Igor Matanovic ist Jugend-Fußballer des Jahres

Harburg. Der heutige Fußball-Profi Igor Matanovic, gebürtiger Heimfelder und von 2008 bis 2010 Jugend-Fußballspieler beim Harburger Turnerbund (HTB), ist jetzt vom Hamburger Fußball-Verband als Jugendspieler des Jahres 2021 ausgezeichnet worden. Die Ehrung nahm der Vorsitzende des HFV-Verbandsjugendausschusses, Jens Bendixen-Stach, in der HTB-Geschäftsstelle im Sportpark Jahnhöhe vor. Igor Matanovic hat erst vor Kurzem einen Profivertrag beim Bundesligisten Eintracht Frankfurt unterschrieben, wurde aber gleich wieder an den Zweitligisten FC St. Pauli ausgeliehen, für den er schon vorher gespielt hatte.

Auf der Jahnhöhe ist der heutige Profi-Fußballer als Kind erstmals hinter dem runden Leder hergelaufen. Der FC St. Pauli war während eines Hallenturniers auf Matanovic aufmerksam geworden. Seitdem entwickelte sich das einstige Nachwuchstalent kontnuierlich weiter - auch dank seiner Trainer Jonas Drescher und Ben Sanogo. Das Fachabitur erlangte der frühere Heimfelder auf der Eliteschule des Sports am Alten Teichweg. Sein Förderer dort war vor allem Andree Fincke. Im Januar 2021 schoss Igor Matanovic in der Nachspielzeit das entscheidende Tor zum 3:2-Endstand St. Paulis im Spiel gegen Hannover 96. Das war gleichzeitig sein erster Treffer als Fußball-Profi.

Matanovic hat in Frankfurt einen Profivertrag über fünf Jahre unterschrieben. Beim FC St. Pauli soll er sich so weiterentwickeln, dass er Stammspieler in der 1. Liga wird. Davon geht auch Jens Bendixen-Stach aus, der ihm nicht nur einen Glaspokal, sondern auch einen Verbandsschal und ein Buch überreichte.

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Auch andere HTBer hatten es schon weit gebracht

Igor Matanovic ist nicht der erste Ex-HTB-Spieler, der es weit gebracht hat. Jürgen Neudorf (1941-1991) begann mit dem Fußballspielen bereits 1950 im Harburger Turnerbund. Er durchlief sämtliche Altersklassen, wurde Jugendnationalspieler und gewann mit der Norddeutschen Auswahl 1959 den DFB-Jugendländerpokal. Er nahm bereits 1959 für den Harburger Turnerbund an den erfolgreich bestrittenen Entscheidungsspielen gegen Wilhelmsburg 09 teil. Er spielte anschließend in der Oberliga-Aufstiegsrunde, ebenso wie in den beiden folgenden Jahren – 1960 als Tabellenzweiter nach einem Entscheidungsspiel gegen Rasensport Harburg und 1961 als Amateurliga-Meister.

1961 wurde Neudorf erneut DFB-Länderpokalsieger, dieses Mal mit der Hamburger Amateurauswahl-Mannschaft. Von 1961/62 bis 1964/65 war Neudorf bei Altona 93 in der Oberliga/Regionalliga Nord (2. Liga) unter Vertrag und kam auch in der deutschen Militärauswahl zum Einsatz. Er wechselte 1965 zu Kickers Offenbach in die Regionalliga Süd. Dort blieb er bis 1967.

Einer der erfolgreichsten Ex-HTBer war auch Peter Rohrschneider. Der im Jahr 1946 geborene Ex-Kicker war bereits 1953 in den HTB eingetreten, durchlief die gesamte Jugendabteilung, spielte in der Hamburger Jugendauswahl und wurde 1964 Ligaspieler. 1965 wechselte Rohrschneider zum HSV zunächst in die „Fohlenelf“ und erhielt 1966 einen Profivertrag für die Bundesliga und stand einige Male neben Uwe Seeler in der HSV-Elf. Von 1968 bis 1970 spielte er für den Schweizer Proficlub FC Thun.

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Bekannte Namen: Pollak, Sommerfeld, Willumeit, "Ogger" Lewandowski

Zu den bekanntesten HTB-Spielern gehörte auch Egon Pollak (1928-2007): Er war einer der überregional bekanntesten Fußballer Harburgs. Im Alter von elf Jahren trat Egon dem Harburger Turnerbund bei. 1949 absolvierte er sein erstes Ligaspiel in der Oberliga Nord – der damals höchsten Spielklasse. Nach elf Ligajahren – davon insgesamt vier Spielzeiten in der Oberliga – beendete Egon Pollak 1960 seine Karriere. Er war als Mittelläufer „Turm der Abwehr“ und dank seiner Körpergröße und seines schulmäßigen Kopfballspiels Herrscher über den eigenen Strafraum. Unvergessen sind die errungenen Siege in den Entscheidungsspielen um die Teilnahme an den Aufstiegsspielen zur Oberliga in den Jahren 1959 gegen Wilhelmsburg 09 und 1960 gegen Rasensport Harburg vor zigtausend Zuschauern im Millerntor-Stadion.

Ein Ex-HTBer ist auch Otmar Sommerfeld (1929-2008): Mit insgesamt 362 Einsätzen zwischen 1949 und 1963 ist er der Rekordspieler in der damals erstklassigen Oberliga Nord. Im Alter von 18 Jahren schaffte Otmar den Sprung aus der HTB-Jungmannen-Elf, mit der er im Hamburger Pokalendspiel stand und die von Paul Weber trainiert wurde, in die Ligamannschaft des Turnerbunds. Er wurde mit der Mannschaft Meister der Verbandsliga und stieg anschließend mit ihr in die Oberliga Nord auf. In der Spielzeit 1949/50 bestritt Sommerfeld – noch als Stürmer – für den HTB 25 Punktspiele und schoss dabei vier Tore. Obwohl die Ligaelf nach Saisonende als weit abgeschlagenes Schlusslichtin die Amateurliga Hamburg absteigen musste, blieb er beim Turnerbund, für den er seit 1945 die Fußballschuhe geschnürt hatte. 1951 folgte der kantige, hochaufgeschossene damals 21-jährige seinem Trainer Risse zum FC St. Pauli. Von 1951 bis 1959 absolvierte Sommerfeld 227 Oberligabegegnungen – er hat also lediglich 13 Spiele verpasst – und erzielte 13 Tore für die Braun-Weißen.

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Einer der bekanntesten Harburger Kicker war auch Horst Willumeit. Der im Jahr 1935 geborene Schlussmann und spätere Trainer hatte als Schüler seine Fußball-Laufbahn beim Harburger Turnerbund begonnen. Seine aktive Spielerlaufbahn beendete er als Torwart beim HTB, und auf der Jahnhöhe beendete er auch seine erfolgreiche Karriere als Fußballtrainer. Mit der Ligamannschaft des Turnerbunds qualifizierte er sich zweimal für die Oberliga-Aufstiegsrunde, wurde 1961 Amateurliga-Meister und im selben Jahr mit der Hamburger Amateurauswahl DFB-Amateurländerpokal-Sieger.

Weit brachte es auch Oskar "Ogger" Lewandowski. Er wechselte vom Bostelbeker SV zur Jahnhöhe und schaffte später den Sprung in die damalige deutsche Amateur-Nationalelf, die auch an Olympischen Spielen teilnahm. Das Urgestein des Bostelbeker SV spielte von 1957 bis 1964 für den Harburger Turnerbund in der damals zweithöchsten deutschen Spielklasse (Amateurliga Hamburg), ehe ihn eine schwere Knieverletzung für ein Jahr außer Gefecht setzte. Er kam sogar zu internationalen Ehren, bestritt 1963 bei den Pre-Olympischen Spielen in Tokio ein (inoffizielles) Länderspiel für die bundesdeutsche Amateur-Nationalmannschaft. Die Reise in den Fernen Osten beeindruckte den Harburger damals sehr. Dort traf er sogar auf den japanischen Kaiser.

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