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Unterstützung für Betriebe durch das Kompetenzzentrum für Neue Materialien und Produktion

Dr. Gunnar Merz (von links), geschäftsführender Vorstandsvorsitzender, CFK Valley, Landrat Rainer Rempe, Daniela Richter und Jannis Balke, beide Projektmanager, Süderelbe AG. | Foto: ein

Harburg/Winsen. Das Kompetenzzentrum Neue Materialien und Produktion (KNMP) unterstützt Unternehmen bei der Auswahl und dem Einsatz von zukunftsweisenden Leichtbau-Materialien. Partner des innovativen Angebots sind der CFK Valley e.V. aus Stade, das Laboratorium Fertigungstechnik der Hamburger Helmut Schmidt Universität sowie die Süderelbe AG.

Neue Materialien, allen voran kohlenstofffaserverstärkte Kunststoffe (CFK), ermöglichen Gewichtseinsparung bei gleichzeitig hoher Festigkeit. Sie bilden die Grundlage für viele innovative Produkte. Carbon ist leichter als Stahl und als Aluminium, dehnt sich bei Wärme kaum aus und kann unendlich viele Formen annehmen. Zukünftig werden Neue Materialien und neue Fertigungstechnologien wie der 3D-Druck ganze Industriezweige nachhaltig verändern und neue Märkte entstehen lassen.

Neue Materialien finden bereits Anwendung in zahlreichen Branchen, vom Automobilbau, der Luft- und Raumfahrtindustrie bis hin zu den erneuerbaren Energien. Dennoch sind viele Potenziale noch nicht erschlossen und weitere Branchen beginnen erst, die Vorteile der leichten Werkstoffe für sich zu nutzen. Dies gilt beispielsweise für die Kunststoff- und Metallverarbeitung, den Maschinenbau oder die Bauwirtschaft. Seit 2004 ist das CFK Valley in der Region ansässig und vertritt mehr als 100 Mitgliedsunternehmen unterschiedlicher Branchen.

"Vor allem kleine und mittlere Unternehmen in der südlichen Hamburger Metropolregion können von den Potenzialen der Leichtbautechnologie profitieren. Der Mittelstand ist häufig Innovationstreiber, denn er reagiert flexibler auf Markttrends und bringt neue Technologien schneller in die Umsetzung als Großunternehmen", so Dr. Gunnar Merz, geschäftsführender Vorstandsvorsitzender des CFK Valley. "Grundsätzlich haben viele kleine und mittelständische Unternehmen Interesse an den Technologien des Leichtbaus. Sie sehen sich jedoch aufgrund fehlender Kapazitäten und Informationsdefizite häufig damit überfordert, technische Anforderungen zu identifizieren und Entwicklungen voranzutreiben", ergänzt Daniela Richter, Projektmanagerin bei der Süderelbe AG.

Genau hier setzt das Projekt an, das die Überwindung dieser Hürden durch leicht zugängliche Informations-, Beratungs- und Netzwerkangebote zum Ziel hat. Durch die Bereitstellung beispielsweise von Demonstratoren und umfangreichem Anwender-Wissen macht das Projekt die Leichtbautechnologien greif- und umsetzbar. Die Projektpartner bieten außer ihrer Expertise zusätzlich die Begleitung eigener Pilotprojekte oder die Umsetzung von Demonstratoren an.

"Ich freue mich sehr, dass das KNMP nun aktiv Unternehmen anspricht und so dazu beiträgt, durch die Nutzung der neuen Technologien langfristig die Innovationskraft unserer Wirtschaft zu stärken. Ich hoffe daher, dass viele Betriebe aus dem Landkreis das kostenlose Informations- und Beratungsangebot nutzen", sagt Landrat Rainer Rempe. Der Landkreis Harburg unterstützt das Kompetenzzentrum mit einem niedrigen fünfstelligen Förderbetrag über die Projektlaufzeit von drei Jahren.

Bislang wurden rund 140 Unternehmen aus dem Landkreis Harburg identifiziert, die eine große Branchenvielfalt widerspiegeln und Potenzial haben, neue Materialien und Produktionstechniken einzusetzen. Nach ersten Gesprächen haben sich bereits konkrete Fragestellungen ergeben, die beispielsweise Möglichkeiten zur Erweiterung der Produktpalette betreffen.

Das Kompetenzzentrum für Neue Materialien in der Produktion steht ab sofort Unternehmen in der südlichen Metropolregion Hamburgs zur Verfügung. Kontakt kann über das CFK Valley oder die Projektpartner aufgenommen werden.

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