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Wolfgang Aschendorf zum HTB-Ehrenmitglied ernannt

Wolfgang Aschendorf (2.v.L.) wurde auf der Jahreshauptversammlung des HTB zum Ehrenmitglied ernannt. HTB-Präsident Michael Armbrecht (3.v.L), Klaus Buchholz (links) und Ralph Fromhagen gratulierten. | Foto: ein

Harburg. Während der HTB-Jahreshauptversammlung im Sportpark am Vahrenwinkelweg ist das ehemalige Vorstandsmitglied des Harburger Turnerbunds, Wolfgang Aschendorf, mit der Ehrenmitgliedschaft ausgezeichnet worden.

Klaus Buchholz*, ehemaliger Vizepräsident des HTB, Laudator und langjähriger Freund Aschendorfs: "Wer seine Aktivitäten lediglich zum eigenen Vergnügen betreibt, kann nicht erwarten, dass sein Haupt mit Lorbeer gekränzt wird. Ehre ist vielmehr die Belohnung für selbstloses Geben, und wer - wie Wolfgang Aschendorf in den vergangenen Jahr- zehnten - unseren Verein durch ehrenamtliche Mitarbeit mitprägte, ihn vielfältig unterstützte und den Zusammenhalt förderte, hat sich den Respekt und die Wertschätzung aller Mitglieder verdient.

Bereits als junger Mann - genauer gesagt vor 40 Jahren - übernahm Wolfgang Aschendorf die Sonderaufgabe, die HTB-Vereinszeitung für neue Werbeträger attraktiver zu gestalten. Er verpasste ihr ein neues „Outfit“ und mit dem Ausschöpfen seiner persönlichen und geschäftlichen Kontakte konnten die Einnahmen deutlich gesteigert werden.

Als Aschendorf zwischen 1979 und 1986 Vorstandsmitglied war, beherrschten etliche Baumaßnahmen das Geschehen auf der Jahnhöhe. Die sprunghaft angestiegene Zahl unserer Tennismitglieder, auch hervorgerufen durch den Becker-Graf-Boom, sollte hervorragende Rahmenbedingungen vorfinden. Deshalb baute die HTB-Tennisabteilung ein modernes Clubhaus, renovierte umfassend die Tennishalle und investierte in eine Traglufthalle. Darüberhinaus entstand auf unserem Gelände eine Kegelbahn und zeitgleich wurden die Umkleideräume der Fußballer aufgehübscht. Und dann verursachte auch noch ein Brand im ehemaligen Platzwarthaus einen Schaden von 150.000 DM, der dank der Fachkenntnis von Wolfgang Aschendorf für den HTB ohne finanziellen Verlust abgewickelt werden konnte. Viel Arbeit also für eine ehren- amtliche Vereinsführung, die damals noch nicht von einem hauptamtlichen Geschäftsführer entlastet wurde.

Für unseren Verein ist es ein Glücksfall, dass Wolfgang zusammen mit 11 Freunden bereits 1980 die 6. Bundesvereinigung gegründet hatte. Ihre Satzung sieht vor, dass sie die Arbeit des Vorstands unterstützt. Als in den turbulenten 1990er- Jahren Aschendorfs BV-Brüder Klaus Wienecke und Jürgen Bethge sogar am HTB-Ruder standen, steuerte die 6. BV den Turnerbund mit vereinten Kräften durch stürmische See wieder in ruhiges Gewässer und ebnete ihm damit den Weg in die Zukunft. Die spätere Realisierung des Projekts wurde von ihnen loyal begleitet und auch dank ihres wertvollen Rats, vor wichtigen Entscheidungen die Meinung der Mitglieder mit einzubeziehen und die Wertigkeit der Traditionspflege nicht zu vernachlässigen, ist es gelungen, den neuen Sportpark zum Mittelpunkt der gesamten HTB-Vereinsfamilie zu machen.

Wolfgang Aschendorf hatte die Verantwortung für das 1945 gegründete Versicherungs- unternehmen von seinem Vater Kurt übertragen bekommen. Von ihm erhielt er auch die Verwaltung der Gelder der „Interessengemeinschaft Jahnhöhe“ zu getreuen Händen. Seit ihrer Gründung im Jahr 1967 stellte sie für die Instandhaltung unserer Sportanlage etwa 130.000 Euro an Spenden- und Beitragsaufkommen zur Verfügung. Nach Fertigstellung des neuen Sportparks übergab Aschendorf dem HTB im Jahr 2009 das Rest-Guthaben, das er mit eigenen Mitteln sehr honorig auf 10.000 Euro aufgestockt hatte.

Außerdem ließ "Aschi" die vor knapp 100 Jahren gebauten Kassen- häuschen am Wald-Eingang der HTB-Sportanlage restaurieren und erfüllte damit einen Wunsch seines Vaters, der Mitgründer der 4. BV war und dem Harburger Turnerbund 58 Jahre lang angehört hatte. Das 2009 wieder hergestellte Schmuckstück, durch das einst tausende Zuschauer zu den Oberliga-Fußballspielen strömten, erinnert seitdem als Denkmal an die „alte Jahnhöhe“ und an die glorreichen Fußballzeiten der 50er- und 60er Jahre . Und da auch das Aushängeschild der Turnerbund-Fußballer aufpoliert werden sollte, fügte es sich glücklich, dass sich Aschendorfs Söhne Christian und Andreas als aktive Liga- spieler in dieser Zeit besonders hervortaten. Der stolze Vater ließ es sich nicht nehmen, das ehrgeizige Vorhaben als Trikotsponsor und Werbepartner über einen längeren Zeitraum großzügig zu unterstützen und damit zum Erfolg beizutragen.

Seit nunmehr fast einem halben Jahrhundert ist Wolfgang Aschendorf Mitglied des Turnerbunds - in den vergangenen 15 Jahren mit Sitz und Stimme in unserem Ehrenrat. Seine Reputation, die er als integrer Versicherungsmakler genießt, trägt mit dazu bei, dass der HTB in der Harburger Geschäftswelt fest verwurzelt ist und sein Rat gehört wird."

Klaus Buchholz lobte: "Lieber Aschi, Du bist ein „honorable man“ - auf gut deutsch: Du bist ein angesehener und ehrenwerter Mann. In Anerkennung und Würdigung Deiner herausragenden Verdienste hat das Präsidium beschlossen, Dich zum Ehrenmitglied zu ernennen. Ich gratuliere Dir sehr herzlich zu dieser Auszeichnung. Mögen Deine Söhne Deinem Vorbild nacheifern, so wie Du Deinem Vater nachgefolgt bist - auch zum Wohle unseres Turnerbundes."

*In einer früheren Version stand, dass HTB-Präsident Michael Armbrecht die Rede gehalten hatte. Wir bitten dieses Versehen zu entschuldigen.

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