Stadt Winsen und Deich- und Wasserverband Vogtei Neuland kooperieren bei der Unterhaltung des geplanten Luhedeichs
Winsen. Entlang der Luhe von Alt-Roydorf bis zum Ilmenau-Sperrwerk sollen neuen Schutzdeiche errichtet werden. Für den Abschnitt zwischen Alt-Roydorf und dem Altstadtring liegt der Planungsentwurf vor. Das Planfeststellungsverfahren für den ersten Streckenteil bis zur Bahnbrücke soll jetzt im Herbst beginnen.Weil die Fragen der Unterhaltung des neuen Deichs spätestens mit der Planfeststellung geklärt sein müssen und alle Beteiligten vor Ort ihren Teil zur Verwirklichung des Vorhabens und damit zur Gewährleistung des Hochwasserschutzes leisten wollen, haben die Stadt und der Deich- und Wasserverband Vogtei Neuland sich die Lasten der zukünftigen Deichunterhaltung in einer Vereinbarung geteilt. Bürgermeister André Wiese und Verbandsvorsteher Christoph Sander, der mit seinem Vertreter Heinrich Schröder gekommen war, unterzeichneten den Vertrag jetzt im Rathaus.
„Wir sind dem Verband dankbar, dass er sich für das Vorhaben stark macht und auch als Träger der Deicherhaltung zur Verfügung steht“, so Wiese. „Um die Aufgaben zu bewältigen und vor dem Hintergrund, dass der neue Deich auch Wege-, Erschließungs- und Aufenthaltsfunktion hat, unterstützen wir den Verband dabei maßvoll.“ So übernimmt die Stadt das Mähen sowie die Kontrolle von Straßen, Wegen, Durchlässen und Versickerungsmulden für die Binnenentwässerung und von Schrankenanlagen und Schildern. In Gefahrenlagen leisten die Kräfte des Bauhofs und der Feuerwehr Hilfe.
Die sogenannte Deicherhaltung und die wesentlichen sich daraus ergebenden Aufgaben nimmt hingegen der Deich- und Wasserverband Vogtei Neuland wahr. „Das wollen wir gern machen; ebenso wie wir als Vorhabenträgerin auch die Planfeststellung beantragen und gegenüber den Deichbehörden die Verantwortung übernehmen“, erläutert Verbandsvorsteher Sander. „Auch wenn noch einige Jahre ins Land gehen, bis der neue Deich steht, ist es richtig und wichtig, dass wir die Frage der Deichunterhaltung jetzt schon einvernehmlich geklärt haben.“