Reepschläger im Krankenhaus – Traditionelles Handwerk zum Mitmachen
Winsen. Der Straßenname „Reepschlägerbahn“ am Rande der Winsener Altstadt ist vielen bekannt – dass er auf ein traditionsreiches Handwerk zurückgeht, hingegen weniger. „Reepschläger“ ist der plattdeutsche Begriff für Seilmacher, die einst auf langen Bahnen Seile für die Schifffahrt und den täglichen Gebrauch fertigten.
Dieses alte Handwerk können Interessierte nun aus nächster Nähe erleben: Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Kulturpause“ ist am Donnerstag, 25. Juni, die Seilerei des Museumsdorfes Volksdorf im Winsener Krankenhaus zu Gast. In der Zeit von 14 bis 16 Uhr haben Besucher im Foyer die Gelegenheit, den Seilern über die Schulter zu schauen oder selbst Hand anzulegen und ein Seil zu drehen.
Die „Kulturpause“ findet bereits zum vierten Mal in diesem Jahr statt und richtet sich an alle Interessierten. Ziel ist es, das Krankenhaus einmal aus einer anderen Perspektive erlebbar zu machen. Die Veranstaltung ist kostenfrei.
Organisiert wird das Angebot im Rahmen einer Kooperation zwischen dem Museum im Marstall und dem Krankenhaus Winsen. Unterstützt wird die Reihe von der Sozial- und Kulturstiftung Giesela und Rolf Wiese (GiRoWi-Stiftung) sowie der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Krankenhauses Winsen.
Begleitend zu den offenen Angeboten im Foyer sind derzeit zwei kleinere Ausstellungen im Krankenhaus zu sehen: In der Nähe der Cafeteria wird die Geschichte des Hauses von der Klinik Bethesda bis zum heutigen Krankenhausbau dargestellt. Im Foyer präsentiert die Ausstellung „Stadt–Land–Fluss“ ausgewählte Exponate, die Einblicke in die Geschichte Winsens und der Elbmarsch geben.
Die Veranstaltung findet im Krankenhaus Winsen, Friedrich-Lichtenauer-Allee 1, statt. Die nächste „Kulturpause“ ist bereits geplant: Am 8. August kommt die Kinderbauhütte „on tour“.
