Jubiläumsfeier der Tafel: Von bescheidenen Anfängen zur großen Hilfsorganisation
Harburg. Mehr als 60 Gäste aus Politik, Wirtschaft und dem Ehrenamt kamen zusammen, um das Jubiläum der örtlichen Tafel zu feiern – bewusst klein, aber mit großer Wertschätzung für das Engagement der Freiwilligen.
In seiner Festrede erinnerte der Redner an die frühen Jahre der Tafel: Ihr erstes längeres Domizil lag genau dort, wo heute die Arcaden stehen. Damals begann die Arbeit mit einem einzigen Kastenwagen, wie ihn Handwerker nutzen. Heute verfügt die Organisation über vier Kühl-LKW, eine zweistöckige Unterkunft und versorgt wöchentlich rund 1.000 Kunden. Für nur vier Euro erhalten diese zwei Kisten mit Lebensmitteln – ein Angebot, das für viele existenziell ist.
Bezirksamt-Chef Carstensen überbrachte die Glückwünsche des Bezirks und betonte in seiner Ansprache einen wichtigen Punkt: Man feiere nicht die Notwendigkeit oder die Existenz der Tafel an sich, sondern vor allem das Engagement der Freiwilligen, die diese Arbeit erst möglich machen.
Auch die Tafel selbst hielt die Feier bewusst schlicht: Kein Sekt, keine feinen Häppchen – das hätte im Kontext einer Tafel merkwürdig gewirkt. Stattdessen gab es selbstgebackene Kuchen sowie Pommes und Currywurst von der Bruzzelhütte, die für das Catering sorgte.
Die Tafel sucht weiterhin nach Menschen, die sich einmal pro Woche einbringen möchten – etwa als Fahrer oder zum Sortieren der Lebensmittel. Gerade in Zeiten steigender Nachfrage sei jede helfende Hand willkommen.
Im besonderen Blick stand das neue Wandgemälde, das der Harburger Künstler Bernd Muss gemalt hat.
