Jugendliche aus Neugraben-Fischbek und Bendestorf mit Sigur Rós auf großer Bühne
Süderelbe-Neugraben-Fischbek/Jesteburg-Bendestorf. Für vier junge Menschen aus der Region wurde ein Auftritt mit der isländischen Kultband zum unvergesslichen Konzerterlebnis. Wenn die isländische Post-Rock-Band Sigur Rós auf Tour geht, sind Gänsehautmomente fast garantiert. Seit mehreren Jahren tourt die international renommierte Band gemeinsam mit regionalen Orchestern und Chören durch verschiedene Länder und erweitert damit ihren charakteristischen Klang um orchestrale und vokale Elemente.
Kürzlich erlebten Tausende Besucherinnen und Besucher in der ausverkauften Berliner Uber Eats Music Hall eine besonders eindrucksvolle Konzertproduktion: Gemeinsam mit Jugendorchester und -Chor von The Young ClassX präsentierte die Band ihre atmosphärischen Klangwelten in symphonischer Besetzung.
Mit dabei waren vier junge Menschen aus dem Hamburger Süden. Sie sind Mitglieder im Moses Mendelssohn Kammerorchester. Gemeinsam mit dem Klassischen Chor, den engagierte Jugendliche bei The Young ClassX selbst ins Leben gerufen haben, verlieh das Jugendorchester den sphärischen Klangwelten von Sigur Rós zusätzliche Tiefe.
Für die Jugendlichen aus Harburg Stadt und Land bedeuteten die beiden Konzertabende nicht nur Auftritte vor großem Publikum, sondern auch die seltene Möglichkeit, mit international gefeierten Künstlern zusammenzuarbeiten. Die Erfahrungen reichen dabei weit über die musikalische Arbeit hinaus: Proben auf professionellem Niveau, das gemeinsame Musizieren von Chor und Kammerorchester und die Begegnung mit Musikerinnen und Musikern aus unterschiedlichen Ländern hinterlassen bleibende Eindrücke.
Geiger Finn (15) aus Neugraben-Fischbek hatte vor der Begegnung mit Sigur Rós ganz andere Erwartungen. „Wir hatten eher eine lockere Rockband erwartet. Stattdessen haben sie mit uns auf hohem Niveau sehr detailliert am Klang gearbeitet.“
Auch Laura (15) aus Bendestorf, die als Geigerin im Orchester mitwirkte, wird den Auftritt lange in Erinnerung behalten: „Ein Moment, den ich nie vergessen werde, war die erste Probe, bei der wir mit dem kompletten Chor, der Band, dem Licht und Nebel gearbeitet haben. Bis dahin hatte man die Musik und die Abläufe zwar schon oft geprobt, aber plötzlich kam diese besondere Atmosphäre dazu. Das war ziemlich beeindruckend, weil man gemerkt hat, dass aus den einzelnen Proben gerade etwas ganz Großes entsteht.“
