Mit 101 Jahren noch sicher in den eigenen vier Wänden: Margarete Kobs
Langenbek. Margarete Kobs liebt Blumen und freute sich über jeden der vielen Sträuße, die ihr zu ihrem Ehrentag überreicht wurden. Vor wenigen Tagen hat sie zu Hause in Langenbek im Kreise ihrer Familie ihren 101. Geburtstag gefeiert. Auch das Harburger Rote Kreuz gratulierte der Seniorin, die seit kurzem einen DRK-Hausnotrufsender bei sich trägt, sehr herzlich mit einem Blumenstrauß.
Einen besonderen Tipp für ein langes Leben habe sie nicht parat, bekennt Margarete Kobs. „Das liegt bei uns in der Familie. Meine Mutter ist immerhin auch 97 Jahre alt geworden.“ Allerdings hat die schlanke und sehr rüstige Dame, die 1916 in Barmstedt im Kreis Pinneberg geboren wurde und seit rund 40 Jahren in Harburg lebt, ihr Leben lang viel Sport getrieben. Mehr als sieben Jahrzehnte langspielte sie Tennis, bis die Hüfte irgendwann nicht mehr mitmachte.
Margarete Kobs hat einen Sohn und eine Tochter sowie drei Enkel- und vier Urenkelkinder. Alle leben in der Nähe, eine Enkelin wohnt sogar in der gleichen Straße. „Wenn ich sie anrufe, kann sie in drei Minuten bei mir sein“, sagt die 101-Jährige. Sollte sie daheim stürzen und das Telefon unerreichbar sein, kann Margarete Kobs trotzdem in Verbindung mit ihrer Enkelin treten – mit Hilfe des kleinen Anhängers an ihrer Halskette.
Drückt sie darauf den roten Knopf, baut sich sofort eine Verbindung zur Hausnotruf-Zentrale des Roten Kreuzes auf, die rund um die Uhr besetzt ist. Die Mitarbeiter sehen das Signal und von wem es kommt und können den Hausnotruf-Kunden direkt ansprechen. Liegt ein Notfall vor, wird schnelle Hilfe alarmiert, ansonsten werden die Personen benachrichtigt, die der Kunde zuvor festgelegt hat. „Bei mir sind das meine Enkelin und meine Tochter“, sagt Margarete Kobs. „Der Hausnotruf gibt mir die Sicherheit, jederzeit Kontakt aufnehmen zu können. Das ist ein beruhigendes Gefühl für mich und für meine Familie.“
Bis zu 860 Menschen nutzten beim DRK-Kreisverband Harburg im Jahr 2016 den Hausnotruf. Rund 6.000 Mal alarmierten sie die Zentrale, etwa 440 Mal war daraufhin medizinisches Fachpersonal oder der ärztliche Notdienst erforderlich. Margarete Kobs ist mit 101 Jahren übrigens keineswegs die älteste Hausnotruf-Kundin beim DRK Harburg. Eine andere Kundin feierte den gleichen Geburtstag bereits im März dieses Jahres, eine andere im November 2016.