Zusammenarbeit Grundschule Neugraben und DRK Harburg: „Guter Ganztag gelingt gemeinsam“
Neugraben. Seit fünf Jahren gestaltet die Grundschule Neugraben mit dem Team vom Harburger Roten Kreuz gemeinsam den Ganztag. Die beiden Schulleiterinnen und die zwei DRK-Koordinatorinnen sind stolz auf das Jubiläum: Sie haben eine gelungene Kooperation von ganztägiger Bildung und Betreuung aufgebaut und gestalten Schule als ganzheitlichen Bildungsort, in dem die Kinder ihre Stärken, Fähigkeiten und Persönlichkeiten entwickeln können. „Guter Ganztag gelingt gemeinsam“, so das Fazit von Schulleiterin Imke Erdbrink. Und deshalb wurde dieses Ereignis auch beim „Herbstleuchten“, dem Schulfest der Grundschule, gefeiert.
Blickt Imke Erdbrink, Schulleiterin an der Grundschule Neugraben, auf den Beginn des Ganztags zurück, sind es zwei Dinge, die ihr wichtig sind: „Wir profitieren bis heute davon, dass wir ein halbes Jahr vor Beginn des ersten Schuljahres mit dem DRK in einer Arbeitsgruppe ein Konzept erarbeitet haben“, erklärt sie. „Das ist unsere tragfähige Basis und wir entwickeln es nach den Bedürfnissen und täglichen Anforderungen weiter.“
Ganztag – das heißt auch, den Kindern Raum und Zeit für das Essen, die Lernzeit, Kursangebote und bedürfnisorientiertes Spielen anzubieten. „Unsere Abläufe sind gefestigt und so ist auch der Nachmittag für die Kinder ein guter Ort. Es gibt für alle mehr Stabilität und weniger Reibungspunkte als zu Beginn“, findet DRK-Koordinatorin Angela Mix.
Außer in der fachlichen Ebene scheint es auch auf persönlicher Ebene zwischen den Frauen zu stimmen, die für Schule und Ganztagsbetreuung zuständig sind: „Wir haben eine gemeinsame Wellenlänge und viel Wertschätzung für die Arbeit des Anderen“, erklärt DRK-Koordinatorin Kerstin Guzmán. „Auch wenn es klar getrennte Zuständigkeiten gibt, treten die Lehrer und wir Nachmittagsbetreuer als Ansprechpartner zusammen auf. Wir sind bei Lernentwicklungsgesprächen oder Elternratstreffen immer mit dabei.“
Für Heike Kupske, seit zwei Jahren stellvertretende Schulleiterin, bringt die enge Verzahnung Vorteile für alle: „Aus schulischer Sicht ist es ein Gewinn, mit qualifizierten Mitarbeitern verschiedener Professionen zusammen zu arbeiten. Wir gucken gemeinsam auf die Kinder, das wissen Eltern und Kinder zu schätzen.“ Kamen vor fünf Jahren knapp 80 Kinder, sind heute 270 von ihnen für den Ganztag angemeldet. Insgesamt besuchen 400 Schüler die Schule an der Francoper Straße. Zum DRK-Team gehören zur Zeit 20 Festangestellte plus Honorarkräfte und Minijobber.