Neue Veranstaltungsreihe: "Plattdeutscher Mühlenschnack" im Mühlenmuseum Moisburg im April
Moisburg. Plattdeutsch in der alten Mühle: Das Mühlenmuseum Moisburg startet am Freitag, 27. April, um 15 Uhr mit seiner neuen Veranstaltungsreihe "Plattdeutscher Mühlenschnack". Dr. Heinz Harms aus Hollenstedt, zweiter Vorsitzender vom Verein För Platt e. V., moderiert den Nachmittag für alle Interessierten, die gern op platt schnacken möchten. Bis Ende Oktober findet der Mühlenschnack an jedem letzten Freitag im Monat statt.
Die neue Reihe "Plattdeutscher Mühlenschnack" beginnt mit einer Führung durch die historische Mühle mit Prof. Dr. Rolf Wiese - selbstverständlich op platt. Danach wird bei Kaffee, Tee und Kuchen auf Plattdeutsch geklönt. Auch Menschen, die nicht so sicher im Plattdeutschen sind und ihre Kenntnisse auffrischen möchten, sind herzlich willkommen.
Plattdeutsch oder Niederdeutsch ist die ursprüngliche Sprache der Region. Aktuell sprechen rund 14 Prozent der Norddeutschen die Regionalsprache, die im Sinne der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen anerkannt ist. Das Interesse am Plattdeutschen steigt beständig: Lesewettbewerbe, Schulunterricht und zweisprachige Ortsschilder bringen die Sprache immer mehr in den Alltag zurück.
Dazu trugen zwei bekannte Plattdeutsch-Forscher der Region bei: Prof. Dr. Eduard Kück (1867 bis 1937) aus der Hollenstedter Kaufmannsfamilie Kück verfasste mit dem "Lüneburger Wörterbuch" ein plattdeutsches Standardwerk. Und Prof. Dr. Walther Niekerken (1900 bis 1974) aus dem Rosengarten erforschte als Germanistik-Professor an der Universität Hamburg die plattdeutsche Sprache.
Der Eintritt ist frei.