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Harburg-Huus feiert 1. Geburtstag – Viel mehr als nur Bett und Beratung für Obdachlose

| Life
Gastgeber und Gäste beim 1. Geburtstag der Harburger Obdachlosen-Herberge: Bezirksamtsleiterin Sophie Fredenhagen (von rechts), Einrichtungsleiter Thorben Goebel-Hansen, Sozialdezernentin Anke Jobmann, DRK-Vizepräsident Peter Holst und DRK-Vorstand Harald Krüger. | Foto: Niels Kreller
Gastgeber und Gäste beim 1. Geburtstag der Harburger Obdachlosen-Herberge: Bezirksamtsleiterin Sophie Fredenhagen (von rechts), Einrichtungsleiter Thorben Goebel-Hansen, Sozialdezernentin Anke Jobmann, DRK-Vizepräsident Peter Holst und DRK-Vorstand Harald Krüger. | Foto: Niels Kreller

Harburg. Offene Türen, freundliche und geduldige Mitarbeiter, herzliche Atmosphäre: Das Harburg-Huus ist in kürzester Zeit zu einem Dreh- und Angelpunkt für obdachlose Menschen in Harburg geworden – als Treffpunkt, Zuhause auf Zeit, Beratungsstelle und vieles mehr. Vor einem Jahr hat die DRK-Einrichtung mit 15 Betten und einem Tagestreff am Außenmühlenweg eröffnet. Zum ersten Geburtstag gab es eine kleine Feier mit Gästen aus dem Quartier – darunter selbstverständlich auch Obdachlose und ihre Hunde, die im Harburg-Huus ausdrücklich willkommen sind.

Auch Schirmherr Prof. Dr. Rüdiger Grube, der das Harburg-Huus von Beginn an unterstützt hat, war vor Ort. Der ehemalige Vorstandschef der Deutschen Bahn führte interessierte Förderer durch die Räume und betonte, dass Obdachlosigkeit jeden treffen kann: „Wenn jemand einen Schicksalsschlag erleidet und kein soziales oder finanzielles Netz hat, ist der Verlust der Wohnung oft die nächste Stufe. Ohne Unterstützung haben diese Menschen dann kaum eine Chance, wieder auf die Beine zu kommen.“

Das Harburg-Huus ist Tag und Nacht und an 365 Tagen im Jahr geöffnet, bietet tagsüber einen Aufenthaltsraum mit Medien, Freizeitangeboten und Getränken. Morgens wird Frühstück und abends eine kleine Mahlzeit angeboten. Es gibt Dusch- und Waschmöglichkeiten sowie persönliche Postfächer für die Gäste. Ergänzende Angebote sind zum Beispiel Krankenmobil und Zahnmobil, psychosoziale Beratung, Wundversorgung, Besuch vom Hundetierarzt und vieles mehr. Schirmherr Rüdiger Grube: „Das Harburg-Huus gibt den Betroffenen, was sie lange nicht oder sogar noch nie in ihrem Leben hatten: Wärme, Geborgenheit, Respekt, Wertschätzung und Zuwendung.“

DRK-Vorstand Harald Krüger zog eine positive Bilanz des ersten Jahres: „Die Einschätzung, dass im Hamburger Süden eine solche Einrichtung dringend gebraucht wird, hat sich eindrucksvoll bestätigt: Mehr als 4.000 Übernachtungen in zwölf Monaten ist eine Zahl, die für sich spricht. Ebenso die mehr als 2.000 Beratungsgespräche, in denen es um Wohnungslosigkeit, aber auch um Themen wie Sucht, Verschuldung, Gewalt gegen Frauen, Altersarmut und Einsamkeit geht. Das zeigt, dass wir einen Nerv getroffen haben. Jetzt kommt es darauf an, weitere Unterstützer zu gewinnen, denn ohne öffentliche Förderung sind wir darauf dringend angewiesen.“

Peter Holst vom Präsidium des DRK Harburg dankte dem hauptamtlichen Team und den ehrenamtlichen Helfern und hob die Erfolge auch in der Vermittlung von Wohnraum hervor: „80 Mal konnten die Kolleginnen und Kollegen im Harburg-Huus bisher schon privaten Wohnraum an obdachlose Männer und Frauen vermitteln. Wer die Situation in Hamburg kennt, weiß, welche enorme Leistung das ist.“ Hinzu kommt die Vermittlung in öffentliche Unterbringung (70 Mal). Für sechs Gäste mit Wohnsitzen im Ausland wurde die Rückreise ins Heimatland organisiert.

Der Leiter der Einrichtung, Thorben Goebel-Hansen, sagte: „Solche Erfolge motivieren natürlich! Wir erleben jeden Tag, welchen Wert unsere Arbeit hat – in der Begegnung mit unseren obdachlosen Gästen, aber auch mit Kooperationspartnern wie der Harburger Tafel, um nur ein Beispiel zu nennen. Wir freuen uns auch über die Menschen aus der Nachbarschaft, die bei uns gerne vorbeischauen. Das gesamte Team blickt mit Freude auf das erste Jahr zurück und mit viel Optimismus in die Zukunft.“

Schirmherr Rüdiger Grube kündigte an, bei der nicht immer einfachen Suche nach Spendern auch weiterhin zu unterstützen: „Das Harburg-Huus bekommt von städtischer Seite keinen Cent. Mit meinem Netzwerk will ich gern dazu beitragen, das Haus langfristig zu etablieren.“

Spendenkonto Harburg-Huus

Hamburger Sparkasse
IBAN: DE 7720 0505 5012 6222 7539
BIC: HASPDEHHXXX
Kennwort: Harburg-Huus

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