Baustellen - Schienenersatzverkehr - Straßensperrungen: Verkehrsexperte Frank Wiesner informiert
Harburg. Frank Wiesner - es würde schwer werden, jemanden zu finden, der mehr Überblick und Fachkenntnisse rund um den Straßenverkehr und den Öffentlichen Personennahverkehr im Bezirk hat als der SPD-Bezirksabgeordnete. Regelmäßig schreibt er auf besser-im-blick über kommende Verkehrsprojekte, wo es zu Einschränkungen oder Sperrungen kommt, worauf man in nächster Zeit achten muss:
Moin Zusammen,
für Menschen, die in Hamburg die Elbe überqueren müssen, wird es 4 Wochen lang deutlich voller: Sowohl in der S-Bahn als auch auf den Straßen!
Am Besten zu Hause bleiben oder zumindest - wer kann- auf die Elbquerung verzichten!
Die Bahnstrecke zwischen den Norderelbbrücken und Hamburg Hauptbahnhof muss vom 26.10. bis 22.11. dringend saniert werden (mutmaßlich sind gerade neue Schäden gefunden worden). Zwar werden S-Bahnen und einzelne ICE-Zügen zwischen Harburg und Hamburg fahren, aber keine Regionalbahnen (bis zu 14 Züge pro Stunde) mehr aus Niedersachen zum Hamburger Hauptbahnhof kommen!
Das dürfte in den Hauptverkehrszeiten in den S-Bahnen so voll werden, dass erwogen wird, mit Sicherheitsdiensten Bahnsteige zeitweise zu sperren.
Ein Ersatzverkehr mit Bussen ist sinnlos, weil für einen Regionalzug bis zu 8 Gelenkbusse nötig wären. Diese stehen nicht bereit und hätten auch gerade keinen Platz am Harburger Bahnhof.
Gegenwärtig wird noch geprüft, ob ein metronom-Zug pendeln kann. Noch besser wäre es aus meiner Sicht, den restlichen Fernverkehr zwischen Harburg und Hamburg ganz aufzugeben und stattdessen mit z.B. 2 zusammengekuppelten metronom-Zügen (insgesamt 14 Doppelstockwagen mit Platz für ca. 2.500 Fahrgäste) möglichst oft zu pendeln. Zudem sollte die Buslinie 13 (Kirchdorf Süd - S Veddel) bis zur U4-Station Elbbrücken zumindest in diesem Zeitraum verlängert werden.
Mit dem Pkw zu fahren ist auch keine gute Option, weil die Amsinckstraße voraussichlich bis in den Dezember nur eingeschränkt nutzbar ist (morgens mit 2 Fahrspuren Richtung Hamburg, ab Mittag wieder umgekehrt). Es steht zudem noch im Raum, dass auf der A1 wieder (wahrscheinlich) an einzelnen Wochenenden die Elbbrücken gesperrt werden.
Ich empfehle: Wer kann, sollte zumindest in den Spitzenzeiten auf die Elbquerung zu verzichten. Für manche Fahrgäste aus Neugraben und Neuwiedenthal könnte die Buslinie 250 nach Altona eine Alternative sein. Aus dem nordwestlichen Wilhelmsburg könnte die Buslinie 156 zum Alten Elbtunnel und die Fährlinie 73 (ab Ernst-August-Schleuse) eine entspanntere Möglichkeit sein, um die Elbe zu queren. Von der Veddel fährt die Buslinie 554 zum Berliner Tor, dürfte aber auch im Stau stehen.
Von Harburg in Richtung Bergedorf mit der Linie X30 (bis S Nettelnburg) zu fahren, um dann weiter nach Hamburg zu kommen, macht bis zum 1.11. gar keinen Sinn, weil dort an der S-Bahnstrecke gebaut wird.
S-Bahn nach Bergedorf fällt bis 1.11. aus Aufgrund von Gleisbauarbeiten ist der S-Bahn-Verkehr zwischen Berliner Tor und Bergedorf bis Sonntag, 01.11.26 (Betriebsende) eingestellt. Es gibt einen Schienenersatzverkehr.
U3 am Hafen bis 30.10. (morgens) gesperrt Auch an der U3 werden die Gleise gepflegt. Noch bis zum 30.10, 2 Uhr ist die U3 zwischen Rathaus und St. Pauli nicht im Betrieb.
U3 zwischen Berliner Tor und Barmbek vom 2.11., 0 Uhr bis 27.11., 24 Uhr gesperrt Die U3 ist jeweils von Montag bis Freitag zwischen Berliner Tor und Barmbek wg. Gleisbauarbeiten gesperrt. An den Wochenenden fährt die U3 regulär.
Als Alternative während der Sperrungen können die S1 sowie die Ersatzbusse genutzt werden. Wichtiger Hinweis: Ab dem 20.11., 21 Uhr, kann U Berliner Tor von den Ersatzbussen wg. Straßenbauarbeiten nicht mehr angefahren werden. Die Busse enden/starten stattdessen U Burgstraße.
Kommt, wo es geht, gut weiter!
Termine
Sitzungen der AG Verkehr21:
Am Montag, 09.11.2026 um 18:00 Uhr, Treffen in der BurgerLounge, Am Zentrumshaus 2, 21073 Harburg. Weiterer Termin: Montag 07.12.2026, ab ca. 19:30 Uhr lassen wir das Jahr auf dem Harburger Weihnachtsmarkt ausklingen.
Mit nachhaltig freundlichen Grüßen
Frank Wiesner
