Erinnerungen an Waltershof auffrischen im Seemannsclub Duckdalben
Waltershorf. Dieses Jahr trifft sich die „Gemeinschaft ehemaliger Waltershofer/Dradenauer“ am Sonnabend, 15. Februar, ab 11 Uhr im internationalen Seemanns-Club Duckdalben in der Zellmannstraße 16. Dort frischen die Bürger der Stadtteile Waltershof und Dradenau Erinnerungen auf.
Außer dem „Weißt-Du-noch“ gehört auch das Gedenken an die Opfer der Sturmflut von 1962 zum Traditionstreffen. Dieses Jahr begrüßen die Initiatoren des Treffens, Detlef Baade und Johannes Tönnies vom Arbeitskreis Flutdenkmal, außer etwa 100 „Ehemaligen“ auch Markus Schreiber.
Der langjährige Abgeordnete der Hamburger Bürgerschaft und ehemalige Leiter des Bezirksamts Mitte, in dessen Zuständigkeit auch Waltershof fällt, spricht ein Grußwort. Da das Meldeamt im einwohnertechnisch kleinsten Stadtviertel Waltershof nur zwei Bewohner zählt, werden die Waltershofer Stimmen mit Finkenwerder zusammengezählt - Wandel der Zeit. Ein aktueller Wandel berührt das Thema Sturmflut. Hamburg plant eine Dauerausstellung dazu in Wilhelmsburg.
Baade: „Wir begrüßen es, wenn die 1962er-Flut das Schwerpunktthema der Museums Elbinsel wird, weil so auch die Schicksale von Waltershof und seiner Bürger wiedergespiegelt werden “. Die Sturmflut in der Nacht vom 16. auf den 17. Februar 1962 war die bisher größte Naturkatastrophe Hamburgs nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Stadt hatte 315 Todesopfer zu beklagen, darunter 43 aus Waltershof. Gäste und Freunde sind zum Treffen willkommen.