Sternschnuppen-Spektakel am Nachthimmel: Die Orioniden sind da!
Harburg Stadt&Land. Wenn man eine Sternschnuppe sieht, dann kann man sich etwas wünschen. Und der Wunsch geht in Erfüllung – vorausgesetzt, man erzählt ihn niemandem. So sagt es zumindest der Volksmund.
Gerade trifft die Erde auf den Meteoritenstrom der Orioniden. Bis zum 7. November sind sie noch zu sehen. Und besonders in der Nacht vom 22. auf den 23. Oktober können Himmelsbeobachter zahlreiche Wünsche auf den Weg schicken. Denn dann schickt der Meteorstrom der Orioniden, der alljährlich um diese Zeit die Erde erreicht, bis zu 20 Gesteins- und Staubpartikel in der Stunde auf den Weg in die Atmosphäre, wo sie als Sternschnuppen verglühen.
Das besondere an den Orioniden ist, dass sie mit hoher Geschwindigkeit unterwegs sind: Mit bis zu 66 Kilometernin der Stunde treten sie in die Erdathmosphäre ein. Einige können dabei sogar als Feuerball explodieren.
Am besten sind die Orioniden in den Stunden nach Mitternacht zu sehen. Ab 2 Uhr ist die beste Zeit für Sternschnuppenjäger. Dabei sollte man sich einen Ort mit freiem Blick nach Südosten, wo auch das namensgebende Sternbild des Orion steht, das dem Meteoritenstrom seinen Namen gab. Denn anscheinend kommen sie direkt aus diesem Sternbild. In Wahrheit sind es kleine Trümmer, die der Halleyschen Kometen, die er auf seiner 76 Jahre dauernden Umrundung um die sonne hinterlässt.
Außerdem ist es ratsam, sich so weit wie möglich von hellen Lichtquellen wie Städten zu entfernen und auch nicht in den Mond zu schauen.
