„Trauerndes Kind“ wieder an seinem Platz
Harburg. Das „Trauernde Kind“ steht wieder an seinem ursprünglichen Standort vor der St. Johannis-Kirche. Die restaurierte Skulptur wurde gestrien Montag im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung enthüllt.
An der Zeremonie nahmen Bezirksamtsleiter Christian Carstensen, Pastorin Sabine Kaiser-Reis sowie Vertreterinnen und Vertreter der Friedensinitiative Hamburg Süd teil. Mit der Rückkehr ist ein bedeutendes Kunstwerk und Mahnmal wieder dauerhaft im öffentlichen Raum präsent.
Die etwa 90 Zentimeter hohe und rund 100 Kilogramm schwere Skulptur des Künstlers Hendrik-André Schulz gehört zum Harburger Kunstpfad, der insgesamt 26 Kunstwerke im Bezirk umfasst. Gemeinsam mit dem „Harburger Soldaten“ bildet sie ein Mahnmal gegen Krieg und Gewalt. Seit ihrer Aufstellung im Jahr 1988 erinnert die Figur an Menschen, die durch Krieg Angehörige verlieren oder dauerhaft unter seinen Folgen leiden.
Die Entwendung der Skulptur im Sommer 2025 hatte in Harburg große Bestürzung ausgelöst. Das Landeskriminalamt fand das „Trauernde Kind“ später wieder und gab es an das Bezirksamt Harburg zurück. Trotz erheblicher Beschädigungen konnte das Kunstwerk fachgerecht restauriert werden.
An der Wiederherstellung waren unter anderem Fachleute von Metallbau Edel & Stahl beteiligt. Das Bezirksamt, die St. Johannis-Kirche und weitere Unterstützerinnen und Unterstützer arbeiteten bei der Rückkehr der Skulptur eng zusammen.
Für den langfristigen Erhalt übernimmt das Bezirksamt Harburg weiterhin die regelmäßige Kontrolle der Standsicherheit. Zudem wurden Schutzvorkehrungen gegen Diebstahl und Beschädigungen getroffen. Mit dem „Trauernden Kind“ kehrt damit nicht nur ein prägendes Kunstwerk zurück, sondern auch ein wichtiger Ort des Erinnerns und Gedenkens.
