Schütze nach Schussverletzung in Heimfeld gefasst – Waffenfund in Wilhelmsburg
Harburg-Heimfeld. Nach der lebensgefährlichen Schussverletzung eines 55-jährigen Mannes in Heimfeld ist der mutmaßliche Schütze festgenommen worden. Die Beamten des Landeskriminalamts nahmen einen 24-Jährigen in Wilhelmsburg fest, der im Verdacht steht, Mitte September gegen 00:38 Uhr in der Schwarzenbergstraße die Schüsse auf das Bein des Mannes abgegeben zu haben.
Wie Landeskriminalamt und Staatsanwaltschaft Hamburg mitteilten, geriet der 24-Jährige im Rahmen intensiver Ermittlungen in den Fokus der Behörden. Zwei weitere Tatverdächtige (29, 25) sollen bei der Schussabgabe ebenfalls anwesend gewesen und gemeinsam mit dem Schützen geflüchtet sein.
Die Staatsanwaltschaft erwirkte einen Haftbefehl gegen den 24-Jährigen, dessen Aufenthaltsort zunächst unbekannt war, sowie einen Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung des 25-Jährigen in Hannover. Als Ermittler den Gesuchten in Wilhelmsburg lokalisieren konnten, vollstreckten sie am Mittwoch den Haftbefehl und nahmen den angetroffenen 29-jährigen Begleiter vorläufig fest.
In einer Wohnung in Wilhelmsburg, aus der die beiden Männer zuvor gekommen waren, fanden die Einsatzkräfte eine scharfe Schusswaffe, zwei demontierte Schusswaffen, diverse Munition, diverse Schlag- und Stichwaffen sowie rund 15 Gramm mutmaßliche Betäubungsmittel – alles wurde sichergestellt.
Die beiden Tatverdächtigen kamen ins Untersuchungsgefängnis. Eine Haftrichterin verkündete gegenüber dem 24-Jährigen den Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Totschlags; gegen den 29-Jährigen erließ sie wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz einen Haftbefehl.
Bei der Durchsuchung der Wohnung in Hannover-Mitte trafen Einsatzkräfte der Polizei Niedersachsen den 25-Jährigen an und stellten diverse Beweismittel sicher. Er wurde entlassen, da die Voraussetzungen für einen Haftbefehl nicht vorlagen. Die Ermittlungen dauern an.
